"Schuh-Attentäter" ist ein britischer Kleinkrimine

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26.12.01 13:33

23050 Postings, 7280 Tage mod"Schuh-Attentäter" ist ein britischer Kleinkrimine

SPIEGEL ONLINE - 26. Dezember 2001, 11:57
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,174330,00.html

Ermittlungen

"Schuh-Attentäter" ist ein britischer Kleinkrimineller

Die Identität des Mannes, der eine Maschine der American Airlines mit in den Schuhen versteckten Sprengsätzen zum Absturz bringen wollte, ist geklärt. Die Behörden schließen nicht aus, dass eine Verbindung zu einem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September besteht.


Bei dem Möchtegern-Attentäter handelt es sich um einen britischen Kleinkriminellen, der nach dem Übertritt zum Islam auf der Suche nach dem Heiligen Krieg war. Dies berichtet die britische Zeitung "The Times" am Mittwoch. Der 28-jährige Richard Reid, Sohn eines jamaikanischen Vaters und einer Engländerin, sei im Gefängnis zum Islam konvertiert. Mehrfach sei er wegen Delikten wie Straßenraub eingesperrt gewesen.

In der Moschee des Londoner Schwarzen-Stadtteils Brixton, die Reid dem Blatt zufolge regelmäßig besuchte, habe auch Zacarias Moussaoui gebetet. Moussaoui, ein Franzose marokkanischer Abstammung, ist in den USA als Mitverschwörer angeklagt worden. Der 33-jährige Moussaoui war bereits im August im US-Bundesstaat Minnesota festgenommen worden. Gegen ihn war in den USA in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen Anklage erhoben worden.

Reid, der sich Abdel Rahim nannte, habe den Koran studiert und so gut Arabisch gelernt, dass er Briefe habe schreiben können. Abdul Haqq Baker, Vorsteher der Moschee, sagte der "Times": "Wir bemerkten eine große Veränderung in ihm. Er wurde aufreizend arrogant. Er vertrat seine Ansichten vor anderen Jugendlichen. Wir wollten ihn stoppen. Er fragte uns dann immer 'Wisst ihr, wo es einen Heiligen Krieg gibt, in dem ich kämpfen kann?' Später trug er militärische Tarnkleidung."

Bomben hätten Flugzeug zum Absturz bringen können

Die Zeitung "Boston Globe" berichtete unter Berufung auf einen Ermittlungsbeamten, der nicht genannt werden wollte, die komplizierte Sprengstoffmischung, habe die Frage aufgeworfen, ob Reid Hilfe gehabt haben könnte. Die Bomben hätten das Flugzeug zum Absturz bringen können, schrieb die Zeitung.

Der 28-Jährige Reid soll psychiatrisch untersucht werden, bevor er am Freitag erneut einem Richter vorgeführt wird. Der Anklage zufolge hatte Reid "zwei funktionierende improvisierte Sprengkörper" in seinen Schuhen verborgen und versucht, sie an Bord einer Boeing 767 der American Airlines auf dem Flug von Paris nach Miami mit einem Streichholz zu zünden. Der Sprengstoff wäre nach Angaben von US-Ermittlern explodiert, wenn Reid nicht vorher von Passagieren und Besatzungsmitgliedern überwältigt worden wäre. Ein zusätzlicher Zünder wäre nicht erforderlich gewesen. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um eine Spielart des Sprengstoffs C-4 handelt - Semtex, PETN oder RDX. Endgültige Testergebnisse aus dem FBI-Labor lagen zunächst noch nicht vor.

Noch unklar war zunächst auch, ob es sich bei dem Mann um einen Einzeltäter handelt oder ob er Verbindungen zu terroristischen Organisationen hatte. Bisher gebe es keine Beweise auf einen größeren terroristischen Hintergrund, hieß es in amerikanischen Ermittlerkreisen. Moschee-Vorsteher Baker, der Reid als "typisches Straßenkind des Londoner Südwestens" beschrieb, sagte: "Er hätte das niemals allein machen können. Er hat nicht die Fähigkeit, so zu denken. Er war ein Versuchskaninchen. Wenn er Erfolg gehabt hätte, dann hätten sie gewusst, dass die Methode funktioniert", sagte Baker unter Bezug auf islamische Extremisten.

Bei Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft

Reid war am Montag erstmals vor Gericht erschienen. Weil er noch keinen Anwalt hatte, äußerte er sich noch nicht zu der Anklage, die ihm "Einmischung in die Pflichten einer Flugzeugbesatzung" vorwirft. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar.

Moussaoui muss sich wegen Verschwörung mit der Terror-Organisation al-Qaida und deren Chef Bin Laden zum Mord an Tausenden von Menschen vor Gericht verantworten. In der 30-seitigen Anklageschrift werden Bin Laden, mehrere enge Gefolgsleute und die 19 Flugzeugentführer vom 11. September als nichtangeklagte Mitverschwörer aufgeführt
 

26.12.01 13:51

4420 Postings, 7254 Tage Spitfire33Was Kleinkriminelle doch alles erreichen können:

Millionen Fluggäste müssen ihre löchrigen Socken herzeigen.  

26.12.01 13:52

33594 Postings, 7334 Tage DarkKnightDer Allmächtige hat einen großen Tiergarten o.T.

26.12.01 13:57

21160 Postings, 7863 Tage cap blaubärund anner Röntgenkiste iss Mundschutz angesagt

nach alter Bestattersitte mit nem Tropfen 4711 drin
blaubärgrüsse  

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