Siemens-Nokia Joint Venture gefährdet

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 18.12.06 10:01
eröffnet am: 14.12.06 19:49 von: Scontovaluta Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 18.12.06 10:01 von: Scontovaluta Leser gesamt: 428
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

14.12.06 19:49
1

29868 Postings, 5707 Tage ScontovalutaSiemens-Nokia Joint Venture gefährdet

14.12.2006 18:19
Nokia und Siemens verschieben Start ihres Joint Venture
STOCKHOLM (Dow Jones)--Nokia und Siemens haben sich angesichts der Korruptionsaffäre beim deutschen Technologiekonzern darauf geeinigt, den Start des geplanten Gemeinschaftsunternehmens im Telekombereich so lange zu verschieben, bis die internen Prüfungen der Vorgänge bei Siemens abgeschlossen sind. Das Joint Venture werde voraussichtlich noch im ersten Quartal 2007 operativ werden, teilte Nokia am Donnerstag mit. Bisher war ein Start zu Jahresbeginn vorgesehen.

Für das Closing bedürfe es noch einer Vereinbarung beider Seiten, die auf den Ergebnissen und Konsequenzen der Compliance-Überprüfung bei Siemens fuße. Die Prüfung dürfte im ersten Quartal abgeschlossen werden, erklärte Nokia. Beide Seiten seien sich angesichts der laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bei Siemens einig, dass die bisher geschlossene Joint-Venture-Vereinbarung ergänzt werden müsse. Nokia werde an der Prüfung der Vorgänge aktiv beteiligt sein.

Mitte Juni hatte sich die Siemens AG mit der Nokia Oy darauf geeinigt, ihre Sparte Communications (Com) in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Nokia Siemens Networks einzubringen. Vor wenigen Tagen hatten Siemens-Manager allerdings die Befürchtung geäußert, dass das Vorhaben wegen der Korruptionsaffäre scheitern könnte.

Webseite: http://www.nokia.com/

DJG/rio/abe
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

December 14, 2006 12:19 ET (17:19 GMT)

© 2006 Dow Jones & Company, Inc.

 

14.12.06 19:59
1

29868 Postings, 5707 Tage ScontovalutaAuswirkungen des Korruptionsskandals

http://www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/IT-Medien/_pv/grid_id/1048180/_p/201197/_t/ft/_b/1185935/default.aspx/siemens-nokia-projekt-verzoegert-sich-wegen-affaere.html

HANDELSBLATT, Donnerstag, 14. Dezember 2006, 18:21 Uhr
Auswirkungen des Korruptionsskandals


Siemens-Nokia-Projekt verzögert sich wegen Affäre


Wegen der Schwarzgeldaffäre bei Siemens verzögert sich das geplante Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns mit Nokia.


HB MÜNCHEN. ?Nokia Siemens Networks wird voraussichtlich nun im ersten Quartal 2007 die Geschäfte starten - anstatt Januar 2007 wie bislang erwartet?, teilten beide Konzerne am Donnerstag mit. Vor Abschluss der Transaktion werde Siemens eine Überprüfung seiner internen Geschäftspraktiken (compliance) vornehmen, an der sich auch Nokia aktiv beteiligen werde. Beim Aufbau ihres gemeinsamen Telefonnetz-Unternehmens hätten die Partner gute Fortschritte gemacht.

Mitte Juni hatte sich die Siemens AG mit der Nokia Oy darauf geeinigt, ihre Sparte Communications (Com) in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Nokia Siemens Networks einzubringen. Vor wenigen Tagen hatten Siemens-Manager allerdings bereits die Befürchtung geäußert, dass das Vorhaben wegen der Korruptionsaffäre scheitern könnte.

Nokia will ungeachtet der Bestechungsvorwürfe und trotz der Verschiebung an dem Joint Venture festhalten. Nokia-Sprecherin Arja Suominen bestätigte dem Handelsblatt, dass es weiterhin eine ?industrielle Logik? der Zusammenlegung der beiden Mobilfunknetz-Sparten gibt. ?Daran hat sich überhaupt nicht geändert?, sagte sie am Donnerstag abend und betonte, dass Nokia und Siemens weiterhin ?ein perfektes Paar? seien.

Nokia wolle jetzt jedoch zunächst ?verstehen, was in der Vergangenheit passiert ist und dann zusehen, dass so etwas niemals mehr geschehen kann?, wie die Sprecherin betonte. Für diesen Auswertungsprozess benötige man etwas mehr Zeit, deshalb hätten beide Unternehmen beschlossen, die formale Bildung des Joint Ventures zu verschieben. Ungeachtet dessen soll die Integrationsarbeit aber weiter laufen. ?Wir gehen dann im ersten Quartal noch besser vorbereitet an den Start?, so die Nokia-Sprecherin.

Zwei Arbeitnehmervertreter im Siemens-Aufsichtsrat nahmen den früheren Konzernchef und jetzigen Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer gegen Rücktrittsforderungen in Schutz. Betriebsratschef Ralf Heckmann und der von der IG Metall in den Aufsichtsrat entsandte Wolfgang Müller erklärten, die eingeleiteten Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung würden Erfolg haben. ?Rücktrittsforderungen entbehren somit jeder Grundlage?, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der beiden Aufsichtsräte. Sie schlossen sich Aussagen des IG-Metall-Vizechefs Berthold Huber im ?Tagesspiegel? an. Huber hatte dem Blatt gesagt, er habe bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung vergangenen Montag den Eindruck gewonnen, dass der Vorstand alles unternehme, um die Affäre aufzuklären. Es gebe daher weder für Vorstandschef Klaus Kleinfeld noch für Pierer einen Grund zum Rücktritt.

Die Erklärung folgt Medienberichten, nach denen zwei namentlich nicht genannte Mitglieder des Aufsichtsrats Pierers Rücktritt im Zuge der Schmiergeldaffäre gefordert haben. Gleichwohl sprach sich Müller im Bayerischen Rundfunk dafür aus, künftig eine längere Frist zwischen dem Ausscheiden aus dem Vorstand und einem Amt im Aufsichtsrat verstreichen zu lassen.

Bei Pierers Berufung zum Aufsichtsratschef vor knapp zwei Jahren hätten sich die Arbeitnehmervertreter natürlich gefragt, ob dessen Wahl sinnvoll sei. ?Wir haben damals nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Ich kann jetzt nur sagen, hinterher ist man immer klüger.? Zugleich mahnte er die jetzige und frühere Konzernspitze, hinsichtlich der Korruptionsaffäre die Wahrheit zu sagen: ?Wenn es in der Chefetage entsprechende Kenntnisse über diese Praktiken gegeben hat und die sozusagen billigend toleriert worden sind, dann sind Konsequenzen zu ziehen.?

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen ein Dutzend Beschuldigte, die 200 Millionen Euro veruntreut und über Auslandskonten als Schmiergeld eingesetzt haben sollen. Im Zuge der Ermittlungen wurde der ehemalige Siemens-Zentralvorstand Thomas Ganswindt verhaftet. Siemens hat externe Prüfer beauftragt, die Anti-Korruptionsmechanismen im Konzern zu überprüfen und nimmt derzeit dubiose Zahlungen über 420 Millionen Euro unter die Lupe. Das Unternehmen korrigierte seinen Jahresgewinn für das vergangene Jahr wegen der fraglichen Überweisungen um 73 Millionen Euro nach unten.
 

15.12.06 09:00

29868 Postings, 5707 Tage ScontovalutaNokia schreckt vor Siemens-Sumpf zurück

HANDELSBLATT, Freitag, 15. Dezember 2006, 07:18 Uhr
Korruptionsaffäre

Nokia schreckt vor Siemens-Sumpf zurück


Bislang hat der Korruptionsskandal bei Siemens ?nur? das Image des Technologiekonzerns ramponiert. Jetzt belastet er auch das Geschäft: Nokia verschiebt das Joint-Venture bei den Telefonnetzen wegen der Affäre um schwarze Kassen. Denn gerade in jenem Bereich, den Siemens künftig gemeinsam mit den Finnen betreiben will, wurde offenbar am meisten geschmiert.



Bild vergrößernImmer neue, für Siemens unschöne Details kommen ans Licht. Quelle: Reuters

jojo/hst MÜNCHEN/STOCKHOLM. Am Donnerstag teilte Siemens-Partner Nokia mit, das geplante Gemeinschaftsunternehmen der beiden Konzerne werde erst im Laufe des ersten Quartals kommenden Jahres an den Start gehen. Ursprünglich wollten die Firmen ihr Geschäft mit Telefonnetzen ? bei Siemens ist das die Sparte Com ? bereits am 1. Januar zusammenlegen.

Damit hat die Affäre um schwarze Kassen zum ersten Mal Auswirkungen auf das laufende Geschäft von Siemens. Die Ausgliederung ist ein wichtiger Teil der Strategie von Vorstandschef Klaus Kleinfeld, sich auf ausgewählte Wachstumsbereiche zu konzentrieren; die Telekommunikation gehört nicht dazu.

Nokia wolle die Ergebnisse der momentan laufenden Untersuchungen im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre von Siemens abwarten, ehe der Deal endgültig unter Dach und Fach gebracht werde, hieß es am Donnerstag in der Mitteilung. Ein Siemens-Sprecher sagte, dies sei eine ?nachvollziehbare Haltung?. An dem Zusammenschluss an sich werde sich nichts ändern.

In München läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen ein Dutzend Beschuldigte, die vor allem aus der Kommunikationssparte von Siemens kommen. Sie sollen nach Angaben der Staatsanwälte 200 Mill. Euro für Schmiergelder abgezweigt haben. Siemens selbst geht von fragwürdigen Zahlungen in Höhe von 420 Mill. Euro aus.

Nokia will trotz der Vorwürfe gegen Siemens an dem Joint Venture festhalten. Eine Nokia-Sprecherin sagte, dass es eine ?industrielle Logik? der Zusammenlegung der beiden Sparten gebe. ?Daran hat sich überhaupt nichts geändert?, sagte sie. Nokia wolle jetzt jedoch zunächst ?verstehen, was in der Vergangenheit passiert ist, und dann zusehen, dass so etwas niemals mehr geschehen kann?. Für diesen Auswertungsprozess benötige man Zeit.

Dass die Finnen zögern, ist verständlich. Kaum ein Tag vergeht, an dem keine neuen Details zur Korruptionsaffäre von Siemens ans Licht kommen. Dabei ist es kein Zufall, dass gerade Com von dem Skandal um schwarze Kassen betroffen ist. Denn in diesem Geschäftsfeld wurde es in den vergangenen Jahren immer schwieriger, neue Aufträge an Land zu ziehen. Schon Mitte der 90er Jahre hat der Konzern seine Anleger im Geschäftsbericht vor einem ?kräftigen Ergebnisdruck? als Folge der ?weltweiten Deregulierung und Liberalisierung der Märkte in der Kommuniaktionstechnik? gewarnt. Verbessert hat sich die Lage seither nicht. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, Nokia könnte angesichts der Enthüllungen vom Vertrag zurücktreten. Doch einen solchen Schritt erwarten Branchenbeobachter nicht, da die Partner aufeinander angewiesen sind, wenn sie auf diesem hart umkämpften Geschäftsfeld überleben wollen.

Vor allem Siemens steht seit Jahren mit dem Rücken zur Wand. Als ehemaliger Haus- und Hoflieferant der Bundespost mit einem Quasi-Monopol und gesicherten Einnahmen fiel es dem Konzern besonders schwer, sich in den neuen Zeiten der Deregulierung zurechtzufinden.

Die Siemens-Strategen haben den Kommunikationsbereich in den vergangenen zehn Jahren denn auch mehrmals umgebaut, um sich den Gegebenheiten anzupassen. Letztlich mit sehr gemischtem Erfolg. Meist blieb das Geschäft hinter den selbst gesteckten Renditezielen zurück, zum Teil schrieb es tief rote Zahlen.

Dass Siemens-Mitarbeiter mit Schmiergeld nachgeholfen haben könnten, um an Aufträge zu kommen, erstaunt nicht. Denn seit einigen Jahren drängen massiv neue Wettbewerber auf den Markt. Zum Beispiel Huawei: Die Chinesen verkündeten erst vor wenigen Tagen stolz, dass sie dieses Jahr Umsätze von elf Mrd. Dollar einfahren werden. Schon nach sechs Monaten hatten sie 5,2 Mrd. Dollar erreicht, das sind 29 Prozent mehr als 2005.

<!--nodist-->

Besonders bitter für etablierte Wettbewerber wie Siemens: Rund zwei Drittel der Aufträge stammen aus dem Ausland. Zum Vergleich: Noch vor sechs Jahren lag der Auslandsanteil lediglich bei 100 Mill. Dollar. Dabei ist Huawei erst 1988 gegründet worden; da war Siemens bereits mehr als 100 Jahre im Geschäft.

Wie scharf der Konkurrenzdruck in der Branche ist, zeigt ein anderes Beispiel: Jüngst kündigte Telkom South Africa an, westliche Anbieter wie Siemens, Ericsson oder Cisco vom kommenden Jahr an gegen chinesische Konkurrenten wie Huawei oder ZTE auszutauschen. Für die Konzerne ist das ein herber Verlust, denn Telkom will in den nächsten drei Jahren immerhin 2,5 Mrd. Dollar für neue Ausrüstung ausgeben.

Mit dem Zusammenschluss mit Nokia wollte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld die Kommunikationssparte jetzt auf einen Weg bringen, den auch Konkurrenten gegangen sind. Lucent hat sich jüngst mit Alcatel verbündet, und Ericsson hat den britischen Wettbewerber Marconi übernommen.

Beide Seiten beteuerten am Donnerstagabend, dass am Gemeinschaftsunternehmen nicht gerüttelt werden soll. Doch wie wird sich Nokia verhalten, wenn noch weitere Korruptionsfälle bekannt werden oder heraus kommt, dass der Vorstand verstrickt ist? Möglicherweise muss sich Siemens dann einen neuen Partner suchen.


<!-- ISI_LISTEN_STOP -->
 

18.12.06 10:01

29868 Postings, 5707 Tage ScontovalutaNokia bietet Siemens Hilfe an

HANDELSBLATT, Montag, 18. Dezember 2006, 09:36 Uhr
Korruptionsaffäre

Nokia bietet Siemens Hilfe an

Von Christoph Hardt, Joachim Hofer und Sandra Louven

Die Korruptionsaffäre belastet Siemens schwer. Täglich kommen neue Hiobsbotschaften auf das Unternehmen zu. Da muss es für die Münchener wie ein Trost wirken, dass mit Nokia ausgerechnet ein Unternehmen ihnen beispringt, das selbst unverschuldet unter dem Skandal um die schwarzen Kassen zu leiden hat.



Siemens hat durch die Affäre einen schweren Image-Schaden erlitten. Foto: ap
Bild vergrößernSiemens hat durch die Affäre einen schweren Image-Schaden erlitten. Foto: ap

MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Der Joint-Venture-Partner Nokia wird sich aktiv an der Aufklärung der Korruptionsaffäre im Siemens-Konzern beteiligen. Dies teilte Siemens-Vorstand Eduardo Montes in einem Brief an die Beschäftigten mit, der dem Handelsblatt vorliegt.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sich der angekündigte Zusammenschluss der Netzsparten von Siemens und dem finnischen Handy-Hersteller Nokia wegen der Affäre um schwarze Konten im Kommunikationsbereich von Siemens voraussichtlich um drei Monate bis Ende März 2007 verzögert. Montes kündigte eine lückenlose Untersuchung an: ?Unser Ruf ist eines unserer wertvollsten Güter. Nokia Siemens Networks wird unethisches Geschäftsverhalten und skrupellose Geschäftspraktiken nicht tolerieren.?

Laut Montes wird sich Nokia an der Überprüfung der Compliance-Strukturen durch Siemens aktiv beteiligen. Die Münchener beauftragten in der vergangenen Woche eine US-Anwaltskanzlei mit der Überprüfung ihrer Antikorruptions-Praxis und engagierten den US-Korruptionsaufklärer Michael Hershman als Berater.

Chef der Compliance-Abteilung zur internen Korruptionsbekämpfung wird der Stuttgarter Oberstaatsanwalt Daniel Noa. Die gemeinsame Überprüfung der bestehenden Strukturen im Siemens-Bereich Com solle entscheidend dazu beitragen, dass im neuen Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ?von Anfang an die richtige Kultur und gemeinsame Werte gelten?, schrieb Montes.

Grundsätzlich sei das Joint-Venture trotz der Verzögerung nicht gefährdet, warb Montes bei den Mitarbeitern um Verständnis. Auch ein Siemens-Sprecher betonte am Sonntag, beide Konzerne seien an einem erfolgreichen Start des Gemeinschaftsunternehmen weiterhin interessiert.

Doch die Affäre um schwarze Kassen droht für Siemens teuer zu werden. Experten warnen davor, dass die hauptsächlich betroffene Sparte Com Aufträge verlieren könnte. ?Es ist zu befürchten, dass Kunden sich mit Käufen zurückhalten, um sich nicht angreifbar zu machen?, sagt Diethard Bühler von der Unternehmensberatung CSMG Adventis.

Ein Verlust von Kunden würde Siemens-Com hart treffen. Einerseits würden Umsätze in einem ohnehin schwierigen Geschäft verloren gehen. Außerdem würden ausbleibende Aufträge den Wert von Com für den künftigen Joint-Venture-Partner Nokia schmälern. Juristen gehen davon aus, der Skandal um die schwarzen Kassen könnte die Finnen sogar berechtigen, von dem Deal mit Siemens ganz zurückzutreten.

Derzeit läuft in München ein Ermittlungsverfahren gegen ein Dutzend Beschuldigte. Sie sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 200 Mill. Euro für Schmiergelder abgezweigt haben. Siemens selbst geht von dubiosen Zahlungen in Höhe von 420 Mill. Euro aus.

Aus strategischer Sicht spricht alles dafür, dass Nokia und Siemens ihr Gemeinschaftsunternehmen trotz der Turbulenzen gründen. Denn nicht nur Siemens braucht einen starken Partner, auch Nokia ist auf Verstärkung angewiesen; unter Netzwerkausrüstern zählt vor allem die Größe. Jüngst haben deshalb Lucent und Alcatel fusioniert, Ericsson übernahm Marconi. Gemeinsam würden Nokia und Siemens zur Nummer drei am Markt aufsteigen.

Siemens hat noch ein weiteres Interesse daran, Com möglichst schnell aus seinen Büchern zu bekommen: Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hat den Investoren versprochen, dass alle Bereiche im Frühjahr Renditen erwirtschaften, die sich an den besten Konkurrenten orientieren. Davon ist Com aber weit entfernt.

 

   Antwort einfügen - nach oben