SARS wird...

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neuester Beitrag: 23.05.03 23:26
eröffnet am: 16.04.03 15:59 von: estrich Anzahl Beiträge: 32
neuester Beitrag: 23.05.03 23:26 von: Peet Leser gesamt: 1230
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16.04.03 15:59

10680 Postings, 7559 Tage estrichSARS wird...

SARS wird...

schon in drei Monaten kein Thema mehr sein 50.00% 
nachhaltige negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben 37.50% 
mich in D nicht betreffen 12.50% 

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6 Postings ausgeblendet.

16.04.03 19:13

20520 Postings, 7132 Tage Stox Dude@darki: ich kopier mal den Artikel aus der Times

und fax dir den mal zu.
Da wird es Dir schlecht !

Die Chinesen spielen alles runter, weil Wirtschaft Nr 1 ist, Health comes far later!
Mittlerweile haben sie rausgefunden das der Virus vom Schwein uebertragen wurde.

Stox Dude

 

16.04.03 19:16

33532 Postings, 7216 Tage DarkKnightVery thanks. Vom Schwein übertragen?

Dann nix wie ab in die muslimischen Länder, dort isses sicher.  

16.04.03 19:20

20520 Postings, 7132 Tage Stox Dudees wird Zeit das ich wieder mit meiner

blauen Weste nach Jerusalem reise. Dort ist es sicherer als hier ;-)

Stox Dude

 

16.04.03 19:25

1424 Postings, 7286 Tage moebiusAlso Pharma Werte kaufen Stox Dude?

Health Care? Bestattungsinstitute? Hersteller von Kadaververbrennungsanlagen?
War doch eine verschlüsselte Kaufempfehlung. Oder?  

16.04.03 19:27

20520 Postings, 7132 Tage Stox Dudenee Porkbelly's shorten in Chicago

16.04.03 19:31

1424 Postings, 7286 Tage moebiusDanke für den Tipp

Wie werden Porkbellys gehandelt?
 

16.04.03 19:44

10680 Postings, 7559 Tage estrichMoebbie

putte lieber den Dax, as I do @ 20:05 clcok.  

16.04.03 19:47

1424 Postings, 7286 Tage moebiusWirklich Estrich?

Bist du dir sicher? Welchen put soll ich nehmen?  

16.04.03 19:48

10680 Postings, 7559 Tage estrichIch mache kleine Portion

740902 bis morgen. 20-25% sollten da drinne sein. Nix langfristiges erstmal.  

16.04.03 19:54

1424 Postings, 7286 Tage moebiusDanke für den Tipp

Habe dir mail gesendet.  

16.04.03 23:24

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetErreger eindeutig identifiziert

Mittwoch, 16. April 2003
SARS auf der Spur
Erreger eindeutig identifiziert
 


Modethema SARS

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Erreger der neuen Lungenkrankheit SARS eindeutig identifiziert. Es handele sich um ein zuvor unbekanntes Coranavirus, teilte die WHO in Genf mit. Gewöhnliche Coronaviren seien für rund ein Drittel aller normalen Erkältungen verantwortlich, die neue Variante sei bislang jedoch noch nie beim Menschen beobachtet worden. Nun könne verstärkt an der Bekämpfung von SARS gearbeitet werden.

Der neuartige Virus sei eine Mutation eines Coronavirus, das in einem neuen Umfeld auftrete, erklärte der SARS-Koordinator der WHO, Klaus Stöhr. "Das Virus versucht, seine eigene ökologische Nische zu finden", erläuterte er. Nach Angaben der Wissenschaftler existiert das Virus schon lange, wurde aber vermutlich nie auf Menschen übertragen. Wie dies jetzt geschehen konnte, werde untersucht. Eine Möglichkeit seien die Essgewohnheiten in einigen chinesischen Gebieten, weshalb auch Tests mit Mäusen, Schweinen und Geflügel gemacht würden.


In Hongkong grassiert die Angst vor SARS. Immer mehr junge Menschen sterben an der Krankheit.


In Peking gibt es unterdessen nach Ansicht der WHO bis zu 150 SARS-Fälle mehr als gemeldet. Gründe dafür seien vermutlich militärische Geheimhaltung und Unklarheiten bei der Einstufung der Krankheit. Peking hatte bis Dienstag nur 37 SARS-Fälle angegeben. Weltweit starben bis Mittwoch mindestens 159 Menschen an der Lungenkrankheit, weit über 3.000 SARS-Fälle sind registriert.

Krankenhäuser untersucht

Um den Ursachen von SARS auf die Spur zu kommen, hatten WHO-Experten zuvor zwei Militär-Krankenhäuser in China besucht. Der Besuch galt als Zeichen für eine größere Offenheit der chinesischen Behörden im Kampf gegen die Ausbreitung der Krankheit. Der Besuch in den streng bewachten Hospitälern kam auf Drängen der WHO und der Europäischen Union (EU) zu Stande.


Inzwischen sind SARS-Tests auf dem Markt, doch ob sie wirklich zuverlässig sind, ist umstritten.

China gilt als Ursprungsland der Krankheit. Mindestens 65 Menschen sind bisher in China an SARS gestorben, mehr als 1.440 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert.

Mehr junge Opfer

Unterdessen sterben in Hongkong immer mehr junge Erwachsene an SARS. Neun Patienten, darunter eine Schwangere und zwei weitere Frauen Anfang 30, erlagen dort nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Dienstag der Krankheit. So viele SARS-Todesfälle hatte Hongkong bislang an keinem Tag zu beklagen. Fachleute zeigen sich zunehmend besorgt über die Zahl der jüngeren Erwachsenen unter den Todesopfern. Das könne ein Hinweis darauf sein, dass sich das Virus verändere. Bislang starben vor allem ältere Patienten an SARS.

Rätselhafte Verbreitung

Der Virologe Preiser sieht allerdings auch Hinweise darauf, "dass sich das Virus mit jeder Übertragung von Mensch zu Mensch in seiner Wirkung abschwächt". Es sei jedoch noch immer nicht geklärt, "was bei der Verbreitung genau eine Rolle spielt", sagte der Experte der "Frankfurter Rundschau".




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

20.04.03 17:33

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetPeking greift durch

Sonntag, 20. April 2003
Lungenseuche SARS
Peking greift durch



Die Angst vor SARS ist allgegewärtig: Ministrantenchor in Hongkong

Vor dem Hintergrund der SARS-Krise sind der chinesische Gesundheitsminister Zhang Wenkang und der Pekinger Bürgermeister Meng Xuenong wichtiger Ämter in der KP-Führung enthoben worden. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unter Berufung auf das Zentralkomitee der Partei, Zhang habe das Amt des Sekretärs der KP-Gruppe des Gesundheitsministeriums verloren, Meng sei nicht länger Vizesekretär des KP-Stadtkomitees von Peking. Der Verlust ihrer eigentlichen Ämter wird zwangsläufig noch erfolgen.


Der geschasste Gesundheitsminister Zhang

Höheres Todesrisiko als bekannt

Das Todesrisiko für SARS-Patienten ist nach Ansicht eines amerikanischen Wissenschaftlers unterdessen deutlich höher als bislang angenommen. Nach Berechnungen von Henry Niman, einem Mitarbeiter des Instituts für Bioingenieurwesen an der Universität Harvard, liegt die Todesrate in Hongkong über 18 Prozent. Offiziell wird sie mit fünf Prozent angegeben. Der US-Wissenschaftler hält die bisher angewandte Formel zur Berechnung der Todesrate für falsch, wie er in einer E-Mail an Ärzte und Journalisten in aller Welt erläutert.

Über 339 SARS-Fälle allein in Peking

Die chinesischen Zahlen wurden unterdessen nach oben korrigiert. Der stellvertretende Gesundheitsminister Gao Qiang berichtete von zwölf weiteren Opfern und insgesamt 339 Krankheitsfällen in Peking, wo bislang nur 37 Patienten gemeldet worden waren. Nach internationaler Kritik an Chinas Informationspolitik hatte die Regierung am Wochenende alle Behörden aufgefordert, Fälle von SARS umgehend zu melden. Die Zahlen könnten daher noch weiter steigen.


Gläubige beten in Hongkong für ein Ende der Seuche.

Aus den Angaben wurde deutlich, dass sich die Seuche, die im November in der südchinesischen Provinz Guangdong ausgebrochen war, mittlerweile im ganzen Land verbreitet hat. Am schwersten ist neben Peking derzeit die Provinz Shangxi betroffen, wo 108 SARS-F?lle gemeldet wurden.

Aufruf zum Daheimbleiben

Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Lungenkrankheit strich China die Ferienwoche rund um den ersten Mai, um Reisen innerhalb des Landes zu unterbinden. Der Internationale Tag der Arbeit ist im kommunistischen China einer der wichtigsten Feiertage. Zuvor hatte das Bildungsministerium bereits alle Studenten aufgefordert, während der Ferien nicht heim zu fahren.

Suche nach neuen Heilmethoden

Unterdessen suchten die Gesundheitsbehörden in Hongkong nach neuen Heilmethoden für SARS-Kranke, nachdem auch jüngere Patienten trotz intensiver Behandlung der Krankheit erlagen. Am Sonntag starben erneut sieben Patienten, vier davon waren unter 50 Jahre alt. Die Zahl der SARS-Opfer in der chinesischen Sonderverwaltungszone stieg damit auf 88 von 1.358 Erkrankten.




bye peet

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21.04.03 18:19

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetNeuer Verdachtsfall - In Bayern haben die Behörden

Montag, 21. April 2003
Neuer Verdachtsfall
SARS-Alarm  

In Bayern haben die Behörden einen neuen SARS-Verdachtsfall gemeldet. Es handelt sich um einen 45 Jahre alten Mann aus Schwaben, der am 19. April von einer Reise aus China zurückgekommen war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte.



Nie ohne Maske unter Menschen. Messebesucher in Schanghai.

Der Patient habe nach der Rückkehr Symptome wie Fieber und Halsschmerzen entwickelt, bei denen eine SARS-Erkrankung derzeit nicht ausgeschlossen werden könne. Der 45-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Gesundheitszustand sei stabil. Vier enge Kontaktpersonen aus seiner Familie stünden für die nächsten zehn Tage vorsorglich unter Überwachung der Gesundheitsbehörden.


Nur der steinerne Buddha trägt keinen Atemschutz.

Strenge Vorsorge in Asien

In Asien ergreifen die Behörden aus Angst vor SARS immer drastischere Maßnahmen. Zwei chinesische Provinzen schlossen vorübergehend die Schulen. In Peking verlegte ein großes Krankenhaus 350 normale Patienten in andere Kliniken, um Platz für an SARS Erkrankte zu machen. In Singapur stellte die Gesundheitsbehörde 2.500 Beschäftigte eines Gemüsegroßmarktes unter Hausquarantäne. Ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte in Schanghai seine Untersuchungen in China fort.


Spielende Kinder in Hongkong

Als Zeichen, wie ernst die chinesische Regierung die Lage einschätzt, wurden die "Goldene Woche" genannten Ferien über die Maifeiertage gestrichen, damit nicht Millionen Reisende die Krankheit weiter verbreiten. Staats- und Parteichef Hu Jintao sagte bei einem Besuch von zwei medizinischen Instituten, die Identifikation des Erregers und eine schnelle Diagnose seien wichtig für die Vorbeugung und die Behandlung der Krankheit.

Alarmierende Verbreitung in China

China zählt mit offiziell eingeräumten 1.800 Erkrankten und 79 Toten die meisten SARS-Fälle weltweit. Unter Hinweis auf die ?sehr ernste Lage? schloss die 23 Mio. Einwohner zählende Innere Mongolei die Schulen bis zum 20. Mai, berichtete der China News Service. In der 30 Mio. zählenden Provinz Shanxi, wo offiziell 112 Fälle gemeldet wurden, bleiben Schulen bis zum 7. Mai geschlossen.

Wegen des zögerlichen Umgangs mit der Krankheit waren am Sonntag der Pekinger Bürgermeister Meng Xuenong und Gesundheitsminister Zhang Wenkang entlassen worden. Der Schritt folgte auf massive Vorwürfe über eine Verschleierung des wahren Ausmaßes der Krankheit in China und zuletzt insbesondere in Peking. Von China aus, wo die Krankheit im November begonnen hatte, hat sich SARS in bisher 26 andere Länder verbreitet.





bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

24.04.03 21:48

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetJeder zehnte SARS-Patient könnte sterben

Jeder zehnte SARS-Patient könnte sterben

Die Lungenseuche SARS ist offenbar noch gefährlicher als bisher angenommen. Experten in Hongkong äußerten Zweifel daran, dass nur fünf Prozent der Erkrankten sterben. Dies hatten offizielle Zahlen ergeben. Die Todesrate liege bei mindestens 7,2 Prozent und werde vermutlich auf zehn Prozent steigen, erklärte der Medizinprofessor Sydney Chung Sheung Chee.



Patientenzahl steigt rasant
Unterdessen versucht die Regierung in China, dem am schwersten betroffenen Land, die Epidemie einzudämmen - bisher ohne großen Erfolg. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Patienten in Peking um fast 90: 774 Menschen seien mittlerweile in Behandlung, so das Gesundheitsministerium. Und Experten rechnen damit, dass sich viele der über 860 Verdachtsfälle in der Hauptstadt noch bestätigen.



Uniklinik geschlossen
Mit größeren Vollmachten ausgestattet versuchen die Behörden, Menschen mit Verdacht auf SARS in Quarantäne zu zwingen. Auch alle Personen, die Kontakt zu Erkrankten hatten, dürfen jetzt isoliert werden. Peking will sogar ganze Wohnhäuser und Dörfer unter Quarantäne stellen. In der Hauptstadt wurde bereits die Universitätsklinik geschlossen. Nach Angaben von Angestellten des Krankenhauses riegelte die Polizei das Gebäude hermetisch ab. Patienten und Beschäftigte wurden unter Beobachtung gestellt, das Gebäude desinfiziert.

Mehr Busse im Einsatz
Um Ansteckungen zu vermeiden, setzten die Verkehrsbetriebe zusätzliche Busse auf Pekings Straßen ein, damit Passagiere nicht so eng nebeneinander sitzen und sich auf mehrere Busse verteilen. Die Nationalbibliothek in Peking schloss ihre Pforten. Besuche in Gefängnissen in Peking sind nicht mehr erlaubt. Die Schulen bleiben für zwei Wochen geschlossen.

Hauptstädter fliehen aufs Land
Die Einwohner Pekings suchen dagegen nach eigenen Auswegen. Sie decken sich mit Lebensmitteln und Medikamenten ein und versuchen, die Stadt zu verlassen. Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und medizinische Seife sind vielerorts ausverkauft. Die Behörden haben Mühe, das Chaos unter Kontrolle zu halten. Sie drohten Geschäftemachern, die Preise für stark nachgefragte Produkte erhöhten, mit hohen Strafen.



Krisentreffen in Thailand
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Seuche in China wächst international die Besorgnis, dass auch in anderen Ländern mehr Menschen an SARS sterben. In wenigen Tagen treffen sich die Regierungschefs von elf asiatischen Ländern in Thailand, um über eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Lungenkrankheit zu beraten.

Singapur richtet Quarantänelager ein
Singapur zum Beispiel hat Lager eingerichtet, in dem SARS-Verdachtsfälle, die entgegen den Quarantäneregelungen ihre Häuser verlassen, eingesperrt werden sollen. In Hongkong wird an den Grenzübergängen zur Volksrepublik China und am Flughafen die Temperatur der Einreisenden gemessen. Wer Fieber hat, muss sich sofort ins Krankenhaus begeben.

Erste internationale Spannungen
In Deutschland gab das Außenministerium zusätzlich zur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Reisewarnung heraus: "Nicht unbedingt notwendige Reisen nach Hongkong, Peking und in die Provinzen Shanxi und Guangdong" sollten verschoben werden. Die WHO hatte am Mittwoch auch vor Reisen ins kanadische Toronto gewarnt und damit für erste internationale Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Seuche gesorgt: "Wir fechten die Behauptung der WHO an, dass Toronto ein unsicherer Ort sei," sagte der Leiter der kanadischen Gesundheitsbehörde. Es gebe keine Beweise für eine Übertragung der Lungenkrankheit SARS in Toronto selbst.

Tausende Menschen erkrankt
Weltweit haben sich laut WHO mehr als 4300 Menschen in über 30 Ländern mit dem Virus angesteckt. Rund 250 sollen daran gestorben sein. In China liegt die Zahl der Erkrankten bei rund 2400. Insgesamt starben hier 110 Menschen an dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom.







bye peet

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24.04.03 22:21

1877 Postings, 7271 Tage E8DEF285und nun noch sachsen

ich glaub es nicht, der minister höchst perönlich oder hat er den Antivirus um Gepäck und wir werden steinreich.
http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=474552
gruß E8  

25.04.03 19:59

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage Peet4.000 Pekinger isoliert

Freitag, 25. April 2003
4.000 Pekinger isoliert
SARS in China  


Hinter Gittern - drei Frauen auf dem Gelände der geschlossenen Uniklinik in Peking

Die chinesischen Behörden haben den Kampf gegen die tödliche Lungenkrankheit SARS weiter verstärkt. Einen Tag nach der Schließung des Volks-Krankenhauses der Pekinger Universität wurde ein weiteres Krankenhaus für Besucher gesperrt. Die Behörden wiesen 4.000 Pekinger an, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Sie sollen mit SARS-Kranken Kontakt gehabt haben. Auch zwei Studentenheime wurden geschlossen. Wie lange diese Quarantäne dauern soll konnte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung nicht sagen.

Keine Verhängung des Kriegsrechts

Ein Sprecher der Stadtverwaltung wies auf einer Pressekonferenz Gerüchte zurück, die Regierung plane die Verhängung des Kriegsrechts oder wolle die Flughäfen und Fernstraßen der Hauptstadt schließen. Der Leiter der Propaganda-Abteilung Pekings, Cai Fuchao, sagte, Inspektionsteams seien in die 147 Krankenhäuser geschickt worden, um sicherzustellen, dass alle SARS-Fälle gemeldet werden. Militärkrankenhäuser hatten die zivile Verwaltung zuvor nicht darüber informiert.

In Peking sind bisher 39 der landesweit 110 Chinesen an der Lungenkrankheit gestorben. Infiziert sind nach amtlichen Angaben 2.422 Menschen, darunter 774 in Peking.


Selbst die Mülleimer vor der verbotenen Stadt in Peking werden desinfiziert

Hoffnung auf Ausrottung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Lungenkrankheit komplett auszurotten. Im ARD-?Morgenmagazin? sagte der WHO-Virologe Wolfgang Preiser, dass aber mit jedem Tag, der verstreicht und an dem mehr Fälle gemeldet wefden, die Hoffnung schwinde.

Asienkonferenz gegen SARS

In Malaysia haben die Staaten der Region Beratungen über eine gemeinsame Strategie gegen die Lungenkrankheit begonnen. Bei dem Treffen der Gesundheitsminister von 14 asiatischen Staaten soll auch über den Umgang mit Wanderarbeitern und eine Zusammenarbeit in der Forschung gesprochen werden.

Kanada wehrt sich gegen Reisewarnung

Der Ministerpräsident der kanadischen Provinz, Ernie Eves, hat sich mit scharfen Worten gegen die Reisewarnung der WHO für Toronto gewehrt. ?Offen gesagt, die WHO hat uns eine reingehauen?, sagte Eves. Kanada ist das einzige Land außerhalb Asiens, in dem Patienten an dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom gestorben sind. Die Kanadier vermuten die WHO benötige außer China einen weiteren ?Sündenbock?, der für die Verbreitung der Krankheit verantwortlich ist.





bye peet

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26.04.03 00:44

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage Peetes werde licht

jetzt verstehe ich auch das abstimmungsergebnis = 51% glauben dass sars in 3 monaten kein thema mehr ist, weil dann keiner mehr da ist, den es interessieren kann




bye peet

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29.04.03 21:29

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetUnruhen in China - SARS-Gipfel in Bangkok

Dienstag, 29. April 2003
Unruhen in China
SARS-Gipfel in Bangkok  

Mit einem Sechs-Punkte-Plan wollen die ASEAN-Staaten sowie China und Hongkong gegen die Lungenkrankheit SARS vorgehen. Unter anderem kündigten sie Gesundheitskontrollen auf Flughäfen an. Die Zusammenarbeit in Forschung und Ausbildung von Personal soll vertieft, Informationen über die Krankheit ausgetauscht werden.



An einem Bahnhof in Peking.

Zur ASEAN-Gruppe gehören Thailand, Singapur, die Philippinen, Brunei, Malaysia, Indonesien, Laos, Kambodscha, Birma und Vietnam.

Neue Todesfälle in China

Am Dienstag wurden in China und der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong 21 weitere Todesfälle bekannt, sieben davon in Peking. Damit erlagen auf dem chinesischen Festland bislang 148 Menschen der Lungenkrankheit, die Zahl der SARS-Toten in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong belief sich auf 150. Weltweit starben bislang mindestens 354 Menschen an SARS, mehr als 5.300 Personen erkrankten.

In China stehen rund 10.000 Menschen unter Quarantäne. Das Krankenhauspersonal in Peking ist Berichten zufolge vollkommen überlastet. Er herrsche ein Mangel an Medikamenten und Atemschutzmasken. Die chinesischen Streitkräfte entsandten 1.200 Militärärzte und Krankenschwestern zur Unterstützung.

Krawalle gegen Quarantänestation

Rund 100 Kilometer südöstlich von Peking kam es in einem Dorf zu ersten Krawallen wegen SARS. Dorfbewohner plünderten und verwüsteten eine leer stehende Schule, die zu einer SARS-Quarantänestation umgewandelt werden sollte. Da es in dem Dorf keinen SARS-Fall gebe, befürchteten die Bewohner, infiziert zu werden, sagte ein Beobachter.

Schärfere Kontrollen in Kanada

Zudem meldeten die Mongolei, Südkorea und Neuseeland erste SARS-Fälle. Kanada kündigte im Kampf gegen SARS verstärkte Kontrollen auf Flughäfen an. Eine zur Weltgesundheitsorganisation in Genf entsandte Delegation erreichte die Aufhebung der WHO-Reisewarnung nach Toronto. Seit 20 Tagen hatte es in Toronto keine neuen Ansteckungen gegeben.




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30.04.03 23:59

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetPekings Krankenhäuser überlastet

SARS

Pekings Krankenhäuser überlastet

Während die Zahl der SARS-Fälle in Peking unaufhaltsam steigt und immer mehr Menschen isoliert werden, versuchen die Behörden verzweifelt gegenzuhalten. Der Bürgermeister räumte aber ein, die Krankenhäuser könnten dem Ansturm der SARS-Patienten nicht gewachsen sein.


 
DPA

Tödliche Bedrohung SARS: In Peking wächst die Panik


Peking - Das Virus drohe das Gesundheitssystem zu besiegen, sagte Pekings Bürgermeister Wang Qishan am Mittwoch. Die Bevölkerung sei in Sorge, es gebe anhaltende Hamsterkäufe von Medikamenten und Nahrungsmitteln. "Da die Angst unter der Bevölkerung nicht nachgelassen hat, bleibt noch viel zu tun, um die soziale Stabilität sicherzustellen", sagte der Bürgermeister. Die Behörden gingen aber entschlossen vor, um die Krankheit einzudämmen.

Wang räumte allerdings ein, dass es Engpässe bei der Behandlung von SARS-Patienten in der chinesischen Hauptstadt geben könne. Die bislang 21 dafür ausgewiesenen Krankenhäuser hätten nicht genügend Betten, um alle Verdachtsfälle schnell aufzunehmen, hieß es in der Erklärung. Im Norden der Stadt wird derzeit eine Isolierstation mit 1000 Betten errichtet, in die noch am Mittwoch rund 200 Menschen verlegt werden sollen. Wang wies Gerüchte zurück, wonach die gesamte Stadt in Kürze abgeriegelt und in der Nacht Desinfektionsmittel versprüht werden sollten. Wangs Vorgänger Meng Xuenong war vor rund einer Woche wegen Fehlern im Kampf gegen SARS entlassen worden.

Weiterer Stadtteil isoliert

In Peking stehen nach Berichten amtlicher Medien mittlerweile fast 10.000 Menschen unter Quarantäne, nachdem die Behörden die Einwohner eines Gebäudes im Zentrum der Hauptstadt und eines weiteren in einem nördlichen Stadtteil isoliert haben. Peking ist mit rund 1350 SARS-Fällen und 75 Toten die weltweit bislang am schwersten von der Lungenkrankheit betroffene Region. Gegenüber dem Vortag ist die Zahl der Toten in China um elf (neun davon in Peking), die der Infizierten um 166 (101 in Peking) angestiegen.

Strengere Maßnahmen zur Eindämmung von SARS, einschließlich einer stärkeren Überwachung der Flughäfen, hat auch Kanada zugesichert. Kanada ist das einzige Land außerhalb Asiens, in dem Menschen an SARS gestorben sind. Am Dienstag hatte die WHO die wegen der Lungenkrankheit verhängte Warnung vor Reisen nach Toronto ab Mittwoch aufgehoben. "Wir sind erfreut über die jüngste Entscheidung der WHO", sagte der Gesundheitsminister der kanadischen Provinz Ontario, Tony Clement. Die WHO-Warnung vor Reisen nach Toronto hatte einen Proteststurm in Kanada ausgelöst, das durch diese Entscheidung seine Wirtschaft gefährdet sah.

Zwölf offenbar genesene SARS-Patienten haben in Hongkong einen Rückschlag erlitten und müssen erneut behandelt werden. Die Behörden seien "sehr beunruhigt" über die Rückfälle, erklärte eine Sprecherin der Krankenhausverwaltung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Man wisse noch sehr wenig über die Krankheit, deshalb könnten auch Rückschläge nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Mikrobiologe der Hongkonger Universität, Malik Peiris. Hongkong hat bislang mehr als 1500 SARS-Infektionen und 159 Todesopfer registriert, darunter sieben neue Fälle. Etwa 750 Menschen, die sich mit der gefährlichen Lungenkrankheit ansteckten, gelten mittlerweile als geheilt.

In Singapur müssen sämtliche Grundschüler mittlerweile ein digitales Fieberthermometer mit in die Schule nehmen. Durch die Messung ihrer Körpertemperatur sollen mögliche SARS-Infektionen frühzeitig erkannt werden. Nach Mitteilung des Erziehungsministeriums sollen alle Schüler der Stadtstaates ab der dritten Maiwoche über Geräte zur Messung der Körpertemperatur verfügen.

In den europäischen Ländern muss nach Einschätzung des SARS-Beauftragten der WHO, Wolfgang Preiser, mindestens noch mehrere Monate mit vereinzelten eingeschleppten SARS-Fällen gerechnet werden. Im Deutschlandradio Berlin warnte er am Mittwoch, deshalb sei auch weiterhin Vorsicht geboten. Das öffentliche Gesundheitswesen sei aber auf die Eindämmung solcher Krankheitsfälle vorbereitet. Infektionen im engeren Familienkreis von Erkrankten seien zwar möglich, eine weitere Ausbreitung aber unwahrscheinlich.

Weltweit sind nach Zahlen der WHO und nationaler Behörden mehr als 5500 Menschen mit SARS infiziert und 375 Menschen der Krankheit erlegen.




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07.05.03 18:52

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetDrastische Maßnahmen in China

Mittwoch, 7. Mai 2003
SARS-Epidemie
Drastische Maßnahmen in China  



Ob Kino-, Kneipen- oder Zoo-Besuch: SARS bestimmt das öffentliche Leben in Asien.

In China greift die gefährliche Lungenkrankheit SARS weiter um sich. Die Behörden greifen zur Eindämmung zu immer drastischeren Maßnahmen. So will die Pekinger Polizei alle Haustiere isolieren oder töten, die zu einem unter Quarantäne gestellten Haushalt gehören.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua wurden in Peking vier Menschen verhaftet, weil sie angeblich falsche Gerüchte über SARS im Internet verbreiteten. Drei chinesische Ärzte verloren ihre Zulassung, weil sie sich geweigert hatten, SARS-Patienten zu behandeln beziehungsweise nicht zu einer Konferenz über Vorsorgemaßnahmen gegen die Krankheit erschienen.

Unterdessen stieg die Zahl der SARS-Fälle in China erneut um 159 an. Allein in der Hauptstadt Peking kamen innerhalb eines Tages weitere 97 Patienten mit der lebensgefährlichen Lungenkrankheit hinzu. Das berichtete das Gesundheitsministerium. Weltweit erlagen bisher rund 500 Menschen SARS.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao versprach der bäuerlichen Bevölkerung bei SARS-Erkrankungen kostenlose Behandlung. Die auf einer Kabinettssitzung gegebene Zusage gilt auch für Arbeiter im ländlichen Raum, wo zwei Drittel der 1,3 Milliarden Chinesen leben.

Schließung der Grenze zu Russland?

Der Leiter der russischen Gesundheitsbehörde, Gennadi Onischtschenko, sprach sich für Reisebeschränkungen an der russisch-chinesischen Grenze aus. Um ein Übergreifen von SARS auf Russland zu vermeiden, sollten nur chinesische Staatsbürger aus- und nur russische einreisen dürfen, schlug er in einem Rundfunkinterview vor. Erwogen werde auch eine vollständige Schließung der Grenze. In Russland wurde von mehr als 20 SARS-Verdachtsfällen bislang noch keiner bestätigt, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Keine akute Gefahr für Deutschland

In Deutschland hat sich die Zahl der wahrscheinlichen Fälle der gefährlichen Lungenkrankheit SARS auf acht erhöht. Außerdem gebe es 38 Verdachtsfälle, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD) am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde des Bundestages in Berlin. Eine akute Gefahr durch SARS bestehe für Deutschland jedoch nicht, sagte Caspers-Merk.





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08.05.03 15:57

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetWirtschaft im SARS-Strudel

Donnerstag, 8. Mai 2003
Wirtschaft im SARS-Strudel
Infektionsrisiko Zahnersatz?  



Damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können, sollten sie den Zahntechnikern zufolge auf Zahnersatz aus Asien verzichten.

Die Lungenkrankheit SARS wird nach Ansicht von Experten die Wirtschaft in den am stärksten von der Epidemie betroffenen Ländern Ostasiens empfindlich schädigen. Singapur rechnet mit einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums. Unterdessen warnten die Zahntechniker in Deutschland vor einer Ansteckung mit SARS durch aus Asien importierten Zahnersatz.

Bei Zahnersatz aus China seien seiner Kenntnis nach keinerlei Prüfungen auf eine mögliche Infizierung mit dem SARS-Virus vorgeschrieben, sagte der Präsident der Zahntechnikerinnungen, Lutz Wolf, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies sei umso bedenklicher, als inzwischen davon ausgegangen werde, dass das Virus nicht nur von Mensch zu Mensch übertragen werden könne und enorm widerstandsfähig sei.


Ob Kino- oder Kneipenbesuch oder der alltägliche Einkauf: SARS überschattet den Alltag der Asiaten.

Inzwischen würden rund 50 deutsche Handelsgesellschaften Zahnersatz aus China importieren, sagte Wolf. Damit bestehe zumindest "die theoretische Möglichkeit", dass deutschen Patienten die Lungenseuche gleichsam "implantiert" werde.

Im vergangenen Jahr war in Deutschland ein groß angelegter Betrugsfall um die Mülheimer Firma Globudent mit so genanntem "Billig-Zahnersatz" aufgeflogen. Obwohl den Patienten die weitaus günstigeren Produkte aus Staaten wie China eingesetzt worden waren, wurden deutsche Preise abgerechnet. Durch derartige Betrügereien soll ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich entstanden sein.

"Noch mehr Kopfschmerzen"

Singapurs Ministerpräsident Goh Chok Tong sagte, da die eingeleiteten Maßnahmen gegen SARS erst nach einiger Zeit greifen würden, sei in diesem Jahr mit einem Rückgang des Wachstums um 0,5 bis 1,0 Prozent zu rechnen. Die Region habe sich noch nicht von der Finanzkrise von 1997 und den Folgen der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA erholt, erklärte er. "Noch mehr Kopfschmerzen" wie SARS könne sie nicht gebrauchen.

China kündigte eine Reihe weiterer Maßnahmen zur Begrenzung des wirtschaftlichen Schadens durch die Seuche an. Trotz der Epidemie solle die Ernte eingefahren und die industrielle Produktion sichergestellt werden, ordnete Ministerpräsident Wen Jiabao an. Ausländische Investitionen und Exporte sollten möglichst gesteigert werden. Auch die Tourismusbranche gelte es neu zu beleben.

Reisewarnung für Taiwan

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weitete ihre Warnung vor Reisen wegen SARS auf Taiwan aus. Dies gelte für Taipai, teilte die WHO mit. Auch Reisen in die chinesische Provinzen Tiajin und Innere Mongolei sollten nur unternommen werden, wenn sie unbedingt nötig seien.

Die Zahl der SARS-Opfer stieg Erhebungen vom Donnerstagmorgen zufolge über 500. Weltweit seien 507 Menschen der Lungenkrankheit erlegen, 432 davon in China und der chinesischen Sonderzone Hongkong, teilte die WHO mit.



bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

10.05.03 21:49

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetSARS-Ausbreitung in China

Samstag, 10. Mai 2003
SARS-Ausbreitung in China
WHO kritisiert Daten  


Am Bahnhof der chinesischen Millionenstadt Schanghai.

Die Weltgesundheitsorganisation hat "schwerwiegende Lücken" in den chinesischen Daten zur Lungenseuche SARS ausgemacht. Wie WHO-Sprecherin Mangai Balasegaram in Peking sagte, ist bislang von rund der Hälfte der gemeldeten Patienten nicht bekannt, wie diese sich infizierten. Nach rückläufigen Ansteckungs- und Todeszahlen hoben die chinesischen Behörden unterdessen erste Maßnahmen gegen SARS auf.

Große Sorge bereitet den Gesundheitsexperten auch die starke Ausbreitung der Lungenkrankheit in Taiwan, von wo am Samstag vier SARS-Tote und 23 Neuerkrankungen gemeldet wurden. Nachdem zu Beginn des Ausbruchs die Kontaktpersonen schnell identifiziert und isoliert werden konnten, weil es sich um Reisende aus China oder Hongkong handelte, breitet sich die Krankheit nun unter der heimischen Bevölkerung aus. Vor allem eine Einschleppung des Virus von der Hauptstadt Taipeh in den Süden der Insel droht laut WHO. In Taiwan starben bis zum Samstag 18 Personen, 172 erkrankten.

Mit fünf neuen Todesfällen in China und zwei in der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg die Zahl der SARS-Opfer weltweit auf 526. In der Volksrepublik China hat sich die Rate der Neuinfektionen in den letzten Tagen kontinuierlich verringert, auch wenn das Land - selbst ohne Hongkong - mit 4.800 Fällen und 235 Toten immer noch die meisten SARS-Opfer verzeichnet. Am Samstag wurden 85 Neuerkrankungen gemeldet.

Wegen der rückläufigen Zahlen wurde in Peking die Quarantäne über sechs Krankenhäuser, zwei Wohngebiete sowie vier Fabriken aufgehoben, auch die zunächst abgesagten Aufnahmeprüfungen für 80.000 Studenten wurden wieder zugelassen. Die amtlichen Medien berichteten zudem, das Programm für den ersten bemannten Weltraumflug Chinas werde nicht verschoben. Man habe genügend Vorbeugung betrieben, um das Raumfahrtprogramm nicht zu gefährden, schrieb das Parteiorgan "Renmin Ribao". Mit dem Start des ersten so genannten Taikonauten ins All wird für die zweite Jahreshälfte gerechnet.

Die WHO teilt den Optimismus der chinesischen Führung nicht. Wegen der Lücken in der SARS-Dokumentation wisse man nicht, was wirklich im Land vor sich gehe, sagte Balasegaram. "Die Epidemie könnte sich in eine Richtung bewegen, die wir nicht mitbekommen."




bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

 

10.05.03 22:39

9045 Postings, 7128 Tage taosChina ist ein riesen Markt.

Wir haben fast jede Woche Chinesen in der Firma. Es fliegen auch genügend Leute zu Besprechungen nach China.

Wer Angst hat, baut keine Fabricken in China.

Taos
 

15.05.03 17:11

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetTodesstrafe und Gefängnis

Donnerstag, 15. Mai 2003
Todesstrafe und Gefängnis
China im Kampf gegen SARS  



In Schanghai transportieren Sozialarbeiter eine Tafel mit Anti-SARS-Maßnahmen.


Im Kampf gegen die gefährliche Lungenkrankheit SARS hat China drastische Strafen erlassen, die von mehreren Jahren Gefängnis bis zur Todesstrafe reichen. Wer "absichtlich die ansteckende Krankheit verbreitet", müsse mit einer Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang oder gar der Todesstrafe rechnen, wenn er damit die öffentliche Sicherheit gefährde, hieß es.

Das gelte auch, wenn jemand schwere Körperverletzung begehe oder den Tod eines Menschen verschulde oder auch schweren Schaden an öffentlichem oder privatem Besitz verursache. Das geht aus dem Strafenkatalog hervor, den das Oberste Gericht und der Generalstaatsanwalt am Donnerstag veröffentlichten.

Erkrankte mit SARS oder Verdachtsfälle, die sich der medizinischen Untersuchung, Quarantäne oder Behandlung widersetzten und damit eine weitere Ausbreitung verursachten, so dass die öffentliche Sicherheit gefährdet werde, müssten mit drei bis sieben Jahren Haft rechnen. In leichten Fällen könne auch Gefängnis unter drei Jahren verhängt werden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Mit Blick auf die Proteste gegen geplante Quarantäneeinrichtungen werden all jenen bis zu fünf Jahre angedroht, die Zwischenfälle oder Unruhen verursachen. Auch wer Gerüchte verbreite, müsse mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen.

China ist das von der Seuche am stärksten betroffene Land. Landesweit (ohne Hongkong) hat das chinesische Gesundheitsministerium inzwischen 5.124 SARS- Erkrankungen und 267 Tote registriert. In Peking stiegen die Zahlen am Mittwoch auf 2.370 Patienten und 139 Todesfälle.





bye peet

"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."

Genieße den Moment, denn er war gerade noch deine Zukunft.

 

23.05.03 23:26

Clubmitglied, 6442 Postings, 7521 Tage PeetSARS-Virus von Zibetkatze?

Freitag, 23. Mai 2003
Hygienische Schlachtung empfohlen
SARS-Virus von Zibetkatze?  



Die Zibetkatze ist in China eine Delikatesse

Nach Einschätzungen von Wissenschaftlern aus Hongkong kann die schwere SARS-Epidemie auf die Zibetkatze zurückverfolgt werden. Ein Sprecher der Universität Hongkong bestätigte diese Entdeckung durch den Mikrobiologen Yuen Kwok Yung.

In einer Stellungnahme erklärten die Forscher, sie hätten das Coronavirus isoliert, das das Schwere Akute Atemwegssyndrom auslöse. Dieses stamme von einer Zibetkatze. Die Katzen werden in China auch gegessen. Die Forscher empfahlen deshalb, die Tiere sollten in Bauernhöfen großgezogen und unter hygienischen Bedingungen geschlachtet und verkauft werden, um eine Übertragung des Virus auf den Menschen zu verhindern.

Forscher weltweit hatten in der Vergangenheit erklärt, das SARS-Virus habe seinen Ursprung wahrscheinlich in einem Tier. Belege dafür gab es bislang jedoch kaum.




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