Renten-System ist Betrugs-System

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neuester Beitrag: 14.10.12 21:46
eröffnet am: 14.10.12 16:40 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 13
neuester Beitrag: 14.10.12 21:46 von: zombi17 Leser gesamt: 557
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bewertet mit 2 Sternen

14.10.12 16:40
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44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtRenten-System ist Betrugs-System

Junge Arbeitnehmer, die jetzt ins Arbeitsleben einsteigen, werden eine Rente
erhalten, die etwa Hartz 4 entspricht, vorausgesetzt sie erzielen in etwa ein
Durchschnittseinkommen. Damit haben sie die Arschkarte bei diesem System
gezogen.

Dies ist nicht in erster Linie auf die demographischen Verhältnisse, sondern auf
das verrottete Euro-System zurückzuführen. Es werden immer größere deutsche
Transfer-Zahlungen für Griechenland und Co erforderlich. Deshalb sind die
Renten seit Einführung des Euros bereits dreimal gekürzt worden: 1. Einfüh-
rung des Nachhaltungsfaktors (-14 % durch Rot-Grün), Erhöhung des Renten-
eintrittsalters auf 67 (- 7 % durch Rot-Schwarz), Absenkung des Renten-Niveaus
von 51 auf 43 %. Es ist zu befürchten, dass dies nicht die letzte Rentenkürzung
sein wird.

Interessant ist, dass Deutschland mit Absenkung des Rentenniveaus auf 43 %
Deutschland so ziemlich am Ende der Skala innerhalb der Eurozonen-Länder steht,
obwohl die demographischen Verhältnisse in den anderen Eurozonen-Ländern
ähnlich sind. Ist ja auch klar, Deutschland soll die Wohltaten in den anderen
Ländern und vor allem die Finanzindustrie finanzieren.

Trotz hoher Beiträge zur Rentenversicherung werden junge Arbeitnehmer also
später nicht mehr erhalten als Menschen, die ihr Leben lang Hartz 4 bezogen
haben. Damit sind die Beiträge zur Rentenversicherung für diesen Personenkreis
nichts anderes als eine Steuer. Da braucht sich die SPD mit der Erhöhung des
Spitzensteuer-Satzes gar nicht mehr anzustrengen. Dieser Personenkreis zahlt
mit indirekten Steuern weit mehr als 50 %, es ist ihr nur noch nicht recht bewusst
geworden. Zum Ausgleich wird diese Altersgruppe auch noch mit Altersarmut
gesegnet sein.

Der Euro ist eben eine Erfolgsgeschichte. Aber nur für die Finanz-Industrie.  

14.10.12 16:59
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44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtSPD und DGB haben versagt

http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=5793

Die große Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner bleibt beim Konzept von Gabriel außen vor

Die jüngste Rentenvolte von Sigmar Gabriel ist erneut ein opportunistisches Geschenk an die langjährig gut verdienenden und kontinuierlich Beschäftigten in den Großkonzernen vor allem in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, im Elektrobereich, in der Pharmaindustrie, in der Bauwirtschaft und im Energiesektor. Dies wird ja auch von der SPD nicht bestritten, wenn mit etwa 200.000 Berechtigten gerechnet wird – und damit bei demnächst 25 Millionen Rentnern ein verschwindend geringer Prozentsatz!

Darüber hinaus werden in den nächsten Jahren noch weniger Menschen überhaupt durchgängige Erwerbsbiographien in voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen mit wenigstens Durchschnittseinkommen erreichen – von der Benachteiligung der Frauen gar nicht zu sprechen. Dies ist eine typische korporatistische Regelung des Machtdunstkreises um Sigmar Gabriel, auch bei den Gewerkschaften – bzw. was er dafür hält – die bessere Welt der Großkonzerne. Darin unterscheidet er sich weder von Gerhard Schröder noch Frank-Walter Steinmeier.

Vernachlässigt wird dabei nur, dass die Zahl der Beschäftigten in diesen exportorientierten besser gestellten Wirtschaftsbereichen nicht zunimmt, sondern weiter zurückgehen wird.  

14.10.12 17:01

35553 Postings, 4574 Tage DacapoWichtig ist,

daß die Pensionen sicher sind
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Wer sich über mich ärgert,der hat kein Problem mit mir,
sondern mit sich selbst

14.10.12 17:07

15373 Postings, 4551 Tage king charlesRenten-System ist Betrugs-System

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Grüsse King-charles

14.10.12 17:08

44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtDie werden auch noch gekürzt.

14.10.12 17:09
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44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtSehr niedriges Renten-Niveau in Deutschland

http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=5497

Es sticht heraus, dass Nachbarländer wie Österreich, Dänemark, Luxemburg und die Niederlande mit einer Nettoersatzrate von zum Teil weit über 90 Prozent, deutlich über dem deutschen Nettorentenniveau (56 Prozent) liegen. Das gleiche gilt im Falle Österreichs, Dänemarks, Luxemburgs und der Niederlande auch für die Bruttoersatzrate. Auch in Frankreich liegen das Brutto- wie das Nettorentenniveau höher als in Deutschland, wenn auch niedriger als der OECD-Durchschnitt und als der EU-27-Durchschnitt.

Die Frage liegt nahe, warum sich diese Länder mit vergleichbaren Einkommensniveaus, die ebenso wie Deutschland im globalen Wettbewerb stehen und auch eine vergleichbare demographische Entwicklung aufweisen, sich höhere Rentenniveaus leisten, Deutschland aber seit Jahren darauf zielt, das Rentenniveau zu senken – und damit nicht zuletzt auch die anderen Länder unter Druck setzt, soziale Errungenschaften und Standards zur Disposition zu stellen.  

14.10.12 17:12
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44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtInteressant ist in diesem Zusammenhang,

dass das höchste Rentenniveau in Griechenland vorzufinden ist: mehr als doppelt
so hoch wie in Deutschland.

http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/...012/09/Nettoersatzrate.jpg  

14.10.12 17:14

15373 Postings, 4551 Tage king charlesÖsterreich? kein Wunder?

Die Alpenländer haben eine um 8 % höhere Fruchtbarkeitsrate als Deutschland (Abb. 12484A). Dementsprechend ist der Anteil jüngerer Menschen unter 20 Jahren an der Gesamtbevölkerung auch um 11 % höher.

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Grüsse King-charles

14.10.12 17:17

15373 Postings, 4551 Tage king charlesübrigens

in Österreich gibt es keine Renten
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Grüsse King-charles

14.10.12 17:18
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44108 Postings, 4692 Tage RubensrembrandtDie einzigen Pensionen, die nicht gekürzt werden,

sind die Pensionen an die Politiker. Das ist ähnlich wie in der freien Wirtschaft:
Die größten Ausbeuter erzielen die stärksten Gehaltszuwächse. Das gilt auch
für die politischen Ausbeuter.  

14.10.12 18:14

15460 Postings, 3698 Tage fliege77#1, Warum immer hier - Rubens

Schreib doch mal Beschwerdebriefe an die zuständigen Bundesministerien. Oder geh auf die Straße, demonstriere mit Anderen für eine Änderung. Nimm dir ein Bspl. an den Montagsdemo's in dem Wendejahre der DDR. Wer lange für eine Änderung auf die Straße geht, erreicht am Ende etwas, da ist Ausdauer gefragt. Aber hier immer sich beklagen - ööööööhh, alles ist doof - damit erreichst du gar nix.

Ich weiß nicht wie politisch aktiv du bist aber deine Threads haben immer eine Art - Miesmacher Mentalität, obwohl du ja durchaus Recht hast. Deshalb, geh auf die Straße.
Du hast aber noch die Möglichkeit zu wählen im nächsten Jahr. Es gibt zig Parteien in Deutschland.

Bisher hatten wir fast alle möglichen Parteibildungen auf Bundesebene. Nur haben alle, wie man in allen deinen Postings zwischen den Zeilen entnehmen oder interpretieren kann versagt. Wie wäre es mit einer Koalitionsmöglichkeit SPD-Linke.

Die Linken prangern genau das an, was alle Bürger kritisieren. Mithilfe der SPD könnte man einschneidende Veränderungen im Politsystem, Wirtschaft-, und Sozialsystem herbeiführen: Aber das will dann auch wieder keiner.
Man muß einfach mal alle Möglichkeiten durchtesten, schließlich besteht ja die Möglichkeit, nach 4 Jahren diese Koalition aus Rot/Rot wieder abzuwählen. Eine Koalition aus Gelb-Rot Grün hatten wir auch noch nicht - auch ein Versuch wert.

Jeder der Schimpft kann auch wählen gehen, schließlich hat er ja damit seine Meinung ausgedrückt, ebenso der Politikverdrossene, der sagt: es ändert sich ja eh' nix. Na dann, wenn sich eh' nix ändert, kann er auch zur Urne gehen. Wählen ist nie verkehrt.
Wer also eine sichere Rente haben will, sollte mal flexibel wählen. Schon von vorneherein eine Partei, die noch nie im Bundestag gesessen hat. Die Auswahl ist gross.

Wie ich jetzt den Bogen von deutsche Rente zur EU hinkriege, weiß ich nicht. Na gut: es ist nicht das Euro-System daß an unserer Rentenproblem nagt. Es sind unsere heimischen Politiker die es nicht fertig bringen eine Rentenreform auf den Wege zu bringen. Schon vor 20 Jahren war dieses Zukunftsproblem bekannt. War damals schon
das Euro-System daran schuld? Du machst es dir zu einfach.

Was Schlußfolgern wir daraus? Richtig: heimische Politiker - flexibel wählen.

guten Abend  

14.10.12 20:05

7114 Postings, 7061 Tage KritikerDie Erwartung ist zu groß

Es macht keinen Sinn, das zu kritisieren, was unausweichlich kommen wird.
= Es ist die allgemeine Rente auf HartzIV-Niveau.

Zu wissen, dass man auch im Alter mit dem Notwendigsten versorgt wird, ist doch beruhigend.

Nun zum Betrug: der liegt darin, dass mathematisch ein RentenNiveau auf Höhe des Arbeitslebens nur mit mindest 33% Beitrag vom Einkommen zu erreichen wäre.
Selbst dieser Faktor wäre nur bei guter Verzinsung der Ansparung zu erzielen.
So gesehen ist die ganze Diskussion irreal.  

14.10.12 21:46
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59073 Postings, 7311 Tage zombi17Was ich nicht verstehe,

die Holländer sind in der Lage eine Grundrente von 1100 Euro zu bezahlen, ähnlich der Mindestlohn, aber im reichen Deutschland ist es unmöglich.  

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