Shareholder value durch Übernahmen verbessert sich

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eröffnet am: 03.05.01 11:28 von: das Zentrum. Anzahl Beiträge: 3
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03.05.01 11:28

3357 Postings, 7025 Tage das Zentrum der M.Shareholder value durch Übernahmen verbessert sich

Shareholder value durch Übernahmen verbessert sich

London, 1. Mai (Bloomberg) - Aktionäre kommen bei Übernahmen zunehmend besser weg, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung KPMG. In 30 Prozent aller von KPMG untersuchten Fälle entwickelte sich der Aktienkurs von Unternehmen, die eine andere Gesellschaft übernommen hatten, vergleichsweise besser. Bei der vorigen Untersuchung im Jahr 1999 boten lediglich 17 Prozent der Transaktionen den Investoren eine Wertsteigerung. 31 Prozent der übernehmenden Gesellschaften verzeichneten eine schlechtere Aktienkursentwicklung als die Konkurrenz, während es 1999 noch 53 Prozent waren. ,Der Wert, der durch Übernahmen geschaffen sich, erhöht sich", urteilt Richard Arkle, Leiter Transaktions-Dienste Nordengland bei KPMG. ,Die Marktbedingungen waren wahrscheinlich günstiger, aber die Leute achten auch stärker auf ein angemessenes Vorgehen bei ihren Offerten."

Im Rahmen der von Januar bis März durchgeführten Studie wurden 118 Übernahmen und Fusionen, die weltweit zwischen 1997 und 1999 stattgefunden haben, untersucht. Die vorhergehende Studie untersuchte den Zeitraum von 1996 bis 1998. KPMG notierte den Aktienkurs der Unternehmen vor der Transaktion und ein Jahr danach. Danach wurde die Kursentwicklung mit der von Konkurrenten verglichen.

Generell schnitten amerikanische Unternehmen besser ab als europäische. Bei rund 35 Prozent der Übernahmen, bei denen ein US- Unternehmen der Bieter war, stieg der Kurs. Bei Übernahmen mit europäischen Bietern war dies lediglich in 24 Prozent aller Fälle so.

Europäische Unternehmen verfügten zwar häufiger bereits in einem frühen Stadium über einen formellen Übernahmeplan, aber US- Gesellschaften legten ein stärkeres Gewicht auf ein werthaltiges Gebot und darauf, während des gesamten Prozesses Manager in die Verhandlungen einzubinden, die mit Übernahmeverhandlungen vertraut waren, berichtet KPMG. Aktien von Gesellschaften, die viele Akquisitionen durchführten, schnitten in der Studie nicht besser ab als andere.

Obwohl in einem Drittel der Fälle die Aktienkurse mit einer schlechten Performance reagierten, werteten 75 Prozent der Unternehmenschefs KPMG zufolge die Transaktionen als Erfolg. Offenbar sehen viele Bosse einen höheren Aktienkurs nicht als eines ihrer Hauptziele an. Lediglich 23 Prozent der Unternehmenschefs gaben einen möglichst hohen Aktienkurs als ihr Hauptziel an. 29 Prozent wollten den Marktanteil steigern und 28 Prozent neue Märkte in anderen Ländern erschließen.

KPMG zufolge gibt es sieben Faktoren, die für den Erfolg einer Übernahme bestimmend sind. Beispielsweise sollte ein Vorstandsmitglied für Übernahmeaktivitäten zuständig sein. Ferner sollte Übernahmeobjekt streng bewertet werden und es sollte einen formalen Aktionsplan für die Abgabe des Gebots geben. Wichtig sind auch geschulte Manager, die die Transaktion abwickeln und externe Berater, um den Übernahmeprozess und sein Ergebnis zu analysieren. Bei einigen Unternehmen sei das schlechte Ergebnis einer Übernahme für die Aktionäre darauf zurückzuführen, dass diese Faktoren außer Acht gelassen wurden, berichtet Arkle.


 

03.05.01 11:31

10586 Postings, 7082 Tage 1Mio.?Interessant ! Gruss o.T.

03.05.01 12:02

3357 Postings, 7025 Tage das Zentrum der M.Wenn eine Übernahme durch die Ausgabe

von Aktien finanziert wird (leider sehr oft der Fall), ist das Wort Übernahme falsch. Vielmehr müsste es heißen Unternehmen A verkauft einen Teil von sich an Unternehmen B um Unternehmen B zu übernehmen. In diesem Fall ist es für den Aktionär wichtig zu wissen, ob er für 1? seines Unternehmens auch min. 1? des anderen Unternehmens bekommt. Die Begründungen "wollten den Marktanteil steigern und neue Märkte in anderen Ländern erschließen" ist irreführend und zweitrangig. Nur damit machthunrige Manager sich ein Firmenimperium aufbauen können, ist es nicht gerechtfertigt 1? Wert herzugeben um 0,80? Wert zu bekommen. Denn es ist nun einmal das Geld der Aktionäre, das dann verbrannt wird. Den Aktienkurs wird ein Unternehmenskauf nur dann erhöhen, wenn der Unternehmenwert durch diese Aquisition erhöht und der Gewinn nachhaltig gesteigert wird. Das ist aber nur dann der Fall wenn man 1? hergibt und 1,20? bekommt.

 

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