Schwächste US-Unternehmensgewinne seit.....

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eröffnet am: 02.05.01 21:57 von: tom68 Anzahl Beiträge: 1
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4579 Postings, 6934 Tage tom68Schwächste US-Unternehmensgewinne seit.....


US-Unternehmensgewinne so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr
 
Doch die Stimmung wird langsam besser
 
Das erste Quartal 2001 erweist sich für die im S&P 500-Index notierten Unternehmen als harte Zeit. Im Durchschnitt fallen die Gewinne der 414 Firmen, die bisher ihre Bilanzen veröffentlicht haben, um 4,8%. Eine Situation, die es in den vergangenen zehn Jahren erst vier Mal gab.

Der Grund für die schwache Entwicklung der Unternehmensgewinne, es handelt sich dem Marktforschungsinstitut First Call zufolge um den schärfsten Einbruch seit 1991, ist in der schwächelnden US-Wirtschaft und dem daraus resultierenden Investitionsrückgang der Verbraucher und Unternehmen zu suchen. Als Reaktion entließen Technologie-Blue Chips wie Cisco, JDS Uniphase oder Motorola Tausende von Mitarbeitern und meldeten schwache Gewinne. Allein acht der zehn größten US-Fluggesellschaften, darunter z.b. die Besitzer von American Airlines und United Airlines, verbuchten Verluste.

Die Ausnahme bilden die großen Erdöl-Konzerne wie Exxon Mobil und Chevron, die davon profitierten, dass sich die Erdgaspreise verdoppelten und die Profite aus dem Raffinerie-Geschäft auf Grund der hohen Benzinpreise um fast 300% stiegen. Dennoch blicken die Analysten der Wall Street pessimistisch auf das laufende Quartal. Im Mittel erwarten sie nun einen Gewinnrückgang um 11% im zweiten und um 2,3% im dritten Quartal.

Wie die Gewinne leiden in den ersten drei Monaten 2001 auch die Aktienmärkte. Der S&P 500-Index fällt im ersten Quartal um 12%, während der Technologie-Index Nasdaq sogar 26% abgibt. Für die Wachstumswerte ist das der zweitgrößte Quartals-Kursverlust in den vergangenen zehn Jahren. Immerhin gibt es wieder Konjunkturdaten, die dazu führen, dass die Anleger die Lage der US-Wirtschaft nicht mehr ganz so negativ beurteilen. Die Nasdaq verbuchte u.a. aus diesem Grund im vergangenen Monat einen zweistelligen Kursgewinn .

So steigt z.b. das Bruttoinlandsprodukt der USA im ersten Quartal um 2,0%, obwohl Ökonomen nur mit einem Anstieg um 1,0% rechneten. Allerdings bleibt es damit immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, der bei ca. 4% liegt. Auch die US-Auftragseingänge entwickeln sich positiver als gedacht. Sie steigen im März um 1,8%, während im Februar noch ein Rückgang um 0,4% verzeichnet wurde. Wirtschaftsexperten erwarteten lediglich eine Steigerung um 1,3%.

Der Ausblick auf das Jahr 2001 ist also nicht mehr ganz so düster, zumal die US-Notenbank die Zinsen bisher schon um 200 Basispunkte auf 4,5% senkte. Damit liegt der US-Leitzins zum ersten Mal seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung unter dem Zinssatz in der Eurozone (4,75%). Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh: Rund 70 Firmen haben Anlegern und Analysten im zweiten Quartal bislang empfohlen, ihre Schätzungen zu senken. Zum gleichen Zeitpunkt waren es im ersten Quartal erst 43 Unternehmen.

Autor: Björn Junker, 20:38 02.05.01
 
 

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