Sakrileg - alles nur geklaut?

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neuester Beitrag: 17.09.06 15:54
eröffnet am: 27.02.06 12:55 von: Slater Anzahl Beiträge: 24
neuester Beitrag: 17.09.06 15:54 von: bammie Leser gesamt: 4286
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bewertet mit 12 Sternen

27.02.06 12:55
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44542 Postings, 7244 Tage SlaterSakrileg - alles nur geklaut?

Es geht um Millionen
Der Stargast ist ein scheuer Multimillionär. Das altehrwürdige Gericht, vor dem Dan Brown aussagen soll, passt gut zu den Schauplätzen seines Thrillers "Sakrileg". Der Royal High Court in London, 1882 von Königin Viktoria eingeweiht, ist ein Paradebeispiel für Bemühungen von Architekten um die Wiederbelebung der Gotik. Rund 1000 Räume gibt es im Obersten Zivilgericht Englands. Auf einen davon konzentriert sich seit Montag nicht nur das Interesse von Brown-Lesern in aller Welt.
 
Hoch bezahlte Rechtsexperten von Buchverlagen sowie der Filmindustrie verfolgen das Geschehen. Genau wie PR-Berater der Katholischen Kirche, die Dan Brown nichts sehnlicher wünschen als eine fürchterliche Blamage. Hat der Bestseller-Autor schamlos abgeschrieben? Muss sein Welthit "Sakrileg" aus den Buchhandlungen entfernt werden? Darf die Verfilmung des weltweit 48 Millionen Mal verkauften Thrillers mit dem Originaltitel "The Da Vinci Code" etwa gar nicht in die Kinos kommen?
 
"Ja" würde die Antwort auf alle diese Fragen lauten, wenn es nach dem Willen von drei Männern ginge. Sie hatten sich schon vor rund einem Vierteljahrhundert in einem Sachbuch mit der später von Brown profitabel vermarkteten These beschäftigt: Jesus zeugte mit Maria Magdalena ein Kind und gründete damit eine Erblinie, die bis in unsere Zeit von der katholischen Obrigkeit skrupellos bekämpft wird.
 
Nach Angaben der Londoner "Times" verlangen die Kläger mindestens 10 Millionen Pfund (fast 15 Millionen Euro) dafür, dass sie ihre Vorwürfe der Verletzung von Urheberrechten aufgeben. Andernfalls wollen sie einen Bann für Browns "Da Vinci Code" sowie den Film in Großbritannien durchsetzen. Einem solchen Präzedenzfall könnten Millionen schwere Prozesse in anderen Ländern folgen.
 
Die Kläger sind für Freunde esoterischer Spannung keine Unbekannten: Michael Baigent aus Neuseeland und der Amerikaner Richard Leigh. Zusammen mit dem Engländer Henry Lincoln, der sich aus gesundheitlichen Gründen der Klage nicht anschloss, hatten sie 1982 das Sachbuch "The Holy Blood and the Holy Grail" ("Der heilige Gral und seine Erben") veröffentlicht. Nun behaupten Baigent und Leigh, dass ihre Grundstory einer kirchlichen Verschwörung, ja die "gesamte Architektur" ihres Buches, einfach für Browns Buch übernommen und zu einem Thriller ausgebaut wurde.
 
Die Londoner Verhandlung ist nicht der erste Versuch, mit solchen Vorwürfen Millionen herauszuschlagen. Besonders beachtet wird das Verfahren wohl auch, weil es die Weltpremiere der Hollywood-Variante von "Da Vinci Code" mit Tom Hanks in der Starrolle bei den Filmfestspielen in Cannes Mitte Mai überschatten könnte. Vor allem aber, weil der Gerichtssaal zur Bühne für den amtierenden König des Genres Religionskrimi wird.
 
Ausgerechnet der öffentlichkeitsscheue Dan Brown, der nur noch in Privatjets reist, weil er bei Linienflügen ständig um Autogramme gebeten wurde, soll vor laufenden Kameras aussagen. Allerdings wird der Autor, der mit seinen Büchern umgerechnet schon 300 Millionen Euro verdiente, keineswegs als Angeklagter vor Gericht stehen. Er wurde als Zeuge im Verfahren "Baigent versus Random House" geladen. Nach englischem Recht ist "Plagiat" durch eine Person nicht justiziabel. Die Klage richtet sich deshalb gegen ein Unternehmen, Browns US-Verlag Random House.
 
Dessen Anwälte argumentieren, der Schriftsteller habe für "Sakrileg" legal eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen verwendet. Baigent und Leigh führen ins Feld, Brown habe in erster Linie ihr Jesus-Buch "ausgeschlachtet". Er habe in "Sakrileg" sogar übermütig auf seine Hauptquelle aufmerksam gemacht. So sei der Charakter Leigh Teabing eine Anspielung auf die Männer, die jetzt als Kläger auftreten: Leigh stehe für Richard Leigh, Teabing sei eines der von Brown so gern verwendeten Anagramme und stehe für Baigent.
 

27.02.06 13:50

21799 Postings, 7605 Tage Karlchen_IKlar ist alles geklaut.

Wer den Film gesehen hat, wüsste es...

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,3272290,00.html  

27.02.06 14:26
2

69017 Postings, 6170 Tage BarCodeWieso geklaut?

Die künstlerische Leistung eines Romanautors besteht darin, dass er einen x-beliebigen Stoff in eine spannende oder lehrreiche oder emotional anregende Geschichte fasst. Dabei können auch irgendwelche abstrusen Sachbuch-Thesen verbaut werden. Die eignen sich besonders gut.
Jeder Romanschreiber sammelt seinen Stoff im "richtigen" Leben. Bei uns jedenfalls hätte man mit solch einer Klage keinerlei Erfolg, da ein Plagiat allenfalls im gleichen Genre möglich ist.

 

Gruß BarCode

 

27.02.06 14:32

44542 Postings, 7244 Tage Slateraha o. T.

27.02.06 14:37

21799 Postings, 7605 Tage Karlchen_INa - grundlegende Ideen sind geklaut.

Das mit Maria Magdalena, die Sache mit den Merowinger, der Nachkommenschaft Jesus und der Geheimbünde. Ob das rechtlich relevant ist, ist mir aber egal.

Goethe hat ja auch den Faust geklaut.  

08.04.06 10:09
1

7538 Postings, 7141 Tage Luki2Dan Brown hat nicht abgeschrieben


© Jens Meyer/AP
Das Urteil ist positiv für Dan Brown ausgefallen, die Produktion von "Das Sakrileg" kann weiter laufen


Urteil im Sakrileg-Prozess

Dan Brown hat nicht abgeschrieben

Das Urteil ist gefallen: Der Thriller "Sakrileg" basiert nicht auf Ideen des 1982 erschienen Sachbuchs "Der heilige Gral und seine Erben". Das Hohe Gericht in London wies den Plagiatsvorwurf gegen Bestseller-Autor Dan Brown zurück.

Geklagt hatten die beiden Autoren des Sachbuchs, Michael Baigent und Richard Leigh. Es wäre falsch, wenn Autoren von Belletristik ihre Werke der eingehenden Prüfung durch Autoren vorgeblicher Geschichtsbücher unterziehen müssten, so wie dies bei "Das Sakrileg" der Fall gewesen sei, erklärte Richter Smith in seiner 71-seitigen Urteilsbegründung. Die Kläger hätten sich auf eine "selektive Zahl von Tatsachen und Ideen" gestützt, die für den Rechtsstreit künstlich aus dem Buch genommen worden seien.

Dan Brown will sich auf nächstes Buch konzentrieren
Brown sagte, er freue sich darauf, sich nun auf seinen nächsten Roman zu konzentrieren. "Ich freue mich über das heutige Ergebnis, nicht nur aus persönlicher Sicht, sondern auch als Romanautor", erklärte Brown. Der Verlag Random House erklärte, der Fall hätte nie vor Gericht kommen dürfen. Dies habe man den Klägern auch wiederholt zu vermitteln versucht, sagte Gail Rebuck vom Vorstand des Verlags. Brown hatte im Prozess bestätigt, dass er und seine Frau Blythe, die einen Großteil der Informationen für den Thriller recherchiert hat, vor der Arbeit an "Sakrileg" auch "Der heilige Gral und seine Erben" gelesen haben. In sein Werk seien darüber hinaus jedoch Informationen aus 38 weiteren Büchern und hunderten Dokumenten eingeflossen.

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Ideen über das Leben Christi sind Allgemeinheit
Die Verteidigung führte an, dass die verwendeten Ideen über das Leben von Jesus Christus so allgemein seien, dass sie nicht gesetzlich geschützt werden könnten. Vor der Urteilsverkündung erklärte eine Londoner Expertin für Urheberrecht, ein Sieg für Leigh und Baigent würde die Arbeit von Romanautoren deutlich erschweren. "Es würde die Frage aufwerfen, wie sie für einen historischen Roman recherchieren können, ohne von dem Historiker der Urheberrechtsverletzung beschuldigt zu werden, der das Hauptwerk zu dem betreffenden Thema geschrieben hat", sagte die Juristin Fiona Crawley. In "Sakrileg" und "Der heilige Gral und seine Erben" geht es um die Theorie, dass Jesus Christus Maria Magdalena heiratete und mit ihr ein Kind bekam. In dem Sachbuch heißt es, Jesus sei möglicherweise nicht am Kreuz gestorben, sondern habe den Rest seines Lebens in Frankreich verbracht.

Noch mehr Popularität für Buch und Film
Der Film "Da Vinci Code" (Sakrileg) mit Tom Hanks und Ian McKellan in den Hauptrollen soll am 19. Mai anlaufen. Hätten Baigent und Leigh eine einstweilige Verfügung gegen die Verwendung ihres Materials erreicht, wäre der Filmstart gefährdet gewesen. Seit der Plagiatsprozess in den Schlagzeilen war, verkaufte sich das 24 Jahre alte Buch von Baigent und Leigh deutlich besser: In Großbritannien werden davon 7.000 Exemplare pro Woche verkauft gegenüber einige hundert in der Zeit zuvor. Möglicherweise kommen auf sie nun Kosten für den Rechtsstreit zu, die von Experten auf mehr als eine Million Pfund (1,45 Millionen Euro) geschätzt werden.

Jill Lawless/AP


Q:
http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/...ess-Dan-Brown/559139.html  

Gr.
 

08.04.06 10:19

6198 Postings, 6254 Tage Palmengelab Mai im Kino....

der Da Vinci Code...
Bin schon gespannt, ob die Verfilmung es schafft,
auch nur ansatzweise so gut wie das Buch zu sein..
Meist ist man ja enttäuscht, wenn man das Buch schon vorher gelesen hat

Palme....ariva.de

 
Angehängte Grafik:
sakrileg.jpg
sakrileg.jpg

10.04.06 19:22
2

7538 Postings, 7141 Tage Luki2Neuer Plagiatsvorwurf

"SAKRILEG"

Neue Vorwürfe gegen Dan Brown

Kaum ist die jüngste Gerichtsverhandlung gegen Dan Brown und seinen Bestseller "Sakrileg" zu Ende, wird ein neuer Plagiats-Vorwurf laut: Ein russischer Wissenschaftler glaubt, der US-Autor habe seine Ideen geraubt.

Moskau - Gerade erst hat ein Londoner Gericht den Schriftsteller Dan Brown vom Plagiatsvorwurf freigesprochen, da droht schon der nächste Prozess. Der auf Leonardo da Vinci spezialisierte russische Kunsthistoriker Michail Anikin sagte der Nachrichtenagentur AFP, Brown habe einige seiner Einfälle für seinen Erfolgsroman "Sakrileg" (Originaltitel: "The Da Vinci Code") geklaut. Unter anderen habe der Schriftsteller sich seiner Idee bedient, wonach da Vinci nicht nur Maler, sondern auch Theologe und seine "Mona Lisa" kein Porträt, sondern eine Allegorie der christlichen Kirche gewesen sei.

Anikin sagte, er habe dies bereits 1998 gegenüber Kollegen aus den USA ausgeführt und im Jahr 2000 ein entsprechendes Buch über Leonardo da Vinci veröffentlicht. Brown solle sich bei ihm entschuldigen. Anikin forderte von dem Erfolgsautor außerdem eine "Entschädigung für den erlittenen moralischen Schaden".

Nach eigenen Angaben erhebt Anikin Anspruch auf alle Einnahmen, die Brown durch sein Plagiat erzielt habe. Sollte der Autor das nicht akzeptieren, werde er in den kommenden Tagen Klage einreichen, fügte der Mitarbeiter des Moskauer Ermitage-Museums hinzu.

Von dem 2003 erschienenen und mittlerweile in mehr als 40 Sprachen übersetzten Verschwörungs-Schmöker wurden weltweit bereits annähernd 40 Millionen Exemplare verkauft.

anr/AFP

Q: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,410811,00.html  

Gr.  

10.04.06 20:25
1

8970 Postings, 6210 Tage bammieEs ist doch verwunderlich, das viele Menschen,

Spiritualität in der Öffentlichkeit verneinen, aber im stillen Kämmerlein solche o.ä. Bücher verschlingen.


hier gibt es eine Stellungnahme von Opus Dei:

http://de.opusdei.org/art.php?p=11842


greetz bammie  

12.04.06 11:46
1

8970 Postings, 6210 Tage bammieIch zog mich vor der Mona Lisa aus!

Welt-Exklusiv! BILD trifft Super-Star Tom Hanks!
?Ich zog mich vor der Mona Lisa aus!?

Es ist der erfolgreichste und umstrittenste Roman des Jahrhunderts!

Der Kirchen-Thriller ?The Da Vinci Code- Sakrileg? von Dan Brown fasziniert den Planeten: 47 Mio. Bücher Weltauflage (4 Mio. in Deutsch!).

Die Fiction-Story: Jagd nach dem größten Geheimnis des Vatikans: Zeugte Jesus Christus ein Kind?

Endlich! Das Buch wurde zum Film! Es ist ein Hollywood-Blockbuster (125 Mio.). Eröffnungs-Premiere des Filmfestivals von Cannes (17. Mai)! Mit Weltstar Tom Hanks (49)! Gedreht an Original-Schauplätzen (Louvre etc.). Es ist der mysteriöseste und geheimnisvollste Film des Jahres!

Hollywood-Legende Tom Hanks empfing als einzigen Reporter weltweit BILD-Kolumnist Norbert Körzdörfer exklusiv in Los Angeles.

Ein weißer, wedelnder Schatten schnüffelt gemütlich die Treppe runter: sein deutscher Schäferhund. Dann er: das Original. Der Mann hinter dem Idol. Schwankender Kaffeebecher, Blue Jeans, braune Lederjacke, schwarzes Polo-Shirt, schwarze Stiefel, Taucher-Uhr, wuschelige Haare, graue Bartstoppeln.

Ein leuchtendes, lächelndes Gesicht mit blitzenden Augen: ?Hi, ich bin Tom...?

Santa Monica. Der weiche Wind riecht nach salzigem Pazifik. Wir treffen uns in seinem Büro (?Playtone?). Er kommt durch die Garage. Punkt 11 Uhr. Sonnenbrille. Umhängetasche. Er schreitet wie ein Offizier.

Er hat eine klare, warme, melodische, feste, ausgebildete, tiefe Stimme. Sie verleiht Instant-Vertrauen. Ein gestandener Mann. Vater von vier Kindern.

Gelebte Intelligenz. Der Hit-Man von Hollywood: (?Schlaflos in Seattle?, ?Polar-Express? etc. etc.) Zwei ?Oscars? hintereinander für ?Philadelphia? und ?Forrest Gump? (schaffte vor ihm nur Spencer Tracy).

Er ist der ?wohl erfolgreichste Schauspieler der Welt? (?Spiegel?). Der ?mächtigste Mann Hollywoods? (?Entertainment Weekly?).

Jetzt ist er ?Harvard-Prof. Robert Langdon?! Er jagt das verborgenste Geheimnis der Kirche! Die größte Verschwörung der Geschichte. Ein Geheimnis, dessen Aufdeckung die Menschheit erschüttern würde.

Das Genie da Vinci hat geheime Zeichen im Altar-Gemälde ?Das letzte Abendmahl? verewigt: Hatte Jesus Christus ein Kind mit Maria Magdalena? Der Plot ist Fiction! Aber er fesselt die Welt.

BILD: Was ist so sensationell an dem ?Thriller des Jahrhunderts??

Tom Hanks: Ich war fasziniert von dem realistischen Tempo. Das Buch rast. Man verschlingt die Seiten. Es ist eine herumwühlende Jagd von Tip zu Tip ? ein Buch zum Mitfiebern. Die Leser wollen jedes Anagramm enträtseln, jeden Hinweis. Und wenn sie die Lösung entdecken, schütteln sie ihre Köpfe und stöhnen: ?Oh, wow! Warum habe ich das nicht gemerkt?? Leonardo da Vinci selbst ist...

BILD: Er ist ein Geheimnis...

Tom Hanks: Das ist er. Wir kennen so viele seiner Arbeiten ? aber gleichzeitig war er ein Mann von blendendem Genie, der rückwärts und spiegelverkehrt mit beiden Händen schreiben konnte. Ich glaube, Leonardo da Vinci ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir lieben Leonardo eben. Jeder liebt ihn.

BILD: Er malte die Mona Lisa, als er 51 war. Sie werden 50...

Tom Hanks: Bald werde ich es, ja. Deshalb habe ich meine Mona Lisa noch vor mir. Gut zu wissen. Schön zu wissen.

BILD: Das geheimnisvolle Lächeln war das Lächeln seiner Mutter...

Tom Hanks: Well, ich habe auch ein bißchen recherchiert. Du findest diese faszinierenden Dinge heraus, wie er malte. Ich denke, die Menschen sehen ihn als eine Art teuflisches Genie, einfach weil er so ein großes Genie war. Wir kleinen Sterblichen fragen uns: ?Er muß ein großes Geheimnis gehabt haben.? Aber ich glaube, er liebte es einfach, zu malen, zu denken, zu schreiben ? das war sein Leben...

Er nippt am Kaffee. Er kratzt sich an der Nase. Er guckt staunend wie ?Forrest Gump?. Sein Hund döst am Teppichboden. Wir sitzen an einem ovalen Konferenz-Tisch mit 10 schwarzen Ledersesseln- und einem Flat-TV. Seine Seite ist leer. Meine Seite ist voller Papier, Notizen, Bücher, Tonbänder. Er schmunzelt: ?Haben Sie auch wirklich alles dabei??

Man mag ihn sofort. Eine Aura des Kumpels, des Normalen. Einer wie wir alle, fast. Sein Nachbar Steven Spielberg: ?Wir sind Freunde, weil sein Familienleben so retro ist: Barbecue, Kinder-Videos, Schulfahr-Gemeinschaften. Er ist ein wundervoller Daddy, der seine Kinder erzieht ? und dazwischen Filme dreht. Und er liebt seine Frau Rita unsterblich.? (Seit 18 Jahren glücklich verheiratet).

BILD: Sind Sie glücklich mit dem Thriller-Helden Langdon?

Tom Hanks: Alle Rollen sind Herausforderungen. Die Schwierigkeit war, das alles Sinn machen muß. Er ist ein brillanter Symbologe. Du kannst nicht alles erzählen, was im Buch steht. Du mußt es in Dialoge übersetzen. Du mußt es rausbluten lassen irgendwie. Die Grund-Story passiert in Paris ? und rast los. Du mußt sie nur zum Leben erwecken. Du mußt jeder Rolle echtes Leben einhauchen.

BILD: Trafen Sie Dan Brown (42), den geheimnisvollen Autor?

Tom Hanks: Ja, wir gingen zusammen das Script durch. Wir fragten ihn: ?Okay, aber erklären Sie die Bedeutung, warum ist das so wichtig!??

Ich meine: Teil der Story ist die heilige Weiblichkeit ? und ein Teil ist die Alchemie zwischen Mann und Frau, die sich entwickelt bis zu Gottes Sohn! Und wie verhält sich diese Pseudo-Wissenschaft mit der spirituellen Suche der großen Helden? Es war eine faszinierende Diskussion! Denn jede Erklärung führte zu einer neuen Frage. Sein enormes Wissen über die Suche nach dem Heiligen Gral reicht tief in die Jahrhunderte. Er sieht überall auf der Welt Symbole, Zeichen, Rätsel ? und er kann sie erklären. 5 Mio. Taschenbücher überschwemmen am Tag unseres Gesprächs den US-Markt (7,99 Dollar).

Die unglaubliche Story:

Eine entstellte Leiche im Louvre! Rätselhafte Zeichen in den Gemälden da Vincis. Eine Jahrtausend alte Geheimgesellschaft, die den ?Heiligen Gral? schützt. Ein Mythos, der die Grundfeste der Kirche erschüttert. Dan Brown: ?Es ist ein Roman, also Fiction ? voller Fakten. Es ist nicht antichristlich. Ich bin ein Christ!?

BILD: Was war das schwierigste bei diesem Film?

Tom Hanks: Wir mußten all die Informationen und das Wissen in den Köpfen der Charaktere auf die Leinwand bringen ? und das realistisch. Der Film ist ein grandioses Puzzle. Wir mußten die Szenen so konstruieren, daß alle Infos organisch präsentiert werden. Jeden Tag, bei jeder Szene hatten wir große Brocken von Dialogen, die wir ausbalancieren mußten. Was wissen wir? Was muß rüberkommen? Was muß man verheimlichen? Jede Szene verrät ein Stück des Puzzles ? ob wir in einem Smart durch die Rue de Rivoli schießen um 3 Uhr nachts ? oder mitten im Louvre.

BILD: Was waren Ihre schönsten Momente?

Tom Hanks: Das waren die Dreharbeiten im Louvre. Wir spielten direkt vor diesen grandiosen, überwältigenden, sehr, sehr berühmten Gemälden und Leinwänden, die jeder Mensch kennt. Wie können wir die Menschen im Kino noch überraschen? Das war der Thrill. Jeden Tag.

BILD: Was fühlten Sie unter den Augen der Mona Lisa (1503)?

Tom Hanks: Wir waren ständig gefesselt und bezaubert durch all die Meisterwerke, die uns umzingelten. Der Saal der Mona Lisa war die Abstellkammer für unsere Technik. Dort ging ich hin, um mich aus- und umzuziehen. Ich wechselte die Kleider auch vor einer Apollo-Statue, die vielleicht 5000 Jahre alt war.

Der Louvre wurde zu unserer Welt. Wir arbeiteten wie immer mit Kameras, mit Scheinwerfern, mit Gleisen, aber inmitten dieser Schätze der Menschheit. Wir verfilmten das meistverkaufte Buch der Welt mitten im berühmtesten Museum der Welt.

Tom Hanks ist selbst ein Puzzle. Ein Rätsel.

In der Stadt der Illusionen blieb er ?Mr. Nice Guy?. Er liebt Shakespeare statt Skandale. Er ist treu statt sündig. Er ist Schauspieler statt Showman. Er fährt Hybrid-Auto und VW-Bus statt Limous. Er bringt morgens seine Kinder zur Schule und bleibt abends zu Hause. Er liest Biographien über US-Präsidenten, statt mit Video-Games zu spielen.
Er ist ernsthaft, dankbar, demütig ? obwohl er auf der Spitze der Hollywood-Pyramide steht.

Was ist sein Geheimnis?



mfg
Bild


Na, wer von euch kennt die Geheimnisse ?

greetz bammie  

21.04.06 10:55
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8970 Postings, 6210 Tage bammieDas Kino ist ein Teufelszeug

Die ihn verdammen, haben den Film noch gar nicht gesehen, aber sie haben gelesen, denn der ?Da Vinci Code? wurde weltweit vierzig Millionen Mal verkauft, und deshalb ist es nach der Erfolgsgeschichte von Dan Browns Roman auch um so erstaunlicher, daß Kirchen und religiöse Organisationen erst zur Verfilmung von ?Sakrileg?, wie das Buch im Deutschen heißt, so heftig reagieren wie auf ein Sakrileg.

Die katholische Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten hat ?Wahrheitskommissionen? gebildet und eine Dokumentation in Auftrag gegeben, welche die Irrtümer des Buches richtigstellen soll, von denen man annimmt, daß sie auch in der Hollywoodproduktion mit Tom Hanks auftauchen werden, und der Prediger des päpstlichen Hauses hat sich am Karfreitag im Beisein Benedikts XVI. gegen Buch und Film gewandt.

Brennende Sorge

Reden wir erst gar nicht von dem Möchtegern-Coup des Magazins ?National Geographic? mit dem Judas-Evangelium und lieber davon, daß das Magazin ?Time? seine jüngste Titelgeschichte ?The Opus Dei Code? genannt hat. Diese katholische Organisation, die im Roman keine sehr rühmliche Rolle spielt, verlangt von Sony Pictures, dem Verleih und Produzenten, den Film mit dem Zusatz zu versehen, es handle sich um reine Fiktion. Ein solcher Zusatz sei ?ein Zeichen des Respekts gegenüber der Person Jesu, der Geschichte der Kirche und den religiösen Überzeugungen der Zuschauer?, was ein seltsames Pars pro toto ist, da Opus Dei für die gesamte katholische Kirche spricht, deren Teil sie doch bloß ist. Aber diese Verwechslung artikuliert immerhin klar die brennende Sorge der Kirche, die einem Hollywoodfilm fast magische Kräfte zuschreibt, wenn sie unterstellt, er könne die Grundfesten des Glaubens erschüttern, was ja auch heißt, daß man den Gläubigen nicht allzuviel Standfestigkeit zutraut.

Und wenn man bei Dan Brown nachliest, dann ahnt man auch, was die Kirche jenseits der unterhaltsamen konspirativen Konstruktion so beunruhigt: Es geht um den Prozeß der Kanonisierung, die apokryphe von den kanonischen Schriften unterschied, oder um das Nizäische Glaubensbekenntnis und die Trinität, denn wie kursorisch auch immer Brown damit umgeht - es bleibt ein sehr unmißverständlicher Hinweis auf die Geschichtlichkeit des Glaubens, der sich erst durch Ausgrenzung herausgebildet hat und nicht vom Himmel gefallen ist. Und es ist dann auch kein Wunder, daß eine Religion, die sich auf das Buch der Bücher stützt, im Medienzeitalter die Macht der bewegten Bilder fürchtet, die in ihrer Evidenz auch manchmal wie vom Himmel gefallen wirken.

Text: F.A.Z., 20.04.2006, Nr. 92 / Seite 39  

21.04.06 11:36

8970 Postings, 6210 Tage bammiePlagiat und Globalismus

Die globale Welt braucht keine Originale, keine Persönlichkeiten, sie begnügt sich mit Nachahmungen, Fälschungen und Klons, weil diese den geistigen Komfort nicht stören.

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MOSKAU, 21. April (Anatoli Koroljow, RIA Novosti). Dan Brown wird wegen seines Bestsellers "Da Vinci Code" immer wieder des Plagiats bezichtigt.

Vorläufig gelingt es dem Autor und seinen Anwälten, die Beschuldigungen zu widerlegen.

Ein vor kurzem in London zu Ende geführter Prozess drohte Brown mit ernstesten Folgen. Kläger waren gleich zwei Autoren, die den Anspruch auf die Idee des Romans erhoben: Michael Baigent und Richard Leigh. Sie versuchten das Gericht davon zu überzeugen, dass der Schriftsteller rücksichtslos das Hauptthema ihrer dokumentarischen Forschungsarbeit "Der Heilige Gral und seine Erben" benutzt habe. In diesem Buch behaupten sie, Jesus Christus sei mit Maria Magdalena verheiratet gewesen und habe Kinder mit ihr gehabt.

Das Gericht wies die Ansprüche der Wissenschaftler zurück, unter anderem aus dem Grund, dass Brown unter den Büchern seiner Hauptfigur auch das fundamentale Werk der Kläger selbst erwähnt und sogar ausgedehnte Zitate daraus anführt.

Und nun eine überraschende Wendung: Der russische Kunstwissenschaftler Michail Anikin erhebt Anspruch auf die Idee des Romans. Zwar ist es noch nicht zu einer Klage gekommen (Anikin überlegt die Möglichkeiten eines solchen Prozesses), aber in einem großen Interview sagt der Mitarbeiter der Petersburger Ermitage, Brown habe seine Enträtselung der Gioconda gestohlen: dass es sich nämlich nicht um ein Bildnis der Mona Lisa handele, sondern um ein allegorisches Gemälde, auf dem eine Darstellung Christi und die der Gottesmutter miteinander verschmolzen seien. Darüber schrieb Anikin in seinem Buch "Leonardo da Vinci, oder Theologie in Farben", das bereits 2000 veröffentlicht wurde.

Er schildert die Sachlage folgendermaßen:

Von seinen Ideen erzählte Anikin Vertretern des Museums von Houston, die ihn bei einem Besuch in Petersburg angeblich um die Erlaubnis gebeten hatten, Einzelheiten seiner Entdeckung "einem Schriftsteller als Fabel für einen Kriminalroman" wiederzugeben.

Wahrscheinlich werden Anikins Ansprüche im Gerichtsverfahren - fast ein solches zustande kommt - zurückgewiesen werden.

Gegenwärtig ranken sich um die Gestalt der Gioconda und die von Leonardo da Vinci selbst eine kolossale Zahl von Forschungen aller Art. Das ideale Da-Vinci-Museum unter der Leitung des italienischen Kunstwissenschaftlers Alessandro Vezzosi registriert täglich das Erscheinen neuer Arbeiten über den großen Künstler. Mehr noch, um dieses gigantische Gedankenspiel zu erfassen, werden in den letzten Jahren Bibliografien der Bibliografien (!) herausgegeben, die da Vinci gelten. Seit 1931 sind schon fünf erschienen. Hierbei zählt die Bibliografie von Augusto Marioni nicht mehr und nicht weniger als 26 Ausgaben und die Bibliografie von Carlo Pedretti sogar acht Bände.

Ich bin sicher: In diesem Meer von Schriften werden Dan Browns Anwälte auch die Ideen finden, dass die Mona Lisa ein allegorisches Porträt ist. Dann wird sich die Klage gegen den Petersburger Forscher wenden, wie eben erst in London geschehen: Das Gericht verpflichtete die Kläger, bis zum 5. Mai die erste Geldstrafe in Höhe von 350 000 Pfund Sterling zu zahlen, und einer der beiden Kläger verkauft zur Zeit sein Haus (das Gericht verurteilte die Pechvögel zu einer Strafe von insgesamt 1,1 Million Pfund Sterling).

Das Plagiat als Begriff ist eine relative Neuheit. Im 18. Jahrhundert etwa war das Phänomen des Plagiats nicht als Verbot von Entlehnungen aufgefasst. In seinem berühmten Roman "Der Graf von Monte Christo" entlehnte Alexandre Dumas die eigentliche Idee - eine wohldurchdachte Rache, das Gefängnis im Chateau d'If, die gescheiterte Hochzeit und den riesigen Reichtum des Rächers - ohne Weiteres der Lebensgeschichte eines gewissen Pierre-Francois Piquot, die in einer Sammlung für Polizisten veröffentlicht worden war. Diesen Fabelklau vollzog Dumas dermaßen gedankenlos, dass er bei der Beschreibung der Geschichte seines Romans es vergessen - eben wirklich vergessen - hatte, die Urquelle zu erwähnen.

Dumas hielt ein reales fremdes Schicksal für eine ebenso gute Vorlage für seine Feder wie etwa die Geschichte des Frankreichs in der Zeit von Richelieu, in die er seine erdachten drei Musketiere einreiten ließ.

Eine ähnliche Geschichte passierte auch unserem Puschkin, nur dass er hierbei selbst Opfer eines Plagiats war.

Einer seiner Bekannten, Wladimir Titow, hörte einmal eine glänzende Erzählung Puschkins von einem Teufel, der sich in ein junges Mädchen verliebte, schrieb diese Geschichte aus dem Gedächtnis auf und bat dann Puschkin, die Geschichte in einer Zeitschrift unter dem eigenen Namen veröffentlichen zu dürfen. Puschkin war derart konsterniert, dass er sein Konzept einfach aufgab. Der Grafomane Titow veröffentlichte sein Opus unter dem Titel "Ein Haus in der Abgeschiedenheit der Wassiljewski-Insel" im Almanach "Sewernyje zwety".

Auf diese Weise ist ein Meisterstück nicht zustande gekommen, denn Puschkin schrieb es einfach nicht.

Heute ist die Idee des Plagiats ein Kopfschmerz unserer Zeit.

Das Stehlen von Copyrights ermöglicht die Existenz einer ganzen Industrie, die Milliardengewinne bringt. Sujets, die Kleidung, die Marken berühmter Waren, Brands, Gestalten, Entwürfe, Schuhe, Uhren, Modesachen werden entlehnt, kopiert und nachgeahmt. Praktisch alles, was wir geistiges Vermögen nennen, wird mit Methode gegenseitig gestohlen.

Um zur Literatur zurückzukehren: Der jüngste Skandal hing mit einem Buch von Boris Akunin zusammen, das er zwar nicht geschrieben hat, das jedoch mühelos in der Ukraine als Firmenware des Sacharow-Verlags in großer Auflage gedruckt wurde. Und das war keine Piraterie, sondern eine totale Nachahmung, vom Text bis zur Gestaltung.

Der vorletzte Skandal drehte sich um eine Klage von Joan Rowling gegen den cleveren russischen Literaten Dmitri Jemez, der daran gegangen ist, wie am Fließband Bücher über einen bebrillten Backfisch, die angehende Zauberin mit dem sprechenden Namen Katja Grotter, zu verfertigen. Rowling verlangte, den Verkauf der Abenteuer des Klons in den Niederlanden zu verbieten, und hat das durchgesetzt. Dafür kommt Jemez in Russland in ganz anständigen Auflagen heraus, das Buch hat offensichtlich Erfolg bei den Lesern.

Und das ist offenbar der Kern des Problems. Die Leser sind sich absolut darüber im Klaren, dass sie eine Fälschung, einen Klon, eine Replik kaufen, aber sie kümmern sich wenig um die Echtheit. Fälschungen erfreuen sich deshalb einer so globalen Nachfrage, weil die Welt keine Originale mehr benötigt. Außerdem ermöglicht es eine Fälschung, mühelos ein hohes Niveau zu imitieren. Nichts einfacher: Man kaufe auf dem Marktplatz die billige Flasche eines Parfüms angeblich von Armani oder einen ebenso echten Anzug von Versace, und man ist schwer in Ordnung. Deine Umgebung unterscheidet nicht zwischen Original und Klon.

Im Grunde haben wir es mit einer Abmachung zu tun. Sowohl der Verkäufer als auch der Käufer wissen ausgezeichnet, dass sie es mit einer Fälschung zu tun haben - na und?

Diese totale Einstellung auf das Sekundäre wird auch noch von den Trends des Globalismus aufgegriffen: Eine mittelmäßige Welt braucht keine Individualität mehr. Die Persönlichkeit ist im Wert gesunken, die Persönlichkeit stört das Gefühl des vollen Komforts.

In diesem "globalen Dorf" (McLuhan) gehören die Gedanken von Dan Brown oder von Joan Rowling allen. Man bediene sich!


http://de.rian.ru/analysis/20060421/46738307.html  

28.04.06 09:32
2

7538 Postings, 7141 Tage Luki2Richter versteckte Code im Urteil

Der Richter im Plagiatsprozess um Dan Browns Welt-Bestseller ?Sakrileg? hat sich ? offenbar vom Stoff des Buches angesteckt ? einen kleinen Scherz erlaubt.
Weitere Informationen

Peter Smith verbarg in seinem 71-seitigen Urteil einen geheimen Code, wie der Jurist am Donnerstag indirekt zugab. Die kursiv gesetzten Buchstaben in den ersten sieben Absätzen des Textes ergeben die Wörter ?Smithy Code?. Auch auf den weiteren Seiten sind Buchstaben mitten im Text scheinbar ohne Sinn kursiv gesetzt. Diese sind bisher aber noch nicht entschlüsselt worden.

Richter mit Humor

?Sie sehen nicht wie Druckfehler aus, nicht?", sagte der Richter, wollte aber nicht direkt bestätigen, dass es sich um einen Code handelt. Er werde vielleicht bestätigen, dass es ein Code ist, wenn diesen jemand knacke. Dies sei ?nicht schwierig?. Der 54-jährige Richter hatte sein Publikum bereits im Gerichtssaal immer wieder amüsiert, etwa, wenn er sich bei der Zeugenbefragung theatralisch über seinen bauschigen schwarzen Schnurrbart strich.

Kursive Schrift gibt Rätsel auf

In ?Sakrileg? (Originaltitel: ?The Da Vinci Code?) geht es um das Entschlüsseln eines Codes, der den Weg zum Heiligen Gral weisen soll. Eine Gerichtssprecherin versicherte, die Tatsache, dass Buchstaben kursiv gesetzt seien, wirke sich auf das Urteil nicht aus.

Richter Smith hatte Dan Brown vom Vorwurf freigesprochen, den Inhalt von ?Sakrileg? bei zwei britischen Kollegen übernommen zu haben. Von dem 2003 erschienenen und mittlerweile in mehr als 40 Sprachen übersetzten Werk wurden weltweit bereits annähernd 40 Millionen Exemplare verkauft.


(jk / AFP)

Q:  http://focus.msn.de/bildung/buecher/sakrileg-prozess_nid_28206.html  

Gr.  

28.04.06 18:33

8970 Postings, 6210 Tage bammieDas Rätsel über die sagenumwobene Legende

der Suche nach dem Heiligen Gral, ist eine wunderbare Metapher. Nur wer reines Herzens ist, ist würdig das Schwert der Gerechtigkeit zu tragen. Und nur dieser Held ist fähig den Gralskönig zu erlösen und vom Thron abzulösen.


greetz bammie  

29.04.06 21:15
1

8970 Postings, 6210 Tage bammieAuf der Spur des heiligen Grals

Auch der gewiefteste Reisende wird den Marathon der Heldin in Dan Browns Roman "Sakrileg" nicht schaffen: Nur 30 Stunden brauchte Sophie von Paris  bis Edinburgh. Aber warum sollte man sich auch beeilen? Auf den Spuren des Religionsthrillers gibt es so viel zu entdecken.

Paris/London - Die Reise könnte mit einem Duschbad nach einer friedlichen Nacht im Zimmer 512 des Ritz in Paris beginnen. Robert Langdon, der Held in Dan Browns Bestseller "The Da Vinci Code" (in Deutschland: "Sakrileg"), ist hier zwar nicht zur Ruhe gekommen. Und auch Tom Hanks hat bei den Dreharbeiten für den bald startenden gleichnamigen Hollywood-Film in eben diesem Bett nur gelegen, um vor laufenden Kameras vom Klingeln des Telefons genervt zu wirken. Doch wer mehr Zeit und Gemütsruhe mitbringt, kann sich hier ausschlafen - für eine Reise von Paris bis Edinburgh in Schottland. Sie führt zu den Schauplätzen des erfolgreichsten Religionsthrillers aller Zeiten.

Natürlich geht es auch in Paris billiger als im Ritz, wo für das "Da Vinci Code"-Paket 720 Euro pro Nacht verlangt wird. Unbedingt empfiehlt sich aber ein Besuch bei Colin Field in der Ritz-Hotelbar "Hemingway". Der britische Barmann - er gilt vielen als der beste der Welt - hat passend zum Buch und zum Film einen Cocktail kreiert. Zucker, Wodka, frisch gepresster Grapefruitsaft, aufgefüllt mit Champagner, und als Dekoration eine Rose - fertig ist der "Opus Dei".

Der kräftige Drink sorgt für beschwingte Stimmung, die man gut für das Músee du Louvre brauchen kann. Lange Zeit war der Prachtbau, dessen ältester Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt, vor allem als Frankreichs bedeutendste Kunstsammlung bekannt. Bei mittlerweile 48 Millionen verkauften Exemplaren des Brown-Buches ist der Louvre nun aber vielen eher als bedeutendster Tatort des "Da Vinci Code" im Bewusstsein. Da muss die Kunstreiseführerin Patricia Lengyel viel Aufklärungsarbeit leisten.

Keine rasselnden Gitter im Louvre

Der Thriller, so zeigt sich, strotz vor sachlichen Fehlern. Man muss gar nicht über die Hauptthese streiten, wonach Maria Magdalena Jesus Christus zum Vater einer Tochter machte und eine bis heute von bitterbösen Opus-Dei-Schergen verfolgte Nachkommenschaft für die Wahrung dieses Gralsgeheimnisses kämpft. "Browns Irrtümer", sagt Patricia, "beginnen schon an der Tür zur Grande Galerie, hinter der im Buch Jacques Saunière, der Direktor des Louvre, von dem Albinomönch Silas ermordet wird."

Doch so kann es gar nicht gewesen sein: Die Tür hat kein Gitter, das wie im Roman herunterrasseln und Silas hätte aufhalten können. Und die Caravaggio-Gemälde, von denen Saunière eines von der Wand riss, um die Alarmanlage auszulösen, hängen rund 200 Meter von hier entfernt. Wohl keine Pistole hätte den Direktor so weit weg noch treffen können. "Noch auffälliger ist der Fehler mit der Seife", erzählt Patricia. "Aus der Toilette in diesem Louvreflügel kann Sophie die Seife mit dem Abhörchip niemals auf einen Lastwagen geworfen haben. Die Toilette hat gar kein Fenster."

Auf solche "Ungenauigkeiten" des US-amerikanischen Autoren stoßen Louvre-Besucher bei dieser Tour immer wieder - aber auch auf jede Menge Bereitschaft, darüber großzügig hinwegzusehen.

Schild zur Aufklärung von "Da Vinci Code"-Fans

Die Kirche Saint-Sulpice ist zwar die zweitgrößte von Paris, doch sie stand immer im Schatten der berühmteren Kathedrale Notre Dame. Seit Dan Brown seinen Albinoriesen im Gotteshaus Saint-Sulpice den geheimnisvollen Schlussstein suchen und eine Nonne kaltblütig erschlagen ließ, schwoll der Besucherstrom mächtig an.

Pfarrer Paul Roumanet reagierte ähnlich wie seine Kollegen in den britischen Kirchenschauplätzen des "Da Vinci Code": "Wir heißen die Code-Touristen willkommen und hoffen, dass sie das Buch und den Film zum Anlass nehmen, um die Wahrheit über unsere Religion und unsere Kirche zu erfahren." Dafür bietet Saint-Sulpice Hilfestellung in Form einer Hinweistafel. Sie stellt klar, was die Kirche alles nicht ist, unter anderem "nicht aus den Resten eines antiken Isis-Tempels errichtet", wie es im Roman behauptet wird.

Spätestens an dieser Station wird dem "Da Vinci Code"-Touristen bewusst, dass der Zeitplan des Thrillers - vom Louvre-Mord bis zur Aufklärung des Familiengeheimnisses der Saunière-Enkelin Sophie in Schottland in knapp 30 Stunden - vom Normalreisenden nie eingehalten werden kann. Besser ist es, sich eine gute Woche für die Strecke Zeit zu lassen. Dann geht es zum Beispiel in aller Ruhe zum Gare du Nord in Paris.

Weniger als drei Stunden dauert die Bahnfahrt bis zur Londoner Station Waterloo, gleich gegenüber der Westminster Abbey. Die wohl bekannteste aller britischen Kirchen mit dem Grab Isaac Newtons ist für Kunstliebhaber ebenso ein Muss wie für die Thriller-Touristen. Schließlich offenbart sich hier, im Kapitelhaus, wer der "Lehrer" wirklich ist, der hinter all den Mordtaten steckt. Allerdings durften die Kameraleute des Films hier, anders als im Pariser Louvre, keinen Fuß über die Schwelle setzen. Die entscheidenden Westminster-Szenen wurden stattdessen in der Kathedrale von Lincoln in Nordwestengland gedreht.

"Tom Hanks war hier"

Bevor es aber dorthin geht, liegen in London noch zwei wichtige "Code"-Stationen auf dem Weg. Wer es einrichten kann, sollte die kleine, feine Temple Church an der Fleet Street an einem Freitagnachmittag besuchen. Für drei Pfund (knapp fünf Euro) bietet Robin Griffith-Jones dann eine Kirchenführung, die einer fröhlichen Ein-Mann-Theaterschau gleicht und dennoch seriös auf die Jesus- und Tempelritter-Thesen Dan Browns eingeht.

Dass die Tour auch links und rechts des Weges Sehenswürdigkeiten bietet, die im Buch unerwähnt bleiben, wird nicht zuletzt im St. James' Park deutlich, wo der Butler Rémy vergiftet wird. Der "Da-Vinci-Code"-Tourist wandert zum Buckingham-Palast weiter oder die Pall Mall entlang bis zur sehenswerten National Gallery am Trafalgar Square. Von dort sind es mit der U-Bahn nur ein paar Stationen zum King's Cross-Bahnhof, wo die Züge gen Norden abfahren.

Nach zwei Stunden Bahnfahrt ist die herrliche gotische Kathedrale von Lincoln erreicht. In Browns Buch kommt sie nicht vor, doch der Film, dem sie als Westminster-Ersatz diente, dürfte ihr den erhofften Besucheraufschwung bescheren. "Wir setzen auf Star Power", scherzt Kirchenvorsteher John Campbell und verweist auf eine Ausstellung über die Dreharbeiten mit Tom Hanks, Ian McKellen und Audrey Tautou.

"Tom Hanks war hier", hört man in Lincoln immer wieder. Wer hier gebettet sein möchte wie der Superstar, kann für weniger Geld als im Pariser "Ritz" die Suite im ehrwürdigen Hotel White Hart mieten - mit Blick auf die nachts erleuchteten Türme der Kathedrale.

Bevor es dann weiter nach Schottland geht, wollen noch die prächtigen Landschlösser Belvoir Castle und Burghley House besucht werden. "Da Vinci Code"-Regisseur Ron Howard ließ dort Szenen drehen, die in der Papstresidenz Castel Gandolfo bei Rom spielen sowie im Kult-Ferienhaus des Louvre-Direktors und in der Pariser Residenz Sir Leigh Teabings, dem Chateau de Villette.

Heiliger Gral, Tempelritter-Schatz und Bundeslade

Von Edinburgh aus braucht der Bus 15a schließlich 20 Minuten zur Rosslyn-Kapelle, in der Sophie im Roman die "ganze Wahrheit" über ihre Herkunft aus der Nachkommenschaft von Jesus und Maria Magdalena erfährt. Ein Wallfahrtsort für Sucher des Heiligen Grals ist sie schon seit ewigen Zeiten - doch erst seit der Veröffentlichung des Brown-Buches kommen sie vom Morgen bis zum Abend in Busladungen.

Leider muss die Kirche noch jahrelang eingerüstet bleiben, damit schwere Wasserschäden im Gestein behoben werden können. Danach, etwa ab dem Jahr 2011, soll der Innenbereich restauriert werden, zu dem die sagenumwobene Krypta gehört. "Da unten", scherzt Fremdenführer Simon Beaty, "liegt natürlich nicht bloß der Heilige Gral, sondern auch noch der Schatz der Tempelritter und die Bundeslade. Also kommen Sie in ein paar Jahren wieder - und bringen Sie eine Schaufel mit."

Von Thomas Burmeister, gms, spiegel.de  

29.04.06 21:25

59073 Postings, 7242 Tage zombi17Mal gut, dass die Menschheit

keine anderen Sorgen hat:-)

Scheibenwischer!!


Gruss
Zombi  

07.05.06 08:39
1

8970 Postings, 6210 Tage bammieVom Geheimbund zum Markennamen

"Supermacht des Bösen" oder eine katholische Organisation unter vielen? Vor dem Kinostart von "The Da Vinci Code" wird über den Einfluß des Opus Dei debattiert. So hysterisch, daß der verschwiegene Verein zum ersten Mal in seiner Geschichte PR in eigener Sache macht.

von Sebastian Hammelehle

er Leiter der Vatikanischen Glaubenskongregation hat bereits gegen den Film protestiert. Doch selbst in Rom, der Heiligen Stadt, sieht man sie auf fast jedem Bus, genauso wie in New York oder Paris, wo sich die Handlung des Films abspielt: die Werbung für "The Da Vinci Code", den sicheren Blockbuster des Frühlings, der am 18. Mai in Deutschland startet.

Das Buch von Dan Brown, das die Vorlage dazu abgab, haben weltweit 40 Millionen Menschen gekauft. Es geht um einen Mord im Louvre, direkt vor der Mona Lisa, es geht um die Jagd nach dem mythischen Heiligen Gral und um Opus Dei - zu deutsch "Das Werk Gottes". Die umstrittenste Gruppe innerhalb der katholischen Kirche hat zugleich das düsterste Image: Von Selbstgeißelungen wird berichtet, von Gehirnwäsche, von der Nähe zu faschistischen Diktaturen - und von großer Geheimhaltung.

Und nun ist es ausgerechnet ein Hollywoodfilm, der den Opus Dei dazu bringt, seine seit der Gründung im Jahr 1928 aufrechterhaltene Verdunklungspolitik aufzugeben. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte sieht sich diese der westlichen Moderne so abgeneigte Organisation gezwungen, Imagewebung zu betreiben.

Pünktlich zum Filmstart läuft die PR-Maschinerie auf Hochtouren: In Berlin diskutierte gerade Christoph Bockamp, der Prälat der deutschen Opus-Dei-Region mit Margot Käßmann, der evangelischen Bischöfin von Hannover, auf einer Podiumsdiskussion und bezeichnete das Opus Dei als "moderne Reformationsbewegung innerhalb der katholischen Kirche". Und dem amerikanischen Journalisten John Allen öffnete Opus Dei seine Zentren für ein Buchprojekt, die sonst so schweigsamen Mitglieder gaben ihm Interviews.

"Man kann Opus Dei mit Guinness vergleichen", sagt Allen beschwichtigend. "Ein starkes Gebräu, das wenigen schmeckt." Weltweit hat die Organisation gerade 85 000 Mitglieder, die verschiedene Ränge innehaben - mit so bizarr klingenden Namen wie Supernumerarier (die durchschnittlichen Mitglieder), Hilfsnumerarier (ausschließlich Frauen) und Numerarier (die zölibatär in speziellen Opus-Dei-Zentren lebende Elite).

In seinem gerade erschienenen Sachbuch "Opus Dei - Mythos und Realität" (Gütersloher Verlagshaus, 24,95 Euro) zeichnet Allen das Bild einer höchst orthodoxen Organisation, die innerhalb der katholischen Kirche zum Inbegriff des rechten Flügels geworden ist und dennoch - oder gerade deswegen - höchste Wertschätzung im Vatikan genießt.

Nicht nur ließ Papst Johannes Paul II. den Opus-Dei-Gründer Josemariá Escrivá (1902-1975) in einem mit hoher Geschwindigkeit vorangetriebenen Prozeß im Jahr 2002 heiligsprechen, auch verlieh er der Organisation schon 1982 den in der katholischen Kirche einzigartigen Status der Personalprälatur, eines Bistums ohne Land.

Genau dieser Sonderstatus ist es, den ein neuer, liberaler Papst im "Da Vinci Code" dem Opus Dei aberkennen will. Der Besitz des Grals soll die Macht sichern, also macht sich im Auftrag des fiktiven, machthungrigen Opus-Dei-Chefs Manuel Aringarosa dessen Schüler, der Albino Silas, auf den Weg und mordet.

In der Realität droht der Organisation kaum solche Gefahr des Machtverlusts: "Papst Benedikt XVI. schätzt das Opus Dei", erklärt John Allen - und heizt so den Mythos an, der die Vereinigung umrankt: Als eine "katholische Mafia", als eine "Krake", "ausgestattet mit gewaltigen finanziellen Ressourcen", schildert sie beispielsweise der Schweizer Theologe Matthias Mettner. John Allen widerspricht dem: "Die Wahrheit ist, daß diese Organisation weder soviel Macht noch soviel Geld hat, wie viele Leute ihr unterstellen."

Als dann durchsickerte, daß Tony Blairs Erziehungsministerin Ruth Kelly Mitglied des Opus Dei sei, spekulierte die britische Öffentlichkeit dennoch mit leicht mulmigem Vergnügen über den Einfluß der Organisation. Daß Ruth Kelly nach alter Opus-Dei-Manier nicht zu der Meldung Stellung nehmen wollte, befeuerte noch einmal den weitverbreiteten Glauben an eine Organisation, die heimlich, still und leise selbst Regierungen unterwandert. "Für eine gute Verschwörungstheorie sind die Leute immer zu haben", sagt John Allen.

Seit in der Zeit der Aufklärung der Glaube an Gott und damit auch der an den für alles Übel verantwortlichen Teufel nachgelassen hat, sind es vor allem gesellschaftliche Randgruppen oder rätselhaft wirkende Verbindungen, denen die öffentliche Meinung bösartige Untergrundarbeit unterstellt: die Weisen von Zion, die Freimaurer, die Illuminaten. Oder eben Jesuiten und andere religiöse Gruppen am Rande der Mutterkirche.

Doch keine andere Vereinigung ist für die Rolle der "Supermacht des Bösen" ("Neue Zürcher Zeitung") so perfekt geeignet wie Opus Dei. Allein die Tatsachen, die John Allen in seinem wohlwollend geschriebenen Sachbuch auflistet, reichen vollkommen aus, ein so düsteres Bild der Organisation zu zeichnen, daß der Anti-Quasimodo Silas in Dan Browns Roman gar nicht mehr nötig gewesen wäre.

Der Opus-Dei-Gründer Escrivá selbst erteilte dem spanischen Diktator und Hitler-Verbündeten Franco religiöse Exerzitien, bezeichnete ihn als "guten Christen". Escrivá kasteite sich selbst mit der Bußgeißel so sehr, daß einem Mitarbeiter zufolge der Schlafzimmerboden blutbefleckt war. Jedem durch Freud geschulten Zeitgenossen müssen die Bußübungen des Opus Dei wie auf abenteuerliche Weise sublimierte Sexualität vorkommen. Zumal die Organisation ihre weiblichen Mitglieder bis heute auf eine Art behandelt, die mitunter an die Apartheid erinnert: In Opus-Dei-Zentren herrscht strengste Geschlechtertrennung, Männer und Frauen müssen die Gebäude durch separate Türen betreten.

So ist in einer Zeit, in der die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. für eine Renaissance des Interesses an der Kirche gesorgt haben, durch den Thriller "Da Vinci Code" der Blick auch wieder auf die weniger hellen Seiten des Katholizismus gefallen. Auch das dürfte ein Grund dafür sein, daß sich Opus Dei moderner zu vermarkten beginnt - es kann nicht im Interesse des Vatikans sein, daß eine kleine Organisation das Bild der großen katholischen Kirche verschattet.

Auf der recht geschmackvoll gestalteten Website der deutschen Opus-Dei-Sektion werden sachliche Fehler in Dan Browns "Sakrileg" penibel aufgelistet - als ob es sich nicht um einen Trivialroman handelte, sondern um eine "Spiegel"-Titelgeschichte. Und in Rom freut sich der Opus-Dei-Pressesprecher Marc Carrogio über den Film, der soviel indirekte Werbung bringt: "Wir werden aus dieser Zitrone noch viel Saft pressen."

"Das Geheimnis hinter ,Sakrileg" war zu bedeutsam, um es zu ignorieren", sagt Dan Brown über sein Buch. Es scheint, daß dieser Satz in abgewandelter Form nun auch auf Opus Dei zutrifft: Er ist dabei, zu einem weltweit bedeutsamen Markennamen zu werden. 40 Millionen Brown-Leser und noch ungezählte Kinobesucher können ihn nicht länger ignorieren.

Artikel erschienen am 7. Mai 2006, WamS


Opus Dei macht auch nichts anderes was die Illuminaten und Freimaurerlogen ebenfalls tun. Die Geheimnisse der Mysterien für sich nutzen und nach Macht streben, nämlich in der Form, das sie das kollektive Unterbewußtsein der Massen manipulieren.

greetz bammie  

11.05.06 14:33

44542 Postings, 7244 Tage Slaternächste Woche geht`s los

Eine Woche vor dem weltweiten Start des Kirchenthrillers ?Sakrileg? hat die erzkatholische Organisation Opus Dei sich warnend an die Kinogänger gewandt.

?Wer weiterforscht und kritisch urteilt, wird entdecken, dass die Behauptungen des Films über Jesus Christus, Maria Magdalena und die Kirchengeschichte keinen Rückhalt bei renommierten Gelehrten finden", erklärte der US-Ableger der Organisation am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles. Das Buch des US-Autors Dan Brown und die Verfilmung basieren auf der Behauptung, dass Jesus ein sterblicher Prophet war, der nicht am Kreuz starb, sondern statt dessen mit Maria Magdalena eine Familie gründete.

 
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Opus Dei wandte sich auch gegen die Darstellung der Institution selbst im Film. ?Wir wollen klarstellen, dass die Darstellung von Opus Dei nicht zutreffend ist", hieß es. ?Opus Dei ist eine katholische Institution und ist der katholischen Glaubenslehre verpflichtet.? Die katholische Glaubenslehre verurteile Mord, Lügen, Stehlen und das Beleidigen von Menschen. In Buch und Film erscheint Opus Dei als ein Geheimbund von Mönchen, die für die Bewahrung der biblischen Überlieferung auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Regisseur zeigt Opus Dei kalte Schulter

Schon vor wenigen Monaten hatte Opus Dei in einem Brief an die Produzenten gefordert, ?Sakrileg? müsse mit einem Hinweis ausgestrahlt werden, dass es sich dabei um eine fiktive Geschichte handelt. Regisseur Ron Howard lehnt dies ab. ?Sakrileg? hat in der kommenden Woche seinen weltweiten Kinostart. Das Erfolgs-Buch wurde mit Hollywoodstar Tom Hanks und der französischen Schauspielerin Audrey Toutou (?Die fabelhafte Welt der Amélie?) verfilmt.  

19.05.06 09:07

44542 Postings, 7244 Tage Slaterist ja von den Kritikerin verrissen worden

hat ihn schon jemand gesehen?  

19.05.06 10:14

8970 Postings, 6210 Tage bammieIn der Gruft von "Galileo"

GRALSSUCHE AUF PROSIEBEN

In der Gruft von "Galileo"

Von Markus Becker

Gibt es den Heiligen Gral wirklich? Ist Jesus am Ende gar nicht auferstanden, sondern liegt in einer düsteren Gruft in Südfrankreich? Ein "Spezial" des ProSieben-Magazins "Galileo" versprach gestern Abend vergrabene Schätze - und lieferte Unterirdisches.

"Archäologie ist nicht das, was sie glauben", lehrte uns schon Indiana Jones. "Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert." Am Ende aber kommt heraus, dass ein X manchmal eben doch den Schatz, oder - wie in "Indiana Jones III" - eine bedeutende Gruft bezeichnet.

Vielleicht hätte auch Aiman Abdallah einfach ein X suchen sollen. Aber bei seinen Streifzügen durch alte Gemäuer fand er weder ein X noch eine bedeutende Gruft - und schon gar keinen Heiligen Gral. Was den Pro-Sieben-Moderator nicht davon abhielt, seinen Zuschauern unermüdlich ein X für ein U vorzumachen: Vergrabene Schätze wurden versprochen, Unterirdisches geboten.

"Sakrileg - Ein Code wird entschlüsselt!", lautete der vollmundige Titel des gestrigen "Spezials" des Wissensmagazins "Galileo". Das Pro-Sieben-Magazin surfte auf der Welle des Hypes um die Verfilmung von Dan Browns Roman "The Da Vinci Code" und versuchte, was schon viele zuvor versucht hatten: den Anschein zu erwecken, der Heilige Gral sei ein reales Objekt, das man finden könne wie ein verbummeltes Schlüsselbund - wenn man nur die Mittel der Wissenschaft anwende.

Also verfolgte nun auch Abdallah die Spur der "bedeutendsten Reliquie der Christenheit". Seine erste Station: Die Rosslyn Chapel, eine Kapelle in der Nähe des schottischen Edinburgh, die von den Freimaurern, den angeblichen Nachfolgern des Tempelritter-Ordens, erbaut worden sein soll. "Wird Aiman Abdallah die angebliche Schatzkarte der Templer finden und entschlüsseln?", fragte eine Stimme aus dem Off, die klang wie die sieben Donner der Offenbarung.

Gleich zu Beginn erfuhr man Erstaunliches. Jacques Saunière, in Dan Browns Thriller der ermordete Museumsdirektor und Hüter des Gralsgeheimnisses, hatte ein reales Vorbild: einen Dorfpfarrer in einem französischen Pyrenäendorf, der in seiner alten Kirche einen sagenhaften Schatz entdeckt haben und so zu Reichtum gelangt sein soll. "Warum verschweigt Dan Brown das reale Vorbild Saunières?", fragte sich Abdallah. Ja, warum? Weil Brown schlicht keine Kenntnis von dem kleinen Dorfpfarrer hatte? Oder weil der Autor etwas weiß, das er der Welt verschweigt? Weiß er am Ende gar mehr, als er in seinem Roman verrät?

Dieser Verdacht beschlich auch Abdallah, nachdem er weder in der Rosslyn-Kapelle ("keine Codes, kein Templer, kein Gral") noch in der Abtei von Glastonbury fündig geworden war. In Britanniens ältester Kirche, der Legende zufolge vom biblischen Gralshüter Joseph von Arimathäa gegründet, wurde zwar ein angeblicher Gral entdeckt. Nur entpuppte sich der in einem mehrsekündigen Gespräch zwischen Moderator und örtlichem Experten als buntgläsernes Ramschtöpfchen, das ein englischer Schneider 1885 für drei Pfund in Venedig erstanden hatte.

Wer hart recherchierende Journalisten derart an der Nase herumführt, hat es verdient, selbst ins Visier der Nachforschungen zu geraten: Hat Dan Brown uns alle gefoppt? "Ist am Ende das Buch selbst der Code, ein Code im Code?", fragte Abdallah sich und die Zuschauer, und fügte wild entschlossen hinzu: "Es wird Zeit, den Spieß umzudrehen und Dan Browns Verwirrspiel zu beenden!"

Was folgte, war ein Leckerbissen für jeden, der sich schon einmal eingehender mit der Mustererkennung in großen Textapparaten befasst hat: Abdallah stand angestrengt lesend in einem Zimmer, dessen Wände mit Fotokopien aus Dan Browns Buch tapeziert waren. Neben ihm ein Scanner, der Buchseiten einlas. Seite für Seite werde man Browns Werk durchleuchten. "Mehr als eine Million Buchstaben" - ein Aha-Effekt für jeden Zuschauer, der Bücher nur aus Filmen kennt.

"Vielleicht findet sich in diesem Meer von Buchstaben eine Spur, die zum Gral führt", grollte dazu die Donnerstimme aus dem Off, "und tatsächlich!": Gleich auf der ersten Seite seien Begriffe wie "Glastonbury", "Maria Magdalena", "Gral" und "Saunière" gebündelt, rote Linien gaukelten Zusammenhänge vor. Man erfuhr zwar nicht, ob das nur mit der gebundenen Ausgabe oder auch mit dem Taschenbuch klappt. Aber ein Wort - Saunière - genügte, um uns nach Frankreich in die sagenumwobene Kirche von Rennes le Château zu entführen.

Dort tauchten dann - per Einspieler - endlich auch die unvermeidlichen Nazis auf, die wohl nicht zufällig schon in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" nach dem Gral fahndeten und in der Realität einen gewissen Otto Rahn auf die Spur von des Dorfpfarrers Saunière gesetzt haben sollen. Gott sei Dank haben die braunen Weltmachtsphantasten weder im Film noch in der wirklichen Welt einen Gral gefunden. Vielleicht waren die Nazi-Szenen deshalb auch mit einer Musik untermalt, die allzu deutlich an den Abenteuerfilm mit Harrison Ford erinnert.

Rahn aber soll, laut Abdallah, gar nicht so dumm gewesen sein wie die meisten anderen Nazis: Er machte rätselhafte Unstimmigkeiten in den Ikonen im Kreuzweg der Kirche als Hinweise auf den Gral aus. Kurz darauf zauberte ein obskurer Lokalhistoriker ein Landschaftsrelief hervor, das auf Geheiß von Pfarrer Saunière entstanden sein soll und den Weg zum Grab von Joseph von Arimathäa weise, ausgerechnet - was für ein Zufall! - gleich um die Ecke in der südfranzösischen Provinz.

Aber es kam noch dicker: Nicht nur Joseph, Jesus höchstselbst soll in Südfrankreich seine letzte Ruhestätte gefunden haben. Joseph habe den Leichnam aus dem Heiligen Land entführt und begraben. "Das ist ja unglaublich!", staunte Abdallah. "Können wir dahin gehen?" So leicht war das natürlich nicht. Denn leider ist das Landschaftsmodell so unpräzise, dass nur der komische Kauz aus der Pyrenäen-Einöde den Weg zu den Gräbern weiß. Sagte er zumindest. Und für diese Information verlangte er eine Million Dollar.

Da musste selbst Abdallah tief Luft holen, wollte aber trotzdem zahlen, denn das Grab von Jesus kriegt man schließlich nicht jeden Tag zu sehen. Da stand er also vor der Tür des Einsiedlers, Geldkoffer in der Hand, als sein Handy klingelte. Am anderen Ende: das "Recherche-Team" von "Galileo", das gerade in einem Hafenlager Kisten aufgeschlitzt und herausgefunden hatte, dass die rätselhaften Ikonen in Saunières Kirche keine Sonderanfertigungen mit geheimen Hinweisen, sondern schnöde Massenware eines unbedarften und nicht sehr bibelfesten Künstlers wären.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten die unermüdlichen Rechercheure zwei Minuten später angerufen. Abdallah hätte sich auf einen bösen Anruf aus der ProSieben-Finanzbuchhaltung gefasst machen müssen.

So aber blieb alles beim Alten und der Zuschauer so schlau wie zuvor. Fragt sich am Ende, welcher mündige Fernsehkonsument das alles noch als "Wissens-Magazin" (Senderwerbung) ernst nehmen soll: einen Moderator, dessen Name mindestens so oft erwähnt wurde wie der Gral selbst und sich dreist als investigativer Journalist inszenieren ließ, dazu Wackelkamera-Perspektiven und schaurig-schöne Düsterbilder alter Gemäuer, präsentiert im reißerischen, pseudo-dokumentarischem Stil.

Vielleicht hätte ProSieben einfach eine Wiederholung von "Indiana Jones" senden sollen. Da weiß man wenigstens, dass man ein X bekommt.

spiegel.de  

22.05.06 11:24

44542 Postings, 7244 Tage Slaterscheint doch gut anzukommen

 

HB LOS ANGELES. Wie der Filmverleih Columbia Pictures am Sonntag mitteilte, spielte der Streifen in den ersten drei Tagen weltweit 224 Mill. Dollar ein. Nach vorläufigen Studioangaben hat er allein in US-Kinos am Wochenende 77 Mill. Dollar (60,3 Mill. Euro) eingespielt. Damit ließ der "Da Vinci Code" den Action-Thriller ?Mission Impossible III? (MI-III) mit Tom Cruise weit hinter sich und wurde zum zugkräftigsten Film dieses Jahres.

Der Film stieg sogar auf Rang zwei der erfolgreichsten Filmstarts überhaupt auf. Nur der ?Star Wars?-Kassenschlager ?Episode III - Die Rache der Sith? spielte 2005 in den ersten Tagen nach seinem Start mit 253 Mill. Dollar noch mehr ein. Die zu Sony gehörenden Columbia Pictures hatten den in der Produktion rund 125 Mill. Dollar teuren ?Sakrileg?-Film nach der Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes in rund 90 Ländern auf den Markt gebracht.

SONY CORP.
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Die Leinwandversion von Dan Browns Bestseller bescherte außerdem sowohl Tom Hanks als Hauptdarsteller als auch dem Regisseur Ron Howard das bisher beste Einspielergebnis im eigenen Land.

Blockbuster trotz schlechter Kritiken und Proteste

?Das erste Wochenende wird eines der international besten Startwochenenden überhaupt?, sagte Jeff Blake, Marketing-Chef von Columbia Pictures, am Sonntag der dpa. Für den deutschen Markt schätzt er die Einnahmen seit dem Start am Donnerstag bereits auf 9,6 bis zehn Mill. Euro. Allein am Donnerstag hätten mehr als 260 000 Zuschauer die umstrittene Verfilmung des Bestsellers gesehen, meldete das Nachrichtenmagazin ?Focus?. Über das Wochenende hinweg würden voraussichtlich mehr als 1,5 Mill. Kinogänger den Verschwörungs-Thriller gesehen haben.

Bei der Uraufführung bei den Festspielen in Cannes am Mittwochabend war der Thriller allerdings weitgehend durchgefallen. Zum anschließenden weltweiten Start rief die katholische Kirche zum Boykott gegen den Film auf, der historische Tatsachen falsch darstelle und den Glauben von Mrd. Menschen verletze. So verwahrte sich beispielsweise der konservative katholische Laienorden Opus Dei gegen die Geschichte von Dan Brown, in dem der Orden als Mörderverein hingestellt wird. In ?Das Sakrileg? geht es um eine angebliche jahrhundertelange Verschwörung der katholischen Kirche, um zu vertuschen, dass Jesus Christus mit der ?Sünderin? Maria Magdalena verheiratet gewesen sein und ein Kind gehabt haben soll, dessen Nachfahren heute noch leben

 

23.05.06 09:54

44542 Postings, 7244 Tage Slaterso habe mir gestern das Meisterwerk

selbst im Kino angesehen. Gar nicht so schlecht, auch wenn der Spannungsbogen nicht wie im Buch aufkommt, aber trotzdem ok

dennoch nicht das Kino Ereignis des Jahres  

20.06.06 11:48

44542 Postings, 7244 Tage Slaterinzwischen haben in Deutschland

fast 5 Mio Besucher den Film gesehen  

17.09.06 15:54

8970 Postings, 6210 Tage bammieTV Tip

Welt der Wunder - Spezial
60 min (bis 20:00)
So, 17. Sep
19:00
RTL 2

Folge: Geschlossene Gesellschaft - Geheimbünde in Vergangenheit und Gegenwart
Genre: Wissenschafts-Magazin

Dunkle Kräfte streben im Verborgenen nach der Macht....
Wieder werden wir ins finstere Mittelalter reisen, um dort die Spuren der Templer, Freimaurer und anderer Orden aufzunehmen.  Der Zuschauer wird hier einige Überraschungen erleben, denn tatsächlich ist der Einfluss, den beispielsweise die Freimaurer auf die Gesellschaft ausgeübt haben noch heute spürbar. Doch nicht in dem Sinne, den viele vermuten. In der Morgenröte der Aufklärung finden wir den höchsten Grad freimaurerischen Gedankenguts. Das junge Amerika und die französische Revolution wären ohne den Einfluss der Freimaurerideale nicht vorstellbar gewesen.  Aber welche Rolle spielen hierbei die Illuminaten? War ihr Einfluss wirklich relevant? Existieren sie, so wie von Dan Brown literarisch inszeniert, noch heute? Wieso leitet sich die berüchtigte Terrororganisation P2 aus dem Freimaurertum ab und was ist aus ihr geworden?  Neben den großen Orden der Vergangenheit, widmen wir uns einigen Bünden ehrenwerter Männer, die heutzutage eine deutlich größere Wirkung auf unsere Gesellschaft zu haben scheinen.  Opus Dei - die Papstmacher, Skulls&Bones - die Präsidentenmacher. Eine kirchliche und eine weltliche Gruppe, die in ihrer Art und Struktur dem entspricht, was wir uns unter Geheimbünden vorstellen könnten.  Der Einfluss des Opus Dei auf den Vatikan ist seit Papst Johannes Paul II bekannt. Aber welche Ziele verfolgt dieser katholisch, konservative Orden wirklich? Zumindest lösen ihre merkwürdigen Praktiken der Glaubensausübung, z.B. das Selbstgeißeln und das Tragen von Büßerbändern nicht selten Erstaunen aus.  Vielen sind die Skulls&Bones kein Begriff. Erst Namen wie George Bush und sein damaliger Konkurrent John Kerry zeigen die Bedeutung dieser für amerikanische Verhältnisse recht alten Vereinigung. Entstanden sind sie bereits im 18 Jahrhundert als Studentenbund der renommierten Universität Yale. Lange Zeit operierten sie im Verborgenen unter absolutem Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch als sich bei der letzten US-Präsidentschaftswahl gleich zwei Skulls&Bones Mitglieder gegenüberstanden, wurde die Relevanz dieser Vereinigung deutlich.  Das US Präsident George Bush während seiner bisherigen Amtzeit gleich mehreren S&B Mitgliedern zu Amt und Würden verhalf, unterstützte den Eindruck, dass es den Skulls&Bones tatsächlich um das Ziel geht, durch gezielte Förderung eine ausgewählte Elite zu bilden.  Als Fazit ergründet die dritte Folge des "Welt der Wunder"-Spezial den Umstand, dass Verschwörungstheorien in dieser immer komplexer werdenden Welt enormen Zulauf zu haben scheinen, und analysiert, ob die Angst vor oder hinter den Kulissen wirkenden Kräften wirklich begründet ist.  Seit Schriftsteller wie Dan Brown oder Thomas Gifford mit den Romanen "Illuminati", "Sakrileg" oder "Assassini" ein weltweites Millionenpublikum begeistern, wächst das Interesse an einem mysteriösen Kapitel unserer Geschichte. Es handelt von einer Zeit des Aberglaubens, des religiösen Fanatismus und der Angst vor dunklen Mächten, die insgeheim all unser Tun und Handeln bestimmen könnten. Es ist auch eine Zeit, in welcher Symbole, Zahlen und Zeichen das alltägliche Leben beeinflussen, in der christliche Religion und weltliche Macht um die Herrschaft ringen. Alles hat seinen Ursprung im Mittelalter, doch vieles von damals wirkt noch heute auf uns und führt nicht selten zu falschen Deutungen und Ängsten.  In einer vierteiligen spannenden Dokumentation wird "Welt der Wunder" den Fundus, aus dem unter anderem ein Bestseller-Autor wie Dan Brown schöpft, genau analysieren.  Wir begeben uns auf die Suche nach dem Ursprung der heiligsten Reliquien des Christentums. Wir fragen uns, ob tatsächlich uralte Geheimbünde im Verborgenen nach der Weltherrschaft streben. Wir klären die wahre Bedeutung magischer Zeichen, Zahlen und Symbole. Wir ergründen, wie es der katholischen Kirche durch den Vatikan als seine Institution gelingen konnte, Macht aufzubauen und zu festigen. Jeder Film steht für sich, doch zusammen ergibt sich ein umfassendes Bild.  Die Wahrheit führt uns in die Welt unglaublicher Geschichten, die spannender, aufregender und geheimnisvoller sind als es sich je ein Romanautor vorstellen kann.

Herkunft: Deutschland
Produktionsjahr: 2006
Originaltitel: Welt der Wunder - Spezial
Originalfolge: Tempelritter und Freimaurer - Teil 1 / Freimaurer - Teil 2, Illuminaten - Teil 1 / Illuminaten - Teil 2, Skull And Bones, Opus Dei
Moderation: Hendrik Hey  

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