Sind es wieder Werftarbeiter? Der Sturm beginnt

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neuester Beitrag: 04.10.12 20:41
eröffnet am: 04.10.12 14:06 von: satyr Anzahl Beiträge: 83
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04.10.12 14:06
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42128 Postings, 7794 Tage satyrSind es wieder Werftarbeiter? Der Sturm beginnt

Wir hoffen mal,dass die Weftarbeiter den Stein ins Rollen bringen
und mal ne kleine Revolution anzetteln.
Als Warnung für den Rest Europas wenn das Volk nichts mehr zu fressen
hat,wirds ungemütlich.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/...inisterium-ein-a-859452.html  
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57 Postings ausgeblendet.

04.10.12 18:59

42128 Postings, 7794 Tage satyrRightwing sorry du hast keine Ahnung

es wird dreckiger produziert als jemals in der Geschichte.  

04.10.12 19:01

11942 Postings, 5044 Tage rightwing@satyr

also ich bin seit 22 jahren mit partner selbstständig und die einzigen arschlöcher, die mir je echte schwierigkeiten bereitet haben, waren die rotgrünen ab '98 - die wollten uns fast den laden dichtmachen, weil wir gerade wieder mal zu 67% für einen grosskunden gearbeitet haben (scheinselbstständigkeit, ne?). ansonsten gestalte ich meine preise frei und muss mich mit niemanden -ausser dem kunden- abstimmen. so what?  

04.10.12 19:01

69017 Postings, 6229 Tage BarCodeIch wollte dich nirgendwo hinschicken.

(Setz mal deine angestaubte Klassenkämpferbrille ab.) Im Gegenteil: Ich wollte dir damit sagen: Du lebst genau das, was Marktwirtschaft ausmacht. Ob es dir gefällt oder nicht: Sie gibt dir genau die Freiheit, das zu tun, was du tust.  
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)

04.10.12 19:01

11942 Postings, 5044 Tage rightwingmach mal ein beispiel.

04.10.12 19:09

42128 Postings, 7794 Tage satyrIch bin eigentlich Galvaniseur von Beruf

früher als ich in der Lehre war hat man das Zeug die Reste in den Fluss gekippt
und fertig.Das hat sich alles geändert.Hier zumindest.
Nur hat man mit den Jahren die gefährlichen Dinge ins Ausland verlagert
wo es keine Gesetze gibt und es wird wieder in die Flüsse oder ins Meer gekippt.
Freie Marktwirtschaft?
Ich hab früher Möbel restauriert und ich war ganz gut denke ich.
Und hatte auch viele Aufträge,bis die Polen auftauchten und dasselbe für
ein drittel machten,zwar nicht so gut aber halt billig.
Nur ich konnte da nicht mithalten weil ich ganz andere Kosten hatte.
Und sowas hat nichts mit nem freien Markt zu tun.  

04.10.12 19:14

11942 Postings, 5044 Tage rightwinggute idee das mit dem beispiel

abgesehen, dass ich für einen der grössten galvanikbetriebe deutschlands tätig bin und definitiv weiss, wie die industrie heute diese dienste einkaufen MUSS (siehe iso) - wer heute noch wegen ein paar kröten so richtig die umweltsau spielt, riskiert, dass ihm morgen die kunden davongehen und übermorgen die aufsicht den laden dichtmacht ... ist doch etwas anders als bei erich  

04.10.12 19:16

4005 Postings, 3789 Tage BundesrepDoch satyr,

genau das ist freier Markt. Dass der unter diesen Bedingungen nicht gerecht ist, versuch mal einem Wirtschaftstheoretiker zu erklären, der längst von Wissens- oder Dienstleistungsgesellschaften schwadroniert, die auch noch dauerhaftem Bestand haben sollen.  

04.10.12 19:22
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12850 Postings, 6893 Tage Immobilienhainatürlich hat das was mit freien märkten zu tun

das du hier geblieben bist war deine eigene entscheidung gegen den markt.....der freie markt für möbelrestauration hat sich halt lokal nach polen verändert....hättest ja auch da hingehen können....ja sogar müssen wenn du gut warst, denn dann hättest du die selben kosten wie die polen gehabt bei deutlich besserer qualität.....
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Ist ein Würstchen eine Kiwi?

04.10.12 19:22

11942 Postings, 5044 Tage rightwingwie "nicht gerecht"?

was ist da nicht gerecht? die ganzen scheiss 70er hab ich mir angehört, dass unser wohlstand nur deshalb besteht, weil es anderen ländern schlechter geht. und jetzt geht es uns halt nicht mehr sooo gut, weil wir mit anderen konkurrieren müssen - ich trete mittlerweile gegen INDER an - wenn die 1/5 von meinem stundensatz haben, geht es ihnen für ihre verhältnisse super - also muss ich eben mit meinen vorzügen punkten: kurze wege, sprache, erfahrung, kundennähe. was ist denn daran "nicht gerecht"?  

04.10.12 19:25

4005 Postings, 3789 Tage BundesrepLiegt doch auf der Hand, rightwing,

dass der Inder nur 1/5 benötigt. Sind doch keine fairen Marktbedingungen.  

04.10.12 19:27
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12850 Postings, 6893 Tage Immobilienhaiwieso nicht? weil der inder kein luxusdenken hat

und sagt, in ner 50qm-bude können bequem 10 leute wohnen während der deutsche sich noch auf 500qm von der ehefrau eingeengt fühlt?
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Ist ein Würstchen eine Kiwi?

04.10.12 19:31
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11942 Postings, 5044 Tage rightwingblödsinn

dass ich klüger auf die welt kam, als mein konkurrent ist nicht fair, dass brad pitt als model arbeiten kann und ich nicht ist nicht fair, dass ich keinen see vor der haustüre habe ist nicht fair und dass unsere durchschnittstempertur niedriger ist wie in italien ist schon gar nicht fair.

das ganze gerede um die gerechtigkeit war immer dämlich und wird es bleiben, denn gerechtigkeit drückt sich nicht in der nivellierung von löhnen oder persönlichkeiten aus, sondern in höchstmöglicher chancengleichheit, d.h. gewerbefreiheit, keinerlei staatliche repression für kum-anbieter, bildung und bestmöglicher zugang zu märkten ... letzterer hat gerade in deutschland massiv gelitten, da die öffentlichen und die grossindustrie qua iso-zert und erklärter "lieferantenverknappung" den zugang dichtmachen - DA hätte der staat mal eingrätschen müssen, nicht bei dem sozialklimbim, der sich eh selbst regelt, wenn der laden brummt.  

04.10.12 19:36

4005 Postings, 3789 Tage BundesrepWieso hat der Inder kein Luxusdenken?

Bei ihm kostet halt ein Großteil seiner Lebenshaltung deutlich weniger und für die Luxusware aus dem Westen zahlt er in etwa den gleichen Preis wie hier. Insgesamt dürfte er sich trotz seines günstigeren Angebots sogar einen größeren Luxus leisten.  

04.10.12 19:39

11942 Postings, 5044 Tage rightwingprobiers aus

ich war öfters in asien - in germany bräuchte ich mit meinem drumherum im jahr mind. ca. 14000-18000 euro um halbwegs klarzukommen ... da gäbe es aber bereits massive statusprobleme. in indien kannst du mit der kohle locker 3-4 jahre leben.  

04.10.12 19:41

4005 Postings, 3789 Tage BundesrepNe, ne rightwing

Deine Unternehmerdenke funktioniert nicht mehr bei der viel, viel größeren Anzahl von abhängig Beschäftigten.  

04.10.12 19:44

4005 Postings, 3789 Tage Bundesrep#72

rightwing, du hast weiter oben zwei Unternehmer, einen aus Indien, den anderen aus Deutschland verglichen.  

04.10.12 19:47
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11942 Postings, 5044 Tage rightwingwas wollt ihr mir denn erzählen?

in allen bric-und "nextbric"-staaten wächst die mittelschicht, in nordeuropa ging es den leuten in der tiefsten finanzkrise geradezu noch traumhaft und dass die piigs gerade rebellieren - nun, das hätte es bei uns mitte der 90er auch fast mal gegeben, als es in richtung 5mio arbeitslose ging - da rächt sich gerade eben 20 jahre misswirtschaft*. mit welcher systemalternative wollt ihr denn gegensteuern? lafontaine kanns ja wohl nicht sein, denn dessen modelle lesen sich wie die anleitung nach der sich die hellenen 30 jahre lang gerichtet haben.

(der fairness wegen: portugal muss man definitiv ausnehmen, denn die waren nie gross verschuldet und deren misere begann erst mit der aufnahme der osteuropäer, die ihnen die positionen im billiglohnsektor streitig machten)  

04.10.12 19:50

11942 Postings, 5044 Tage rightwing@bundesrep.

ich hab kein problem mit konkurrenten aus indien - ich grab dafür meinen nächstgrösseren wettbewerber aus münchen den markt ab, weil ich schneller und am günstigeren standort bin - so ist das.  

04.10.12 19:54

4005 Postings, 3789 Tage BundesrepMit welcher Wirtschaftspolitik gegensteuern?

Mit der, die gerade umgesetzt wird und die einzige, die unter diesen Bedingungen noch funktioniert. Das Lohniveau hierzulande nach unten drücken, von unten, aus Sicht der Einkommensschichten, in Etappen nach oben. So lange und so viel, aus Sicht der Arbeitslosenzahlen, wie es der internationale Wettbewerb erforderlich macht.  

04.10.12 20:05

42128 Postings, 7794 Tage satyrWas hat das mit freier Marktwirtschaft zu

tun wenn hier die Leute so wenig verdienen ,dass sie vom Amt aufgestockt werden müssen.somit nehmen die Firmen für ihre Gewinne die Allgemeinheit in die Pflicht.
Und das geht gar nicht.Was das in Zukunft für die Rentenzahlungen bedeutet,darüber
möchte ich gar nicht nachdenken.  

04.10.12 20:12

4005 Postings, 3789 Tage Bundesrepsatyr, ich bitte dich,

so schwer ist das doch nicht. Alles was du beschreibst hat mit freier Marktwirtschaft zu tun. Das sind die Folgen, umso stärker und schneller, wenn diese auf ungleiche Rahmenbedingungen treffen. Nebenbei, viele oder einige Inder und Chinesen, ich kenn mich da jetzt nicht so genau vor Ort aus, empfinden momentan ähnlich, nur andersherum.  

04.10.12 20:15

Clubmitglied, 44791 Postings, 7379 Tage vega2000Geld für eine Rennstrecke haben die GR noch

http://www.motorsport-server.de/formel1/news/...ennstrecke_39196.html

Die Griechen müssen knapsen - Kürzung der Renten, und Arbeitslosenbezüge sind bereits durchgesetzt. Doch jetzt will das griechische Entwicklungsministerium sich am Bau einer 100 Millionen Euro schweren Formel-1-Rennstrecke mit nahezu 29 Millionen Euro beteiligen. Wie der österreichische ´Kuriere´ berichtet, soll die Strecke in der Nähe der Stadt Patras entstehen.
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Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr zur Hand geht

04.10.12 20:24

42128 Postings, 7794 Tage satyr@Bundes Abgesehen von den Milliarden

die wir an notleidende Banken geben. Im freien Markt - Ist jemand der sich
verzockt hat weg vom Fenster.Und andere müssen kommen.
Spanien hat die Schulden weil sie ihre Banken gestützt haben und nun?
Wer wird die Rechnung bezahlen?Der freie Markt?
Oder der blöde Bürger?  

04.10.12 20:37

4005 Postings, 3789 Tage Bundesrepsatyr,

ob ich nun Geld in notleidende Banken stecke, oder für ne Rennstrecke in GR oder in der Pfalz, damit in Spanien oder Irland einen Bauboom auslöse, wie sinnvoll oder unsinnig das ist sei dahingestellt, jedenfalls sichert oder schafft es sogar Arbeitsplätze. Vielleicht nur temporär und nicht nachhaltig und sogar das Geld, was die Banken "verprasst" haben, hat dies getan. Ohne sähe es jedenfalls jetzt schon düsterer, genauer gesagt ehrlicher aus. Aber was will so ein Politiker in Amiland oder Europa machen, sagen das man sich übernommen, gar auf's falsche Pferd gesetzt hat? Wohl kaum, solange man kann, wird man kaschieren, das Problem in die Zukunft verlagern. Der Wähler würde jede andere Handlungsweise auch nicht verzeihen.  

04.10.12 20:41

42128 Postings, 7794 Tage satyrVielleicht wäre der Wähler gar nicht so

dumm wie man glaubt und reif für die Wahrheit wenn sie auch bitter ist.
Bereit zur Wende?  

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