Schweizer wollen Wölfe abschießen. EU ist dagegen

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neuester Beitrag: 27.11.06 21:41
eröffnet am: 27.11.06 19:05 von: ostseebrise. Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 27.11.06 21:41 von: AbsoluterNe. Leser gesamt: 915
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27.11.06 19:05
6

5497 Postings, 5306 Tage ostseebrise.Schweizer wollen Wölfe abschießen. EU ist dagegen

Wölfe genießen in Europa weiterhin höchsten Schutz
Schweiz scheitert zum dritten Mal mit Antrag auf Lockerung


Straßburg - Wölfe sollen in Europa auch weiterhin höchsten Schutz genießen.

Das entschied am Montag im Europarat der Ausschuss, der für die Überwachung des Berner Artenschutzabkommen zuständig ist. Er wies zum dritten Mal einen Antrag der Schweiz zurück, die die Schutzbestimmungen lockern wollte.

Praktisch alle Unterzeichnerstaaten und geschlossen die Europäische Union hätten den Vorschlag abgelehnt, sagte ein Sprecher des Europarats in Straßburg. (AFP)

27.11.06, 17:56 Uhr


.......................................
That?s it... let?s make some money now!


 

27.11.06 20:07

63965 Postings, 7643 Tage Kickydas ist die reinste Farce

http://www.admin.ch/cp/d/3ac19ee0_1@fwsrvg.bfi.admin.ch.html
wenn hier die Kantone die Ausnahmegenehmigungen geben ,kann man sicher sei,dass kein Wolf überlebt.Ähnliche Berichte gabe s schon früher zum Luchsabschuss in der Schweiz,wo den Beamten der Naturschutzbehörde der Schweif eines erlegten Luchses zugeschickt wurde  

27.11.06 20:13
2

63965 Postings, 7643 Tage Kickyvier abgeschnittene Luchspfoten im Paket

Abgeknallt, vergiftet, ausgestopft:Erschreckende Bilanz: Rund ein Viertel der Todesfälle beim Luchs geht auf das Konto von Wilderern. Von 1974 bis Ende 1999 wurden mindestens 34 Luchse illegal geschossen, erschlagen oder vergiftet. Und auch in diesem Jahr mussten bereits wieder mehrere Luchse gewaltsam ihr Leben lassen. Die Chancen, die Täter ausfindig zu machen, sind äusserst gering. Den Luchs im Visier - eine "chronique scandaleuse". So finden sich auch unter den Schafhaltern solche, die kein Blatt vor den Mund nehmen und lauthals zur Ausrottung des Luchses aufrufen. Selbsthilfe nennen sie das.
Widerwärtiger Höhepunkt der derzeitigen Luchshetze: eine anonyme Päcklipost Mitte Januar an das Amt für Natur des Kantons Bern. Im Paket vier frisch abgeschnittene Luchspfoten, ordentlich in Haushaltpapier gewickelt und je mit dem Namen bestimmter Personen des Amtes beschriftet. Auf einer beigelegten Postkarte stand: "Aus dem Berner Jagd-Dschungel." Nur wenige Tage später wurde im waadtländischen Rougemont ein Luchsweibchen und seine beiden Jungen tot aufgefunden. Alle drei waren vergiftet worden, zeigte die Untersuchung im Berner Tierspital. Im Wallis posierte zwei Jahre zuvor ein Jäger mit zwei toten Luchsen für ein Foto. Er erlangte grosse Medienpräsenz und wurde, trotz Anzeige des BUWAL, von den kantonalen Behörden nicht zur Rechenschaft gezogen. Einmal mehr konnten nicht genügend Beweise für ein Verfahren gefunden werden. http://www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/medien/...terseite10/index.html
          §  

27.11.06 20:14
2

189 Postings, 5060 Tage SuperTenereBoom bei Reisen, um zu töten

Boom bei Reisen, um zu töten ? deutsche Trophäenjäger im Ausland

Tierschutzbund Bayern und Ökologischer Jagdverein Bayern (ÖJV) fordern
Verzicht auf Trophäenjagdreisen, auf Hetzjagden und auf Abschüsse von bedrohten
Tierarten / 50 Millionen Euro jährlich allein aus Bayern

Wenn am morgigen Mittwoch (6. April) in München die große Messe ?Jagen und
Fischen? durch Bayerns Landwirtschaftsminister Miller eröffnet wird, dann
ist dies das große Forum für Jagdreiseveranstalter, die in nie gekannter
Flut ihre Angebote machen. Wer glaubt, dass er in Bayern nicht ausreichend
zum Schuss kommt ? und das sind ein Drittel der knapp 50 000 bayerischen
Jagdscheininhaber -, reist in die osteuropäischen Staaten, ins südliche
Afrika, nach Sibirien, nach Kanada und Alaska und nach Südamerika und gibt
dafür durchschnittlich 3 000 Euro aus, lässt sich den ?Spaß? aber im
Einzelfall durchaus bis zu 100 000 Euro kosten. Damit bietet allein die
bayerische Trophäenjägerschaft einen Markt von geschätzten 50 Millionen
Euro pro Jahr, der heiß umkämpft ist: Im Internet finden sich über 73 000
deutsche Seiten mit Jagdreiseanbietern ? neben zahllosen Katalogen und
Anzeigen in den Fachblättern.

Wer genug Geld hat, findet Umwege, um auch nach dem Washingtoner
Artenschutzübereinkommen geschützte Tiere ? wie Eisbär, Leopard oder
Elefant - zu erlegen. Robben finden sich ? ?dank? einer uneinsichtigen
norwegischen Regierung ? seit dem 1. März wieder im Angebot. Für
?bescheidenere Ansprüche? wer-den die Jagdtiere beispielsweise in
Jagdfarmen gehalten. Hetzjagden werden neuerdings immer beliebter. Für
Berthold Merkel, Vizepräsident des Deutschen Tierschutzbundes,
Landesverband Bayern, mit mehr als 110 000 Mitgliedern in 111 bayerischen
Tierschutzvereinen und Dr. Wolfgang Kornder, erster Vorsitzender des
Ökologischen Jagdvereins Bayern (ÖJV), hat diese Trophäenjagd nichts mehr
mit einer sinnvollen Jagdausübung zu tun. Sie verweisen darauf, dass diese
Jagdreisen zum Abschuss seltener Tierarten oder von Trophäenträgern den
Artenschutz gefährden. Auch sind sie kein Beitrag zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Jagdländer, denn die horrenden Summen dienen in der Regel
nicht den bereisten Ländern, denen der Naturtourismus ohne Jagd ein
Vielfaches der Einnahmen aus dem Jagdtrophäentourismus bringen würde.

Bereits 2002 hat der WWF in seiner Studie zur Trophäenjagd im Ausland 2002
festgestellt: Der bei weitem geringere Teil der Einnahmen aus dem
Jagdtourismus fließt in die Zielländer. Daran hat sich auch 2005 nichts
geändert. Das Wirtschafts-Mythos der Auslandsjagd erweist sich als
Illusion: ?Der angeblich bedeutende wirtschaftliche Impuls der Jagdgäste
im Ausland ist in Wirklichkeit minimal?, fasst der WWF zusammen. Dies
gilt auch für die viel bereisten Jagdtourismusländer in Osteuropa. Und
grundsätzlich gilt: ?Wohin die Geldströme des Auslandsjagdmarkts fließen,
ist meistens nicht transparent.?

Schluss mit der Trophäenjagd ? die Forderungen von Tierschutz und
ÖJV

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, und der Ökologische
Jagdverein Bayern (ÖJV) fordern:
· die sofortige Einstellung der Trophäenjagd ? beispielsweise wegen ihrer
negativen Auswirkungen auf die Altersstruktur der jeweiligen Wildpopulation und ihre Lebensräume,
· die sofortige Einstellung der Jagd auf bedrohte Tierarten,
· die Novellierung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) derart,
dass keine Ausnahmegenehmigungen für die Trophäenjagd auf geschützte Arten
mehr erteilt werden können,
· die Einstellung von Hetzjagden, die auf Grund fehlender oder nicht
eingehaltener Gesetze neuerdings jagdtouristisch im Ausland gepflegt werden.

Für ihre Verbände fordern Tierschutz-Vizepräsident Berthold Merkel und
ÖJV-Vorsitzender Dr. Wolfgang Kornder die Reiseveranstalter auf, Safaris
und andere Jagdreisen auf bedrohte oder seltene Tierarten, Safaris und
Jagdreisen, die darauf abzielen, besonders begehrte Trophäen zu erbeuten
(Trophäenjagd), und Safaris und Jagdreisen, die zwischen der einheimischen
Bevölkerung und den jagenden Gästen eine entwürdigende Kluft im Stile
früherer Herrenmentalität schaffen, aus ihrem Angebot zu streichen.

Trophäenjagd schadet

Trophäenjagd ist eine ?Jagd?, die sich meist an der Größe oder
Besonderheit einer zu erbeutenden Jagdtrophäe ? zum Beispiel Stoßzähne,
Hörner, Fell-/ Balggröße von seltenen Tieren ? orientiert, ohne
Rücksichten auf ökologische Einbettungen oder Hintergründe zu nehmen.

Um möglichst viele der begehrten großen Geweihträger zu haben, müssen
entsprechend große Populationen der betreffenden Tiere gehalten werden. So
kommt es auf Grund solcher Manipulationen beispielsweise in osteuropäischen
Ländern zu einer klassischen Überhege von Rotwild, die enorme Schäden im
Wald anrichtet. Auch in Afrika kommt es etwa durch das Herausschießen von
besonders großen und alten Trophäenträgern zu Störungen innerhalb der
Alterstruktur, die für das Funktionieren der entsprechenden
Wildpopulationen wichtig sind. In vielen Ländern ist es zudem aufgrund der
Korruption gar nicht möglich, bestehende internationale Artenschutzabkommen
einzuhalten.

Die ?Schnäppchenjagd? hat bereits begonnen

Dies zeigt ein Blick auf die Angebote, zum Beispiel (gestaffelt nach Preisen):
¨ Estland, Wolf, 900 Euro
¨ Polen, 4 Jagdtage, garantiert drei Abschüsse Schwarzwild, Rehe, Füchse, 1 500 Euro
¨ Russland, 5 Jagdtage, Sibirischer Rehbock, 1 500 Euro
¨ Polen (Schlesien), 4 Jagdtage, Rothirsch, 1 700 Euro
¨ Russland, 10 Jagdtage, Wolf, 2 000 Euro
¨ Polen (Karpaten), 5 Jagdtage, Rothirsch, 2 000 Euro (plus Aufpreis bei
Trophäe über 6 Kilogramm)
¨ Russland, 7 Jagdtage, Elch, 2 000 Euro
¨ Weißrussland, 6 Jagdtage, inclusive kapitaler Keiler, 2 000 Euro
¨ Namibia, verschiedene Antilopenarten, bis zu 2 300 Euro (nur Abschussgebühr)
¨ Russland, 4 Jagdtage, Sika-Hirsch, 2 300 Euro
¨ Kasachstan, 9 Jagdtage, Steinbock, 2 400 Euro (bei großen Trophäen Aufpreise bis zu 4 500 Euro)
¨ Litauen, 6 Jagdtage, Sauen und Rotwild, 2 500 Euro
¨ Namibia, 5 Jagdtage, incl. Abschuss Kudu, Oryx und Warzenschwein, 2 900 Euro
¨ Kirgisien, 7 Jagdtage, Steinbock, 3 000 Euro (bei besonders großen Trophäen Aufpreise bis zu 3 000 Euro)
¨ Namibia, Leopard, 4 000 Euro (nur Abschussgebühr)
¨ Argentinien, 9 Jagdtage, Puma, 5 000 Euro
¨ Australien, 8 Jagdtage, Wasserbüffel, 5 000 Euro
¨ British Columbia (Kanada), 7 Jagdtage, Schwarzbär, 5 000 Euro
¨ Argentinien, 11 Jagdtage, Rothirsch, 6 000 Euro
¨ Nunavat (Kanada), 11 Jagdtage, Moschusochse, 6 000 Euro
¨ Kamtschatka (Russische Halbinsel am Pazifik), 11 Jagdtage, Elch, 6 100 Euro
¨ Kamtschatka (Russland), 9 Jagdtage, Braunbären 6 700 Euro, Zweitbär plus
3 900 Euro (bei großen Bären über 400 Kilogramm Aufpreise)
¨ Grönland, 10 Jagdtage, mit Hundeschlitten auf Moschusochsen, 7 000 Euro
¨ British Columbia (Kanada), 7 Jagdtage, Schneeziege, 7 000 Euro
¨ Kasachstan, 11 Jagdtage, Maraljagd, 7 000 Euro (Aufpreis bei Trophäen über 14 Kilogramm),
¨ Yukon (Kanada), 15 Jagdtage, Braunbär, 10 000 Euro
¨ Yukon (Kanada), 15 Jagdtage, Waldbison, 11 000 Euro
¨ Alaska, 10 Jagdtage, Küstenbraunbär, 12 000 Euro
¨ Nunavat (Kanada), 15 Jagdtage, Eisbär, 23 000 Euro

Darf es etwas besonderes sein: Das Altai-Argali-Schaf und andere
?Schmuckstücke?

Das Altai-Argali Schaf (Vorkommen in der Mongolei und China) gilt zurzeit
als der begehrteste Trophäen-träger. Dieses größte Schaf wird bis zu 200
Kilogramm schwer. Die gedrehten Hörner haben eine Schneckenlänge von bis
zu 182 Zentimeter (Durchschnitt: etwa 135 Zentimeter) und einen
Basisumfang bis zu 53 Zentimeter und werden bis zu 32 Kilogramm schwer.
Für diesen Abschluss mussten bereits vor Jahren um die 50 000 Euro
investiert werden. Nachdem die Regierung der Mongolei den Abschuss auf ein
Fünftel, das sind nur noch 30 Stück pro Jahr, reduziert hat, dürfte der
Preis mittlerweile im sechsstelligen Bereich liegen.

Weiterhin ?in? ist die Jagd auf die legendären ?Big Five? Afrikas, also
Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn und Elefant. Die Preise dafür werden nur
auf Anfrage mitgeteilt, doch ist bekannt, dass eine 14-tägige Büf-fel- und
Antilopenjagd gut 20 000 Euro, eine 21-tägige Elefanten- und Raubkatzenjagd
gut 40 000 Euro kostet. Der Abschuss von Elefanten kostet zwischen 29 000
Euro (Simbabwe) über 39 000 Euro (Namibia) bis zu 50 000 Euro (Tanzania).
Da kann man sich beim Afrika-Besuch auch sicher noch ein Springböckchen
(Abschussgebühr: 100 Euro) leisten

Weiter hoch bewertet im Angebot ist auch das Nashorn, einschließlich des
Weißen Nashorn. Die angeblich überalteten Bullen stammen oft aus
Nationalparks und sind für 40 000 Euro zu haben.

Da sind Eisbären für 25 000 Euro schon fast ein Schnäppchen. Soviel kostet
eine Abschuss-Lizenz, die von den Inuit (?Eskimos?)erworben werden kann. Im
Nunavat-Territorium (Kanada) wurde die jährliche Abschussquote auf 35 Tiere
erhöht (von bisher 18).

Besonders begehrt ist auch das California Big Horn Schaf im Norden
Amerikas. Seine Trophäen bringen es auf eine Länge von 110 Zentimeter und
einen Basisumfang von 50 Zentimeter. Preise gibt es nur auf Anfrage, aber
mit 20 000 Euro muss man rechnen.

Wem das noch nicht genug ist: Es gibt ein neues Betätigungsfeld. Seit dem
1. März 2005 hat die norwegische Regierung 2 100 Robben ? fast ein
Fünftel des Bestandes ? für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben.

Artenschutz gilt nicht für Trophäenjäger

Wer denkt, Tiere, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen (WA, englisch:
CITES) unterliegen, seien für Trophäenjäger tabu, unterliegt einem Irrtum.
Bedrohte Tierarten stehen hoch im Kurs, und das WA toleriert im Rahmen
bestimmter Quoten die Trophäenjagd selbst auf ansonsten streng geschützte
Arten wie Gepard, Leopard, Nashorn, Elefant, Puma, Braunbär, Eisbär und
Wildschaf.

Nach den amtlichen deutschen WA-Jahresberichten erbeuteten deutsche Jäger
innerhalb von acht Jahren Trophäen von mindestens 6 000 Tieren aus 55
geschützten Tierarten. Darunter befanden sich zum Beispiel 130 Geparde,
290 afrikanische Elefanten, 490 Leoparde, 500 Flusspferde, 100 Pumas, 480
Braunbären, 80 Eisbären und 80 Wildschafe.

Besonders schlimm: Hetzjagd feiert fröhliche Urständ

In Großbritannien ist die Fuchsjagd endlich verboten. Doch vor allem in
den Ländern Osteuropa blüht das Geschäft mit der Hetzjagd. Bei dieser Art
der ?Jagd? werden schnelle, hochläufige Hunde (vor allem auch Windhunde)
eingesetzt, die - bei Sicht auf das Wild - das Wild so lange hetzen, bis
es vor Erschöpfung nicht mehr weiter flüchten kann und dann - sofern nicht
vorher ein Jäger darauf geschossen hat - von den nachfolgenden Hunden
gerissen wird. Die Hetzjagd findet im offenen Gelände statt.

In Russland und anderen europäischen Feudalstaaten der letzten
Jahrhunderte war die Hetzjagd das besondere Privileg der Herrschenden und
reicher Magnaten und - bei bis zu 300 eingesetzten Hunden in einer Jagd -
Höhepunkt jagdlichen Vergnügens. Heute wird dieses Reise- und Jagderlebnis
interessierten Jägern in Russland und anderen GUS-Staaten als ?Aktivurlaub?
angeboten und verkauft. Ab 1 300 Euro pro Jäger inklusive eventueller
Abschussquoten, teilweise auch billiger, ist das Event buchbar. ?Solche
Jagd bereitet echten Jägern Seelenvergnügen?, wirbt einer der Veranstalter
im Internet für diese echte Barbarei.

Herzliche Grüße
Berthold Merkel
Pressesprecher

N.b: Für Rückfragen erreichen Sie:
¨ Berthold Merkel, Vizepräsident des Tierschutzbundes Bayern, unter den
Rufnummern (089) 4126 2302 oder 0170-83 64 082
¨ Dr. Wolfgang Kornder, Vorsitzender des ÖJV Bayern, unter der Rufnummer
(09842) 95 13 70

? deutsche Trophäenjäger im Ausland

Tierschutzbund Bayern und Ökologischer Jagdverein Bayern (ÖJV) fordern
Verzicht auf Trophäenjagdreisen, auf Hetzjagden und auf Abschüsse von bedrohten
Tierarten / 50 Millionen Euro jährlich allein aus Bayern

Wenn am morgigen Mittwoch (6. April) in München die große Messe ?Jagen und
Fischen? durch Bayerns Landwirtschaftsminister Miller eröffnet wird, dann
ist dies das große Forum für Jagdreiseveranstalter, die in nie gekannter
Flut ihre Angebote machen. Wer glaubt, dass er in Bayern nicht ausreichend
zum Schuss kommt ? und das sind ein Drittel der knapp 50 000 bayerischen
Jagdscheininhaber -, reist in die osteuropäischen Staaten, ins südliche
Afrika, nach Sibirien, nach Kanada und Alaska und nach Südamerika und gibt
dafür durchschnittlich 3 000 Euro aus, lässt sich den ?Spaß? aber im
Einzelfall durchaus bis zu 100 000 Euro kosten. Damit bietet allein die
bayerische Trophäenjägerschaft einen Markt von geschätzten 50 Millionen
Euro pro Jahr, der heiß umkämpft ist: Im Internet finden sich über 73 000
deutsche Seiten mit Jagdreiseanbietern ? neben zahllosen Katalogen und
Anzeigen in den Fachblättern.

Wer genug Geld hat, findet Umwege, um auch nach dem Washingtoner
Artenschutzübereinkommen geschützte Tiere ? wie Eisbär, Leopard oder
Elefant - zu erlegen. Robben finden sich ? ?dank? einer uneinsichtigen
norwegischen Regierung ? seit dem 1. März wieder im Angebot. Für
?bescheidenere Ansprüche? wer-den die Jagdtiere beispielsweise in
Jagdfarmen gehalten. Hetzjagden werden neuerdings immer beliebter. Für
Berthold Merkel, Vizepräsident des Deutschen Tierschutzbundes,
Landesverband Bayern, mit mehr als 110 000 Mitgliedern in 111 bayerischen
Tierschutzvereinen und Dr. Wolfgang Kornder, erster Vorsitzender des
Ökologischen Jagdvereins Bayern (ÖJV), hat diese Trophäenjagd nichts mehr
mit einer sinnvollen Jagdausübung zu tun. Sie verweisen darauf, dass diese
Jagdreisen zum Abschuss seltener Tierarten oder von Trophäenträgern den
Artenschutz gefährden. Auch sind sie kein Beitrag zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Jagdländer, denn die horrenden Summen dienen in der Regel
nicht den bereisten Ländern, denen der Naturtourismus ohne Jagd ein
Vielfaches der Einnahmen aus dem Jagdtrophäentourismus bringen würde.

Bereits 2002 hat der WWF in seiner Studie zur Trophäenjagd im Ausland 2002
festgestellt: Der bei weitem geringere Teil der Einnahmen aus dem
Jagdtourismus fließt in die Zielländer. Daran hat sich auch 2005 nichts
geändert. Das Wirtschafts-Mythos der Auslandsjagd erweist sich als
Illusion: ?Der angeblich bedeutende wirtschaftliche Impuls der Jagdgäste
im Ausland ist in Wirklichkeit minimal?, fasst der WWF zusammen. Dies
gilt auch für die viel bereisten Jagdtourismusländer in Osteuropa. Und
grundsätzlich gilt: ?Wohin die Geldströme des Auslandsjagdmarkts fließen,
ist meistens nicht transparent.?

Schluss mit der Trophäenjagd ? die Forderungen von Tierschutz und
ÖJV

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, und der Ökologische
Jagdverein Bayern (ÖJV) fordern:
· die sofortige Einstellung der Trophäenjagd ? beispielsweise wegen ihrer
negativen Auswirkungen auf die Altersstruktur der jeweiligen Wildpopulation und ihre Lebensräume,
· die sofortige Einstellung der Jagd auf bedrohte Tierarten,
· die Novellierung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) derart,
dass keine Ausnahmegenehmigungen für die Trophäenjagd auf geschützte Arten
mehr erteilt werden können,
· die Einstellung von Hetzjagden, die auf Grund fehlender oder nicht
eingehaltener Gesetze neuerdings jagdtouristisch im Ausland gepflegt werden.

Für ihre Verbände fordern Tierschutz-Vizepräsident Berthold Merkel und
ÖJV-Vorsitzender Dr. Wolfgang Kornder die Reiseveranstalter auf, Safaris
und andere Jagdreisen auf bedrohte oder seltene Tierarten, Safaris und
Jagdreisen, die darauf abzielen, besonders begehrte Trophäen zu erbeuten
(Trophäenjagd), und Safaris und Jagdreisen, die zwischen der einheimischen
Bevölkerung und den jagenden Gästen eine entwürdigende Kluft im Stile
früherer Herrenmentalität schaffen, aus ihrem Angebot zu streichen.

Trophäenjagd schadet

Trophäenjagd ist eine ?Jagd?, die sich meist an der Größe oder
Besonderheit einer zu erbeutenden Jagdtrophäe ? zum Beispiel Stoßzähne,
Hörner, Fell-/ Balggröße von seltenen Tieren ? orientiert, ohne
Rücksichten auf ökologische Einbettungen oder Hintergründe zu nehmen.

Um möglichst viele der begehrten großen Geweihträger zu haben, müssen
entsprechend große Populationen der betreffenden Tiere gehalten werden. So
kommt es auf Grund solcher Manipulationen beispielsweise in osteuropäischen
Ländern zu einer klassischen Überhege von Rotwild, die enorme Schäden im
Wald anrichtet. Auch in Afrika kommt es etwa durch das Herausschießen von
besonders großen und alten Trophäenträgern zu Störungen innerhalb der
Alterstruktur, die für das Funktionieren der entsprechenden
Wildpopulationen wichtig sind. In vielen Ländern ist es zudem aufgrund der
Korruption gar nicht möglich, bestehende internationale Artenschutzabkommen
einzuhalten.

Die ?Schnäppchenjagd? hat bereits begonnen

Dies zeigt ein Blick auf die Angebote, zum Beispiel (gestaffelt nach Preisen):
¨ Estland, Wolf, 900 Euro
¨ Polen, 4 Jagdtage, garantiert drei Abschüsse Schwarzwild, Rehe, Füchse, 1 500 Euro
¨ Russland, 5 Jagdtage, Sibirischer Rehbock, 1 500 Euro
¨ Polen (Schlesien), 4 Jagdtage, Rothirsch, 1 700 Euro
¨ Russland, 10 Jagdtage, Wolf, 2 000 Euro
¨ Polen (Karpaten), 5 Jagdtage, Rothirsch, 2 000 Euro (plus Aufpreis bei
Trophäe über 6 Kilogramm)
¨ Russland, 7 Jagdtage, Elch, 2 000 Euro
¨ Weißrussland, 6 Jagdtage, inclusive kapitaler Keiler, 2 000 Euro
¨ Namibia, verschiedene Antilopenarten, bis zu 2 300 Euro (nur Abschussgebühr)
¨ Russland, 4 Jagdtage, Sika-Hirsch, 2 300 Euro
¨ Kasachstan, 9 Jagdtage, Steinbock, 2 400 Euro (bei großen Trophäen Aufpreise bis zu 4 500 Euro)
¨ Litauen, 6 Jagdtage, Sauen und Rotwild, 2 500 Euro
¨ Namibia, 5 Jagdtage, incl. Abschuss Kudu, Oryx und Warzenschwein, 2 900 Euro
¨ Kirgisien, 7 Jagdtage, Steinbock, 3 000 Euro (bei besonders großen Trophäen Aufpreise bis zu 3 000 Euro)
¨ Namibia, Leopard, 4 000 Euro (nur Abschussgebühr)
¨ Argentinien, 9 Jagdtage, Puma, 5 000 Euro
¨ Australien, 8 Jagdtage, Wasserbüffel, 5 000 Euro
¨ British Columbia (Kanada), 7 Jagdtage, Schwarzbär, 5 000 Euro
¨ Argentinien, 11 Jagdtage, Rothirsch, 6 000 Euro
¨ Nunavat (Kanada), 11 Jagdtage, Moschusochse, 6 000 Euro
¨ Kamtschatka (Russische Halbinsel am Pazifik), 11 Jagdtage, Elch, 6 100 Euro
¨ Kamtschatka (Russland), 9 Jagdtage, Braunbären 6 700 Euro, Zweitbär plus
3 900 Euro (bei großen Bären über 400 Kilogramm Aufpreise)
¨ Grönland, 10 Jagdtage, mit Hundeschlitten auf Moschusochsen, 7 000 Euro
¨ British Columbia (Kanada), 7 Jagdtage, Schneeziege, 7 000 Euro
¨ Kasachstan, 11 Jagdtage, Maraljagd, 7 000 Euro (Aufpreis bei Trophäen über 14 Kilogramm),
¨ Yukon (Kanada), 15 Jagdtage, Braunbär, 10 000 Euro
¨ Yukon (Kanada), 15 Jagdtage, Waldbison, 11 000 Euro
¨ Alaska, 10 Jagdtage, Küstenbraunbär, 12 000 Euro
¨ Nunavat (Kanada), 15 Jagdtage, Eisbär, 23 000 Euro

Darf es etwas besonderes sein: Das Altai-Argali-Schaf und andere
?Schmuckstücke?

Das Altai-Argali Schaf (Vorkommen in der Mongolei und China) gilt zurzeit
als der begehrteste Trophäen-träger. Dieses größte Schaf wird bis zu 200
Kilogramm schwer. Die gedrehten Hörner haben eine Schneckenlänge von bis
zu 182 Zentimeter (Durchschnitt: etwa 135 Zentimeter) und einen
Basisumfang bis zu 53 Zentimeter und werden bis zu 32 Kilogramm schwer.
Für diesen Abschluss mussten bereits vor Jahren um die 50 000 Euro
investiert werden. Nachdem die Regierung der Mongolei den Abschuss auf ein
Fünftel, das sind nur noch 30 Stück pro Jahr, reduziert hat, dürfte der
Preis mittlerweile im sechsstelligen Bereich liegen.

Weiterhin ?in? ist die Jagd auf die legendären ?Big Five? Afrikas, also
Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn und Elefant. Die Preise dafür werden nur
auf Anfrage mitgeteilt, doch ist bekannt, dass eine 14-tägige Büf-fel- und
Antilopenjagd gut 20 000 Euro, eine 21-tägige Elefanten- und Raubkatzenjagd
gut 40 000 Euro kostet. Der Abschuss von Elefanten kostet zwischen 29 000
Euro (Simbabwe) über 39 000 Euro (Namibia) bis zu 50 000 Euro (Tanzania).
Da kann man sich beim Afrika-Besuch auch sicher noch ein Springböckchen
(Abschussgebühr: 100 Euro) leisten

Weiter hoch bewertet im Angebot ist auch das Nashorn, einschließlich des
Weißen Nashorn. Die angeblich überalteten Bullen stammen oft aus
Nationalparks und sind für 40 000 Euro zu haben.

Da sind Eisbären für 25 000 Euro schon fast ein Schnäppchen. Soviel kostet
eine Abschuss-Lizenz, die von den Inuit (?Eskimos?)erworben werden kann. Im
Nunavat-Territorium (Kanada) wurde die jährliche Abschussquote auf 35 Tiere
erhöht (von bisher 18).

Besonders begehrt ist auch das California Big Horn Schaf im Norden
Amerikas. Seine Trophäen bringen es auf eine Länge von 110 Zentimeter und
einen Basisumfang von 50 Zentimeter. Preise gibt es nur auf Anfrage, aber
mit 20 000 Euro muss man rechnen.

Wem das noch nicht genug ist: Es gibt ein neues Betätigungsfeld. Seit dem
1. März 2005 hat die norwegische Regierung 2 100 Robben ? fast ein
Fünftel des Bestandes ? für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben.

Artenschutz gilt nicht für Trophäenjäger

Wer denkt, Tiere, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen (WA, englisch:
CITES) unterliegen, seien für Trophäenjäger tabu, unterliegt einem Irrtum.
Bedrohte Tierarten stehen hoch im Kurs, und das WA toleriert im Rahmen
bestimmter Quoten die Trophäenjagd selbst auf ansonsten streng geschützte
Arten wie Gepard, Leopard, Nashorn, Elefant, Puma, Braunbär, Eisbär und
Wildschaf.

Nach den amtlichen deutschen WA-Jahresberichten erbeuteten deutsche Jäger
innerhalb von acht Jahren Trophäen von mindestens 6 000 Tieren aus 55
geschützten Tierarten. Darunter befanden sich zum Beispiel 130 Geparde,
290 afrikanische Elefanten, 490 Leoparde, 500 Flusspferde, 100 Pumas, 480
Braunbären, 80 Eisbären und 80 Wildschafe.

Besonders schlimm: Hetzjagd feiert fröhliche Urständ

In Großbritannien ist die Fuchsjagd endlich verboten. Doch vor allem in
den Ländern Osteuropa blüht das Geschäft mit der Hetzjagd. Bei dieser Art
der ?Jagd? werden schnelle, hochläufige Hunde (vor allem auch Windhunde)
eingesetzt, die - bei Sicht auf das Wild - das Wild so lange hetzen, bis
es vor Erschöpfung nicht mehr weiter flüchten kann und dann - sofern nicht
vorher ein Jäger darauf geschossen hat - von den nachfolgenden Hunden
gerissen wird. Die Hetzjagd findet im offenen Gelände statt.

In Russland und anderen europäischen Feudalstaaten der letzten
Jahrhunderte war die Hetzjagd das besondere Privileg der Herrschenden und
reicher Magnaten und - bei bis zu 300 eingesetzten Hunden in einer Jagd -
Höhepunkt jagdlichen Vergnügens. Heute wird dieses Reise- und Jagderlebnis
interessierten Jägern in Russland und anderen GUS-Staaten als ?Aktivurlaub?
angeboten und verkauft. Ab 1 300 Euro pro Jäger inklusive eventueller
Abschussquoten, teilweise auch billiger, ist das Event buchbar. ?Solche
Jagd bereitet echten Jägern Seelenvergnügen?, wirbt einer der Veranstalter
im Internet für diese echte Barbarei.

Herzliche Grüße
Berthold Merkel
Pressesprecher

N.b: Für Rückfragen erreichen Sie:
¨ Berthold Merkel, Vizepräsident des Tierschutzbundes Bayern, unter den
Rufnummern (089) 4126 2302 oder 0170-83 64 082
¨ Dr. Wolfgang Kornder, Vorsitzender des ÖJV Bayern, unter der Rufnummer
(09842) 95 13 70

 

27.11.06 20:21

63965 Postings, 7643 Tage KickyWolf im Chablais ha 30 Schafe gerissen

Pro Natura und der WWF Schweiz haben bei den Walliser Behörden Beschwerde gegen die Abschussbewilligung für den Wolf im Chablais eingereicht. Das Konzept Wolf rechtfertigt keinen Abschuss eines Wolfes im Winter, wenn keine Schafe mehr auf den Alpen sind.
Im Val d?Illiez hatte ein Wolf in diesem Herbst über 30 Schafe gerissen. Daraufhin hat der Kanton Wallis den Wolf im Chablais zum Abschuss freigegeben. Pro Natura und der WWF Schweiz reichten gestern Beschwerde gegen die Abschussbewilligung ein. Die im Konzept Wolf vorgeschriebenen Bedingungen für einen Abschuss sind für die beiden Natur- und Umweltschutzorganisationen nicht gegeben.

Der Regierung ginge es darum, bessere Voraussetzungen zu schaffen ?für die Koexistenz von Wolf und Nutztieren im Berggebiet?, so das Bundesamtes für Umwelt (BAFU). ?Der Bundesrat hofft, dass dadurch in den Berggebieten die Akzeptanz des Wolfes steigt, und Nutztierhalter  vermehrt Herdenschutzmaßnahmen ergreifen?.

Doch gemäß Artikel 9 der Berner Konvention besteht bereits heute die Möglichkeit, ein Raubtier zu toten ? eine Möglichkeit von der auch die Schweiz Gebrauch macht. Reißt ein Wolf innerhalb von vier Monaten 35 Nutztiere, kann er laut Schweizer Wolfskonzept zum Abschuss freigegeben werden. Erhielte er nun den Status ?geschützt? und wäre damit dem Luchs gleichgestellt, reichten bereits 15 getötete Nutztiere in vier Monaten, um ihn legal abzuschießen.
Zuletzt waren im Kanton Wallis innerhalb weniger Wochen zwei Wölfe wegen Schafsrissen erlegt worden. ?Im Wallis gibt es keinen Platz für ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf?, zitiert der Züricher Tagesanzeiger den Walliser Landesminister Jean-René Fournier. Das zeigt, wie verhärtet die Fronten sind.
http://www.nabu.de/m01/m01_03/05899.html  

27.11.06 21:02
7

15292 Postings, 5655 Tage quantasWir exportieren jetzt den Wolf


nach Deutschland und in die EU.

Dann ist das Problem gelöst.

MfG
quantas  

27.11.06 21:04

12175 Postings, 7090 Tage Karlchen_IIOkay - der erste ist schon da.

Heißt Ackermann.  

27.11.06 21:04

29429 Postings, 5465 Tage sacrificedressiert eure Wölfe doch einfach

27.11.06 21:05

5497 Postings, 5306 Tage ostseebrise.Quantas: *lol




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27.11.06 21:08

15292 Postings, 5655 Tage quantasKarlchen für Dich, interessant!

Posting 293.

http://www.ariva.de/board/234988?pnr=2932877#jump2932877

MfG

quantas

 

27.11.06 21:13
1

12175 Postings, 7090 Tage Karlchen_IINee nee - nicht wirklich.

Was spricht eigentlich dagegen, dass die Gehälter der abhängig Beschäftigten in einem Unternehmen prozentual gleichermaßen steigem. Das würde so richtig motivieren.  

27.11.06 21:41

26159 Postings, 6051 Tage AbsoluterNeulingPah, EU-Gesetze

Die Herrenrasse steht über dem Gesetz.  

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