Scharfe Kritik an "gierigen Medizinern"

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eröffnet am: 26.03.09 09:15 von: oliweleid Anzahl Beiträge: 4
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4261 Postings, 4754 Tage oliweleidScharfe Kritik an "gierigen Medizinern"

Endlich mal. Weg mit der kassenärztlichen Vereinigung!

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26.03.2009    06:39 Uhr  

Gesundheitssystem

Scharfe Kritik an "gierigen Medizinern"

Streit der Weißkittel: Bayerns oberster Ärztefunktionär Munte schämt sich für eine Standesvertretung, die immer nur nach mehr Geld schreit. Der Mediziner fordert den radikalen Umbau der Kassenärztlichen Vereinigung - oder deren Auflösung.
Von Guido Bohsem

 

Axel Munte: "Unsere Organisation ist nur noch ein Sinnbild des gierigen Arztes" (Foto: Andreas Heddergott)

 

   

Im Streit über die Honorarreform für die niedergelassenen Ärzte wird nun auch das System der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Frage gestellt. Vor einem Krisentreffen der KV-Vertreter an diesem Donnerstag in Berlin erhob der Vorsitzende der größten Vereinigung Deutschlands, Axel Munte, massive Vorwürfe gegen die eigene Standesvertretung. Der bayerische Ärztefunktionär forderte ihren radikalen Umbau, oder, falls dies nicht gelinge, die Auflösung der Vereinigung.

"Unsere Organisation ist nur noch ein Sinnbild des gierigen Arztes", sagte Munte der Süddeutschen Zeitung. "Ich schäme mich für eine Standesvertretung, die immer nur nach mehr Geld schreit, damit sich der Patient dafür Qualität kaufen kann." Eine qualitativ hochwertige Versorgung müsse jedoch selbstverständlich sein. Sie liege in der großen sozialen Verantwortung, der alle Mediziner nachkommen müssten.

Wer als niedergelassener Arzt Kassenpatienten behandeln will, ist verpflichtet, in die KV einzutreten. Die Organisation übernimmt dafür die Abrechnung mit den Krankenkassen. Mit Munte hat erstmals ein aktiver KV-Funktionär das System derart scharf attackiert. Der langjährige Chef der einflussreichsten KV Deutschlands appellierte an die Vertreterversammlung, einen grundlegenden Reformprozess einzuleiten. In deren Mittelpunkt müsse die qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten stehen.

       

              <!-- Stoerer //ý         <div class="articleDistractor"ý<div class="content"ý<div class="item"ý<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/693/461319/text/" _fcksavedurl="http://www.sueddeutsche.de/politik/693/461319/text/"ý
"Durch die neue Honorarreform gewinnen die mittelmäßigen Ärzte auf Kosten der Spezialisten. Das darf nicht sein", sagte Munte. Mittelmäßige medizinische Versorgung könne Leben kosten. "Es sind schon zu viele gestorben", betonte der Mediziner. "Wir müssen das System so umbauen, dass die besten Ärzte das meiste Geld bekommen."         <!-- END Stoerer //ý   </spaný          <pýBayern sei diesen Weg in den vergangenen Jahren bereits gegangen. Seine KV habe etwa die Zahl der Mediziner drastisch reduziert, die eine Darm- oder Brustkrebsvorsorge vornehmen dürfen. "Das ist nur noch denen erlaubt, die am besten qualifiziert sind", sagte Munte. Werde am Donnerstag nicht deutlich, dass sich die KV in diese Richtung bewege, betrachte er dies als Kriegserklärung: "Wenn uns diese Reform der KV nicht gelingt, sollten wir sie abschaffen und in eine privatwirtschaftliche Organisation

     
 

Chirurgen in Heidelberg operieren einen krebskranken Patienten. (Foto: ddp)

 

   

Durch die seit Anfang des Jahres gültige Honorarreform wurden die Spielregeln geändert, nach denen die 14.0000 niedergelassenen Ärzte ihr Geld bekommen. Statt nach Punkten wird nun nach Euro und Cent abgerechnet. Die Honorare der Ärzte in Ostdeutschland wurden denen im Westen angeglichen.

Dafür stehen den Medizinern im Vergleich zu 2007 bis zu 3,9 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. Jedoch führte die Umstellung zu massiven Umsatz-Einbrüchen und Protesten bestimmter Facharztgruppen. Besonders betroffen davon sind Bayern und Baden-Württemberg.

Die Wut der Mediziner richtet sich dabei auch gegen die KV, die an der Ausarbeitung der Reform maßgeblich beteiligt war. Zusammen mit den Kassen setzte sie dabei Vorgaben um, die die große Koalition in der Gesundheitsreform Anfang 2007 beschlossen hatte. Die CSU hat sich bereits deutlich von dem Regelwerk distanziert und fordert die Abschaffung des KV-Systems.

       

               

(SZ vom 26.03.2009/hgn)

 

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oliweleid

26.03.09 14:38
1

12570 Postings, 6013 Tage Eichiund geizig ...

26.03.09 14:42

18840 Postings, 4194 Tage WahnSeenun ja....

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Angehängte Grafik:
_rzte.jpg
_rzte.jpg

26.03.09 14:45
1

2337 Postings, 4495 Tage rogersaber nicht jeder Mediziner

ist ein gieriges und geiziges A....loch, es gibt auch Ausnahmen:

"Mir geht's gut"
Von Markus Grill

Dirk Wetzel ist Hausarzt. Er verdient so viel wie der Durchschnitt aller Ärzte mit eigener Praxis: 10.000 Euro brutto im Monat. Jetzt mehr zu fordern, hält er für eine Unverschämtheit.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,614699,00.html  

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