Sind das dann auch Kuckuckskinder?

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neuester Beitrag: 04.11.05 15:28
eröffnet am: 02.11.05 19:23 von: Scontovaluta Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 04.11.05 15:28 von: Hardstylister Leser gesamt: 426
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02.11.05 19:23

29664 Postings, 5564 Tage ScontovalutaSind das dann auch Kuckuckskinder?

HANDELSBLATT, Mittwoch, 02. November 2005, 16:32 Uhr

Braunbärinnen schützen Junge durch Sex mit vielen Männchen
 Braunbären sind keinesfalls harmlos und gutmütig, sondern gelten als besonders unberechenbar und gefährlich.
Braunbären sind keinesfalls harmlos und gutmütig, sondern gelten als besonders unberechenbar und gefährlich.

dpa WIEN. Weibliche Braunbären ?treiben es? mit vielen Partnern, um ihren Nachwuchs vor der Mordlust männlicher Tiere zu schützen. Dies fanden Wissenschaftler der Universität Wien heraus, die 20 Jahre lang Bären in Skandinavien beobachteten.

Danach paaren sich weibliche Tiere gezielt mit möglichst vielen Männchen, um zu verhindern, dass auf Fortpflanzung erpichte Bären ihre von einem anderen Tier stammenden Jungen töten.

Wie Wissenschaftler des Instituts für integrative Biologie herausfanden, haben männliche Braunbären in der Paarungszeit von Mai bis Juli vor allem ein Ziel: Möglichst viele Weibchen zu befruchten. Da aber Weibchen, die bereits Junge haben, nicht paarungsbereit sind, wird dieser Nachwuchs häufig von den männlichen Bären kurzerhand umgebracht.

Weibchen in Bärenpopulationen, in denen häufig Jungtiere getötet wurden, entwickelten eine Gegenstrategie: Entgegen der ?natürlichen? Praxis kopulieren sie mit möglichst vielen Männchen. Diese glauben dann später, sie seien die Väter der Jungen und lassen den Nachwuchs in Ruhe. Etwa 54 Prozent der Weibchen, so berichtete der österreichische Wissenschaftsfonds FWF am Mittwoch, binden auf diese Weise den Männchen einen Bären auf und sichern so das Überleben des Nachwuchses.

Nach Meinung der Wissenschaftler hat das grausam erscheinende Macho-Gehabe der Männchen ?wenig mit Lust und viel mit Populationsbiologie zu tun?. Ziel der Tiere sei es, ?ihre? Erbinformationen in die nächste Generation hinüberzuretten. Die Weibchen wiederum bewahren durch die Promiskuität ihre eigenen Erbanlagen.


 

02.11.05 19:43

29664 Postings, 5564 Tage ScontovalutaIm Umkehrschluss wird Promiskuität

also dann auch vererbt!  

03.11.05 12:21

29664 Postings, 5564 Tage ScontovalutaTaktischer Sex schützt ihre Kinder

02. November 2005, 14:29  
Braunbärinnen: Taktischer Sex schützt ihre Kinder

Mehrfach-Paarungen wiegen alle beteiligten Männchen in der vermeintlichen Sicherheit, der Vater zu sein - den können sich die Weibchen dennoch aussuchen

Wien - Männliche Braunbären gehen bisweilen rücksichtslos vor, um ihre Gene weiterzugeben und schrecken dabei auch vor dem Töten der Nachkommen anderer Männchen nicht zurück. Wie Andreas Zedrosser vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur (Boku) bei Studien in Skandinavien herausfand, entwickeln die Weibchen raffinierte Gegenstrategien gegen dieses Verhalten. Die Untersuchungen wurden vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) unterstützt.


Es ist für ein Individuum die oberste Prämisse, die eigenen Gene weiterzugeben. Bären und auch verschiedene andere Säugetier-Männchen gehen dabei soweit, den Nachwuchs von Konkurrenten umzubringen, wenn sie auf ein Weibchen mit Jungen treffen. Durch den Verlust der Jungen wird das Weibchen früher wieder paarungsbereit, für den Täter steigen die Chancen für eine Weitergabe der eigenen Gene.

Die Taktik

Die von Zedrosser nun entdeckte Gegenstrategie der Weibchen tritt vor allem in Bärenpopulationen auf, in denen Kindesmord durch fortpflanzungsbegierige Männchen besonders häufig auftritt. Die Taktik der angehenden Mütter ist einfach wie wirkungsvoll: Sie paaren sich nicht, wie sonst üblich, nur mit einem Männchen, sondern mit einer ganzen Reihe von Verehrern. "Dann glauben später alle, sie seien der Vater und lassen den Wurf in Ruhe", erklärte der Biologe. Während der Beobachtungen in Skandinavien hat sich gezeigt, dass 54 der Bärenmütter auf diese Strategie zurückgreifen.

Das raffinierte an der Geschichte ist aber, dass sich die Bärinnen mit häufig wechselndem Geschlechtspartner offenbar dennoch aussuchen können, wer der Vater ihrer Kinder wird. Das ist keineswegs immer der erste Partner. Vielmehr legt die Studie den Schluss nahe, dass Bärenweibchen die Möglichkeit haben, ihren Eisprung zu kontrollieren. Damit können sie sich für einen ganz bestimmten Bären-Mann entscheiden. Die Bärin versucht dabei, einen Vater mit guten Genen auszuwählen und richtet sich dabei etwa nach der Körpergröße, offensichtlicher Gesundheit oder der Qualität seines Felles. Zedrosser vermutet, dass auch so etwas wie Schönheit eine Rolle spielt, dass etwa ein Bär mit einem besonders symmetrischen Gesicht bevorzugt wird.(APA)
 

04.11.05 15:19

29664 Postings, 5564 Tage ScontovalutaBärig

 

 
Angehängte Grafik:
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wick.jpg

04.11.05 15:22

58960 Postings, 6352 Tage Kalli2003Bären??

http://www.ariva.de/board/235997#jump2199907

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

04.11.05 15:28

1443 Postings, 5413 Tage HardstylisterJeder Bär, der sagt

"Alles Schlampen außer Mutti" ist somit ein Lügner.  

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