Schröder buhlt um türkische Stimmen!!

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neuester Beitrag: 24.11.05 08:15
eröffnet am: 13.09.05 20:32 von: quantas Anzahl Beiträge: 69
neuester Beitrag: 24.11.05 08:15 von: Klaus_Dieter Leser gesamt: 2104
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13.09.05 20:32

15325 Postings, 5714 Tage quantasSchröder buhlt um türkische Stimmen!!

Wo die CDU unter fünf Prozent liegt

Von Ferda Ataman

In Hessen besuchte Bundeskanzler Schröder heute den größten türkischen Medienkonzern Deutschlands. Hürriyet, Milliyet, Kanal D und CNN-Türk erreichen über eine halbe Million türkischstämmmiger Wähler. Medienmogul Aydin Dogan versprach: "Wir lieben Sie".


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,374502,00.html  
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43 Postings ausgeblendet.

15.09.05 15:17

6506 Postings, 7048 Tage BankerslastEgozentriker, hier glauben einige

wir haben nur die Elite hier.  

15.09.05 15:19

129861 Postings, 6220 Tage kiiwiiDie Türken "ante portas" !?

Spiegel:


TÜRKEI-POLITIK IM WAHLKAMPF

Fischer warnt vor Panikmache


Das Thema EU-Beitritt der Türkei wird zum Streitfall im Wahlkampf. Außenminister Fischer warf der Union vor, Ängste zu schüren. Hessens Ministerpräsident Koch konterte: Bundeskanzler Schröder missbrauche Deutsch-Türken für Wahlkampfzwecke.


Berlin - Joschka Fischer warnte in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung vor einem Kurswechsel in der Türkeipolitik nach einer möglichen Regierungsübernahme. Angesichts der Anfang Oktober bevorstehenden Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara betonte Fischer: "Die Position von Frau Merkel und Herrn Stoiber, der Türkei nun die Türe vor der Nase zuzuschlagen, ist gefährlich blind und verantwortungslos."


CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Edmund Stoiber sind gegen eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU und sprechen sich für eine privilegierte Partnerschaft aus. Fischer bekräftigte hingegen: "Wir gehen doch überhaupt kein Risiko ein, es gibt keinen Automatismus." Das der Türkei seit 42 Jahren gegebene Versprechen auf eine Beitrittsperspektive müsse angesichts des Reformprozesses in der Türkei eingehalten werden.


Fischer nannte es Unfug, dass der Kanzler verstärkt Wahlkampf bei türkischstämmigen Bürgern mache. Die Union glaube, "hier aus wahltaktischen Gründen mit Ängsten spielen zu müssen", sagte er.


Koch warf Schröder ebenfalls in der "Bild"-Zeitung vor, die Erinnerung ehemaliger türkischer Staatsbürger an ihre alte Heimat als Wahlkampfmunition zu missbrauchen und damit der Integration zu schaden. Schröder hatte jüngst die Redaktionen der größten türkischen Zeitungen in Deutschland besucht. "Es wäre fatal, wenn die türkischstämmigen Bundesbürger bei ihrer Wahlentscheidung mehr an die alte Loyalität zu ihrem Heimatland denken würden, als an ihr eigenes Interesse an einem starken und erfolgreichen Deutschland." Ein EU-Beitritt der Türkei würde die Finanzkraft Deutschlands überfordern, sagte er außerdem.


Von 44.000 türkischstämmigen Neubürgern in Bayern dürfen 6.000 am Sonntag nicht wählen. Eine Fragebogenaktion des bayerischen Innenministeriums ergab, dass sie nach ihrer Einbürgerung in Deutschland wieder die türkische Staatsangehörigkeit angenommen haben.


Innenminister Günter Beckstein erklärte: "Diese Personen dürfen an der Wahl nicht teilnehmen, weil sie ihre deutsche Staatsangehörigkeit durch den Wiedererwerb der türkischen kraft Gesetzes verloren haben." Bei der Fragebogenaktion gaben 99 Prozent der angeschriebenen türkischstämmigen Deutschen Auskunft. Wer trotz doppelter Staatsbürgerschaft wähle, mache sich strafbar, betonte Beckstein.



MfG
kiiwii  

15.09.05 15:25

687 Postings, 5668 Tage EulenspiegelBanker..

Genau das ist es ja. Die, die zu uns kommen, passen nicht her. Wenn Sie dazu noch Wahlrecht genießen, Gute Nacht Deutschland.
Ein "Ego.." wird das allerdings nie verstehen. Eben zu abgehoben, egozentrisch oder eigensinnig oder kindisch mit dem Verstand eines trotzigen Kindes.  

15.09.05 15:28

6506 Postings, 7048 Tage Bankerslastich habe vor ein paar Minuten

meditiert. Da konnte ich den Geist Willy Brandts wahrnehmen. Der hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt: mann Schröder - was hast Du aus unserer SPD gemacht, und jetzt gehst Du Dich auch noch anbiedern?  

15.09.05 15:31

6836 Postings, 7535 Tage Egozentriker☠ Bankerslast

Du kannst mir glauben wenn ich sage, dass es unter den Türken, Polen, Russen usw. einige gibt, die mir auf den Sack gehen.
Aber genauso gehen mir Leute auf den Sack, denen differenziertes Denken fremd ist.
Aber was soll's?! Eulenspiegel ist nun mal ein bisserl simpler strukturiert. Drum soll er mit seinem eindimensionalen Weltbild glücklich sein.  

15.09.05 15:54

129861 Postings, 6220 Tage kiiwiiAd hominem

"Aber genauso gehen mir Leute auf den Sack, denen differenziertes Denken fremd ist."


MfG
kiiwii
 

15.09.05 16:17

129861 Postings, 6220 Tage kiiwiiUnd Fischer wirbt um SPD-Wähler

n-tv


Fischer wirbt um SPD-Wähler


Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer hält trotz stagnierender Umfrage-Werte am Wahlziel seiner Partei von mindestens 8,6 Prozent der Stimmen fest. "Dieses Ziel ist erreichbar, wenn wir uns richtig reinhängen und nicht jetzt irgendwelchen Spekulationen hinterherlaufen", sagte Fischer mit Blick auf anhaltende Gedankenspiele über ein mögliches Bündnis von SPD, Grünen und FDP oder eine große Koalition. "Von entscheidender Bedeutung ist, dass viele Menschen noch nicht ihre Entscheidung getroffen haben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.


Bei den jüngsten Umfragen verharrten die Grünen bei 7 Prozent. Beim Wahlparteitag im Juli hatte Fischer angekündigt, die Grünen wollten ihr 8,6-Prozent-Ergebnis von 2002 übertreffen. "An erster Stelle muss klar sein: keine Stimme für eine große Koalition", sagte Fischer. "Es werden wieder die Grünen sein, von denen es ganz entscheidend abhängt, ob wir unsere Mehrheit verteidigen können."


Auch 2002 habe Rot-Grün vor allem wegen des starken Grünen-Ergebnisses abermals die Mehrheit erlangt. "So wird das auch diesmal sein." Die SPD komme in den Umfragen "von unten, und natürlich muss sie zulegen, aber ich bin mir sicher, wir werden auch zulegen".


Ohne die Möglichkeit einer Ampelkoalition ausdrücklich zu verneinen, sagte Fischer: "Das hat die FDP doch klar abgelehnt, insofern sollte man sich da nicht in Spekulationen ergehen." Eine große Koalition sei eine Entscheidung für Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel. "Insofern muss klar sein, es gibt keine rot-grüne Stimme für Merkel, sondern die rot-grünen Wähler müssen sich wie beim letzten Mal mit ihrer Zweitstimme für die Grünen entscheiden."


Fischer betonte: "Wir brauchen eine große industriepolitische Anstrengung, die nach vorne führen muss, hin zu Biotreibstoffen, zu Verbrauchsbegrenzungen, zu neuen Antriebssystemen, zur Strategie 'Weg vom Öl' zu erneuerbaren Energieträgern." Dies sei für die Arbeitsplätze in Deutschland entscheidend.


Vehement kritisierte Fischer den von der Unionsspitze für den Fall eines Wahlsiegs angekündigten Energiegipfel. Da Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer dabei eine zentrale Rolle spielen solle, werde so ein Gipfel "ein Zurück in die Atomenergie" bringen. "Es wird Rückwärtsgang bedeuten. Und wir werden einen großen Preis, auch in Form von Arbeitsplätzen zu bezahlen haben."


MfG
kiiwii
 

16.09.05 14:56

687 Postings, 5668 Tage EulenspiegelDas ist wieder typische Panikmache

der überflüssigsten Partei in Deutschland.
Welche Energieträger wir in Zukunft nutzen entscheiden nicht der kleinkarierte Fischer mit seinen unfähigen Kumpanen sondern die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen und was wir für sie bezahlen müssen. Es wird immer wieder von den meisten hier am Board der Irrglaube verbreitet, dass die Grünen die Einzigen sind, die alternativen Energien den Vorzug geben und die CDU die Vertreter der Atomlobby wäre.
Falsch. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Darüber kann sich keine Partei hinwegsetzen. Die Möglichkeiten einer politischen Steuerung sind minimal und auf jeden Fall zeitlich begrenzt.  

16.09.05 15:37

11570 Postings, 6188 Tage polyethylenLeserbriefe in Bild zu dem Thema. Vorsicht Witzig

Dem christlich orientierten Europa droht bei einer EU-Mitgliedschaft der Türkei der Untergang durch muslimische Einwanderer. Im Interesse meiner Kinder und Enkelkinder muß ich CDU wählen.


Nun muß auch dem dümmsten Wähler klar sein, weshalb sich der Strahle-Kanzler so immens für den Türkei-Beitritt einsetzt.


Es ist eine Schande für Deutschland, wenn sich ein vertrauenswürdiger Kanzler der Ausländer bedient, um die Wahl zu gewinnen.

Ariva User?

 

16.09.05 15:51
1

6836 Postings, 7535 Tage Egozentriker☠ Der Erste ist ja besonders köstlich...

...und der Dritte glaubt sogar, dass Ausländer in Deutschland wählen dürfen.
Ist eigentlich eine Sauerei von BILD so etwas abzudrucken und ihre eigene Leserschaft derart bloßzustellen.  

16.09.05 17:10

129861 Postings, 6220 Tage kiiwiiDoppelpass ins Abseits

SPIEGEL


Doppelpass ins Abseits


Von Dominik Cziesche und Jürgen Dahlkamp


Rund 50.000 Deutsche haben die Staatsangehörigkeit verloren, weil sie sich heimlich einen türkischen Ausweis zulegten. Für viele gibt es wohl keinen Weg zurück.


Reisepass: "Jetzt wollen die uns los werden"


Berlin/Hamburg - Hier ruht eine deutsche Staatsangehörigkeit: in einem Aktenordner, bestattet unter einem blauen Pappdeckel. Auf dem ersten Blatt spreizt ein Bundesadler seine Schwingen, darunter verwahrt Recep K. in Klarsichthüllen jene Dokumente, die besagen, dass er ihm mal angehört hat. Dem deutschen Volke.


Die Akte ist vorerst geschlossen.

Dabei lebt Recep K., geboren in der Türkei, schon seit Jahrzehnten in Berlin. Arbeitet als Elektriker an der Freien Universität. Hat hier er seine Frau Sultan geheiratet, Steuern gezahlt, gewählt, gerade erst seinen Sohn eingeschult. "Und jetzt wollen die uns los werden", sagt Sultan.


Die K.s waren 1999 Deutsche geworden und hatten dafür ihren türkischen Pass abgeben müssen. Doch gleich nach der Einbürgerung beantragten sie einen neuen, und mit diesem Ausweis, der erst ein Jahr später kam, verloren sie umgehend wieder ihre deutsche Staatsangehörigkeit. So wie schätzungsweise 50.000 andere auch.


Union warnt vor Wahlverfälschung

Nach Jahren, in denen sich kaum einer für solche Inkognito-Türken interessierte, hat das nun gravierende Folgen: In den vergangenen Wochen warnten CDU und CSU immer wieder davor, das Ergebnis der Bundestagswahl könnte verfälscht werden. Die Union fürchtet, dass Zehntausende Wähler am Sonntag ihre Stimme abgeben - die meisten mutmaßlich für SPD oder Grüne - obwohl sie in Wahrheit Türken und damit gar nicht wahlberechtigt sind.


Vor allem auf Druck der Christdemokraten fahndeten deshalb die Landesinnenminister in den vergangenen Wochen massiv nach den falschen Deutschen. Und so sehr die Minister versprachen, man wolle allen, die sich rechtzeitig melden, die Hand reichen, damit sie im Land bleiben und schnell wieder Deutsche werden könnten: Viele werden nie wieder die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen.


In Wahrheit ist die Operation Wiedereinbürgerung nämlich längst unter das Rad des Föderalismus geraten. Unter dem Druck, noch rechtzeitig die Doppelpass-Deutschen aus den Wählerverzeichnissen zu sieben, gehen die 16 Länder seit Wochen nach Hausmacherart vor, jedes nach eigenem Gusto. Kulant mit Gefühl in Hessen und Bayern, hart nach Gesetz in Niedersachsen, Hamburg und Rheinland-Pfalz.


Rein oder raus, deutsch oder nicht, das wird damit zur Frage des Wohnortes - eine Beliebigkeit, mit der sich zumindest Saarlands Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nicht länger abfinden mag: "Wir brauchen dringend eine bundeseinheitliche Verfahrensweise." Das Problem mit dem Zweitpass gibt es schon seit 2000. Kurz zuvor hatte der Bund die Rechtslage geändert. Die Folge: Jeder, der nach seiner Einbürgerung eine zweite Staatsangehörigkeit annahm, verlor automatisch die deutsche - selbst wenn er weiter hier lebte.


Weigerung aus Ankara

Otto Schily und Abdulkadir Aksu (2003): Der Kollege weigert sich, die Namensliste der
Undercover-Türken herauszurücken

Türkische Behörden tricksten trotzdem gerne mit, wenn Landsleute Deutsche werden, aber Türke bleiben wollten. So weigert sich der türkische Innenminister Abdülkadir Aksu bis heute, die Namensliste der Undercover-Türken herauszurücken, obwohl sein deutscher Kollege Otto Schily in einem Brief mit dem dicksten Knüppel gedroht hatte: "Vor dem Hintergrund der in Deutschland wieder lebhaft entbrannten Debatte über die Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union sollten die Probleme schnellstmöglich gelöst werden."


Angesichts der anstehenden Wahlen haben die Länder Hunderttausende Fragebögen verschickt: Allein Nordrhein-Westfalen schrieb 74.000 Eingebürgerte an - 4000 antworteten, sie hätten sich tatsächlich wieder einen türkischen Ausweis besorgt. In Bayern bekannten sich bisher rund 6000 von 44.000 Neudeutschen zum Doppelpass, in Hessen gut 5400 von 27.000.


Viele von ihnen, so vermutet Kenan Kolat, Vizepräsident der "Türkischen Gemeinde in Deutschland", seien völlig ahnungslos gewesen, dass die Generalkonsulate sie wieder zu Türken gemacht hätten. Wer doch etwas geahnt habe, der habe zumindest nicht gewusst, dass es ihn den deutschen Pass kosten könne. So wie die Berliner Familie K. Auch sie will die Folgen nicht gekannt haben.


Für das NRW-Innenministerium sind solche Beteuerungen dagegen reine "Schutzbehauptungen", wie es in einem Behördenpapier heißt, und auch die Niedersachsen halten die Geschichte vom "unschuldig Eingebürgerten" für ein Märchen. Schließlich bekommt dort schon seit 1996 jeder Türke nur dann den deutschen Pass, wenn er eine persönliche Erklärung unterschreibt, darin der Satz: "Sollte ich wieder einen türkischen Pass annehmen, so wird die deutsche Einbürgerungsbehörde die Rücknahme meiner Einbürgerung prüfen."


Sicher ist eines: Jeder Türke, der sich mit dem Doppelpass ins Aus gespielt hat, muss jetzt wieder durch das übliche Einbürgerungsverfahren absolvieren. Das bedeutet: zuerst einen befristeten Aufenthaltstitel als Ausländer beantragen, damit er überhaupt noch legal hier lebt. Dann, im zweiten Schritt, die Einbürgerung, um einen neuen Pass zu bekommen.


Pech für Hartz-IV-Empfänger

Schily mit neuem Reisepass: Musterkandidaten werden zum Problemfall

Dass die Verwaltung dafür noch mal 255 Euro kassiert, dürfte das kleinste Problem sein. Schwerer wiegt: Wer wieder Deutscher werden will, muss gut genug verdienen, um sich und die Familie ohne Stütze durchbringen zu können - Pech also für alle, die mittlerweile arbeitslos geworden und auf Hartz-IV-Geld angewiesen sind.


Außerdem dürfen Bewerber in der Zwischenzeit nicht straffällig geworden sein. Und schließlich: Sie haben die deutsche Sprache zu beherrschen, und zwar so, dass sie einen Test bestehen, der seit 2000 Pflicht ist, für die erste Einbürgerung also möglicherweise gar nicht verlangt wurde.


Ausländer, die beim ersten Mal noch als Musterkandidaten galten, können damit nun zum Problemfall werden. Das betrifft selbst Türken, die hier gut integriert sind.


Zum Beispiel Cengiz Çayir, seit 1972 in der Bundesrepublik. Der 45-Jährige saß im Ausländerbeirat des hessischen Langen, ist dort auch Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins. "Die ganze Zeit war man Vorbild", sagt er. "Und plötzlich bin ich niemand." Vor allem aber hat er nach 25 Jahren seine Stelle als kaufmännischer Angestellter verloren; die Firma wurde im Mai dicht gemacht. Nun fürchtet er, als Arbeitsloser kein Deutscher mehr werden zu können.


Gedehnte Paragraphen

Wahlkampfplakat der Grünen: "Die Türkei gehört zu Europa. Die Türkei ist wichtig für die Sicherheit in Europa"

Umso glücklicher kann Çayir sein, dass er in Hessen wohnt: Das Land setzt auf eine weiche Linie. Selbst wer Geld der öffentlichen Hand braucht, bekommt hier im Regelfall einen "Aufenthaltstitel" - laut Rechtslage ist so etwas eigentlich nur ausnahmsweise möglich. Außerdem lässt sich das Ministerium jeden Fall vorlegen, in dem eine örtliche Ausländerbehörde einen Wiedereinbürgerungsantrag ablehnen will.


Auch die Bayern dehnen Paragraphen: Unter den Doppelpass-Deutschen waren hier fünf Polizisten; ihnen drohte die Entlassung, weil normalerweise nur Deutsche Beamte werden dürfen. Der Freistaat bemühte aber flugs einen Gesetzespassus, wonach er bei einem "dringenden dienstlichen Bedürfnis" auch Nichtdeutsche verbeamten darf.


Dagegen nutzen andere Bundesländer die Doppelpassmisere offenbar, um unliebsame Bürger loszuwerden. Rheinland-Pfalz etwa tut sich schon schwer damit, Hartz-IV-Empfängern überhaupt noch ein Aufenthaltsrecht zu geben - von einer Einbürgerung ganz zu schweigen. Nur in "bestimmten atypischen Fallgestaltungen", wie es in bestem Beamtendeutsch heißt, dürfe eine Ausländerbehörde einen Aufenthalt gewähren, wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert sei. "Gesetz ist Gesetz", kommentiert ein Ministerialer knapp.


Ähnlich baut jetzt Hamburg vor: Wer inzwischen auf Arbeitslosengeld II angewiesen ist, erhält nur im Ausnahmefall einen neuen Pass, zum Beispiel, wenn er einen Unfall hatte und nun schuldlos auf der Straße steht. Bei einer Kündigungswelle gefeuert zu werden, fällt voraussichtlich nicht in diese Kategorie von Unschuld.


Die Niedersachsen nehmen es ebenfalls genau: Die üblichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung seien strikt zu beachten, heißt es in einem Vermerk, und: "Im Einzelfall kann dies zu einer mehrjährigen Wartezeit vor erneuter Einbürgerung führen oder die erneute Einbürgerung auch ausschließen".


Berlin wiederum versprach zwar allen, die sich noch im August als Doppelstaatler outeten, dass sie in Deutschland bleiben dürften und der Senat bei einer späteren Wiedereinbürgerung nicht einmal die finanziellen Verhältnisse prüfen wolle. Wer sich aber bis Ultimo nicht meldete, riskiert jetzt eine umso härtere Gangart.


Türken, die ihren Doppelpass verheimlichen und am Sonntag zur Wahl gehen, werden strafrechtlich verfolgt. Außerdem müssen sie und alle, die sich den Behörden nicht offenbart haben, mit der härtesten aller Sanktionen rechnen: dem Rauswurf. Ob Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) oder Schleswig-Holsteins Ralf Stegner (SPD), im ganzen Land drohen Politiker damit, in solchen Fällen kein Pardon mehr zu geben. Für die Ex-Deutschen kann es dann heißen: Ausländer raus.


MfG
kiiwii  

16.09.05 17:21

69017 Postings, 6233 Tage BarCodeJetzt wird es eng für Talisker!

Auch so einer mit Doppelpass!

Gruß BarCode  

16.09.05 17:37

8451 Postings, 6042 Tage KnappschaftskassenAbsolut richtig wie hier mit den Leuten

umgegangen wird die sich eine zweite Staatsbürgerschaft durch die Hintertür erschlichen haben! Das ausgerechnet eine Personengruppe besonders anfällig für so ein denken ist keine große Überraschung, war gerade diese Gruppe besonders hartnäckig wenn es darum ging eine Parallelgesellschaft aufzubauen!  

16.09.05 17:52

7336 Postings, 6535 Tage 54reabvivat libertas bavariae!

talisker muss eben in den süden umziehen.


 
 

16.09.05 18:00

1025 Postings, 6947 Tage J.R. EwingSchon erstaunlich

daß in dieser Frage ausgerechnet das CSU-regierte Bayern und Hessen mit Ministerpräsident Koch an der Spitze in dieser Frage eine weiche Linie fahren, während z.B. das rot-gelb regierte Rheinland-Pfalz knallhart gegen die illegalen türkischen Doppelstaatler vorgeht.

Was sich die türkische Regierung in Sachen Doppelpaß herausnimmt, ist gelinde gesagt eine Freuchheit. Hier leisten türkische Konsulate in Deutschland eindeutig Beihilfe zum Rechtsbruch. Es wird Zeit, einige türkische Diplomaten konsequent des Landes zu verweisen. Vielleicht wacht dann auch der türkische Innenminister Aksu endlich auf. Über den Hinweis Schilys auf die Debatte über den EU-Beitritt der Türkei, der wohl als Drohung gemeint ist, wird man in Ankara wohl nur lachen. Noch-Kanzler Schröder verkündet da nämlich ganz andere Botschaften.

J.R.  

16.09.05 18:03

129861 Postings, 6220 Tage kiiwiiP. 56 - Wie jetzt ?? Doppelpass ??

Ist T. etwa Deutscher  u n d  Türke ?  Und dann Lehrer ?

Also ich wünsch ihm ja nix böses, aber wenn das so sein sollte, dann hat er jetzt ein Problem - oder zwei. Und er wäre dümmer, als er hier erscheint; jedenfalls
"dümmer, als die Polizei erlaubt.."  Und das wär aber dann schon ziemlich dumm.


MfG
kiiwii
 

16.09.05 18:05

1141 Postings, 6965 Tage AktienchecksKohl hat wenigstens ne türkische Schwiegertochter o. T.

16.09.05 18:12

1818 Postings, 5659 Tage data2005Wenn die Wahl von denen entschieden wird,

dann kapieren wenigstens auch die letzten Roten wieweit es in Deutschland gekommen ist...warum heissen wir eigentlich noch Deutschland?

Teilen wir uns doch auf in Westtürkei, Ostpolen, Nordsüdländer und Südstaaten ;-)

Dann geh ich aber auch wieder nach Bayern, bevor die mich nicht mehr reinlassen *gg*  

16.09.05 18:21

6836 Postings, 7535 Tage Egozentriker☠ Mach dir mal keine Sorgen, data

Leute mit deinen Ansichten sind dort immer willkommen.  

16.09.05 18:28

8001 Postings, 5581 Tage KTM 950Nee, nee da gibt es auch noch anders denkende,

zwar keine Kommunisten aber halt a bisr`l anders.  

16.09.05 18:28

11570 Postings, 6188 Tage polyethylenAlso ich bin dagegen

das die Maurer die Wahl entscheiden.
Laufen mit schmutzigen Klamotten rum und saufen den ganzen Tag Bier.
Sehr suspekt.
 

16.09.05 19:52
1

7984 Postings, 6297 Tage hotte39Macht euch keine Sorgen, Jungs,

"die" entscheiden die Wahl nicht. Weil dreimal so viel Wähler "sie" deshalb nicht wählen werden. Gerd und Joschka schaffen es dieses Mal nicht. Schon allein wg. Lafontaine und Gesellen.
Und was den EU-Beitritt der Türkei angeht, der scheitert an den Europäern, die etwas gescheiter sind als die Michels (die, Gott sei Dank, nicht darüber zu entscheiden haben). Und an den nicht mehr vorhandenen finanziellen Mitteln, die Deutschland, wenn es soweit wäre, dann nicht mehr nach Brüssel überweisen könnte. Weil die "Zahlmeister" dann bereits pleite sind.


Gruß Hotte  

06.11.05 21:41

7984 Postings, 6297 Tage hotte39Joschka und Gerhard ! Auf Wiederseh'n!

Ihr könnt kein Unheil mehr anrichten!  

24.11.05 01:16

7984 Postings, 6297 Tage hotte39.

24.11.05 08:15

5173 Postings, 5736 Tage Klaus_DieterUnglaublich, was hier in Deutschland

alles passiert!

Und wieder mal habe ich gar nichts davon gehört.

Denke manchmal werden einfach manche Sache gar nicht so klar und deutlich in den Medien gebracht, anderes hört man soo oft, dass es schon lästig werden kann.

Mit Redlichkeit, Staatstreue (muss doch irgendwie schwören, wenn man Deutscher wird, oder), hat das Ganze wohl nichts mehr zu tun - zumindest nicht gegenüber Deutschland. Würde mal einfach sagen, ist einfach Ausnutzung, und Belügen unseres Landes zum eigenen Vorteil.      

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