Razzien bei Schiedsrichtern

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eröffnet am: 02.02.05 11:42 von: vega2000 Anzahl Beiträge: 1
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Clubmitglied, 43589 Postings, 7196 Tage vega2000Razzien bei Schiedsrichtern

Wettskandal

Razzien bei Schiedsrichtern

Die Polizei Essen hat eine Hausdurchsuchung beim Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen bestätigt. Auch in Berlin und Dresden waren Beamte bei mehreren Unparteiischen zu Besuch.

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Dabei soll es sich um die Wohnräume des Zweitliga-Schiedsrichters Dominik Marks und des Dresdner Schiedsrichter-Obmanns Wieland Ziller handeln. Die genannten Personen waren Medienberichten zufolge zuvor von Skandalschiedsrichter Robert Hoyzer belasten worden.

Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich zunächst nicht äußern. Bei der Dresdner Staatsanwaltschaft war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Hoyzer soll Jansen indirekt Schiebung beim Bundesligaspiel Kaiserslautern gegen Freiburg vorgeworfen haben. In dem Spiel vom 27. November 2004, das Kaiserslautern 3:0 gewann, soll Jansen Medienberichten zufolge zwei Stürmerfouls des Lauterer Spielers Carsten Jancker nicht geahndet haben. Jansen und auch Ziller hatte Manipulations-Vorwürfe mit eidesstattlichen Versicherungen zurückgewiesen.

Nach Ansicht von Hoyzers Anwalt wird sich der Skandal noch deutlich ausweiten. ?So mancher meinte noch vor ein paar Tagen, als sich alle Augen allein auf Robert Hoyzer richteten: So, da haben wir einen, der war?s und damit Ende. Ehrlich gesagt, das glaube ich überhaupt nicht?, sagt der Essener Rechtsanwalt Stephan Holthoff-Pförtner der Wochenzeitung die ?Zeit?.

Zu den Hintermännern der Wettbetrüger zählt der Anwalt Personen aus dem osteuropäischen Geheimdienstmilieu: ?So mancher dieser Leute aus dem europäischen Ausland gehörte früher zum Geheimdienst. Die haben sich neue Aufgaben gesucht?, sagt Holthoff-Pförtner. Er gehe davon aus, dass es vergleichbare Netzwerke wie die in Berlin auch in anderen Regionen gebe.

Über seinen Mandanten, der den Skandal ins Rollen brachte, sagt der Essener Anwalt: ?Er ist in etwas hineingeraten, dessen Dimension er nicht richtig überschaut hat.? Er habe dem 25-Jährigen geraten, ?ohne Rücksicht auf die eigene Person auszupacken, alles zu sagen, alle Namen zu nennen?.

Derweil sprach sich Schiedsrichterbeobachter Bernd Heynemann für ein Frühwarnsystem in der Fußball-Bundesliga aus. Diese könne aber erst nach Aufklärung des Skandals ausgearbeitet werden, sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Er warnte davor, alle Schiedsrichterentscheidungen unter dem Gesichtspunkt der Bestechlichkeit zu betrachten. Man müsse Vertrauen in die Schiedsrichter setzen, weil sonst der Fußballsport kaputt gehe.

SZ

 

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