Schweizer Geldwäsche Teil 49

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 25.03.09 20:11
eröffnet am: 25.03.09 08:24 von: ottifant Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 25.03.09 20:11 von: ottifant Leser gesamt: 190
davon Heute: 1
bewertet mit 2 Sternen

25.03.09 08:24
2

21368 Postings, 6908 Tage ottifantSchweizer Geldwäsche Teil 49

Zigaretten-Mafia
Eine Milliarde Franken gewaschen?
Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wird ab dem 1. April der bisher grösste Fall von organisierter Kriminalität in der Schweiz aufgerollt.
Der Fall sprengt die Dimensionen des Bundesstrafgerichtes. Die Verhandlung findet aus Platzgründen nicht wie üblich im Pretorio statt, sondern erstmals im Saal des Tessiner Kantonsparlamentes.

Zum Auftakt stehen am 1. und 2. April Vorfragen auf dem Programm. Voraussichtlich werden die Verteidiger mit verschiedenen formellen Einwänden an Gerichtspräsident Walter Wüthrich gelangen.
www.20min.ch

Im Vorfeld des Prozesses hatten sie bereits versucht, die Publikation der rund 250 Seiten umfassenden Anklageschrift zu verhindern. Das Bundesgericht in Lausanne hat jedoch beschlossen, dass die Medien bedient werden.

Rund dreissig Seiten der Anklageschrift seien freigegeben worden, sagte Mascia Gregori Al-Barafi, die Sprecherin des Bundesstrafgerichtes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Internationaler Zigarettenschmuggel

Der komplexe Fall steht im Zusammenhang mit dem internationalen Zigarettenschmuggel. 215 Millionen Stangen Zigaretten soll eine internationale Bande zwischen 1996 und 2000 via Montenegro nach Italien geschmuggelt haben.

Laut Bundesanwaltschaft (BA) kontrollierten die neapolitanische Camorra und die apulische Sacra Corona Unita den Transport ab Lager und den Verkauf der Zigaretten. Kuriere sollen das eingenommene Bargeld dann in die Schweiz gebracht haben.

Über die im Tessin ansässige Wechselstube eines der Angeklagten wurde das Geld in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust und später für den Ankauf von Zigaretten aus Zollfreilagern verwendet, behauptet die BA.

Deliktsumme im Milliardenbereich

Die Angeklagten, die gegen Kaution oder mit Auflagen aus der U- Haft entlassen wurden, müssen sich denn auch nicht wegen des Schmuggels von Zigaretten, sondern wegen Geldwäscherei und organisierter Kriminalität verantworten.

Die BA hat bei den ursprünglich zehn Angeklagten (von denen einer mittlerweile verstorben ist) Bankkonten im Umfang von rund 73 Millionen Franken sowie über 40 Immobilien beschlagnahmt. Sie rechnet mit einer Deliktsumme von über einer Milliarde Franken.

Angeklagte bestreiten Vorwürfe

Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Er habe bloss Lire angenommen und danach Rechnungen von Zigarettenfirma mit Dollar bezahlt, sagte der Tessiner Geldwechsler im vergangenen Oktober in einer Stellungnahme in der Zeitung «laRegioneTicino».

Er habe für seine finanziellen Dienste sogar eine Bewilligung der Geldwäscherei-Kontrollstelle des Bundes gehabt. Ob das Gericht dieser Argumentation folgt, wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.

Die Hauptverhandlung findet (mit Unterbrüchen) vom 4. Mai bis 19. Juni statt. Das Datum der Urteilseröffnung steht noch nicht fest.


Quelle: SDA/ATS
-----------

25.03.09 08:33

Clubmitglied, 43589 Postings, 7196 Tage vega2000Vorfragen?

So etwas gibt es wohl nur hinter den Bergen...
-----------


Zur Summe meines Lebens gehört im Übrigen, dass es Ausweglosigkeit nicht gibt!

25.03.09 20:11

21368 Postings, 6908 Tage ottifant..bei den vielen Zwergen

   Antwort einfügen - nach oben