Schwere Gefechte in Somalia

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neuester Beitrag: 08.04.07 14:22
eröffnet am: 24.12.06 21:13 von: J.B. Anzahl Beiträge: 68
neuester Beitrag: 08.04.07 14:22 von: Kicky Leser gesamt: 2315
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24.12.06 21:13
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13197 Postings, 5279 Tage J.B.Schwere Gefechte in Somalia

Schwere Gefechte in Somalia

Äthiopien hat am Sonntag erstmals mit Luftangriffen in die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und islamistischen Milizen in Somalia eingegriffen, wie Augenzeugen berichteten.



HB MOGADISCHU. Kampfflugzeuge beschossen demnach die somalische Stadt Belet Weyne, eine Hochburg der Islamisten, sowie mehrere umliegende Dörfer. Im Umkreis von Baidoa, dem Sitz der weitgehend machtlosen Übergangsregierung, lieferten sich somalische Regierungseinheiten und Kämpfer der Milizen am Sonntagmorgen heftige Kämpfe. Die Angriffe der äthiopischen Luftwaffe richteten sich gegen Belet Weyne und Dörfer in bis zu 20 Kilometern Entfernung, wie ein Sprecher des Rats der Islamischen Gerichte erklärte. Ein Augenzeuge in der Stadt berichtete, es seien eine strategisch wichtige Straße sowie ein Anwerbezentrum der Islamisten getroffen worden. Diese hatten zuvor geschworen, alle äthiopischen Soldaten aus dem Land am Horn von Afrika vertreiben zu wollen.

Äthiopien unterstützt die Übergangsregierung in Baidoa, hat aber eine direkte Beteiligung an den Kämpfen im Nachbarland stets bestritten. Bestätigt wurde lediglich die Entsendung von militärischen Beratern und Ausbildern. Beide Länder haben in den vergangenen 45 Jahren zwei Kriege gegeneinander geführt. In Baidoa kam es zu schweren Gefechten zwischen somalischen Regierungstruppen und islamistischen Kämpfern. Soldaten schossen mit schweren Waffen auf Stellungen der Miliz südlich der Stadt. Auch zwei weitere Ortschaften waren von den Gefechten betroffen, darunter die Islamisten-Hochburg Bandiradley.

Die Islamisten riefen muslimische Kämpfer aus dem Ausland am Samstag zur Teilnahme an ihrem "Heiligen Krieg" auf. "Muslime sind Brüder und helfen einander", erklärte Sheik Yusuf Indahaadde, der Sicherheitschef des Rats der Islamischen Gerichte. Somalia versank nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Mohammed Siad Barre 1991 in Anarchie. Die mit Hilfe der Vereinten Nationen installierte Übergangsregierung kontrolliert lediglich noch die Stadt Baidoa und wird vom Bündnis islamischer Milizen zunehmend unter Druck gesetzt. Dieses hat in den vergangenen Monaten die Kontrolle über weite Teile Südsomalias übernommen.

Quelle: Handelsblatt.com

 
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42 Postings ausgeblendet.

12.01.07 12:58
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64714 Postings, 7700 Tage KickyAugenzeugenberichte in der New York Times

Abdul Rashid Hidig,ein Mitglied der provisorischen regierung aus dem Süden Somalias,berichtete gegenüber Times,ein langer Konvoy von Islamistenführern ,die tiefer in den Busch fliehen wollten sei getroffen wurden."Ihre Lastwagen blieben im Schlamm stecken und sie waren leichte Ziele",er wusste nicht ,ob die gesuchten Alquaidaleute darunter waren
Mr.Hidig war unterwegs im Gebiet mit Militärbematen und traf mehrere ausländische Gefangene aus Europa und dem Mittleren Osten."Ich sah zwei Weisse und fragte woher sie kämen,einer sagte Jordanien,der andere Schweden,verrückt"
Der islamische Gesundheitsdirector sagte,Dutzende von Nomaden-Hirten und ihre Familien weideten ihre Herden in dem selben Tal,durch das die Islamisten fahren wollten."Ihre Esel,ihre Kamele,ihre Kühe und viele Kinder alle wurden getötet
.Er sprach per Telefon aus unbekannter Gegend.
Mustef Yunis Culusow,ein früherer Islamistenführer,der die Bewegung vor Tagen verliess,sagte die einst mächtigen Islamistenführer seien jetzt eingekreist in einem kleinen Dorf mit äthiopischen Soldaten vor ihnen,dem indischen Ocean hinter ihnen und den amerikanischen Flugzeugen über ihnen.Mr Culusow sprach über Telephon aus Kismayo,einem grösseren Ort nördlich von Ras Kamboni."Sie haen den jüngeren Kämpfern gesagt,sie sollten jetzt gehen und wer bliebe müsse mit dem Tod rechnen" New York Times v. 10.1.2007
http://www.nytimes.com/2007/01/10/world/africa/10somalia.html?
Airstrike Rekindles Somalis? Anger at the U.S.  

14.01.07 13:04

64714 Postings, 7700 Tage Kickywird Somalia ein zweites Afghanistan?

Das Regime in Addis Abeba will seine Vormachtstellung in der Region sichern und einen aggressiven islamistischen Nachbarstaat verhindern; der fundamentalistische Funke soll nicht überspringen, denn in Äthiopien leben Christen (50 Prozent) und Muslime (40 Prozent) bislang recht friedlich nebeneinander her. Die Gotteskrieger der UIC wollen das alte Großsomalia wiederherstellen; dazu gehört die Rückeroberung der überwiegend von Somali besiedelten Halbwüste des Ogaden.»Ob Meles in Somalia gelingt, was seine Mentoren (den Amerikanern, d.Red.) im Irak nicht geschafft haben?« fragt die panarabische Zeitung Al-Quds Al-Arabi mit spöttischem Unterton.                 Schwarzseher prophezeien in Somalia ein »zweites Afghanistan«. Denn die Dschihadisten der UIC wurden zwar geschlagen, aber keineswegs besiegt. Sie genießen trotz ihrer fundamentalistischen Härte große Sympathien im Volk. Viele Somali sehen die Bärtigen als Befreier: Sie haben die Warlords vertrieben, die ihr seit 1991 regierungsloses Land terrorisieren, und sie haben durch die gnadenlose Anwendung der Scharia, des islamischen Rechts, nach anderthalb Jahrzehnten Chaos und Rechtlosigkeit wieder eine halbwegs stabile Ordnung hergestellt.
Die UIC-Führer kündigten noch vor dem taktischen Rückzug ihrer Milizen einen Guerilla-Krieg an; sie geloben, die äthiopischen Invasoren zu verjagen und die verhasste »Marionettenregierung« zu stürzen. Der Widerstand der Gotteskrieger könnte jenseits der ewigen Clanzwiste und Glaubensfragen den patriotischen Geist vieler Somali entfachen, und selbst Landsleute, die sie heute noch ablehnen, könnten ihnen schon morgen folgen. So war es 1993, als eine Friedensmission der Vereinten Nationen unter dem Kommando der Amerikaner jämmerlich scheiterte. Der UN-Sicherheitsrat, der der gegenwärtigen Interventionsmode folgend eine Blauhelmtruppe von 8000 Mann vorschlägt, sollte sich dieses Kapitel noch einmal genauer durchlesen. Es lehrt, dass keine Außenmacht die Selbstzerfleischung Somalias beenden kann.
Genau vor diesem Dilemma steht die Besatzungsmacht aus Äthiopien. Der Blitzkrieg ist gewonnen, die Bedrohung bleibt. Die Interimsregierung würde nach dem Rückzug der Allierten vermutlich schnell zusammenbrechen. Es sei denn, es gelänge ihr, alle Konfliktparteien am Verhandlungstisch zu versammeln. Denn eine wirkliche Lösung für Somalia können nur die Somali selber finden. ZEIT online  4.1.2007  

14.01.07 13:08

25551 Postings, 7133 Tage Depothalbierertja, hirten und vieh sind astreine terror-unters-

stützer, die müssen weg.

schließlich braucne terroristen auch was zu fressen.  

14.01.07 13:08

64714 Postings, 7700 Tage Kickydie Geschichte Somalias

http://php.diezuender.de/gallery/gallery.php?gid=164&nr=0
Somalia ist ein "gescheiterter Staat". Seit fünfzehn Jahren ist hier niemand in der Lage, zu regieren. Nun bricht erneut ein Guerillakrieg aus. Wie kam dieses Land in seine Lage? Und wie kommt es wieder heraus? Eine Bildergeschichte von Jochen Stahnke
mit Fotos seit 1960  

14.01.07 13:33

64714 Postings, 7700 Tage Kickydrei Monate Kriegsecht verhängt

das legitimiert auch die Anwesenheit der äethiopischen Truppen . Das Parlament, dass in der Stadt Baidoa 250 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt tagte, habe in einer Abstimmung Übergangspräsident Abdullahi Yusuf Ahmed das Recht gegeben, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit im Land durchzusetzen",
http://www.zeit.de/news/artikel/2007/01/13/88133.xml  

15.01.07 10:26
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8584 Postings, 7168 Tage RheumaxMit Raketen gegen Mücken

Mogadischu: "Es riecht nach Vergeltung"

Zunehmende Angriffe auf Somalias Regierung und Äthiopiens Armee in Reaktion auf US-Luftangriffe im Süden des Landes. Regierung ruft Kriegsrecht aus. Die Hauptstädter sehnen sich nach dem Frieden zurück, den die Islamisten gebracht hatten

AUS MOGADISCHU
ILONA EVELEENS

Somalias Übergangsparlament hat für drei Monate einen Belagerungszustand im Land bestätigt. Premierminister Ali Mohammed Gedi hatte darum gebeten, nachdem die Gewalt in der Hauptstadt Mogadischu immer mehr zunahm. Immer öfter kommt es zu Anschlägen auf Regierungssoldaten, Polizeiposten und äthiopischen Truppen in Reaktion auf die US-amerikanischen Bombardierungen im Süden des Landes letzte Woche, die sich gegen al-Qaida richteten, aber vor allem Zivilisten töteten.

"Es riecht nach Vergeltung", meint Hiddiq Ahmed, ein Lehrer in Mogadischu. "Es ist bemerkenswert, dass die ersten Anschlage auf Regierungsziele am Tag nach den ersten amerikanischen Bombenangriffen im Süden kamen." Er steht mit anderen gegen eine Mauer gedrückt. Ab und zu schauen sie um die Ecke in der Richtung der Straße, wo gerade geschossen wird. "Die amerikanischen Angriffe verschlechtern die Lage im Land nur noch mehr. Es ist, als ob sie mit Raketen Mücken töten wollen", meint Friedensaktivist Abdullahi Shirwa.

Seit die Islamisten Ende Dezember die Kontrolle über Mogadischu verloren, ist dort ein Machtvakuum entstanden. Die äthiopischen Streitkräfte halten sich im Hintergrund. Die Armee der somalischen Regierung ist allerdings schlecht trainiert, und Streitigkeiten zwischen Somalias Clans kommen wieder an die Oberfläche. Als Präsident Abdullahi Yusuf und Premierminister Gedi mit fünf der wichtigsten Kriegsherren im Präsidentenpalast Besprechungen führten, kam es draußen zu Kämpfen zwischen der Miliz von einem der Kriegsherren und der Regierungsarmee.

So sehnen sich viele Bewohner Mogadischus nach den Islamisten der Union Islamischer Gerichte (UIC) zurück, die erst im Juni letzten Jahres die Kriegsherren aus der Stadt vertrieben hatten. "Ich war öfters wütend mit den Gerichtshöfen", erzählt Lehrer Hiddiq Ahmed. "Sie verboten meiner Frau, mit mir und den Kindern zum Strand zu gehen. Sie sollte zu Hause bleiben, nur weil sie eine Frau war. Aber als die Gerichtshöfe hier die Kontrolle ausübten, war es friedlich. Ich konnte bis spät in die Nacht über die Straße gehen."

Friedensaktivist Abdullahi Shirwa stimmt zu: "Ich kann sagen, dass 90 Prozent der Somalier zufrieden waren mit der Kontrolle der UIC. Die Bevölkerung ist der UIC dankbar gewesen für die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung und das Verjagen der Kriegsherren, die verantwortlich waren für die Anarchie. Und die Union hätte noch immer die Macht, wenn extreme Elemente innerhalb der Gruppe nicht auf so eine diktatorische Art und Weise eine strenge Version des islamischen Rechts durchgesetzt hätten." Er deutet auf die Gerüche aus der Küche: "Es ist gegen Abend, aber jetzt erst kochen wir das Mittagessen. Wie konnten die ganze Nacht und heute bis vor einer Stunde nicht nach draußen, wegen der Kämpfe in unserem Viertel."

Nach Shirwas Angaben waren die radikalen Elemente in der UIC vor allem junge Somalis, die in arabischen Ländern wie Saudi-Arabien studiert hatten. Sie übernahmen die Macht innerhalb der Union von den gemäßigten Führern. "Die junge Menschen, versammelt in der Shabaab-Gruppe, waren so arrogant zu glauben, dass sie mit kleinen Waffen einen konventionellen Krieg gegen Äthiopien gewinnen können, das die beste Armee der Region hat. Die UIC hat aber etwas Besonderes erreicht in der somalischen Geschichte. Es gelang ihr, die Somalis in ihrem Wunsch nach Frieden zu vereinen, wodurch die Clanunterschiede zeitweilig vergessen wurden."

taz

 

19.01.07 15:01
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64714 Postings, 7700 Tage KickyÄthiopier ziehen sich zurück aus Somalia

Ethiopian forces are to start leaving Somalia "in the next few days", Prime Minister Meles Zenawi has told the BBC.Ethiopia helped Somalia's interim government oust Islamists from the capital but has always said it does not want to stay long.
Mr Meles said the first phase of the withdrawal could start now that several key warlords had disarmed.

The African Union (AU) is meeting to discuss sending a peacekeeping force to Somalia to replace the Ethiopians.
Mr Meles would not guarantee his troops would remain in Somalia until AU peacekeepers had been deployed but said he thought there would be an overlap. BBC heute  

26.01.07 09:34

8584 Postings, 7168 Tage RheumaxLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 26.01.07 10:52
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß wg. Copyright

 

 

26.01.07 09:53

8584 Postings, 7168 Tage RheumaxVerschenke

26.01.07 11:46

8584 Postings, 7168 Tage RheumaxNix mehr

zu verschenken. Alles geklaut. Oder eben beschlagnahmt. Wegen dem "copyright", was immer das bedeuten soll..

Also fassen wir ma widda in ganz ureigenen Worten zusammenzusammen:

Da gibt es ein gaaaanz friedliebendes Völkchen auf dieser Erde, welches diesen Frieden gerne auch exportiert. Deswegen sind die zur Zeit so nebenbei auch wieder in Somalia ein bischen am bombardieren. Wegen dem Frieden.

Und weil sie eben jetzt schon mal dort sind und es anscheinend ganz praktisch ist, überall das Sagen zu haben und abräumen zu können, wollen sie nun auch dort bleiben.

http://www.taz.de/pt/2007/01/26/a0085.1/text

Und wenn sie nicht gestorben werden, ...

 

 

26.01.07 12:08

8584 Postings, 7168 Tage RheumaxFür ah und oh

Geliebte Zensoren,

geht das so für Euch jetzt in Ordnung?
Ist das mit dem Gewissen noch einigermaßen zu vereinbaren?
Oder zumindest auszuhalten?
Ja?

Danke!  

26.01.07 12:24
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8584 Postings, 7168 Tage RheumaxDiesmal für:

29.01.07 17:43
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8584 Postings, 7168 Tage RheumaxRadio Vatikan meldet:

Somalia: Gefechte in Mogadischu






In der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Aufständischen gekommen. Äthiopische Soldaten und somalische Polizisten eröffneten das Feuer auf die Demonstranten, dabei wurden mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt, es habe auch Explosionen gegeben, hieß es. In den vergangenen Tagen hatten Aufständische wiederholt äthiopische Truppen angegriffen, sie fordern den sofortigen Abzug der Soldaten. Bei dem Treffen der Afrikanischen Union, das heute in Addis Abeba beginnt, steht auch die kritische Lage in Somalia im Mittelpunkt der Gespräche. Die geplante afrikanische Friedensmission stehe allerdings auf wackeligen Beinen, so der Präsident der AU, Alpha Oumar Konaré - bis jetzt wolle nur Uganda Truppen schicken.
Unterdessen hat sich einer der führenden somalischen Islamisten, Sheikh Sharif Ahmed, den Behörden in Kenia gestellt. Ahmed, der bisherige Vorsitzende der Union der Islamischen Gerichte, gilt als gemäßigter Islamist. Die USA hatten zuvor an die somalische Übergangsregierung appelliert, mit den moderaten Islamisten Gespräche aufzunehmen, um die Regierung auf eine breitere Basis zu stellen.
Währenddessen hat in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) begonnen. Bei der Konferenz geht es vor allem um die Situation in Darfur und die Bemühungen um eine afrikanische Friedensmission in Somalia.

 

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Amen

 

26.02.07 09:10

8584 Postings, 7168 Tage RheumaxWer steckt dahinter?

An vorderster Front

Somalia: Tausende flüchten nach schweren Kämpfen aus Mogadischu. Rolle der USA bei der äthiopischen Invasion größer als bisher zugegeben

Von Knut Mellenthin

Die äthiopische Regierung hat am Wochenende einen Bericht der US-Tageszeitung New York Times über geheime militärische Aktivitäten der USA in ihrem Land als »frei erfunden« dementiert. Zuvor hatten in der Nacht zum Sonnabend in der somalischen Hauptstadt Mogadischu die bisher schwersten Gefechte seit dem Einmarsch äthiopischer Truppen in das Nachbarland vor zwei Monaten stattgefunden. Nachdem Unbekannte äthiopische Stellungen mit Raketen, Mörsern und Handfeuerwaffen beschossen hatten, eröffneten die Besatzungssoldaten mit Panzern und Artillerie das Feuer auf Wohngegenden, in denen sie die Angreifer vermuteten. Mindestens zehn Tote und über 50 Verletzte wurden in den Krankenhäusern registriert. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind aufgrund des jüngsten Zwischenfalls mehrere tausend Menschen aus ihren Wohnungen in andere Stadt- oder Landesteile geflüchtet. Das IKRK hat alle Beteiligten aufgefordert, die Zivilbevölkerung zu schonen und zu schützen. Seit Jahresanfang seien mindestens 430 verletzte Zivilisten in zwei der drei Krankenhäuser der Hauptstadt behandelt worden. Über die Zahl der Toten gebe es keine verläßlichen Angaben. Sie werde auf mehrere Dutzend geschätzt, so das Rote Kreuz.

Die Sicherheitslage in Mogadischu hat sich seit der Einnahme der Stadt durch äthiopische Truppen am 28. Dezember dramatisch verschlechtert. Auf vielen Straßen haben bewaffnete Banden Sperren errichtet, an denen sie von der Bevölkerung, von Händlern und Transportfahrern Wegzoll kassieren. Frauen trauen sich wegen der Gefahr von Vergewaltigungen nachts nicht mehr auf die Straße.

Wie die New York Times am Donnerstag berichtete, war die Rolle der USA bei der äthiopischen Invasion ins Nachbarland erheblich größer als offiziell zugegeben. Schon bisher deuteten eine Reihe von Anzeichen darauf hin, daß die US-Regierung den Äthiopiern grünes Licht für ihren Überfall gegeben hatte, um die fundamentalistische UIC (Union der Islamischen Gerichte) zu zerschlagen, die seit Juni vorigen Jahres Mogadischu kontrollierte. Der New York Times zufolge wurde die Aggression auch mit militärischen Informationen über die Gegebenheiten am Boden unterstützt, die durch amerikanische Spionagesatelliten gewonnen worden waren. US-Offiziere haben dem Blatt zufolge seit mehreren Jahren äthiopische Truppen ausgebildet, darunter auch Spezialeinheiten, die beim Überfall auf Somalia eine zentrale Rolle spielten.

Nach Angaben der New Yorker Zeitung unterhalten die US-Streitkräfte in Äthiopien und Kenia zudem geheime Stützpunkte, in denen Angehörige von amerikanischen Spezialeinheiten wie der sogenannten Task Force 88 stationiert sind. Von hier aus seien auch die Luftangriffe am 7. und 23. Januar auf südsomalisches Gebiet geflogen worden, die angeblich Al-Qaida-Kämpfer treffen sollten, sich tatsächlich aber offenbar gegen die UIC richteten. Nach Berichten von Augenzeugen wurden bei den Angriffen mehr als 100 Zivilisten getötet, darunter Nomaden, die an einer Wasserstelle übernachtet hatten. Bisher war angenommen worden, daß die Kampfflugzeuge vom US-Stützpunkt in Dschibuti aus gestartet waren.(jw)

 

01.03.07 20:45
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64714 Postings, 7700 Tage Kickyweltweiten Krieg gegen den Terror in Somalia

http://www.taz.de/pt/2007/02/09.1/mondeTextI.artikel,a0001.idx,1
Le Monde diplomatique hat das Thema aufgegriffen:....Die jüngsten Luftangriffe und die Entsendung von Kriegsschiffen an das Horn von Afrika jedenfalls zeigen, dass die Region für die Vereinigten Staaten inzwischen zu den Schauplätzen des Kriegs gegen al-Qaida gehört.Im Juni 2006 hatte der "Rat der Somalischen Islamischen Gerichte" (SICC) Mogadischu erobert und die Warlords vertrieben. Deren Machtmissbrauch war den Händlern in Mogadischu schon seit langem ein Dorn im Auge gewesen - Grund genug, den Vorstoß der islamischen Milizen zu finanzieren. Nach knapp fünfzehn Jahren Chaos gelang es den Islamisten, eine gewisse Ordnung im Land wiederherzustellen.
Die USA, die mit ihrer merkwürdig verengten Vorstellung von Terrorbekämpfung auf die Warlords gesetzt hatten, wollten die neue Ordnung nicht anerkennen, zumal sie die Islamischen Gerichte verdächtigten, iranische Hilfe anzunehmen. Also drängte das Pentagon das christliche Äthiopien, das seit 2002 US-Militärhilfe erhält, in Somalia einzumarschieren. US-amerikanische Luftaufklärung und Satellitenüberwachung versorgten die äthiopische Bodenoffensive mit den nötigen Informationen.

Der Feldzug dauerte daher nicht lang. Nach acht Tagen waren sämtliche von den Islamischen Gerichten kontrollierte Regionen besetzt, Mogadischu fiel am 28. Dezember 2006. Derzeit sind in Somalia rund 20 000 äthiopische Soldaten stationiert. Anfang Januar trat in Nairobi (Kenia) die internationale Somalia-Kontaktgruppe zusammen, die sich auf Betreiben der USA erstmals im Juni vorigen Jahres getroffen hatte. In ihrer Abschlusserklärung plädierte sie für die Entsendung einer Friedenstruppe auf der Grundlage der UN-Resolution 1725 und rief die internationale Staatengemeinschaft auf, die dafür benötigten Gelder zur Verfügung zu stellen.

Derzeit hat außer Äthiopien nur Uganda zugesagt, Truppen zu entsenden. Washington kündigte an, den somalischen Übergangspräsidenten Abdullahi Jussuf mit 16 Millionen Dollar zu unterstützen. Des Weiteren sei humanitäre Hilfe und ein zweiter Finanzrahmen von 24 Millionen Dollar geplant, wovon 14 Millionen für die Friedenstruppe bestimmt seien. ...Unterdessen rief die Nummer zwei von al-Qaida, Aiman al-Sawahiri, laut einer AFP-Meldung vom 6. Januar die islamistischen Kämpfer zum Widerstand auf: "Ich fordere alle Muslime auf, dem Ruf des Dschihad in Somalia zu folgen. [?] Der richtige Krieg wird mit Angriffen auf die äthiopischen Aggressionstruppen beginnen. [?] Ich rate euch zu Aktionen aus dem Hinterhalt, Minenlegen und Selbstmordanschlägen." Die somalischen Islamisten sollten sich ein Beispiel nehmen an den Guerillakämpfern in Afghanistan und im Irak.

Der Sprecher der Islamischen Gerichte, Ali Modei, erklärte indes, seine Bewegung sei "nicht besiegt" - so zitiert ihn die International Herald Tribune vom 4. Januar. Seine Männer hätten sich südlich des Juba-Flusses gesammelt, der die Grenze zu Kenia bildet. Dort machen nun äthiopische Soldaten und US-Spezialkräfte mit Unterstützung von Kampfflugzeugen des Typs AC-130 aus Dschibuti Jagd auf Islamisten. ...Le Monde diplomatique Nr. 8197 vom 9.2.2007, 115 Zeilen, Ignacio Ramonet  

01.03.07 21:14
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12175 Postings, 7147 Tage Karlchen_IIIst doch okay - oder?

wo ist das Problem, wenn man den islamistischen Massenmördern mal die Stirn bietet?

Gleichzeitig kann man auch im Inland sparen, wenn man den Unterstützern terroristischer Vereinigungen die Pensionszahlungen entzieht.  

02.03.07 01:27

64714 Postings, 7700 Tage Kickyfindest Du das geistreich?? o. T.

02.03.07 09:05
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64714 Postings, 7700 Tage Kickyderartige sublime Drohungen

die Du ja immer wieder hier geäussert hast ,können mir nur ein mitleidiges Grinsen entlocken.Meine kritische politische Haltung habe ich schon bewiesen ,als ich 1983 in der Behörde Unterschriften (und Geld) gegen die Aufstellung der amerikanischen Pershingraketen sammelte für eine Anzeige in der Zeitung.Es passierte nichts.Und Du glaubst doch nicht wirklich,dass die Verteidigung Christians Klars wegen seiner antikapitalistischen Äusserungen irgendwelche Folgen auf die Höhe meiner Pensionszahlungen haben wird?oder meine kritische Haltung zu dem weltweiten Kampf der Amerikaner gegen Terrorstaaten?
vielmehr empfehle ich dir mal die Lektüre von Selvini-Palazzolo,denn Deine ständigen abwertenden Bemerkungen mir gegenüber verbunden mit Drohungen deuten doch auf  bestimmte Probleme,die Du im Umgang mit Deinen Mitmenschen hast ....  

02.03.07 15:09

64714 Postings, 7700 Tage KickyVerwirrung am Horn von Afrika

http://www.espace.ch/artikel_325575.html
Die Mission der Friedenssoldaten begann so verwirrend, wie sich die Lage in Somalia derzeit überhaupt darstellt. Aus der somalischen Provinzhauptstadt Baidoa wurde gestern Morgen überraschend die Ankunft von 30 ugandischen Soldaten gemeldet ? Ugandas Regierung dementierte umgehend. Die ersten Soldaten würden in der kommenden Woche nach Somalia verlegt, heisst es in Kampala. Auch ein Vertrauter des somalischen Übergangspräsidenten Abdullahi Yusuf sagte auf Anfrage, dass die Ankunft der Ugander erst in den nächsten Tagen erfolgen werde.

Uganda hatte sich Anfang Jahr bereit erklärt, 1500 Soldaten nach Somalia zu entsenden. Zudem wollen Burundi 1700 und Nigeria 850 Uniformierte zur Verfügung stellen. Auch Malawi und Ghana haben ihre Beteiligung an der African Union Mission to Somalia (Amisom) angekündigt, die Grösse ihrer Kontingente aber noch nicht bekannt gegeben. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die von Militärexperten als notwendig erachtete Zahl von 8000 Soldaten tatsächlich zusammenkommt ? unter anderen hat die südafrikanische Regierung eine Beteiligung an der höchst schwierigen Mission abgelehnt.  

02.03.07 19:27

64714 Postings, 7700 Tage KickyZustände sind das !

http://www.guardian.co.uk/worldlatest/story/0,,-6451386,00.html
Pensionierte Offiziere wurden rekrutiert ,die helfen sollen eine Polizei zusammenzustellen,aber es gibt keine Transportmittel und keinerlei Kommunikationsausstattung und sie haben gerde erst 3000 Uniformen erhalten ,sagte der UN-Hilfsbeauftragte Laroche heute.Die Interimsregierung dagegen hockt immer noch in der Stadt Baidoa ,obwohl sie die Kontrolle wiedergewonnen haben über die Hauptstadt.Aber nach Jahrzehnten von Bürgerkrieg sind die 77 Regierungsgebäude in Mogadischu voller Narben und zerfallen,so dass die Beamten keinen Platz zum Arbeiten haben


 

06.04.07 13:01
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64714 Postings, 7700 Tage Kickyca 400 Tote in Mogadischu 100000 Flüchtlinge

Mogadischu/Nairobi. DPA/baz. Nach den heftigsten Kämpfen seit Jahren in Mogadischu spitzt sich die Flüchtlingskrise in Somalia weiter zu. Im Grenzgebiet zu Kenia seien etwa 3000 Flüchtlinge gestrandet, da die Grenze weiterhin geschlossen sei, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag mit. In der Region Shabelle und in der Hafenstadt Kismayo im Süden des Landes seien die Flüchtlinge aus der Hauptstadt nur unwillig aufgenommen worden. Vermieter hätten die Mietpreise drastisch erhöht, einige Flüchtlinge hätten sogar für Schattenplätze unter Bäumen zahlen müssen.
Die Versorgung der Flüchtlinge ist schwierig. In manchen Gegenden müssen sie nach Informationen des UNHCR bis zu zwölf Stunden anstehen, um Wasserkanister zu füllen. Der Preis für einen 20-Liter- Kanister sei von fünf Cent auf einen Euro gestiegen. Hilfsorganisationen befürchten den Ausbruch von Cholera, die durch verunreinigtes Wasser übertragen wird. Seit Anfang Februar sind etwa 100 000 Einwohner aus Mogadischu geflohen.Zudem hält der Exodus aus Somalia über den Golf von Aden nach Jemen an. Am Wochenende trafen erneut Boote mit etwa 300 Flüchtlingen aus Somalia und Äthiopien in Jemen ein, sechs von ihnen überlebten die gefährliche Überfahrt nicht. Die Schlepper zwingen die Flüchtlinge oft weit vor der Küste, ins Meer zu springen, weil sie die jemenitische Küstenwache fürchten. Seit Anfang des Jahres sind mindestens 5000 Flüchtlinge in Jemen eingetroffen. Mindestens 170 kamen ums Leben, zahlreiche gelten als vermisst.
http://www.baz.ch/news/...bjectID=B7D4D1F5-1422-0CEF-705F42FA8E5ECAD3
In Mogadischu kämpfen Aufständische und Überreste islamischer Milizen gegen Regierungstruppen, die von der äthiopischen Armee unterstützt werden. Bei den Kämpfen sind seit dem vergangenen Donnerstag nach Schätzungen von Hilfsorganisationen mehrere Hundert Menschen ums Leben gekommen.

Das Internationale Rote Kreuz nannte die Kämpfe der letzten Tage die schlimmsten Gefechte seit dem Sturz von Diktator Siad Barre vor 16 Jahren. Einwohner berichteten von Granatenhagel auf Wohnviertel. Die Straßen rund um das Fußballstadion, um das besonders heftig gekämpft worden war, seien von Leichen übersät.

Mehrere Quellen berichteten, Äthiopien als Schutzmacht der somalischen Übergangsregierung führe Truppenverstärkungen heran. Im Radiosenders Shabelle war von einem Bataillon - also 1 400 Mann - samt schwerer Artillerie und Panzern die Rede. In gewöhnlich gut informierten Kreisen in Nairobi ging man sogar von einem ganzen Regiment aus, das wären mehr als 10 000 Soldaten. Offenbar hat die Ankündigung des äthiopischen Ministerpräsidenten Meles Zenawi, seine Regierung wolle ihre Truppen möglichst schnell aus Somalia abziehen, die Aufständischen beflügelt. ... Die AU hat bislang erst rund 1 500 der geplanten 8 000 Mann für die Friedenstruppe entsandt. Sie sitzen hilflos zwischen den Fronten. Ihre Mission wird von zynischen Beobachtern mittlerweile verspottet als "Operation Bodybag" - Operation Leichensack -, weil die ugandischen Soldaten den kampferprobten Somalis wenig entgegenzusetzen haben.
Die Hawiye-Milizen hatten zunächst die Union Islamischer Gerichte unterstützt, die im vergangenen Jahr weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle brachten. Nach dem Sturz der Islamisten durch die äthiopische Intervention Ende Dezember nahmen sie den Kampf gegen die fremden Truppen auf.
Sollte der Krieg nicht auf dem Verhandlungsweg beendet werden, droht dem schwer kriegsbeschädigten Mogadischu unter dem Beschuss der äthiopischen Artillerie die völlige Zerstörung.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/642438.html  

06.04.07 13:18
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64714 Postings, 7700 Tage KickyUS-Agenten befragen Al-Quaida Verdächtige in

aethiopischen geheimen Gefängnissen., berichtete BBC.Sie waren gefangen genommen worden nachdem die Union of Islamic Courts (UIC),die vorübergehend die Macht in Mogadischu hatte und für deutlich bessere Verhältnisse gesorgt hatten,durch die aethiopischen Truppen verjagt worden waren.(Dass die USA hier fleissig mitgewirkt haben an dem Einmarsch der äthiopischen Truppen ist kein Geheimnis und sie sind auch nicht unschuldig, wenn jetzt wieder neue aethiopische Trupppen in Mogadischu einmarschieren s.o.) http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/6528917.stm
Human Rights Watch's Peter Takirambudde sagt ,man befürchtet dass viele von ihnen heimlich gefoltert oder hingerichtet werden.Aethiopien leugnet die Existenz solcher Gefängnisse.Andere,die nach Kenya geflohen waren ,wurden nach Somalia deportiert und dann nach Äthiopien geflogen.FBI spokesman Richard Kolko sagte gegenüber Associated Press news agency,dass der FBI beschränkten Zutritt erhielt um Inividuen von Interesse zu interviewen.Eine weibliche Gefangene,42-year-old Kamilya Mohammedi Tuweni aus den Vereinigten Emiraten,die nach 2,5 Monaten entlassen wurde,sagte es sei ein Albtraum gewesen.Sie sei auf Geschäftsreise in Kenya gewesen.nach Addis Abeba gebracht worden ,US-Agenten machten Photos und Fingerabdrücke von ihr ,berichtet die Agentur. Bereket Simon, special Berater für Ethiopia's Premierminister, sagte, solche geheimen Gefängnisse existieren nicht  

06.04.07 13:56

64714 Postings, 7700 Tage KickyUSA signalisieren Unterstützung für Äthiopien

schrieb der Tagesspiegel Ende Dezember 2006 ..... Äthiopien ist seit langem ein starker Verbündeter der USA am Horn von Afrika. Mit der Ausbildung von äthiopischen Soldaten will die US- Regierung nach Angaben der "New York Times" Äthiopien zu einem regionalen Bollwerk gegen Terrorgruppen machen. Nach Ansicht einiger Regierungsmitarbeiter sei die Intervention Äthiopiens das einzige Mittel, um eine vollständige Kontrolle Somalias durch die islamistischen Milizen zu verhindern, heißt es weiter. In offiziellen Erklärungen hat die US-Regierung die Bürgerkriegsparteien in Somalia aufgefordert, zu Friedensverhandlungen zurückzukehren.
Beim Krisenstab im State Department steht der Konfliktherd Somalia seit Monaten im Brennpunkt. "Wir wollen nicht, dass Somalia zu einem sicheren Rückzugsgebiet für ausländische Kämpfer wird", sagte Außenamtssprecher Sean McCormack. Die Forschungsstelle des US-Kongresses befürchtet, dass islamistische Terroristen und Militante Somalia als Ersatz für Afghanistan und den Irak anpeilen könnten.
Nach Berichten von US-Medien wie der "Washington Post" soll die US-Regierung heimlich Milizen und Kriegsherren der so genannten Anti- Terrorismus-Allianz gegen die islamistischen Milizen unterstützt haben. Als Gegenleistung hätten die "Warlords" versprochen, mutmaßliche Terroristen dingfest zu machen und auszuliefern.
http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/...rgerkrieg/86064.asp  

06.04.07 23:15

64714 Postings, 7700 Tage KickyKritischer Kommentar aus Dubai

http://www.khaleejtimes.com die Tageszeitung von Dubai verurteilt scharf das Verhalten von Washington und verweist darauf,dass man schon früher gefürchtet hat,dass hier in Somalia eine Afghanistan-Irak ähnliche Situation entstehen wird im Kampf gegen den Internationalen Terrorismus.Hier wie in Afghanistan seien die Zustände vor dem Eingreifen der Amerikaner deutlich besser gewesen als jetzt,wo die Aethiopier auf fliehende Einwohner schiessen und die Islamisten sie als Schutzschild benutzen und man eher von Völkermord reden kann als von Civil War.
Während Washington zur Sachlage schweigt ,äussern die UN Besorgnis über die Lage(und die EU untersucht Vorwürfe von Kriegsverbrechen an Zivilisten, Meldung heute )....

In keeping with overwhelming international opinion, we feared that the extension of the American-led war-on-terror into Somalia would do little more than create another Afghanistan/Iraq like situation. And that is precisely what has happened, only this time the ouster of the sitting government has been followed by the hide-and-seek insurgency in much less time.

Also, it is much worse in that reports coming from the troubled capital suggest both fighting sides are feeling no obligation not to target densely populated civilian areas. And as the Ethiopians are seen shooting at fleeing residents, just as the Islamists are using civilians as human shields by launching attacks from within them, scared locals cannot really be faulted for dubbing the on-ground scenario more akin to genocide than civil war.

Not surprisingly, Washington has been chillingly silent on the new developments in their immediate aftermath, even as world leaders as well as the UN wasted little time expressing serious concern ? whatever that may be worth.

As violence rages and blood spills in unprecedented proportions wherever the Bush administration takes its terror-war, the disbelieving international community can apparently do little more than wait for the neocons? stay at the White House to run itself out. That so because they seem bent upon carrying out their agenda of dismissing hardliners from their seats of power, whatever the outcome. It is pertinent to note that in cases of Afghanistan and Somalia especially, the extremists did end long periods of infighting, something seemingly more people-friendly dispensations proved utterly incapable of doing. Therefore, their exits should at least have been engineered in a manner that would not have placed the spillover-burden of subsequent political and civil fight-it-out back on the common people. Unfortunately, this concern did not figure too prominently with the protagonists of the so-far ill-fated ideological war.

As a result Somalia, just like Afghanistan and Iraq before it, is seeing some of the darkest days in its history. For the world?s sole superpower the road ahead must incorporate concrete attempts at nullifying at least some of the severe damage. But such an attempt would have to be preceded by the realisation and acceptance that in trying to better the situation, they have made it much worse.
 

08.04.07 14:22

64714 Postings, 7700 Tage KickyUSA wollen 100 Millionen Hilfe geben

sagte das State Department am Sonnabend für Entwicklung von Somalia,für die Sicherheit und für die African Union Mission,die die Soldaten stellen sollen zur Stabilisierung.Derezit ist U.S. Assistant Secretary of State for African Affairs Jendayi Frazer in Mogadischu und verlangt einen Waffenstillstand.Sie rief auch die Weltgemeinschaft auf die sich verschlimmernde Situation in Somalia zu beachten und mehr Unterstützung für die Friedenstruppe zu leisten
http://www.banadir.com/US_to%20offer_100_mln_in_aid_to_Somalia.shtml

 

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