Sex ist nicht entscheidend

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neuester Beitrag: 20.08.05 18:02
eröffnet am: 18.08.05 16:44 von: bammie Anzahl Beiträge: 17
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18.08.05 16:44

8970 Postings, 6206 Tage bammieSex ist nicht entscheidend

Was die Pilger auf dem Weltjugendtag bewegt: Gespräche über Kirche, Liebe und Freiheit in Köln

von Torsten Thissen

Düsseldorf - Alicka und ihre Schwester sind irgendwann auf die Suche nach "der besten Kirche" gegangen, wie sie sagen. Das war natürlich nicht so einfach, und erst nach einigen Enttäuschungen sind sie bei den Franziskanern von Bratislava gelandet. Wegen des Gemeinschaftsgefühls und der Liebe zu Gott, die dort vermittelt werde, sagt Alicka.

Ihre Schwester schaut ein bißchen skeptisch, weil sie grundsätzlich zwar genauso empfand wie Alicka, doch im nachhinein feststellte, daß diese "Liebe zu Gott" ihr auf Dauer ein bißchen einseitig ist. Deshalb ist die 21jährige Alicka noch Jungfrau und ihre 20jährige Schwester ist es nicht mehr. Alicka zuckt mit den Schultern. "Jeder muß es selbst wissen", sagt sie schnippisch. Ihre Schwester geht mit leicht rotem Kopf zum Angriff über: "Du lebst eh in deiner eigenen, kleinen Welt. Die hat mit der Realität wenig zu tun", sagt sie. "So klein ist die nicht", erwidert Alicka und deutet auf die Ränge der Düsseldorfer Arena: Kardinal Lehmann hat gerade den Eröffnungsgottesdienst für den Weltjugendtag, der noch bis zum Sonntag im Rheinland stattfindet, beendet. 51 000 Jugendliche jubeln, schwenken ihre Landesflaggen. Sie singen "Wir sind gekommen, um ihn anzubeten", das Motto des Weltjugendtages. "Als wenn die alle mit dem Sex bis zur Hochzeit warten würden - daran kannst du schon sehen, wie naiv du bist", sagt Alickas Schwester.

Vielleicht ist es wegen der ungewohnten Atmosphäre. In einem Fußballstadion stehen sich normalerweise zwei Lager gegenüber, an diesem Tag aber jubeln alle Anwesenden nur für eines: für die katholische Kirche. Man könnte meinen, die Jugend dieser Weltkirche stünde da wie aus einem Guß. Doch das ist natürlich nicht so.

"Was uns eint, ist der Glaube an Gott", sagt Daniel Santos. Der 18jährige ist gemeinsam mit Jackie Campios (22) und Davina Fernandez (22) aus Kanada zum Weltjugendtag gekommen. Die Religion gebe ihnen Kraft, sagen sie. Ihr Erweckungserlebnis sei der Weltjugendtag in Toronto gewesen, "unfaßbar war das", sagt Jackie. "Ich fände es schlimm, wenn sich die katholische Kirche dem Zeitgeist anpassen würde", fügt Davina hinzu, und Daniel ergänzt: "Es ist gut, wie es ist." Alles andere wäre ja keine Religion, wenn man sich aussuchen könnte, was richtig oder falsch ist, wenn die Kirche beliebig würde in einer Zeit, in der alles beliebig ist und niemand genau wisse, wo es langgehe. Sex sei natürlich ein schwieriges Thema. "Ich denke, daß es besser ist zu warten", sagt Davina ein wenig unsicher. "Aber wer will das schon wirklich", fällt ihr Daniel ins Wort. Die beiden vermeiden nun, sich direkt anzusehen. Wo vorher der Altar stand, spielt jetzt die Band Höhner rheinische Karnevalsschlager. Schließlich soll der Weltjugendtag bei aller Besinnlichkeit auch eine große Party werden.

"Wir gehen seit zwei Monaten miteinander aus", erklärt Daniel später. Natürlich bewundert er den Papst für seine Glaubenstärke und auch die Priester. Aber, sagt Daniel, er ist nun einmal kein Geistlicher. Und dieses "katholische Mädchen", deutet er Richtung Freundin, "kann schon ziemlich nerven. Wenn du verstehst, was ich meine."

José Ignacio kann ziemlich wenig mit den Höhnern anfangen. Der 18jährige Chilene schaut sich auf den Rängen um. "Ich hätte mir einen modernen Papst gewünscht, der mehr denkt wie wir Jungen", sagt er. "Ich bin katholisch aufgewachsen, ich glaube an Gott, doch ich glaube nicht, daß man nur miteinander schlafen sollte, um ein Kind zu zeugen." Er lächelt. "Wenn die Priester glauben, auf dem Weltjugendtag würde nachts nur gebetet, irren sie sich." José ist zum Weltjugendtag gekommen, weil ihn der Papst gerufen habe, sagt er. Und um zu feiern. Ob das kein Widerspruch sei?

Man kann den Papst ja kritisieren und anders leben, als er sich das vorstelle, aber schließlich und letztlich sei er ja immer noch der Papst. Mit seinem Vater habe man auch Probleme, das ist ganz normal, sagt José.

"Gott spricht mit den Menschen, und die Kirche sorgt dafür, daß sie ihn hören. Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, populär zu sein, sondern den Willen des Herrn zu verkünden", sagt Michael Duffy, 20 Jahre alt, aus "dem wunderschönen New York". Sein Kumpel Paul Avvanto erzählt, daß Michael der beste Theologe der Gemeinde sei. "Der ist fest im Glauben und will Priester werden."

Dementsprechend verzichtete Michael bisher auf Sex. Ja, er verspüre Lust, doch "das ist eine Prüfung, die Gott mir auferlegt hat", wie Michael sagt. "Wenn die Menschen gegen die Gebote des Herrn verstoßen, wenn sie Sex haben, ohne verheiratet zu sein, wenn sie Abtreiben lassen, müssen sie das mit ihrem Gewissen ausmachen. Doch wenn sie ernsthaft bereuen, nimmt Gott sie in seiner unermeßlichen Liebe wieder auf."

"Und wenn sie nicht bereuen?" "Wer sind wir, sie zu richten?", fragt Michael zurück, schnappt sich die amerikanische Flagge und singt mit seinen Leuten "Born in the USA". Die Umstehenden freuen sich darüber.

Andere versuchen derweil in die Düsseldorfer Innenstadt zu gelangen. Marine Peloux ist heute 18 Jahre alt geworden und will noch feiern. "Feiern, tanzen, Leute kennen lernen". Sie sieht ihre Freundin Clementine an und ergänzt: "Und Spaß haben." Sie glaubt an Jesus Christus, hat "ihn fest im Herzen", schätzt auch das Spirituelle, das ihr die Kirche gebe, aber die Sexualmoral teilt sie nicht. Marine sagt, daß es gut sei, Abtreibungen verhindern zu wollen, daß man sich dann aber für Prävention einsetzen müsse, Enthaltsamkeit käme auch auf dem Weltjugendtag für sie nicht in Frage. "Ich bin keine Schlampe, wenn ich mit jemandem schlafe und lasse mir das auch von keinem einreden." Marine sagt, sie sei noch Jungfrau. "Aber mit dem Papst hat das genau so wenig zu tun, wie es der Verlust meiner Jungfräulichkeit hätte."

Die Arena leert sich. Zehntausende ziehen in ihre Zeltlager, Schulen, Turnhallen. Yousif Hannam-Micha, Tamara Hannally und ihr Bruder Nabim sind darunter. Sie kommen aus dem Irak. Der Sex sei nicht entscheidend, sagt die 20jährige Tamara. Sie ist immer von ihren muslimischen Freundinnen für ihr Christ-Sein immer beneidet worden: "Weil mir mein Bruder nicht vorschreiben kann, was ich zu tun habe. Mein Glaube gibt mir Freiheit." Nabim schüttelt erst den Kopf, bekommt dann einen warnenden Blick von ihr: "Sie muß es selbst wissen", sagt er.

Welt.de  

18.08.05 16:47

15990 Postings, 6879 Tage NassieEichi wird dem widersprechen

für ihn scheint Sex alles zu sein.  

18.08.05 16:51

2421 Postings, 7082 Tage modestezu Post 2:

wusste garnicht, dass Eichi so spitz ist wie Nachbar's Lumpi...  

18.08.05 16:55

Clubmitglied, 44315 Postings, 7316 Tage vega2000Kommt auf den Bezug an bammie

So ein Überdruck im Hormonreservoir kann schon mal Probleme machen.

*fg*  

18.08.05 16:55

15990 Postings, 6879 Tage Nassie@modeste

das ist noch viel schlimmer.Diese Astralreisen müssen wie Viagra wirken.  

18.08.05 16:58

2421 Postings, 7082 Tage modestelol* @Nassi, außerdem

hatte ich bei dir zu post.5 zunächst

       "ANAL-reisen"

gelesen *g*

modeste  

18.08.05 17:41

58960 Postings, 6424 Tage Kalli2003Nassi und Eichi

da wird noch was draus ...

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

18.08.05 18:02

12570 Postings, 6130 Tage EichiJa, das wär ggf. was ...

Ob jetzt mit "e" oder ohne "e", also 6 statt 5 Buchstaben, ist mir als ME egal. 6 bietet halt mal mehr Sex.  
Angehängte Grafik:
Nassi.gif
Nassi.gif

18.08.05 18:36

58960 Postings, 6424 Tage Kalli2003oh Herr, wie konnte ich nur; Nassie und Eichie

da wird noch was draus ... mindestens geiler Sex!!

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

19.08.05 09:31

58960 Postings, 6424 Tage Kalli2003na ihr zwei Turteltäubchen?

alles fit im Schritt?? *g*

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

19.08.05 09:38

50457 Postings, 6147 Tage SAKUDa is einer neidisch....

Ey Kalli... wenn du nett frägst, kann Eichi bestimmt mit einer Analprojelktion aushelfen *gg*  

19.08.05 09:43

58960 Postings, 6424 Tage Kalli2003brrrrrrr

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

19.08.05 09:44

36709 Postings, 6214 Tage TaliskerEr hats aber auch nich leicht derzeit

Da finden zwei ihr Glück und er is keiner der beiden.
Bei SW is ihm auch einer zuvorgekommen.
Und der Kommentator beim Federball war auch doof (übrigens - was hat er denn nu zum Nichtschlagarm gefaselt?).
Da kann man schon mal schlecht drauf kommen. Kalli, immer an die hübsche Küche denken, heute abend kannste sie wieder nutzen!
Gruß
Talisker  

19.08.05 09:50

58960 Postings, 6424 Tage Kalli2003hör mal zu, Du Schnapsflasche

ich gönne Euch vieren allen Spass der Welt, solange ihr mich da raus lasst, ok? Meinetwegen lasst auch noch den SAKU mitmachen. Aber jammert hinterher nicht rum, wenn Euch die Poperze brennt ! (kennt jemand den Popo-Club von RTL-FrNacht?)

das vom Federball verstehst Du eh nicht und interessieren tuts (tuten tut ein Auto!) Dich auch nicht! Warum also die Frage??

und wenn die Küche erst mal steht, dann sag ich Dir Bescheid!!

So long (oder doch besser short?)  

Kalli  

 

19.08.05 09:55

50457 Postings, 6147 Tage SAKUNee, Kalli...

lass mal...
Da hab ich was besseres zu tun- Dixieklos auf denm Jugendtag rienigen zum Beispiel *gg*

p.s.: Das-gu-te-A...Das-gu-te-A...Das-gu-te-A  

19.08.05 09:56

36709 Postings, 6214 Tage Taliskerhör mal zu, Du Ichtrinkegernminderwertigeplörre

Hab ich ja nich gewusst, dass die Küche noch nicht steht und du deshalb so schlecht drauf bist.
Da sich SW immer noch nicht gemeldet hat, werde ich ihm wohl mitteilen müssen, dass die Überschrift dieses Threads meinetwegen auch auf diese unsere sich anbahnende Beziehung zutreffen kann. Aber das nur nebenbei.
Ich habe in meinem kurzen Sportlehrerdasein schon mehr Gören Badminton (ziemlich weit oben in der Hitliste des Schulsports) beigebracht als du in deinem Leben (unterstelle ich jetzt mal), insofern interessiert mich das.
Is das angekommen?!
Gruß
Talisker  

20.08.05 18:02
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8970 Postings, 6206 Tage bammieBenutzen junge Katholiken wirklich keine Kondome?

Nächstenliebe international

Der Papst und seine Haltung zu Kondomen interessiert die jungen Pilger weit weniger als das Erlebnis der Gemeinschaft der Gläubigen. Die Begeisterung der Jugendlichen ist groß.

Von Inga Rapp

Benutzen junge Katholiken wirklich keine Kondome? Diese Frage, die Außenstehende und den Boulevard so sehr faszinieren, spielt bei den Jugendlichen, die sich zum Weltjugendtag in Köln versammelt haben, höchstens eine untergeordnete Rolle. Für sie stehen andere Dinge im Vordergrund: Vor allem das starke Gefühl, einer großen Gemeinschaft anzugehören, die hier ganz besonders intensiv zu erleben ist.

Die junge Pilgerin Sara ist vor allem beeindruckt. Noch nachts um eins sitzt sie mit glänzenden Augen auf der Domplatte in Köln. Gerade hat sie die Domwallfahrt absolviert, ist also auf demselben Weg, den schon die Pilger des Mittelalters beschritten, durch den Dom und am Schrein der Heiligen Drei Könige vorbei gegangen. Faszinierender als die Reliquien findet sie allerdings die Begeisterung und Offenheit der Gläubigen: «Das ist der Hammer! Man kennt einander nicht, aber man tanzt miteinander und begrüßt sich, als ob man sich schon Jahre kennt. Es ist ein total anderes Gefühl als sonst in der Kirche. Man klatscht und singt aus vollem Hals mit. Das ist interessanter und aufregender als normale Sonntagsmessen.»

Für die 16-Jährige ist durch den Weltjugendtag etwas anders geworden: «Meine Art zu glauben hat sich verändert. Ich habe auch vorher an Gott geglaubt, aber immer mit einem Fragezeichen. Ich habe immer gehofft, dass er mir ein Zeichen gibt. Durch den Weltjugendtag hat sich mein Glaube verstärkt. Es ist das schönste Erlebnis in meinem Leben.»

Mehr Bewegung in die Kirche

«Kirche ist da, um Gemeinschaft zu erleben», sagt auch Barbara. Die 23-jährige Pharmazeutisch-technische Assistentin findet diese Gemeinschaft nicht erst beim Weltjugendtag, sie ist in der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) aktiv. «KJG ist für mich lebendige Kirche. Wir haben alle eine ähnliche Einstellung, können über alles reden und diskutieren, und die Meinung des anderen wird akzeptiert. Ein Leben ohne Kirche könnte ich mir nicht vorstellen ? und ohne KJG schon gar nicht.»

Dagmar geht es ähnlich. «Die KJG gehört fest zu meinem Leben dazu. Auch wenn Verantwortung oft stressig ist, ist es ein geiles Gefühl, etwas bewegen zu können und das, was man erlebt und gelernt hat, an andere weitergeben zu können.» Mehr Bewegung wünscht sich die 22-jährige Studentin allerdings von Seiten der Institution Kirche. «Wenn Kirche weiter eine wichtige Rolle im Leben vieler Menschen spielen will, muss sie versuchen, sich zu bewegen. Wir brauchen zum Beispiel mehr in Richtung Jugendgottesdienste. Andere Musik, andere Arten von Predigt. In der Schule ist Frontalunterricht ja auch out. An so was muss die Kirche auch mal denken.«

Nächstenliebe genießen

Glauben bedeutet für viele der jungen Pilger vor allem, Nächstenliebe zu leben. Fast alle betonen diesen Aspekt. Sandra, 21, ist morgens um zwanzig vor sechs aufgestanden, um ihren Dienst als Freiwillige Helferin am Hauptbahnhof anzutreten. Wann sie wieder auf ihre Luftmatratze kommen wird, weiß sie nicht, und eigentlich ist das auch nebensächlich: «Es ist so toll, ein Teil davon sein zu können, ein unglaubliches Gefühl! Hier kann ich helfen, hier bin ich ganz nah dran an den Menschen.»

Zu Hause sang sie bis vor zwei Jahren aktiv im Kirchenchor. Seit ihrem Auszug aus dem Elternhaus ist die Anbindung an die Gemeinde lockerer geworden. Um so mehr genießt sie das Gemeinschaftsgefühl auf dem Weltjugendtag. «Ich habe mir gedacht, einfach nur dabei sein, das ist zu wenig: Wenn Du dahin gehst, dann hilfst Du auch mit. Ein einzelnes Highlight gibt es für mich nicht. Es sind die vielen kleinen Dinge, die das Gefühl hier ausmachen. Es sind so viele verschiedene Leute hier, und einer steht für den anderen ein. Das ist Gemeinschaft pur.»

Sie wollen beachtet werden

Doch diese pure Gemeinschaft hat auch ihre Grenzen. Dominique ist evangelisch und hat sie deswegen deutlich zu spüren bekommen. «Im Gottesdienst wurde explizit darauf hingewiesen, dass nur Katholiken die Kommunion empfangen dürfen. Ich habe mich an diesem Punkt sehr ausgeschlossen gefühlt. Es war nicht meine Entscheidung, nicht zur Kommunion zu gehen, weil ich nicht an die Wandlung glaube, sondern es wurde mir verboten. Und das tat sehr weh.»

Die jungen Christen wollen selbst bestimmen und selbst Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Sie suchen ein offenes Ohr und Unterstützung, aber keine Einschränkungen und Verbote. Sie wollen wahrgenommen werden. Jörg beschreibt dieses Gefühl an einem Beispiel. «Der Papst hat auf seiner Begrüßungstour immer nur zur anderen Seite gewinkt. Das fand ich nicht korrekt. Bei uns war viel mehr los, die Leute sind bis zu den Knien ins Wasser gegangen, ihm entgegen. Sie wollten beachtet werden.»

Trotzdem hat ihm die Begrüßung des Papstes gefallen. Beim Warten hat er viele Leute kennen gelernt. «Es ist das erste Mal, dass ich solch ein Gefühl gehabt habe. Das lässt sich nur schwer beschreiben. Das ist weltumspannend, international. Da gibt es keinen Zwiespalt zwischen den Leuten, nicht wegen der Rasse, nicht wegen Geld. Das hier ist eine Harmonie der Menschen durch die Religion. Wie ein Fußball-Länderspiel mit vielen verschiedenen Ländern, aber die feiern nicht gegeneinander, sondern miteinander.»

Kreuze in die Klassenzimmer

Viele Teilnehmer genießen es, ihren Glauben nach außen tragen zu können. Stephanie bringt es auf den Punkt: «Sonst muss ich mich immer zurückhalten, denn sonst kommen blöde Sprüche. Leute, die nicht mit dabei sind, sehen Kirche oft als etwas mittelalterliches. Die sehen nur die Dogmen.« Um so mehr freut sich die 23-jährige Studentin, in Köln Gleichgesinnte zu treffen. »Glaube lässt sich doch nicht auf Kondome reduzieren. Und Glaube ist keine Sache des stillen Kämmerleins. Das passt nicht.»

Dominique sieht das ähnlich und zieht politische Schlüsse: «Wenn ich Kreuze aus Klassenzimmern verbanne, dann ist das ein Verbot von Glauben. Und das widerspricht einem zentralen Gedanken des Glaubens, nämlich ihn nach außen zu tragen. Wenn ich Glauben ins Private zurückdränge, dann schränke ich eines der zentralen Grundrechte ein, nämlich das der Religionsfreiheit.» Als der Papst kommt, stehen jubelnde Massen am Rheinufer. Die Jugendlichen, die Benedikt XVI. offiziell begrüßen, betonen: «Eine junge Kirche braucht die Jugend, und die Jugend braucht eine junge Kirche.»  

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