"Smartsourcing" der Dt. Bank kostet 3300 Stellen!

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neuester Beitrag: 09.02.05 09:51
eröffnet am: 04.02.05 09:32 von: Knappschaft. Anzahl Beiträge: 42
neuester Beitrag: 09.02.05 09:51 von: gurkenfred Leser gesamt: 865
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04.02.05 09:32

8451 Postings, 5864 Tage Knappschaftskassen"Smartsourcing" der Dt. Bank kostet 3300 Stellen!

"Smartsourcing" kostet weitere 3300 Stellen
"Smartsourcing" kostet weitere 3300 Stellen

Die Gewinne klettern, doch der Chef ist nicht zufrieden: Die Deutsche Bank hat im vergangenen Quartal in allen wichtigen Geschäftsfeldern besser abgeschnitten. Trotzdem sollen im Ausland noch einmal 3300 Stellen wegfallen. Die Bank hat auch schon einen wohlklingenden Begriff für den Vorgang gefunden.



DPA
Banktürme "Soll und Haben" in Frankfurt: Trotz hoher Gewinne - der Chef bleibt hinter seinen Rendite-Versprechungen zurück und lässt es die Mitarbeiter spüren
Frankfurt am Main - Zusammen mit dem bereits angekündigten Personalabbau in Deutschland fallen netto 5200 Arbeitsplätze oder acht Prozent aller Stellen weg, teilte das größte deutsche Finanzhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Ziel, 2005 eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent in zu erreichen, will Ackermann weiterhin erreichen - allerdings will er dabei die Kosten für den Stellenabbau herausrechnen. 2004 lag die Rendite bei 16,7 Prozent.

Der Jahresüberschuss kletterte 2004 trotz hoher Abfindungszahlungen um 87 Prozent auf 2,546 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit dem Boomjahr 2000. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht übertroffen.

Insgesamt fallen 6400 Stellen weg, während gleichzeitig 1200 neue in Niedriglohnländern entstehen. Die Deutsche Bank  nennt diesen Prozess "Smartsourcing". Ungefähr 2700 Stellenstreichungen entfallen auf das Investmentbanking, in dem der Aktien- und der Rentenhandel zusammengelegt wurden, und die Vermögensverwaltung. Für Deutschland hatte das Geldinstitut im Dezember den Abbau von 2300 Stellen in Verwaltung und Abwicklung und die Einrichtung 450 neuer Arbeitsplätze im Kunden- und Produktgeschäft angekündigt.

Mit den Maßnahmen will die Deutsche Bank die jährlichen Kosten um 1,1 Milliarden Euro drücken. Für 2005 liegt die Einsparung bei 1,2 Milliarden Euro, dem stehen Sonderaufwendungen von 750 Millionen Euro gegenüber. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr soll von 1,50 Euro auf 1,70 Euro je Aktie angehoben werden.

"Wir haben unsere Position sowohl in Deutschland als auch international weiter gefestigt", sagte Ackermann. Er habe "die feste Absicht, unsere finanziellen Ziele zu erfüllen." Dazu sei neben den Spareffekten ein Wachstum der Erträge um vier Prozent notwendig. Unzufrieden ist Ackermann mit dem Börsenwert: Die Deutsche Bank liege gemessen an diesem Kriterium weltweit nur auf Platz 23 der Kreditinstitute, solle aber künftig auch bei der Marktkapitalisierung "zu einem der weltweit führenden Finanzhäuser" zählen.

Für den Gewinnsprung 2004 sorgte vor allem die um zwei Drittel auf 372 Millionen Euro gesunkene Risikovorsorge für Problemkredite, ein besseres Handelsergebnis (plus zehn Prozent auf 6,186 Milliarden Euro) und die höhere Bewertung von Beteiligungen. Das Ergebnis vor Steuern legte um 50 Prozent auf 4,146 Milliarden Euro zu. Im Geschäft mit den Privatkunden sei das Ziel eines bereinigten Ergebnisses vor Steuern von einer Milliarde Euro erreicht worden.

Die Zahl der Mitarbeiter der Deutschen Bank lag Ende September - also vor den neuen Stellenstreichungen - weltweit bei 65.374, davon waren 27.330 in Deutschland beschäftigt. Auf dem Höhepunkt des Jahres 2000 hatte sie insgesamt noch 89.784 betragen.
Die Gewinne klettern, doch der Chef ist nicht zufrieden: Die Deutsche Bank hat im vergangenen Quartal in allen wichtigen Geschäftsfeldern besser abgeschnitten. Trotzdem sollen im Ausland noch einmal 3300 Stellen wegfallen. Die Bank hat auch schon einen wohlklingenden Begriff für den Vorgang gefunden.



DPA
Banktürme "Soll und Haben" in Frankfurt: Trotz hoher Gewinne - der Chef bleibt hinter seinen Rendite-Versprechungen zurück und lässt es die Mitarbeiter spüren
Frankfurt am Main - Zusammen mit dem bereits angekündigten Personalabbau in Deutschland fallen netto 5200 Arbeitsplätze oder acht Prozent aller Stellen weg, teilte das größte deutsche Finanzhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Ziel, 2005 eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent in zu erreichen, will Ackermann weiterhin erreichen - allerdings will er dabei die Kosten für den Stellenabbau herausrechnen. 2004 lag die Rendite bei 16,7 Prozent.

Der Jahresüberschuss kletterte 2004 trotz hoher Abfindungszahlungen um 87 Prozent auf 2,546 Milliarden Euro, den höchsten Stand seit dem Boomjahr 2000. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht übertroffen.

Insgesamt fallen 6400 Stellen weg, während gleichzeitig 1200 neue in Niedriglohnländern entstehen. Die Deutsche Bank  nennt diesen Prozess "Smartsourcing". Ungefähr 2700 Stellenstreichungen entfallen auf das Investmentbanking, in dem der Aktien- und der Rentenhandel zusammengelegt wurden, und die Vermögensverwaltung. Für Deutschland hatte das Geldinstitut im Dezember den Abbau von 2300 Stellen in Verwaltung und Abwicklung und die Einrichtung 450 neuer Arbeitsplätze im Kunden- und Produktgeschäft angekündigt.

Mit den Maßnahmen will die Deutsche Bank die jährlichen Kosten um 1,1 Milliarden Euro drücken. Für 2005 liegt die Einsparung bei 1,2 Milliarden Euro, dem stehen Sonderaufwendungen von 750 Millionen Euro gegenüber. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr soll von 1,50 Euro auf 1,70 Euro je Aktie angehoben werden.

"Wir haben unsere Position sowohl in Deutschland als auch international weiter gefestigt", sagte Ackermann. Er habe "die feste Absicht, unsere finanziellen Ziele zu erfüllen." Dazu sei neben den Spareffekten ein Wachstum der Erträge um vier Prozent notwendig. Unzufrieden ist Ackermann mit dem Börsenwert: Die Deutsche Bank liege gemessen an diesem Kriterium weltweit nur auf Platz 23 der Kreditinstitute, solle aber künftig auch bei der Marktkapitalisierung "zu einem der weltweit führenden Finanzhäuser" zählen.

Für den Gewinnsprung 2004 sorgte vor allem die um zwei Drittel auf 372 Millionen Euro gesunkene Risikovorsorge für Problemkredite, ein besseres Handelsergebnis (plus zehn Prozent auf 6,186 Milliarden Euro) und die höhere Bewertung von Beteiligungen. Das Ergebnis vor Steuern legte um 50 Prozent auf 4,146 Milliarden Euro zu. Im Geschäft mit den Privatkunden sei das Ziel eines bereinigten Ergebnisses vor Steuern von einer Milliarde Euro erreicht worden.

Die Zahl der Mitarbeiter der Deutschen Bank lag Ende September - also vor den neuen Stellenstreichungen - weltweit bei 65.374, davon waren 27.330 in Deutschland beschäftigt. Auf dem Höhepunkt des Jahres 2000 hatte sie insgesamt noch 89.784 betragen.  
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04.02.05 14:41

129861 Postings, 6042 Tage kiiwiiDie Deutsche Bank ist in den Händen von

gierigen Investmentbankern; die wollen aus ihren Optionen endlich Geld sehen und betreiben den Verkauf des Ladens.

Eine Bank, die mit ihrer Liquidität ihre eigenen Aktien zurückkauft, hat ihre Aufgabe verfehlt und ihre Existenzberechtigung verloren. (Eigentlich schade nach 125 Jahren).

Warum arbeitet sie nicht mit diesem Geld ??
Vergibt Kredite? (Oder ist man keine Universalbank mehr?)
Geht Beteiligungen ein ?

Offensichtlich hat man andere Prioritäten.


MfG
kiiwii  

04.02.05 14:45

12850 Postings, 6719 Tage Immobilienhaikiwi, um kredite zu vergeben, müßte die db erstmal

leute im haus haben die sich mit kreditgeschäft auskennen. insbesondere in den oberen etagen. da hapert es gewaltig.

ansonsten das alte problem, mit krediten läßt sich weniger geld verdienen als mit den zockergeschäften von financial markets und investmentfuzzis.

 

04.02.05 15:01

2176 Postings, 6397 Tage HEBIRichtig Kiwii

Ackermann ist ein Fehleinkauf. Er packt die Sache am falschen Ende an.

Normal müßte er schon aus Kompetenzmangel gehen.

 

 

04.02.05 15:04

5698 Postings, 6536 Tage bilanzADDY "Sozialstaat"

Im Gegensatz zur Schweiz ist Deutschland zum
Glück ein Sozialstaat, und wir praktizieren eine
soziale Marktwirtschaft, d.h. der (angestellte)
Arbeitgeber hat gegenüber seinen Arbeitnehmern
auch eine Fürsorgepflicht und eine soziale Ver-
antwortung. Damit sind wir bisher seit 1949 sehr
gut gefahren.

Ich denke wir haben in der Schweiz sehr wohl einen Sozialstaat.
Im Gegensatz zu Deutschland sind unsere Rentenkassen nicht leer.
Unser Sozial-Modell "AHV" ist in Europa einmalig, da hat nämlich
der Millionär nicht mehr zu erwarten wie Otto Normalverdiener, obwohl der in seinem Arbeitsleben ein Mehrfaches an Beiträgen einbezahlt hat.
Auch bei uns bezahlen die Unternehmer an die Pensionskassen und die AHV.
Daneben haben wir für pensionierte Leute noch die Ergänzungsleistungen, die kommen
zum Tragen, wenn ein Rentner ein zu kleines Einkommen hat.
Das sind keine Almosen und im Gesetz klar verankert Leistungen.
Dann basiert der Sozialstaat auch auf einer gewissen Eigenverantwortung, der
Staat kann einem doch nicht alles abnehmen.
Wenn der Staat alles abnimmt, kommen dann die hohen Abgaben und Steuern unter denen Deutschland bekanntlich leidet.
 

04.02.05 15:07

2176 Postings, 6397 Tage HEBIDanke bilanz

jetzt wissen wir auch warum Ackermann in "D" arbeitet.

 

 

04.02.05 15:12

5698 Postings, 6536 Tage bilanzGern geschehen HEBI



Wir haben ja bei der Credit Suisse mit
Oswald Grübel auch einen Deutschen an der
Spitze des Schweizer Banken-Konzerns.  

04.02.05 15:22

5698 Postings, 6536 Tage bilanzEin Deutscher an der Spitze einer CH-Grossbank



Mit Oswald Grübel sprach Stefan Eiselin
Herr Grübel, wie lange haben Sie schon gewusst, dass Sie die Credit Suisse Group ab Mitte Juli alleine führen werden?

Der schwierigste Teil der Neuausrichtung in unserem Unternehmen liegt hinter uns. In den letzten Monaten wurde klar, dass der Verwaltungsrat wieder zurück zum Modell mit einem Chef gehen wollte. Dass er nun mich gewählt hat, war für mich aber eher eine Überraschung.

Eine Überraschung? Haben Sie denn erwartet, dass John Mack, der bis anhin mit Ihnen als Ko-Konzernchef die CS geleitet hat, an die Spitze gesetzt wird?

Nicht unbedingt. Aber es gibt ja stets viele mögliche Kandidaten. Ich habe jedenfalls nie auf diesen Job spekuliert.

Die Doppelspitze mit zwei Ko-Konzernchefs war also von Anfang an nur als Zwischenlösung gedacht?

Bei jeder grossen Firma ist ein solches Modell nur eine Zwischenlösung. Aber bei uns hat sie sehr gut funktioniert. Die Aufgaben, die wir zu bewältigen hatten, waren zudem besser und schneller mit zwei Managern an der Spitze zu lösen.

Es gab keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen und John Mack?

Nein. Bezüglich Strategie und anderen grundsätzlichen Dingen gab es zwischen uns nie Meinungsverschiedenheiten.

Und auch nicht zwischen Herrn Mack und dem Verwaltungsrat?

Nicht das ich wüsste.

Wie hoch ist die Abgangsentschädigung von Herrn Mack?

Herr Macks Vertrag läuft am 12. Juli aus. Und wenn ein Vertrag ausläuft, gibt es keine Abgangsentschädigung.

Es gibt wirklich keine Zusatzzahlung?

Nein.

Erhalten Sie künftig mehr Lohn, weil Sie die Verantwortung nicht mehr teilen?

Nein. Ich habe noch immer den gleichen Angestelltenvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten.

Die CS argumentierte bei der alten Struktur stets, es brauche neben den beiden Ko-Konzernchefs, die auch je einen operativen Bereich leiten, keinen dritten Mann an der Spitze. Sie übernehmen jetzt also einen Job, den es eigentlich gar nicht braucht.

Wir haben das Unternehmen jetzt mit drei Geschäftsbereichen neu ausgerichtet. Damit haben wir es dem veränderten Marktumfeld angepasst. Deshalb braucht es auch eine integrierte Struktur und somit ein neues Führungsmodell.

Nach zwei Jahren gibt sich die CS schon wieder eine neue Struktur. Zwei der drei Geschäftsbereiche erhalten neue Chefs. Überfordern Sie nicht das Personal?

Ich glaube nicht. Es kommt ja immer darauf an, wer die neuen Chefs sind. Wir haben nun in den zwei Bankbereichen Leute an die Spitze gestellt, die seit vielen Jahren bei uns sind und sich auch gut kennen und verstehen. Ich glaube, dass der Zusammenhalt zwischen den zwei Bankbereichen künftig eher grösser sein wird.

Aber die Häufigkeit der Veränderungen der Organisationsstruktur ist ungewöhnlich hoch.

Wir arbeiten in einem Geschäft, das sich ständig ändert. Wenn Sie da stehen bleiben, laufen Sie Gefahr, von der Marktentwicklung überrollt zu werden. Die jetzige Anpassung ist daher ein guter Schritt. Sie bringt aber auch jüngere Manager in die Führung, die ihren Tatenkraft und ihren Elan einbringen und mich in der Führung der Gruppe unterstützen werden.

Die CS sagt jetzt, sie wolle aus eigener Kraft wachsen. Wieso braucht es dazu eine neue Organisationsstruktur?

Die Credit Suisse wurde in letzter Zeit sehr oft als Fusionskandidatin gehandelt. Wir glauben nicht, dass ein grenzüberschreitender Zusammenschluss mit einem Finanzkonzern uns Vorteile bringen würde. Das wollten wir klar machen. Wir wollen im bestehenden Geschäft besser werden, indem wir es integrierter führen und noch verstärkt die Möglichkeiten nutzen, die eine enge Zusammenarbeit bietet.

Sie haben also mit der Deutschen Bank keinerlei Fusionsgespräche geführt.

Ich nicht.

Und der Verwaltungsrat?

Meines Wissens auch nicht.

Sie haben aber noch vor kurzem einen gewichtigen Zukauf im Kleinkundengeschäft in Deutschland als interessant bezeichnet. Ist die Idee auch gestorben?

Der deutsche Markt könnte in den nächsten drei Jahren sehr attraktiv werden. Da bewegt sich sehr viel. Heute ist Deutschland aber noch nicht interessant.

Grössere Zukäufe sind für Sie also allgemein kein Thema?

Wir sehen derzeit nicht, dass es sich für uns lohnen könnte, eine grössere Übernahme zu tätigen.

In welchen Bereichen könnten Sie sich prinzipiell noch Verstärkungen vorstellen?

Im Private Banking, der Vermögensverwaltung für wohlhabende Privatkunden. Das Problem ist nur, dass dieses Geschäft nirgendwo so gemacht wird wie in der Schweiz. Es kämen daher nur kleinere Zukäufe in Frage, die man an unser helvetisches Modell anpassen kann.

In der neuen Struktur wird die «Winterthur» wieder voll verselbstständigt. Planen Sie den Verkauf Ihrer Versicherung?

Wir haben in den letzten zwei Jahren sehr hart daran gearbeitet, die «Winterthur» profitabel zu machen. Das Marktumfeld für Versicherungen ist aber nach wie vor sehr schwierig. Denn die Anlagegewinne haben sich in den letzten vier Jahren generell halbiert. Der ganzen Branche stehen darum noch schwere Zeiten bevor. Es wird schwierig sein, die Eigenkapitalrendite bei Versicherungen über 10 Prozent zu hieven, ohne effizienter zu werden, ohne die Kosten nochmals zu senken.

Nochmals: Planen Sie einen Verkauf?

Der Verwaltungsrat hat angekündigt, dass der Gedanke der Allfinanz - Bank- und Versicherungsprodukte aus einer Hand - aufgegeben wird. Wir konzentrieren uns nun darauf, in gewissen Geschäftsfeldern und auch im Vertrieb zusammenzuarbeiten. Aber das sind sehr begrenzte Dinge. Zudem gibt es für Versicherungsprodukte ja einen freien Markt. Wir glauben, dass die «Winterthur» allein stehend einen stärkeren Namen hat als in der Verbindung mit dem Namen Credit Suisse.

Das heisst, Sie brauchen die «Winterthur» eigentlich gar nicht mehr?

Die «Winterthur» ist für uns eine Finanzinvestition.

Finanzinvestition heisst, man kauft etwas und verkauft es, wenn der potenzielle Käufer einen guten Preis bietet.

Ja, das ist die Definition.

War der Kauf der «Winterthur» ein Fehler?

Im Nachhinein ist es immer einfach, anders zu urteilen. Entscheidend ist, dass die «Winterthur» heute eine gut geführte Versicherung ist.

Ihre zwei Bankbereiche, gehören die strategisch zusammen? Oder könnten die auch mal aufgeteilt werden?

Nein. Der Verwaltungsart hat ganz klar gesagt, dass die Investmentbank Credit Suisse First Boston ? neben dem Geschäftsbereich Credit Suisse ? ein Kerngeschäft ist. Wir werden daran festhalten und es gar weiterentwickeln. Es gibt viele Zusammenarbeitsmöglichkeiten zwischen Private Banking und Investment Banking, also dem Wertschriftengeschäft.

Sie sind jetzt 60. In welchem Alter planen Sie, in Pension zu gehen?

Als ich jung war, wollte ich mal mit vierzig in den Ruhestand gehen. Das habe ich verpasst. Seither plane ich meine Pension nicht mehr. Solange ich mich physisch und psychisch gut fühle, möchte ich bleiben.

Das heisst, Sie bleiben noch ein paar Jahre bei der Credit Suisse?

Ich glaube schon, ja.



Oswald Grübel:
Er hat das Bankfach von der Pike auf gelernt: Oswald Grübel begann als Lehrling bei der Deutschen Bank. Er wechselte zuerst in die Verwaltung, dann in den Obligationenhandel. Da fand er sein Umfeld. Der heute60-Jährige blieb im Börsengeschäft, wechselte 1970 aber zur CS. Er empfahl sich dort und wurde 1991 Geschäftsleitungsmitglied. Im Herbst 2001 verliess der Deutsche den Konzern nach der Ankündigung einer Restrukturierung, kehrte ein Jahr später aber wieder zurück. Anfang 2003 wurde er mit John Mack zum Ko-Konzernchef ernannt. Ab Mitte Juli leitet er den Konzern alleine. (se)

TA, Juni 2004  

04.02.05 15:32

948 Postings, 5969 Tage ADDYkiiwii

Willst Du mit Deinem Posting etwa die soziale Verantwortung
der (meist angestellten) Arbeitgeber negieren?
Die Ursachen der Arbeitslosigkeit dagegen sind ein ganz
anderes Thema.  

04.02.05 15:37

129861 Postings, 6042 Tage kiiwiiaddy, ich fürchte, ich komme nicht hinter

den Sinn Deiner Frage.

Was heißt denn "soziale Verantwortung" von Arbeitgebern?

Und was bedeutet "unternehmerische Freiheit" ?


MfG
kiiwii  

04.02.05 16:55

948 Postings, 5969 Tage ADDYkiiwii, gekonnt,

wenn man sich sonst immer so intelligent gibt.
Reine Show?
Kanzlerlike?
;-)
Grüße
A.  

04.02.05 18:22

129861 Postings, 6042 Tage kiiwiiStellenstreichungen der DeuBa lösen Empörung aus

Da kann man sich auf politischer Ebene wieder schön entrüsten und von Unmoral sprechen.
Gewinn zu machen, auf Rendite zu scheuen, das wird mittlerweile gesellschaftlich geächtet. Das ist schlimm genug, weil es die Leistung der ganzen deutschen Wirtschaft diskreditiert.

Was hingegen mir an der Deutsche Bank-Aktion nicht gefällt und was ich in diesem Fall für tatsächlich schlimm ansehe, ist der Eindruck, daß die Gewinnmaximierung hier zu dem offensichtlich einzigen Zweck der Befriedung der hauseigenen Investmentbankertruppe durchgeführt wird, die mittlerweile aus ihren Optionsplänen einen erheblichen Aktienbesitz hat und Geld sehen will, sei es durch Verkauf der Bank an einen Übernehmer, sei es durch Aktienrückkäufe.


Wenn man es machen würde, um noch mehr Kraft im Wettbewerb zu haben, oder um das Bankgeschäft zu stärken, wär das alles O.K. Das würde von unternehmerischem Können und Mut zeugen. So aber hat die ganze Sache den Ruch der Unanständigkeit; man könnte meinen, die Bank sei unter die Räuber gefallen. Nachvollziehbar, daß ein Cartellieri gegen solche Machenschaften und vor allem gegen eine solche Einstellung nicht mehr ankam und das Handtuch schmiß.

In 5 Jahren gibt es keine Deutsche Bank mehr.




FTD:

Stellenstreichungen der Deutschen Bank lösen Empörung aus


Selbst Ökonomen haben sich kritisch über Stellenstreichungen bei der Deutschen Bank geäußert. Die Kommentare zum Verhalten der Bank reichen von "moralisch fragwürdig" bis zur "Schweinerei".


Michael Müller, stellvertretender Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion


Es sei eine Unverschämtheit, die Gewinnerwartungen so zu Lasten der Arbeitsplätze zu überziehen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller. Der Sozialdemokrat sprach in der "Berliner Zeitung" von einer "Schweinerei". Die Ankündigung der Deutschen Bank, trotz hoher Gewinne Tausende Stellen zu streichen, wertete der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Gerald Weiß, als "Zeichen, dass die Wirtschaftsethik verloren zu gehen droht".


Die alleinige Rendite-Orientierung sei ein Ausweis kurzfristigen Denkens, betonte Weiß. Man müsse "für die Menschen und mit den Menschen wirtschaften." Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann hatte am Donnerstag angekündigt, dass trotz des besten Geschäftsergebnisses seit vier Jahren 6400 Stellen abgebaut werden.


Der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Volker Hellmeyer, sagte: "Man ist vornehmlich verantwortlich für das Unternehmen und optimiert hier. Das geht eindeutig zu Lasten der Volkswirtschaften, insbesondere der alten, die derzeitig nicht veränderungswillig sind." Die Unternehmen trügen auch Verantwortung für den Standort Deutschland, die aber auf Grund der häufig weltweiten Ausrichtung zugleich geschmälert werde.


Gudrun Schmidt von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Hessen nannte die Ankündigung der Deutschen Bank "unverantwortlich, ungeheuerlich und unmoralisch" angesichts von mehr als 5 Millionen Arbeitslosen. Wer als Manager einer Großbank nur das Wohl der Aktionäre im Blick habe, diskreditiere sich selbst.


"Unmoralischer Blick auf die Rendite zu schauen"


Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt


Der SPD-Politiker Joachim Poß sprach von einem Kurs, der moralisch wie volkswirtschaftlich fragwürdig sei. Kurzfristige steuerpolitische Maßnahmen schloss er allerdings aus. Zunächst müsse man in der Europäischen Union zu einer einheitlichen Bemessungsgrundlage für die Unternehmensbesteuerung kommen, wurde Poß zitiert.

Die Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel sagte, gerade angesichts der neuesten Arbeitslosenstatistik, nach der inzwischen in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen arbeitslos sind, sei es unmoralisch, mit Scheuklappen nur auf die Rendite zu schauen. "Die Politik kann aber auf unternehmerische Entscheidungen nicht viel Einfluss nehmen", fügte sie hinzu. Die Gewerkschaft Verdi hatte gefordert, die Entscheidung rückgängig zu machen.



MfG
kiiwii  

08.02.05 14:38

8451 Postings, 5864 Tage KnappschaftskassenJob-Abbau

SPD-Politikerin ruft zu Boykott der Deutschen Bank auf

Die SPD schießt sich auf die Deutsche Bank ein, die trotz Milliardengewinnen Tausende Stellen streichen will. Gestern empfahl SPD-General Benneter dem Kreditinstitut, auf den Begriff "Deutsche" im Firmennamen zu verzichten. Heute legte die hessische SPD-Chefin Ypsilanti nach: Die Bankkunden sollten zur Sparkasse wechseln.

Frankfurt am Main - Es sei "zynisch", was von der Deutschen Bank  da getrieben werde, wetterte Andrea Ypsilanti am Dienstag in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Steuern und Lohnnebenkosten seien gesenkt worden, die Profite stiegen - trotzdem wolle die Bank 6400 Stellen streichen.


Ypsilantis Folgerung: "Jeder Kunde der Deutschen Bank kann sich überlegen, ob er nicht mehr für Arbeitsplätze in Deutschland tut, wenn er zu einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse oder einer Genossenschaftsbank wechselt".

Die Politikerin sagte weiter: "Die Politik hat die Rahmenbedingungen für die Unternehmen in einem sehr schwierigen Diskussionsprozess verbessert, trotzdem werden Stellen abgebaut. Die Deutsche Bank demontiert sich damit auch als ernst zu nehmender Gesprächspartner."

Die Debatte über den Stellenabbau könnte für die Bank damit zum größten Image-Debakel seit der Victory-Zeichen-Entgleisung ihres Chefs Josef Ackermann vor einem Jahr werden. Ein Politiker nach dem anderen drischt öffentlich auf das Institut ein. Gestern erst hatte SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter rhetorisch gefragt, ob die Deutsche Bank den Namen "deutsch" überhaupt noch verdiene.

Nachdem gerade unter dem Eindruck einer neuen Rekordarbeitslosigkeit über das Versagen der rot-grünen Regierung in der Arbeitsmarktpolitik debattiert wurde, versuchen die Genossen damit ein Ablenkungsmanöver. Kritik an der Bank kommt aber nicht nur aus dem SPD-Lager und von den Gewerkschaften. Auch Jürgen Thumann, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), rüffelte die Finanzmanager: "Wir können als Unternehmen nicht immer nur über maximale Eigenkapitalverzinsung reden und uns am Ende noch mit Extraboni belohnen lassen, wenn wir möglichst viele Menschen entlassen", sagte er im "Handelsblatt".

Ackermann hatte in der vergangenen Woche einen Anstieg des Netto-Gewinns um 87 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro bekannt gegeben, zugleich aber erklärt, die Bank wolle ihren Sparkurs weiter beibehalten. Seit Amtsantritt des Schweizers 2002 hat der Konzern rund 20.000 Stellen abgebaut  

08.02.05 15:01

463 Postings, 5901 Tage PiusDie Deutsche Bank

hat wirklich nichts mit einem Sozialstaat gemein, soll sie auch nicht. Die Deutsche Bank hat bis auf den Namen auch nichts mehr mit Deutschland zu tun. Das Management ist nahe zu komplett ausländisch. Der Kuchen ist in England geteilt. Es ist vorbei mit dem klassischen Deutsche Bank Direktor. Auf meetings in Frankfurt hat man es nur noch mit brittischen Schulkindern zu tun. Sobald die Übernamhmefantasie aus dem Markt ist, werde ich verkaufen was ich habe. Diejenigen die auch rechtzeitig aus Mannesmann gegangen sind haben ordentlich verdient. Ackermann verfährt nach den gleichen Regeln. Wenn man ihm am Kapitalmarkt folgt, kann man ordentlich verdienen. Schade für Deutschland, für Frankurt und für die Aktionäre, die nicht rechtzeitig verkaufen.    

08.02.05 16:21

5698 Postings, 6536 Tage bilanzDeutsche bank ist überall


Die für Stellenstreichungen bei gleichzeitigen Milliardengewinnen gescholtene Deutsche Bank steht nicht alleine da: Viele Dax-Unternehmen werden einer Zeitungsumfrage zufolge im kommenden Jahr ähnlich handeln. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen.

Viele der im Deutschen Aktienindex (Dax)  zusammengefassten 30 Unternehmen plant trotz steigender Gewinne den Abbau von Stellen. Dazu zählen nach einer Umfrage der Berliner Zeitung "Tagesspiegel" unter anderem Siemens , Allianz , Deutsche Telekom  und Schering .

Bereits im vergangenen Jahr hätten viele Dax-Unternehmen diese Strategie verfolgt. Dagegen würden BMW  und SAP  nach erfolgreichen Geschäftsjahren zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Hintergrund der Umfrage ist die Debatte um Stellenstreichungen bei der Deutschen Bank  trotz eines Milliardengewinns.

Nach Angaben der Zeitung verdiente die Allianz-Gruppe 2004 mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr, während die Mitarbeiterzahl um fast 17 Prozent sank. RWE  habe einen mehr als doppelt so hohen Gewinn erzielt, die Zahl der Beschäftigten aber um über ein Fünftel reduziert - allerdings auch durch Beteiligungsverkäufe. Bei Schering seien zehn Prozent mehr Gewinn angefallen, gleichzeitig sei die Zahl der Mitarbeiter um knapp vier Prozent gesunken. Henkel  habe zehn Prozent mehr verdient und die Stellenzahl um fünf Prozent verringert.

Bei der Deutschen Telekom sprudelten die Gewinne ebenfalls, die Beschäftigtenzahl solle in den Jahren 2006 und 2007 aber jeweils um 10.000 sinken. Siemens habe nach einem Gewinnplus von mehr als einem Drittel den Abbau von 1250 Stellen in der angeschlagenen Kommunikationssparte und noch einmal 1000 Stellen bei der IT-Tochter SBS angekündigt.

managermagazin.de

 

08.02.05 16:26

5698 Postings, 6536 Tage bilanzDeutsche Bank ist überall


Die für Stellenstreichungen bei gleichzeitigen Milliardengewinnen gescholtene Deutsche Bank steht nicht alleine da: Viele Dax-Unternehmen werden einer Zeitungsumfrage zufolge im kommenden Jahr ähnlich handeln. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen.

Viele der im Deutschen Aktienindex (Dax)  zusammengefassten 30 Unternehmen plant trotz steigender Gewinne den Abbau von Stellen. Dazu zählen nach einer Umfrage der Berliner Zeitung "Tagesspiegel" unter anderem Siemens , Allianz , Deutsche Telekom  und Schering .

Bereits im vergangenen Jahr hätten viele Dax-Unternehmen diese Strategie verfolgt. Dagegen würden BMW  und SAP  nach erfolgreichen Geschäftsjahren zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Hintergrund der Umfrage ist die Debatte um Stellenstreichungen bei der Deutschen Bank  trotz eines Milliardengewinns.

Nach Angaben der Zeitung verdiente die Allianz-Gruppe 2004 mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr, während die Mitarbeiterzahl um fast 17 Prozent sank. RWE  habe einen mehr als doppelt so hohen Gewinn erzielt, die Zahl der Beschäftigten aber um über ein Fünftel reduziert - allerdings auch durch Beteiligungsverkäufe. Bei Schering seien zehn Prozent mehr Gewinn angefallen, gleichzeitig sei die Zahl der Mitarbeiter um knapp vier Prozent gesunken. Henkel  habe zehn Prozent mehr verdient und die Stellenzahl um fünf Prozent verringert.

Bei der Deutschen Telekom sprudelten die Gewinne ebenfalls, die Beschäftigtenzahl solle in den Jahren 2006 und 2007 aber jeweils um 10.000 sinken. Siemens habe nach einem Gewinnplus von mehr als einem Drittel den Abbau von 1250 Stellen in der angeschlagenen Kommunikationssparte und noch einmal 1000 Stellen bei der IT-Tochter SBS angekündigt.
managermagazin.de  

08.02.05 16:47

51340 Postings, 7287 Tage eckiUnternehmenssteuer abhängig machen von der

Beschäftigtenzahl. Unternehmen mit hoher Beschäftigtenzahl pro Gewinn zahlen 30% Unternehmen mit wenig Beschäftigten haben einen progressiven Tarif bis 35 oder 40%.

Die Finanzexperten können sich da ja ein Modell exakt berechnen. Volkswirtschaftlich wäre das auf jeden Fall besser. Und Unternehmen würden nicht durch jeden Stellenabbau sich besser stellen.

Eine Vesperfrau statt Brötchenautomat würde sich dann auch Kostenmäßig eher rechnen usw...

Grüße
ecki  

08.02.05 17:00

51340 Postings, 7287 Tage eckiVielleicht als Denkanstoß:

Letztlich kann die Gewinnabhängige Unternehmenssteuer bei relativ hoher Beschäftigtenzahl/Lohnsumme o.ä. auch auf 20 oder 15% abgesenkt werden. Und wer meint den Beschäftigtenabbau betreiben zu müssen, muss eben die 35 oder 40% abführen.

Denn wenn durch eine hohe Einkommenssteuersumme genug Staatsknete reinkommt, dann ist doch jedem gedient.

Grüße
ecki  

08.02.05 17:13

8298 Postings, 6902 Tage MaxGreenWeiss jemand ob die DB in D Steuern zahlt, oder

wird der Gewinn auf einer Karibikinsel versteuert. Das war doch bis vor kurzem noch so.

 

08.02.05 17:20

232 Postings, 6911 Tage MilchmädchenDie DB spart am falschen Ende.


Würde die DB endlich mehr Poliker auf ihre Gehaltsempfängerliste setzen, wären die Kommentare zur Unternehmenspolitk deutlich zahmer. Das wäre klug investiertes Geld. Stellen abbauen, aber gezielt in einige wenige neue Gehaltsempfänger investieren. Das Management der DB ist mutmaßlich zu wenig mit der Befindlichkeit deutscher Politprofis vertraut, als dass die hier liegenden Chancen wahrgenommen würden. Einige deutsche Industrieunternehmen agieren da seit Jahren wesentlich geschickter.  

08.02.05 17:28

2003 Postings, 7385 Tage jgfreemanDas blöde ist nur,

@ecki

das Branchen mit hohem Kapitaleinsatz "naturgegeben" weniger Beschäftigte pro "Gewinneuro" haben. Ein Biotechunternehmen mit Laborausrüstung von 20 Mio Euro, aber nur Löhnen von 1 Mio Euro muss ~ 2 Mio Euro Gewinn machen (damit der Geldgeber 10% Rendite bekommt) und hat damit ein Verhältnis von 1 zu 2. Ein reiner Dienstleister (z.B. Dt. Bank) steht immer mit tollen "Beschäftige je Gewinneuro" da...

Mit dem Modell schlägt man hier so ne Art "Gemeinkosten"-Abschlag auf Beschäftigung ein, da man Lohnkosten weniger direkt auf den einzelnen zurechnen kann. Wenn entscheiden will, ob man Stellen streichen soll, braucht man dann wieder Bezugsgrößen, die die Steuerersparnis umlegen,...

;-)

Die

Grüße,
JG
www.chart-me.de

 

08.02.05 18:38

51340 Postings, 7287 Tage eckijgfreeman, wo ist das Problem?

Firmen mit wenig Beschäftigten zahlen den normalen Steuersatz. Wenn man überproportional viele Beschäftigt, kriegt man einen Bonus, bzw. Abschlag.

Das macht volkswirtschaftlich Sinn, denn der Staat muss Interesse an Unternehmen mit viel Beschäftigung haben, und die darf er doch dann auch belohnen!

Wenn du ne Chipfabrik als Staat mit einigen mrd bezuschusst für den Bau und hinterher arbeiten dann 400 oder 600 Leute da, da sehe ich wirklich nicht den gesteigerten Sinn drin.

Grüße
ecki  

08.02.05 18:40

2176 Postings, 6397 Tage HEBIHier noch Breuer sein Senf dazu:

"Keine deutsche Ikone"  

Bei den deutschen Banken droht nach Einschätzung von Bankenpräsident Rolf Breuer angesichts ihrer Renditeschwäche in den nächsten Jahren ein weiterer Stellenabbau. "Da sind wir noch nicht am Ende", sagte Breuer mit Blick auf die jüngste Diskussion über den Stellenabbau bei der Deutschen Bank.
 
Die Renditen der hiesigen Banken seien im internationalen Vergleich einfach zu gering, so Breuer. Wenn sich das nicht ändere, seien die mittelfristigen Aussichten düster, ergänzte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, der auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank vorsteht.
 
Über die Kritik an der Deutschen Bank äußerte Breuer sich erstaunt: "Der Personalabbau in Deutschland ist groß und beklagenswert, aber seit November bekannt. Wir haben mit dem Betriebsrat diskutiert, wie wir ihn so pfleglich wie irgend möglich umsetzen können."
 
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann stärkte er demonstrativ den Rücken. "Wir stehen voll hinter Herrn Ackermann. Er hat ein hervorragendes Ergebnis für 2004 hingelegt", sagte Breuer. Es gebe keinen Anlass, aus der öffentlichen Kritik personelle Konsequenzen zu ziehen. Politiker und Gewerkschafter hatten Ackermann scharf angegriffen, weil er trotz eines Milliardengewinns weiter Stellen abbaut.
 
Ihren 10,4-Prozent-Anteil am deutsch-amerikanischen Autokonzern DaimlerChrysler will die Deutsche Bank nach den Worten Breuers vorerst behalten.
 
Das größte deutsche Finanzhaus will trotz eines Gewinnsprungs brutto 6.400 Stellen streichen, davon 2.300 in Deutschland. Neu entstehen sollen 1.200 Jobs, überwiegend in Niedriglohnländern.
 
Die Empörung über die Stellenkürzungen sei "nahezu ins Esoterische übersteigert" worden. "Da wird man dann schnell zum Buhmann", sagte Breuer mit Blick auf Ackermann. Breuer betonte, die Deutsche Bank sei zwar in Deutschland verwurzelt und betreibe dort einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts. "Aber wir wollen keine deutsche Ikone sein."

 

 

08.02.05 18:44

1533 Postings, 6181 Tage Hadschi Halef Oma.Irgendwas läuft falsch in Deutschland

Bankenstrategien
Ackermann wird Ehren-Prof  

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, soll Honorarprofessor an der Universität Frankfurt werden. Das bestätigte der Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Wolfgang König, am Dienstag in Frankfurt.

Ackermann solle Studenten bei Vorlesungen und Seminaren in Bankenstrategien unterrichten. Der Fachbereichsrat will am Mittwoch über eine Anstellung entscheiden. Anschließend wird der Antrag dem Senat zur Abstimmung vorgelegt.

Quelle. n-tv

Gruß

Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawud al Gossarah  

08.02.05 19:11

2003 Postings, 7385 Tage jgfreemanAckermann

gibt jetzt schon im Schwerpunkt Finance Seminare. Aber Honorarprofessor wäre natürlich eine begrüßenswerte Steigerung.

@ecki

"überproportional viele",... da brauchst du eine mammut-behörde, die richtwerte für "richtige" beschäftigung festlegt. wie gesagt, wo liegt hier der richtwert? und was ist bei mischkonzernen, etc?

egal wie du es machst, "gewinn pro kopf", "pro lohnsumme", wahlweise "relativ zur branche"... man wird es 1. ganz leicht aushebeln können und 2. kaum implementieren können. wenn ein unternehmen fragt "wieviel kostet denn ein mitarbeiter", dann wird man den steuervorteil dort mit irgendeinem verfahren abschlagen müssen, ...
 

Grüße,
JG
www.chart-me.de  

09.02.05 09:51

19522 Postings, 7069 Tage gurkenfredjo, jo, nu könnte man ja wieder mit

der allseits bekannten und beliebten besteuerung der wertschöpfung aus dem gebüsch kommen. hat für mich nach wie vor nen gewissen charme.

p.s.: hab gestern mein depot bei der db aufgelöst. ackermanns geschwätz hat das gurkenfass zum überlaufen gebracht.

mfg
GF

 

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