Serbische Demonstranten legen Feuer in Botschaften

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neuester Beitrag: 22.02.08 10:36
eröffnet am: 22.02.08 07:49 von: unruhestand Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 22.02.08 10:36 von: tommm Leser gesamt: 165
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22.02.08 07:49
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10373 Postings, 4719 Tage unruhestandSerbische Demonstranten legen Feuer in Botschaften

Randale in Belgrad
Serbische Demonstranten legen Feuer
Belgrad (dpa) - Am Rande der Großdemonstration gegen die Unabhängigkeit des Kosovos in der serbischen Hauptstadt Belgrad ist es am Donnerstagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Mehrere tausend Randalierer steckten die US-Botschaft in Brand, demolierten die kroatische Vertretung und beschädigten die Gebäude der Botschaften von Großbritannien und der Türkei. Nach Polizeiangaben wurden etwa 100 Menschen verletzt. Auch die deutsche diplomatische Vertretung wurde angegriffen. Fensterscheiben gingen zu Bruch, berichteten Augenzeugen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte, dass Sachschaden entstand. Es seien aber keine Demonstranten in das Gebäude eingedrungen.


Am Rande einer Großdemonstration in der serbischen Hauptstadt gegen die Unabhängigkeit des Kosovo sind mehrere Menschen in die geschlossene US-Botschaft in Belgrad eingedrungen und haben dort Feuer gelegt. Die USA hatten - wie unter anderem auch Frankreich und Deutschland - die Abspaltung des Kosovo unterstützt.Die meist jugendlichen Gewalttäter raubten zwei ausländische Bankfilialen aus und plünderten ein Kaufhaus. Ein amerikanisches Hamburgerrestaurant wurde verwüstet. Im gesamten Zentrum brannten Müllcontainer, zahlreiche Kioske wurden kurz und klein geschlagen. Wenigstens zwei Dutzend Autos brannten ebenso wie eine Straßenbahn und fünf Linienbusse. Der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt. In dutzenden Geschäften wurden die Schaufenster eingeschlagen und Waren gestohlen. Spezialeinheiten der Polizei waren erst mit Verzögerung angerückt. Sie drängten die Randalierer mit massivem Einsatz von Tränengas in die Seitenstraßen ab.
Gesamter Artikel:http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/...0_puid,2_pageid,4290.html
Quelle: Augsburger-Allgemeine
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22.02.08 07:56
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30851 Postings, 7128 Tage ZwergnaseVerkohlte Leiche in US-Botschaft

Sie legten Feuer, rissen die amerikanische Flagge nieder, hissten die serbische: Bei Massenprotesten in Belgrad gegen die Unabhängigkeit des Kosovo drangen hunderte Krawallmacher in die US-Botschaft ein. Ein Mensch starb. Die Uno verurteilt die Angriffe auf Schärfste.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,536968,00.html
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Die Welt scheint nur noch voller Mißverständnisse zu sein ...

22.02.08 08:04
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13786 Postings, 7537 Tage ParocorpLeiche kein Amerikaner.

Läuft über den Ticker...

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22.02.08 08:17
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10373 Postings, 4719 Tage unruhestandScharfe Kritik vom Sicherheitsrat der UN

Scharfe Kritik an Angriffen auf Botschaften in Belgrad
Belgrad/Washington: Die nächtlichen Angriffe auf ausländische Botschaften in Serbien sind vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen scharf verurteilt worden. Aufgebrachte Serben hatten am Abend die Botschaften von Ländern angegriffen, die das Kosovo als unabhängigen Staat anerkannt haben - am schlimmsten traf es die Vertretung der USA. Hier wurde nach einem Brand die Leiche eines Angreifers gefunden. Die Sprecherin von Präsident Bush äußerte sich vor allem enttäuscht darüber, dass die Polizei in Belgrad nicht rechtzeitig eingeschritten ist. In einer ersten Stellungnahme der EU heißt es, die Gewalt in Belgrad sei inakzeptabel.
Quelle:http://www.br-online.de/news/aktuell/
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22.02.08 08:19
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1538 Postings, 7054 Tage J3142selber schuld

sie habens doch gewußt. jetzt kann sich ja jede volksgruppe selbständig erklären.  

22.02.08 10:36

578 Postings, 5754 Tage tommmhttp://www.spiegelfechter.com/wordpress/

Totgeburt eines Staates
21. Februar 2008 von Spiegelfechter - Drucken

Ramush Haradinaj (38) ist das, was man weitläufig als Mafia-Paten bezeichnen würde. Sein Clan befasst sich ? laut eines Berichts des BND ? ?mit dem gesamten Spektrum krimineller, politischer und militärischer Aktivitäten, die die Sicherheitsverhältnisse im gesamten Kosovo erheblich beeinflussen? und ?kontrolliert die kommunalen Regierungsorgane.? Laut der Kfor hat Haradinaj ?die Verteilung humanitärer Hilfsgüter kontrolliert und als Machtinstrument missbraucht?. Seit 1998 organisierte er die militärischen Operationen der UÇK ? ihm werden gute Beziehungen zu US-Offiziellen nachgesagt, mit denen er während des Kosovo-Krieges militärisch und nachrichtendienstlich zusammengearbeitet haben soll. 2005 erhob der Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) Anklage gegen Haradinaj. Er soll vor und während des Kosovo-Krieges schwere Verbrechen an Zivilisten begangen, befohlen oder geduldet haben ? so z.B. Verschleppung von Zivilisten, Entführung, Freiheitsberaubung, Folter, Mord und Vergewaltigung. Haradinaj wurde Premierminister des Kosovo. Er ist der Wunschkandidat der USA für eine Präsidentschaftskandidatur, wenn der Kosovo unabhängig ist.

Agim Çeku (47) ist gebürtiger Kosovare. Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens diente er als General in der kroatischen Armee, wo er von amerikanischen Militärberatern ausgebildet wurde. Aus dieser Zeit werden ihm Massaker und ethnische Säuberungen an der serbischen Bevölkerung in der Kraijna vorgeworfen. Er gilt als Chefplaner der Operation ?Oluja?, bei der mehrere hunderttausend Serben aus der Kraijna vertrieben wurden. 1999 wurde er militärischer Chef der UÇK und ihm wird vorgeworfen, sowohl an Kriegsverbrechen gegen Serben, als auch an Folter und Straftaten der organisierten Kriminalität beteiligt zu sein. Auf Bitten der USA und NATO wurde er von der UN zum Kommandeur der kosovarischen Schutztruppe gemacht und auf Intervention der UNO und ihrer Organisationen wurde nie Anklage gegen ihn erhoben und er wurde in Slowenien und Ungarn von UN-Vertretern aus der U-Haft geholt. Çeku folgte Haradinaj als Premierminister des Kosovo, hat immer noch OK-Verbindungen.

Hashim Thaçi (39) trägt den Spitznamen ?die Schlange?. In den 90er Jahren verdingte er sich als Waffen- und Drogenschmuggler zwischen der Schweiz und dem Kosovo. Er war einer der Gründer der UÇK und später ihr politischer Anführer. Während seiner Zeit als UÇK-Führer baute Thaçi einen ?Sicherheitsdienst? auf, der im gesamten Kosovo als aktives kriminelles Netzwerk operierte. 1999, trat er als Delegationsleiter der kosovo-albanischen Seite bei den serbisch-albanischen Friedensverhandlungen von Rambouillet auf. 2000 wurde laut einer Meldung der jugoslawischen Nachrichtenagentur Tanjug auf Anweisung von US-Aussenministerin Albright das Verfahren gegen ihn in Den Haag eingestellt. Thaçi gilt als Verbindungsglied von organisierter Kriminalität und Politik - er kontrolliert einen bedeutenden Teil der kriminellen Aktivitäten im Kosovo. Hashim Thaci ist amtierender Premierminister des Kosovo.

In den Glückwünschen der deutschen Presse zur Geburt des jüngsten Staates Europas, wird man vergebens nach Hinweisen zum kriminellen Leben der kosovarischen Eliten suchen. Der Kosovo ist das ärmste Land Europas ? die rund 2,7 Mio. Einwohner haben ein durchschnittliches Einkommen von 150 ? pro Monat. Aber dies betrifft nur die offizielle Wirtschaft, die im Kosovo kaum vorhanden ist. Der eigentlich Wirtschaftsfaktor des Kosovo ist Kriminalität ? organisierte Kriminalität, die nicht nur im Kosovo selbst, sondern vor allem in den westeuropäischen Staaten stattfindet. Als Hauptbetätigungsfeld und lukrative Einnahmequelle dienen den BND-Berichten zufolge, Drogenhandel, Menschen- und Frauenhandel, Waffenschmuggel und Geldwäsche.

Der BND schreibt weiter:

Über die Key-Player (wie z. B. Haliti, Thaci, Haradinaj) bestehen engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden OK-Strukturen im Kosovo. Die dahinter stehenden kriminellen Netzwerke fördern dort die politische Instabilität. Sie haben kein Interesse am Aufbau einer funktionierenden staatlichen Ordnung, durch die ihre florierenden Geschäfte beeinträchtigt werden können. Deshalb streben massgebliche Akteure der OK auf dem Balkan entweder in hohe Regierungs- oder Parteiämter und/oder pflegen gute Beziehungen zu diesen Kreisen.

Auf der globalen Korruptionsskala von Transparency International belegt der von NATO und UN mitverwaltete Kosovo den viertletzten Platz - nur Irak, Myanmar und Haiti sind noch korrupter. Setzte sich die Justiz vor dem Kosovo-Krieg beispielsweise zu großen Teilen aus Serben zusammen, so besteht sie heute zu 99% aus albanischen Kosovaren, die (wie bei den Polizei- und Zollbehörden auch) bei der Verfolgung der OK und kosovarischer Kriegsverbrechen schon mal Fünfe gerade sein lassen. Die Verwaltungsbeamten des Kosovo werden derweil von der UN auf Demokratie geschult ? von Lehrern aus Pakistan und Ägypten.

Eine Regierungs- und Verwaltungselite, die entweder der OK angehört, oder ihr nahe steht, ein Staatsapparat, der bis in die Knochen korrupt ist ? das sind nicht eben die Grundvoraussetzungen, um erfolgreich einen neuen Staat ins Leben zu rufen und es bestehen beste Aussichten für die EU, dass nicht einmal Bruchstücke von den anberaumten 500 Mio. ? Soforthilfe beim Volk ankommen. Der Kosovo hat bereits eine bessere Tankstellendichte als Deutschland ? an diesen Tankstellen tankt zwar niemand, sie dienen nur der Geldwäsche, aber wenn die EU schon mal Gelder zur Verfügung stellt, um Geldwäschetankstellen zu bauen, dann schlägt der gewiefte kosovarische Mafiosi natürlich zu.

Warum also sind USA und EU so scharf darauf, den Kosovo von Serbien abzuspalten, so dass sie in bester Choreographie die Geburt eines neuen Staates planten, und dabei nebenbei gegen die Schlussakte der KSZE und die UNO-Charta verstoßen?

Bei ihrer Einflusspolitik nutzt die EU vor allem das Dogma, dass die alten Verwaltungsgrenzen Vorrang haben und ethnische Grenzen keine Rolle spielen. Multiethnische Kunstgebilde habe für die EU daher Vorrang ? dies war schon zu alten Kolonialzeiten so.

Entweder eine Regierung unterwirft sich letztlich den Regeln der europäischen Union, oder sie wird wirtschaftlich und militärisch in jeder Beziehung an den Rand gedrückt - Serbien hat verloren. Es erhebt zwar immer noch Ansprüche auf den Kosovo, der als historische ?Wiege Serbiens? gilt, weiß aber selbst, dass es diese Ansprüche nicht mehr geltend machen kann. Hier gilt die normative Kraft des Faktischen und seit die NATO mit ihrem unter Lügen herbeigeführten Krieg dazu beigetragen hat, dass rund 250.000 Serben aus dem Kosovo nach Serbien umgesiedelt wurden, ist der Kosovo (bis auf die nördlichen Gebiete) eine der ?ethnisch saubersten? Regionen Ex-Jugoslawiens - die Weichen standen schon lange auf ?Unabhängigkeit?.

Serbien wurde vom Westen nie eine Chance gegeben. Boris Tadić, der prowestliche Präsident Serbiens, hat den Westen angefleht, Serbien und ihm diese hochemotionale Ehrverletzung zu ersparen. Man stelle sich vor, Russland würde über Jahre hinweg die ETA finanzieren und ausrüsten und dann Spanien bombardieren, sich im Baskenland festsetzen und schließlich einseitig die Unabhängigkeit des Baskenlandes verkünden lassen ? Spanien hätte zu recht einen Casus Belli, Serbien ist für den Westen allerdings ein Schurkenstaat und für den gelten andere Regeln.

Es gibt keine Notwendigkeit für die EU, Völkerrecht zu brechen und Serbien vor den Kopf zu stoßen. Unter dem Schutz der EU als halbselbständige Provinz Serbiens kann die Bevölkerung des Kosovo ohne Probleme ruhig weiterleben.

Europa hat sich ohne Not auf Dauer einen Todfeind innerhalb seiner Grenzen geschaffen. Tadić hat getan, was er konnte. Er hat dem Kosovo einen weiträumigen Autonomiestatus zugestanden, hat die Öffnung der serbischen Märkte für die EU angeboten und wollte Serbien näher an den Westen anbinden. Der Westen wollte nicht zuhören und spuckte Tadić ins Gesicht ? für lange lange Zeit wird es in Serbien keine prowestliche Politik mehr geben. Dafür hat die EU ja mit den Mafiaclans im Kosovo neue Freunde gefunden.

Unabhängig ist der Kosovo aber noch lange nicht - als unabhängigen Staat kann man ihn erst dann bezeichnen, wenn Serbien die Loslösung anerkannt hat ? und dies wird nie geschehen. Eine faktische Unabhängigkeit wäre auch möglich, wenn die Autoritäten des Kosovo die Macht haben, die Unabhängigkeit gegen Serbien durchzusetzen. Die Autoritäten des Kosovo können ohne die EU und die UN aber gar nichts durchsetzen. Der Kosovo ist faktisch ein Protektorat der EU, weit davon entfernt, irgendwann einmal selbstständig zu sein.

Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo kann allerdings Signalwirkung für die ganze Welt haben. Noch nie gab es ein internationales Recht, nach dem Minderheiten in multiethnische Staaten ein Anrecht auf Unabhängigkeit hätten ? im Gegenteil, die UN-Charta widerlegt diese Rechtsaufassung, womit die Unabhängigkeitserklärung völkerrechtswidrig ist.

Dies alles verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass die treibenden Kräfte hinter den Kulissen keine Probleme mit ethnischen Minderheiten haben. Sowohl die USA, als auch Deutschland kennen diese Probleme gar nicht und Frankreich und Großbritannien habe sie nur in kleinerem Maßstab. Ganz anders sieht es bei den Gegenspielern dieser Staaten aus ? Russland ist ein Multiethnienstaat par excellence, der schon blutige Kriege führen musste, um die Einheit zu bewahren und in China ist es vor allem der totalitäre Staatsapparat, der bis jetzt die ethnischen Konflikte gedeckelt hat. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich dies ändert. Auch der Mittlere Osten, feuchter Traum westlicher Weltherrschaftsphantasien, ist ein multiethnisches Gebilde, das nur darauf wartet von dollarstrotzenden Freischärlern zerschlagen zu werden.

Wenn der Wille der Kosovaren zur Unabhängigkeit als Maßstab gilt, warum gilt er dann nicht für Kurden? Warum wird Kosovaren erlaubt, was Palästinensern, Nordiren oder türkischen Zyprern verwehrt bleibt? Und mit welcher Begründung kann die Europäische Union der Abspaltung Abchasiens von Georgien widersprechen?
Kommentar in der Leipziger Volkszeitung

Dank des europäisch-/amerikanischen Schmierentheaters rund um das Kosovo, wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der die Welt wesentlich unsicherer gemacht hat. Serbien wird als nächstes am Dayton-Vertrag rütteln und mit der gleichen Argumentation eine Heimkehr der autonomen serbisch bevölkerten Republika Srpska ins Reich fordern. Russland hat bereits der ersten Schritt gemacht und lässt die Südosseten um ihre Anerkennung als unabhängiges Gebiet von Georgien kämpfen. Abchasien, Transnistrien und Kurdistan werden folgen. Auch im benachbarten Flandern wird man den Ruf gehört haben. Die Welt ist wieder ein Stück unsicherer geworden ? Danke Deutschland, Danke USA, Danke Frankreich.

Jens Berger
 

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