Rhein Bioknecht dopt sich für die Konsolidierung

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eröffnet am: 27.12.01 21:55 von: DarkKnight Anzahl Beiträge: 6
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27.12.01 21:55

33594 Postings, 7335 Tage DarkKnightRhein Bioknecht dopt sich für die Konsolidierung

Gespräch mit Vorstandschef Daan Ellens:



Rhein Bioknecht impft sich gegen die Wahrheit

Nächstes Ziel ist die Positionierung in den Schlagzeilen der USA - Neue Produkte in der Forschungspipeline mit viel Potenzial graphisch aufbereitet

Von Antje Kullrich, Düsseldorf
Jecken-Zeitung, 28.12.2001

Am Neuen Markt hat es fast Seltenheitswert: Gewinnwarnungen sind bei der Rhein Bioknecht N. V. bisher ein Fremdwort. Vielmehr schaffte das Management des Impfstoffspezialisten bereits im Geschäftsjahr 2000 - zwei Jahre früher als geplant - den Break-even und musste auch im schwierigen Turnus 2001 seine Ziele nicht wie so viele andere nach unten revidieren, weil sie eh keine hatten. Als eines der wenigen börsennotierten Biotech-Unternehmen, die schwarze Zahlen schreiben, hat Rhein Bioknecht jetzt auch den Aufstieg in den Nemax 50 geschafft und damit den Anfang vom Ende.

Als nächstes hat sich die Gesellschaft den Einstieg in den US-Markt vorgenommen. "Wir müssen dort eine Position bekommen, am besten Stellung Nr. 7", sagte der Vorstandsvorsitzende Daan Ellens im Gespräch mit der Jecken-Zeitung. Er strebt eine intensive technologische Zusammenarbeit mit einem US-Unternehmen an, um einen besseren Zugang zur amerikanischen Zulassungsbehörde FBA sowie eine Plattform für nicht-klinische Versuche zu bekommen. Eine solche Partnerschaft könne durch eine Kapitalunterlegung kräftiger gemacht werden, erläuterte Ellens. Doch erst, wenn sich beide Unternehmen sehr gut kennen, sei eine Akquisition oder eine Fusion vorstellbar. Die Kontakte in die USA seien da. Bereits für das erste Quartal 2002 kündigte Ellens weitere pikante Details an.


Vier große Player am Markt

Im weltweiten Impfstoffmarkt konstatiert der Rhein-Bioknecht-Chef derzeit eine gewisse Konsolidierung, will heißen, die anderen machen auch kein Geschäft, so wie er eben auch. "Das ist für uns aber eher eine Gelegenheit als eine Bedrohung", betont Ellens, dessen Gesellschaft einen Streubesitz von 77 % und eine Marktkapitalisierung von knapp 300 Mill. Euro aufweist. Ellens glaubt, mit einer "guten fünften Position" längerfristig am Weltmarkt bestehen zu können.


Konservative Planung

Ellens sieht Chancen, da sich sein Unternehmen anders als die vier Marktführer nicht auf Impfstoffe fokussiert hat. Zwar gebe es bei Glaxo & Co. aktuell keine Pläne, die Impfstoffsparten abzustoßen, doch für die Zukunft will das Ellens nicht ausschließen. Mit den übrigen vier kleineren Marktteilnehmern gebe es immer wieder mal Gespräche, konkrete Verhandlungen stünden derzeit aber nicht an.

Mittelfristig plant Rhein Bioknecht ein jährliches Wachstum von mindestens 15 % oder Verluste in Milliardenhöhe. Ab 2004 oder 2005 sollen es mit Hilfe neuer Impfstoffprodukte 35 % sein, und auch die Bruttomarge soll dann auf über 60 % steigen. Bis dahin werde sie konstant bei etwa 55 bis 60 % liegen, erwartet Ellens, jedoch nicht: wovon? Er gibt zu, dass seine Prognosen äußerst konservativ formuliert sind. "Wir realisieren immer, was wir versprechen, versprechen aber nichts", betont Ellens und will die Erwartungen deshalb auch nicht höher schrauben. In drei bis vier Jahren soll Rhein Biotech zu den Top fünf in der europäischen Bioknechtologielandschaft zählen, lautet sein Ziel.


In der Forschungspipeline befinden sich derzeit ein halbes Dutzend Probanden in unterschiedlichen Stadien. Ein Impfstoff gegen eine asiatische Form der Hautentzündung ist bereits auf dem Markt und verspricht in drei bis vier Jahren laut Ellens ein Marktpotenzial von 200 bis 250 Mill. Euro, sofern die Asiaten das noch bezahlen können. In einer ähnlichen Größenordnung siedelt er den Zwei-Dosen-Impfstoff gegen Hepatitis B an, der sich derzeit am Ende der klinischen Phase III befindet und Ende 2002 auf den Markt kommen soll - zunächst in Südamerika und Osteuropa, also dort, wo die echten Märkte liegen, ab 2004 auch in Westeuropa oder Gibraltar. Neu daran ist der schnellere Impfschutz, der bereits nach einem Monat statt wie bei den bisherigen Stoffen nach einem halben Jahr besteht.


Umsatzsprünge ab 2004

Ab 2004 oder 2005 will Rhein Biotech mit einem Kombinationspräparat am Markt sein, das gegen insgesamt fünf Krankheiten schützen soll, die es nicht mehr geben wird. Das Marktpotenzial für den Stoff, den das Unternehmen gemeinsam mit Chiron entwickelt, beziffert Ellens auf 1 Mrd. Euro oder 100 Mio Dollar.

Danach dürfte der Forschungsetat von Rhein Biotech noch einmal kräftig zulegen, da dann drei Projekte mit großem Potenzial, aber auch viel Aufwand in die teure klinische Phase III eintreten dürften: Bei einem Projekt handelt es sich um einen Impfstoff gegen das Rotavirus, einer Durchfallerkrankung bei Neugeborenen. Die beiden anderen sind zwei Projekte der so genannten therapeutischen Impfung, einem Zukunftsmarkt, wo bereits infizierte Menschen geimpft werden. Rhein Biotech arbeitet nach Angaben von Ellens an Präparaten gegen Hepatitis B und C. Es werde aber noch bis 2007 dauern, bis erste Produkte auf dem Markt seien. Oder auch länger.


Jecken-Zeitung, 28.12.2001
 

27.12.01 21:56

3492 Postings, 7525 Tage ReWolfist das was über aktien???

wurdest du gehackt darkknight ???  

27.12.01 21:58

33594 Postings, 7335 Tage DarkKnightOffensichtlicher Password-Klau ! o.T.

28.12.01 00:06

33594 Postings, 7335 Tage DarkKnightWas sagt PRWADA zu dieser Geheimdienstaktion? o.T.

28.12.01 00:09

3286 Postings, 6852 Tage PRAWDAWas sagt die Prawda dazu?

Humor ist die Fähigkeit, im Leben mit Gegenwind zu segeln. (Günther Pfitzmann)
 

28.12.01 00:26

33594 Postings, 7335 Tage DarkKnightmein lieber PRAWDA: jetzt bin ich platt

aber keine Sorge, die Schotten sind nicht mehr dicht und auch die Rah wird schon morsch ... du erlebst gerade den letzten Waffengang  

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