Schwein muß man haben

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eröffnet am: 21.08.03 18:33 von: Nassie Anzahl Beiträge: 1
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15990 Postings, 6711 Tage NassieSchwein muß man haben

Neumünster/Kirchbarkau (rgs) - Auf der Suche nach einem geeigneten Kameraden für Wachhund Benji, kamen die Einfelder Autohändler auf die Idee, es mit einem Schwein zu versuchen. So könne wenigstens keine Eifersucht unter zwei Wachhunden entstehen. In Lauenburg fündig geworden, kam "Socke" vor gut einem Jahr im Alter von vier Wochen in die Familie, berichtet Susanne Wernowski. Hier angekommen, schmollte "Socke" allerdings erst einmal und lag traurig in seiner Ecke. Erst als er zu einigen Stallhasen ins Freigehege gesetzt wurde, taute das kleine Schwein langsam auf, begann zu fressen und eroberte die Herzen im Sturm.

Auch Schäferhund Benji verbrüderte sich schnell mit "Socke". Nach dem Motto "Das ist mein Schwein", passt er auf, dass "Socke" nichts passiert. So war auch die Idee, dass das Schwein auf dem Außengelände des Autohandels wohnen sollte, schnell verworfen. Zu Hause in Kirchbarkau gewöhnte sich "Socke" schnell an das gemütliche Familiendasein. Morgens mit andächtigem Blick in der Küche stehen und warten bis Herrchen Norbert das Frühstück aus Möhren, Tomaten, Gurken und anderem frischen Gemüse fertig hat, und abends ein wenig Fernsehen auf der Couch mit Frauchen und Schäferhund Benji, stehen auf "Sockes" Hitliste ganz oben. Dass "Socke" dabei absolut stubenrein ist und auch sonst recht gute Manieren zeigt, macht ihn bei den Wernowskis noch beliebter.

"Dass ich mit 68 Jahren noch einmal mit einem Schwein unter einem Dach wohnen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen", erzählt der Senior Günther. Susanne Wernowski weiß aber auch zu berichten, dass die Schweinehaltung nicht immer ganz einfach ist. Allein einen Tierarzt zu finden, der etwas von Schweinen verstehe und welche Impfungen nötig wären, war ein Abenteuer für sich, berichtet sie.

Auch im Garten würde sich "Socke" nach der Apfelbaumkontrolle, ob da denn nicht schon einer heruntergefallen sei, ganz schweinetypisch benehmen. Englischen Rasen, so sagt sie, könne man jedenfalls bei der Buddelei vergessen. Auch die mitunter auftretenden zeitlichen Behinderungen durch "Socke" nimmt die Familie inzwischen mit einem Schmunzeln hin. Im Urlaub, in Cochem bei Koblenz, erzählt Susanne Wernowski, hätten sie fünf Stunden gebraucht, um durch die kleine Stadt zu kommen. Touristen und Teilnehmer an einem Motorradtreff wollten sich mit "Socke", der brav an der Leine lief, fotografieren lassen. "Wenn ich drei Euro pro Bild genommen hätte, wären wir reich geworden."

Auch an die kleinen Sticheleien wie etwa "Ist der Grill schon heiß?" oder "Kuck mal, Döner am Band" haben sie sich gewöhnt, wenn sie mit dem ungewöhnlichen Gespann Schäferhund und Zwergschwein an der Leine unterwegs sind.

 

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