Schweiz: Schlechte Verlierer verspielen Sympathien

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neuester Beitrag: 29.06.06 15:03
eröffnet am: 29.06.06 06:33 von: Happy End Anzahl Beiträge: 4
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29.06.06 06:33

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Schlechte Schützen - Schlechte Verlierer 

Köln - Drei Versuche - kein Tor: Nachdem seine Elfmeter-Versager für zwei traurige WM-Rekorde gesorgt hatten, saß Köbi Kuhn minutenlang fast regungslos auf der Bank.

Mit Tränen in den Augen musste der Schweizer Nationaltrainer mit ansehen, wie die ukrainischen Spieler seinen Kollegen Oleg Blochin ein ums andere Mal in die Luft warfen. Nach 120 tor- und trostlosen Minuten waren Kuhns Schützlinge sogar im Elfmeterschießen ohne Tor geblieben - als erstes Team im 17. "Shoot-Out" der WM-Geschichte. Und so schied die Schweiz als erstes Team der 76-jährigen WM-Geschichte aus, obwohl sie im Verlauf aller Turnierspiele keinen Gegentreffer kassiert hatte.

Art und Weise schmerzt

"Auf diese Weise auszuscheiden, tut brutal weh. Aber Fußball ist eben nicht gerecht", meinte Ludovic Magnin. "Uns kann keiner vorwerfen, dass wir nicht mit Herz und Eiern gespielt hätten. Wir haben gekämpft wie die Löwen, und ich denke, die gesamte Schweiz ist stolz auf uns", versicherte der Stuttgarter trotzig. Nachdem in der Kölner WM-Arena ausgerechnet die Kölner Profis Marco Streller und Ricardo Cabanas sowie der beim Nachbarn Bayer Leverkusen spielende Tranquillo Barnetta die drei Elfmeter verschossen hatten, verspielten die Schweizer aber viele Sympathien. Vor allem Streller erwies sich als schlechter Verlierer und kritisierte die Fans in seinem Heimstadion, den Weltverband Fifa und den Gegner.

"Respektlose Zuschauer"

Die Ukraine habe es nicht verdient weiterzukommen, "weil sie am Ende keinen Fußball mehr gespielt haben", meinte der Stürmer und nannte die von 120 Minuten Sicherheitsfußball gelangweilten Kölner Zuschauer gar "respektlos"."Es ist unheimlich schwer, wenn man auf dem Feld versucht, ein WM-Spiel zu absolvieren, und die Zuschauer singen ganz unbeteiligt 'Lukas Podolski' oder 'Ohne Holland fahren wir nach Berlin.'", sagte Streller.Der Fehler sei allerdings beim Weltverband zu suchen, so der erste Elfmeterschütze: "Wenn bei so einem Spiel drei Viertel deutsche Zuschauer sind und viele Schweizer keine Karte kriegen, dann ist das ganz schwach von der Fifa."

Kuhn weist Kritik zurück

Kuhn ließ unterdessen die berechtigte Kritik an seiner Maßnahme, den sichersten Elfmeterschützen Alex Frei drei Minuten vor Ende der Verlängerung vom Feld zu nehmen, gar nicht erst zu. Spöttisch bemerkte er: "Wenn ich mich recht erinnere, haben drei Spieler verschossen. Mehr als einen Elfmeter hätte aber auch Frei nicht schießen können." Im Training hätten seine Spieler im Elfmeterschießen nach Belieben getroffen, versicherte Kuhn, "aber wenn wir im Spiel ein Tor gemacht hätten, hätten wir uns dieses unsägliche Elfmeterschießen sparen können". Und sogar Streller gab zu: "Ich habe mich sicher gefühlt. Aber dann habe ich kurz hoch geschaut, habe mich umentschieden und schlecht geschossen."

Ziel: EM-Sieg 2008

Die Schweizer Fans sangen trotzdem unmittelbar nach dem Schlusspfiff "Kopf hoch, wir sind stolz auf euch", und auch Kuhn richtete den Blick schon auf die Europameisterschaft 2008, die die Schweiz gemeinsam mit Österreich ausrichten wird. "Es ist sicher nicht übertrieben, wenn wir sagen, dass wir 2008 um den Titel mitspielen können", sagte der 63-Jährige, und Streller ergänzte: "In zwei Jahren können wir Großes erreichen. Ich hoffe, dass unsere junge Mannschaft bis dahin so weit ist, dass sie auch die wichtigen Spiele gewinnen kann."

Entschuldigung an Fans

Cabanas entschuldigte sich bei den Fans für seinen verschossenen Elfmeter, hatte seinen Kampfgeist aber schnell wieder gefunden. "Die ganze Welt hat uns kennengelernt", meinte der Mittelfeldspieler: "Wenn man bei einer WM ohne Gegentor bleibt, sollte einem das Mut geben." Die Bereiche Elfmeterschießen, Nerven und Selbstkritik sind allerdings noch verbesserungswürdig.

Quelle: http://www.sport1.de/de/sport/artikel_175556.html

 

29.06.06 06:37

24273 Postings, 7556 Tage 007BondAm meisten gefeiert haben

... die Türken ;-)  

29.06.06 06:54

957 Postings, 5210 Tage ottifant29schweizer haben es nun mal nicht verdient

weiter zukommen.und um ehrlich zu sein haben sie es noch nicht einmal verdient an der wm teilzunehmen.wer die beiden relegationsspiele gegen die türken gesehen hatt,weiss was ich meine.fussballerisch waren die türken haushoch überlegen.
allein durch absichtliches reizen der türkischen spieler haben die schweizer es geschafft weiter zukommen.
andererseits haben die türken auch selber schuld,wenn sie sich reizen lassen.

naja jetzt ists vorbei.und zwar für beide.

gruss otti  

29.06.06 15:03
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