So ist Deutschland jetzt - ganz grün angemalt

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eröffnet am: 10.02.05 12:22 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 36
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10.02.05 12:22

129861 Postings, 6039 Tage kiiwiiSo ist Deutschland jetzt - ganz grün angemalt

Das kommt dabei raus, wenn man das Land "der Straße" überlässt (und den Steinewerfern)


FAZ


Auswärtiges Amt: Fischers Gedenkpraxis
Von Rainer Blasius


09. Februar 2005 Eine schriftliche Weisung des Ministers ist bisher nicht gefunden worden, aber eine ungewöhnliche Art des Totengedenkens hat dennoch auf Joseph Fischers Wunsch im Auswärtigen Amt in Berlin Einzug gehalten. Fast sechzig Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches erhalten Mitglieder des alten Auswärtigen Amtes - also der ?Wilhelmstraße? - keine Nachrufe mehr in der Hauspublikation ?internAA?, wenn sie Mitglied der NSDAP gewesen sind. Die für den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland seit 1951 erbrachten Leistungen spielen für das geschichtsbewußte Außenamt keine Rolle mehr.

Die Nachruf-Regelung, über die angeblich ein allgemeiner Vermerk vom September 2003 in der Personalabteilung existieren soll, wurde nicht etwa im Auswärtigen Amt unter den Pensionären bekanntgemacht. Vielmehr fiel Ruhestandsdiplomaten auf, daß ihre im Herbst verstorbenen Kollegen Wilhelm Günther von Heyden (geboren 1908) und Franz Krapf (geboren 1911) nicht wie üblich mit einem Nachruf bedacht wurden, der sie des immerwährenden ehrenden Andenkens der obersten Bundesbehörde versichert.

?Unsachlich, unanständig, unehrlich?

Botschafter a.D. Heinz Schneppen machte Fischers Gedenkpraxis Ende Januar öffentlich. Das Verfahren sei ?unsachlich, unanständig, unehrlich?, weil das Kriterium der Parteimitgliedschaft zu kurz greife, zumal auch hingerichtete Widerstandskämpfer der ?Wilhelmstraße? wie Ulrich von Hassell und Adam von Trott zu Solz in der NSDAP gewesen seien. Damit werde bewährten Diplomaten ?die Ehre des Nachrufs verweigert?. Aber auch im Auswärtigen Amt nahmen Bedienstete Anstoß daran, daß der langjährige Leiter der Besoldungsstelle, ein Beamter im gehobenen Dienst, nicht mit einem Nachruf bedacht worden sei.

Der Personalrat des Auswärtigen Amts wollte sich des Themas offensichtlich bisher nicht annehmen. Jedoch bat der CSU-Abgeordnete Klaus Rose, ein früherer Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, am 21. Januar den Außenminister um Aufklärung: ?Vor allem empört mich das Messen mit zweierlei Maß: wer Kommunist war, kann sich ,glaubhaft wandeln', wer Nazi war und zur SPD kam, ebenfalls. Wer aber nicht diese Voraussetzungen erfüllt, wird sogar nach seinem Tod noch diskriminiert, obwohl er größte Leistungen für Deutschland eingebracht hat. ? Der Abgeordnete wartet bis heute auf Antwort.

Regel überprüft und angepasst

Zwischenzeitlich haben sich auch mehrere Ruheständler beim Auswärtigen Amt über das unterlassene Gedenken für Franz Krapf beschwert. Der 1911 geborene Diplomat, NSDAP-Mitglied seit 1936, war von 1940 bis 1945 an der Botschaft Tokio Legationssekretär. Krapf, ein enger Freund von Erich Kordt, einem frühen und konsequenten Hitler-Gegner im deutschen diplomatischen Dienst, gehörte von 1951 bis 1976 dem neuen Auswärtigen Amt an, unter anderem als Gesandter in Washington, als Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt und als Botschafter in Tokio und bei der Nato in Brüssel. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Georg Leber (SPD) schätzte ihn ebenso sehr wie der langjährige Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der den am 23. Oktober 2004 Verstorbenen im Trauergottesdienst in Bad Godesberg umfassend würdigte.

Davon wollte Außenminister Fischer offensichtlich nichts wissen. So erkundigten sich mehrere ehemalige Botschafter, wo denn der Nachruf auf Krapf bleibe. Der Leiter der Zentralabteilung des Auswärtigen Amts antwortete ihnen schriftlich, daß ?Kritik in Medien und Öffentlichkeit? dazu geführt habe, die ?Regeln für die Ehrung verstorbener Amtsangehöriger zu überprüfen und anzupassen? - ?nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Hinterbliebenen?. Jedoch wurde den Pensionären versichert, daß ihre alte Behörde selbstverstädlich ?jedem in würdiger Form gedenkt?, wenn auch wohl nicht mehr jedem ein ehrendes Andenken bewahrt werden soll. So kam es zu einen sicherlich in der Amtsgeschichte einmaligen Vorgang: Alle ehemaligen Staatssekretäre, fast alle früheren Leiter der für Personal zuständigen Zentralabteilung und prominente Botschafter außer Diensten wie Berndt von Staden oder Erwin Wickert entschlossen sich zu einer gemeinsamen Aktion, vornehm im Stil, aber kompromißlos in der Sache.

Keine Stellungnahme

In einer großformatigen Zeitungsanzeige ließen sie die Öffentlichkeit am Mittwoch wissen: ?In memoriam Franz Krapf Botschafter a.D.? Dann folgen die Lebensdaten und der Satz: ?Freunde, Kollegen und Mitarbeiter bewahren ihm ein ehrendes Andenken?, sowie viele Dutzend Namen von Staatssekretären a.D., Botschaftern a.D., Ministerialdirektoren a.D., Generalkonsuln a.D.. Das Auswärtige Amt nahm dazu nicht offiziell Stellung. Im Herbst 2003 - so heißt es - habe sich eine damals noch aktive Amtsangehörige bei Fischer über den Nachruf für einen ?Wilhelmstraßen-Beamten? beschwert, der wegen seines Verhaltens im ?Dritten Reich? kein ehrendes Andenken verdient habe. Dieser ?Vorfall? habe das Auswärtige Amt zu dem neuen Verfahren bewogen.



Text: F.A.Z., 10.02.2005, Nr. 34 / Seite 1


MfG
kiiwii  
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10 Postings ausgeblendet.

11.02.05 07:39

36202 Postings, 6100 Tage TaliskerDie heutige persönliche Presseschau

des Schwarzen Lords scheint ziemlich unergiebig gewesen zu sein. Da muss er bereits irgendwelchen Nonsens produzieren. Was haben der Umgang des Bundestagspräsidenten, des Auswärtigen Amtes sowie des Verteidigungsministeriums mit der dt. Vergangenheit mit den Problemen wie Sicherheit, Bildung, Arbeitslosigkeit zu tun? Genau.
Und was für dich so alles Staubkörner sind...
Hätte man nicht irgendwie in #11 auch noch die "Kriminalisierung von Putzfrauen" mit reinbringen können? Hierzu ganz aktuell ein Programmhinweis für dich:
http://www.taz.de/pt/2005/02/11/a0266.nf/text

Gruß
Talisker  

11.02.05 10:57

8011 Postings, 6288 Tage RigomaxEs sucht sich halt jeder diejenigen Zeitungen

aus, deren Inhalt ihn nicht überfordert.

Und manch einer liest besonders gern BILD.
Natüüürlich gaaanz kritisch.

Die BILD-Zeitung ist das richtige Blatt für diejenigen, denen die Auseinandersetzung mit langen, abwägenden und wohlformulierten Texten zu anstrengend ist. Das gilt auch für die, die vorwiegend BILD lesen und dann kritisieren. Denn wenn sie sich auf BILD beschränken, zeigen sie durch die Auswahl des Zieles ihrer Kritik, daß die Auseinandersetzung mit einem intellektuellen Sparringspartner die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit darstellt.
 

11.02.05 12:17

1798 Postings, 6950 Tage RonMillerzu posting 5)

danke,daß du das legionslied reingestellt hast,
mir waren doch tatsächlich paar zeilen aus strophe
zwei entfallen;
wer hat übrigens unserem rübezahl thierse und dem
strampelmännchen struck erzählt, wer oberst moelders
war? ob der auch von den roten horden gesprochen hat,
auf deren seiten nicht nur ein ernest hemingway,sondern
auch ne menge freigelassener sträflinge gestanden waren.  

11.02.05 12:48

21799 Postings, 7487 Tage Karlchen_IJa Miller - so sind die Braunen.

Über die Bombardierung Dresdens Krokodilstränen weinen - und Kriegsverbrecher verherrlichen.  

11.02.05 12:50

21368 Postings, 6914 Tage ottifantDie Haselnuss Fraktion tagt

Hier bitte nicht mehr stören.  

11.02.05 13:32

7114 Postings, 6874 Tage KritikerBild-Zeitung, das Phänonem.

Sie wird von der gleichen Masse gelesen, die sie verurteilen.
Welcher denkende Mensch oder Unternehmer oder Ertragsarbeiter vergeudet seine Zeit mit Bild-Lesen? Die meisten Bild'ler sind die SPD-Wähler, schon damit sie sich darüber aufregen können.
Vielleicht sollten die Linken Politiker - voran Thierse - das deutsche Volk abschaffen.
Weg mit den alten Traditionen - schleift die Barock-Kirchen - holt nach, was Hitler nicht mehr vernichten konnte.
Holt Eure Diäten aus den dann leeren Sozialkassen! - Kritiker.  

11.02.05 13:41

1798 Postings, 6950 Tage RonMillerkarlchen - mölders flog eine einsitzige

jagdmaschine, die gar keine bomben tragen konnte;
folglich konnte er auch nicht bombardieren;
und wenn er seine bordwaffen benützte,war er noch lange
kein kriegsverbrecher,das waren dann schon eher die
tiefflieger im wk2, die selbst auf bauern auf ihrem
trecker und auf spielende kinder schossen;  

11.02.05 13:46

62139 Postings, 7521 Tage Kickyaber auf die Einwohner von Guernica schiessen

die durch die Strassen flohen nachdem die Bomber ihre Last abgeworfen hatten,das konnte auch er,denn er war dabei bei der Legion Kondor.Und er hat die Formation der Flugzeuge erfunden wie sie im Krieg praktiziert wurde .  

11.02.05 13:47

13475 Postings, 7634 Tage SchwarzerLord@Talisker wg. Putzfrauen

Hab ich die nicht heute an anderer Stelle erwähnt? Aber danke für den Hinweis.  

11.02.05 14:15

36202 Postings, 6100 Tage Talisker@SL wg. Putzfrauen

Hatte ich zuvor an der anderen Stelle gelesen. Allein wär ich auf den Quark nicht gekommen.
Gern geschehen ;-)  

11.02.05 16:36

463 Postings, 5898 Tage PiusBraunes Volk

Ich hatte mich immer gefragt, wo die Massen der NPD Wähler sich tummeln. Inzwischen habe ich warscheinlich hier ein paar getroffen. Leider nur nicht zwischen den Augen.

Noch einmal zur Erinnerung:

Das braune Pack hat schon einmal unser Land in Schutt und Asche gelegt. Seid ihr denn so heiss darauf dies alles noch einmal zu erleben?  

Ich verstehe meine Landsleute einfach nicht mehr. Anstelle dass wir uns freuen nun doch mit der Wiedervereinigung dies leidige Kapitel abgeschlossen zu haben, schreit man plötzlich nach den Nazis. Warum seid ihr denn nicht einfach in die damalige DDR gegangen? Dort konnte man noch klasse in einer Diktatur leben. Super Nummer, zuerst nach Freiheit schreien und kaum ist die Freiheit da, will man das andere Extremum. Das soll mal einer verstehen.  

11.02.05 18:10

1798 Postings, 6950 Tage RonMillermein lieber pius,

ich gehöre durchaus nicht zu deinem braunen pack
und npd-wähler war ich in meinem leben noch nicht;
aber eines will ich doch mal feststellen:
es sind sehr wenige, die nach der braunen vergangenheit
schreien und noch viel weniger, die sich solche zeiten
zurückwünschen;
aber was mich und viele andere ankotzt, ist die tägliche
selbstanklage und -beschmutzung durch medien,politik und
auch arivaner;
hier werden soldaten als kriegsverbrecher hingestellt,die
gar keine möglichkeiten hatten, sich verbreherisch zu
betätigen - es wird einfach alles über einen kamm geschert;
wer eine deutsche soldatenuniform trug, wird pauschal zum
verbrecher und mörder erklärt;
keine andere nation zieht so über seine eigenen soldaten
her, ob franzosen, die in vietnam wie die vandalen hausten,
ob engländer und amerikaner, die millionen frauen und kinder
mit bomben umbrachten oder russen, deren greueltaten
hinreichend bekannt sind;
aber irgendwie unterscheiden die sich halt vom häßlichen
deutschen

 

11.02.05 18:21

51340 Postings, 7284 Tage eckiRon Miller , die Taten der Legion Condor

in Spanien machen halt nicht jeden Stolz in Deutschland.

Grüße
ecki  

11.02.05 18:31

21799 Postings, 7487 Tage Karlchen_IDarf man Verbrecher nicht mehr Verbrecher nennnen,

bloß weil es Deutsche waren? Komisches Geschichtsveraständnis.  

11.02.05 18:45

129861 Postings, 6039 Tage kiiwiiDoch Karlchen, man muß bei der Wahrheit bleiben

genauso wie man Verbrechen auch "Verbrechen" nennen muß, wenn es sich um nicht-deutsche handelt.

(Dresden; Hamburg; Frankfurt; Stuttgart; Goya; Gustloff; Hiroshima; Nagasaki; etc)  


Das ändert nichts an Schuld und Verantwortung.


MfG
kiiwii  

11.02.05 19:03

68873 Postings, 6052 Tage BarCodeOk, kiiwii

werde mir diese Zeile irgendwo hinterlegen und meinen Postings gegebenenfalls als PS anhängen:

(Unrecht war auch: Dresden; Hamburg; Frankfurt; Stuttgart; Gustloff; Hiroshima; Nagasaki; etc)

Habe ich damit die Erlaubnis, Guernica ein Verbrechen zu nennen (insbesondere , da D sich nicht im Krieg mit Spanien befand und lediglich einem weiteren Diktator an die Macht helfen wollte - und außerdem eine Art "Training und Erprobung" seiner neuen Waffen veranstaltet hat. Zumindest waren die in der Liste oben Handlungen in einem heißen Krieg.


Gruß BarCode  

11.02.05 20:12

129861 Postings, 6039 Tage kiiwiiGuernica war ein Verbrechen.

11.02.05 20:20

479 Postings, 7442 Tage AliMenteSatiremagazin JF

"An der Stelle des Denkmals wurde ein Döner-Verkaufsstand errichtet."

Also ich finde die JF Artikel und die polemisierende Empörung schon auch amüsant.

lol  

12.02.05 00:58

463 Postings, 5898 Tage PiusRon

Mir ist es scheissegal, ob andere Nationen Ihre Kriegsverbrechen herorisieren. Nazis zu Helden zu erklären, weil sie toll fliegen konnten, ist schon sehr Zweifelhaft. Aber Mölders war ja kein Nazi. Er hat das Ritterkreuz warscheinlich wegen seiner systemkritischen Haltung bekommen. Immer die gleichen Spüche. Warscheinlich wurde auch mein Vater mit 16 Jahren in Russland von einem völlig unpolitischen Offizier befehligt. Waren alles nur Mitläufer und haben wegen ihrer zurückhaltenden politischen Art auch militärische Karriere gemacht. Ich bin fest davon überzeugt, dass der einfache Soldat bestimmt keine Schuld trägt, aber erzähle mir nicht, dass im III. Reich jemand Offizier werden konnte der kein Nazi war.  

12.02.05 12:18

1798 Postings, 6950 Tage RonMillerna gut, piusm,dann waren die offiziere

des 20.juli 44 deiner meinung nach also auch nazis;
 

12.02.05 18:15

479 Postings, 7442 Tage AliMente@Ron: natürlich waren das Nazis,

allerdings Nazis, die irgendwann mal zum Nachdenken gekommen sind, was jedoch imho mehr am ungünstigen Kriegsverlauf und Hitlers militärischer Inkompetenz lag.

 

12.02.05 23:07

24 Postings, 5587 Tage legioncondor5gelöscht Löschung

Sehr geehrte Damen und Herren,

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Ihr ARIVA.DE-Team  

17.02.05 01:20

29 Postings, 5583 Tage karlchen lgelöscht Löschung

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9 Postings, 5582 Tage BUSHFANCLUBgelöscht Löschung

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17.02.05 23:35

33530 Postings, 7213 Tage DarkKnightMach Dir nen Würfelhusten .. o. T.

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