Schröder macht Boden gut

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neuester Beitrag: 17.04.03 16:28
eröffnet am: 17.04.03 15:59 von: calexa Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 17.04.03 16:28 von: bernstein Leser gesamt: 259
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17.04.03 15:59

4691 Postings, 6829 Tage calexaSchröder macht Boden gut

Bundeskanzler Gerhard Schröder lehnt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL die Forderung der Parteilinken nach einer Zusatzbelastung für besser Verdienende entschieden ab: "Der Ansatz, zu sagen, wir dürfen ein soziales System, das auf Grund der Veränderungen in der Ökonomie in Schwierigkeiten geraten ist, nur dann reformieren, wenn wir in der Steuerpolitik anderen Gruppen etwas wegnehmen, ist falsch."

Schröder sagte weiter: "Die landläufige Meinung, 'Ihr dürft als Sozialdemokraten eine Aufgabe, die unabweisbar ist, nur dann in Angriff nehmen, wenn ihr anderen auf den Deckel haut', ist keine rationale Politik." Schröder forderte seine Kritiker auf, sich mit der Realität auseinander zu setzen, man dürfe nicht das Wünschbare für die Wirklichkeit halten. An die Adresse seiner Kritiker zeigte sich der Berliner Regierungschef unversöhnlich: "Sie wollen an etwas festhalten, dem die reale Grundlage entzogen ist."

Dieses Aussagen gehen auch an die Adresse von Oskar Lafontaine. Er unterstütze das Mitgliederbegehren der zwölf SPD-Bundestagsabgeordneten gegen die Reformvorschläge von Schröder, ließ Schröders Vorgänger als SPD-Chef nämlich am Donnerstag über die "Bild"-Zeitung mitteilen. "Der SPD laufen die Wähler und Mitglieder davon, daher ist ein Kurswechsel dringend erforderlich", sagte der frühere saarländische Ministerpräsident. "Ich unterstütze deshalb alle Initiativen in diese Richtung. Das Mitgliederbegehren, das ich gutheiße, und der Sonderparteitag am 1. Juni stehen in direktem Zusammenhang." Der Parteitag könne allerdings nur durch eine "grundlegende Kurskorrektur" das Mitgliederbegehren ersetzen, sagte der ehemalige Bundesfinanzminister.

Was den SPD-Linken zurzeit die Zornesröte ins Gesicht treibt, kommt hingegen bei der Wirtschaft gut an. Nicht zuletzt dank des angekündigten Reformprogramms gewann der Bundeskanzler bei einer Umfrage des "Handelsblatts" unter 870 Führungskräften an Zustimmung hinzu. War seine Politik auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) im März lediglich mit 4,3 bewertet worden, erreichte Schröder im April immerhin eine 3,9. CDU-Chefin Angela Merkel fiel im gleichen Zeitraum in der Gunst der Topmanager von einer 3,0 auf eine 3,5 zurück.
(Quelle: manager-magazin.de)

So long,
Calexa
www.investorweb.de  

17.04.03 16:06
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805 Postings, 6810 Tage C.F.GaussJetzt spielt er sich als großer Reformer auf.

Tut so, als ob er seine Riesenreformen gegen den Widerstand der Parteilinken nicht durchsetzen könnte. Dann einigen sie sich auf einen Mittelweg und was übrigbleibt, ist, daß die Tierfuttersteuer um 1%-Punkt angehoben wird. Darauf dann ein Glas Schampus, Gerd, unser Held, mach weiter so!  

17.04.03 16:19

13475 Postings, 7634 Tage SchwarzerLordFührungskräfte?

Die, welche die Telekom hochverschuldet, die HypoVereinsbank zugrunde fusioniert oder Grundig in die Insolvenz getrieben haben? Die TOPManager? Zum Lachen.  

17.04.03 16:28

12104 Postings, 6644 Tage bernsteinalle in einen sack und immer feste drauf. o. T.

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