Ranking: "So sozial sind die Bundesländer"

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neuester Beitrag: 15.12.06 22:25
eröffnet am: 15.12.06 20:38 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 15.12.06 22:25 von: Karlchen_II Leser gesamt: 382
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15.12.06 20:38
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129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiRanking: "So sozial sind die Bundesländer"

.SPIEGEL ONLINE - 15. Dezember 2006, 19:18
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,454895,00.html
DEUTSCHLAND-RANKING


So sozial sind die Bundesländer

Von Sonja Pohlmann

Baden-Württemberg ist das sozialste Bundesland Deutschlands, Mecklenburg-Vorpommern das Unsozialste. So lautet das Ergebnis einer Studie, die die 16 Bundesländer miteinander verglich. Berlin landet auf dem drittletzten Platz. Primus Oettinger hat für seinen Kollegen Wowereit Ratschläge parat.

Berlin - Der Stuttgarter Ministerpräsident Günther Oettinger ist stolz. Baden-Württemberg ist nicht nur das reichste, sondern auch das sozialste Bundesland in Deutschland. Das belegt eine neue Studie des Berliner Politikinstituts berlinpolis, die am Freitag präsentiert wurde. Anhand von 27 Indikatoren untersuchte das Institut die Politikfelder Wirtschaftsleistung, Armut, Arbeit, Bildung, Geschlechtergleichheit und Generationenverhältnis in den 16 Bundesländern. Das Ergebnis: "Deutschland ist sozial dynamischer als gedacht", sagt Daniel Dettling, Vorstandsvorsitzender von berlinpolis.


Dies wird im Vergleich zur Erhebung des Jahres 2000 deutlich. Einige Länder haben seither ihre Spielräume genutzt. Den weitesten Sprung machte das Saarland. Es verbesserte sich um acht Plätze von 14 auf Rang 6.


Baden-Württemberg steigerte sich ebenfalls: von 3 auf 1, gefolgt von Bayern (2 auf 2), Hamburg (1 auf 3) und Hessen (5 auf 4).

Sozialer Verlierer ist laut Studie Schleswig-Holstein - von Platz 2 auf Platz 8. Auch Thüringen entwickelt sich negativ: von Platz 6 auf Platz 15. Neues Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

"Die neuen Bundesländer sind mit innovativer Politik überfordert", stellt Dettling fest. Es sei Aufgabe der Föderalismusreform, die Länder weiter zu bestärken. Vor allem in Bildung und gezielte Arbeitsmarktpolitik solle investiert werden. Zudem würde eine stärkere Regionalisierung und Kommunalisierung der Bundesrepublik gut tun. "Wir sind immer noch zu zentral organisiert", sagt der berlinpolis-Vorsitzende.

Auch Bayern hat Schwächen

Aber nicht nur die neuen Ländern, auch das zweitplatzierte Bayern habe Schwächen: Kinder mit Migrationshintergrund würden nicht ausreichend an den Bildungschancen beteiligt werden. Und Bayern importiere mehr Humankapital, als dass es eigene Akademiker ausreichend ausbildet.

Dennoch zeigt die Studie: In den vier reichsten Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Hessen lebt es sich am sozialisten. Dettling findet das nicht schlimm. "Eine produktive Ungleichheit ist für Deutschland notwendig. Denn wenn es den starken Ländern besser geht, würden auch die schwachen Länder profitieren.

Ratschläge für Wowereit

Zu denen gehört auch Berlin. Primus Oettinger hat für seinen Kollegen Klaus Wowereit gleich mehrere Ratschläge parat. "Berlin sollte einen konsequenteren Kurs in der gewerblichen Wirtschaftsförderung fahren", sagt Oettinger. Zudem sollten in der Hauptstadt Schule, Bildung und Integration besser miteinander verknüpft werden. "Der Schulstandort Berlin befindet sich nicht da, wo er sein sollte", kritisierte Oettinger.

Er will sich auf seinen Lorbeeren nicht ausruhen. Denn in Baden-Württemberg hapere es an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Die Studie spornt uns an, dass wir uns hier noch stärker engagieren", sagt Oettinger. Baden-Württemberg werde alles dafür tun, seinen ersten Platz als sozialstes Bundesland zu verteidigen.




MfG
kiiwii

"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

15.12.06 20:42

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiGrafik

ariva.de
.
MfG
kiiwii

"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

15.12.06 20:56

12175 Postings, 7153 Tage Karlchen_IIWer nennt denn seinen Sohn "Primus"?

Solch ich mal raten? Der nächste hei8t Sekundus, der darauf folgende Tertius, und wenn er dann noch einen geschafft hat: Quantus.

Man sollte Lateinlehrern das Kinderzeugen untersagen.  

15.12.06 21:02

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiTabelle 2

So sozial sind Deutschlands Länder
Ranking nach Themenfeldern - Vergleich 2000 / 2006
LandWirt-
schafts-
leistung*
Armut/
Einkom-
mens-
verteil.
Inklu-
sion in
Arbeits-
markt
(Aus-)
Bildungs-
chancen
Ge-
schlech-
tergleich-
stellung
Genera-
tionen
ver-
hältnis
BW3 / 313 / 82 /  1 7 /  1  16  / 13 1  /  1 
BY4 / 3 16  / 9 1  / 2 1  / 415 / 152 / 2
BE9 / 1210 / -14 / 1311 / 73 / 68 / 8
BB12 / 133 / 613 / 1115 / 15 1  / 210 / 11
HB2 / 28 / 138 / 713 / 109 / 813 / 10
HH 1  /  1 14 /  15 4 / 32 / 57 / 77 / 5
HE4 / 315 / 112 / 310 / 1110 / 113 / 3
MV15 /  16 6 / 215 /  15 14 /  16 6 / 59 / 11
NI8 / 810 / 79 / 105 / 910 / 144 / 5
NRW6 / 612 / 126 / 89 / 814 /  16 5 / 4
RP11 / 89 / 105 / 33 /  1 12 / 1210 / 9
SL9 / 75 / 211 / 68 / 512 / 1014 / 14
SN13 / 112 / 411 / 1412 / 113 / 215 / 14
ST 16  / 14 1  /  1  16  / 15 16  / 115 /  1  16  /  16 
SH7 / 86 / 147 / 95 / 38 / 96 / 7
TH14 / 144 / 510 / 124 / 142 / 412 / 13

*:
und Einkommen; -: keine Angaben; BW: Baden-Württemberg, BY: Bayern, BE:
Berlin, BB: Brandenburg, HB: Bremen: HH: Hamburg, HE: Hessen, MV:
Mecklenburg-Vorpommern, NI: Niedersachsen, NRW: Nordrhein-Westfalen,
RP: Rheinland-Pfalz, SL: Saarland, SN: Sachsen, ST: Sachsen-Anhalt, SH:
Schleswig-Holstein, TH: Thüringen;

 

15.12.06 21:07

12175 Postings, 7153 Tage Karlchen_IIUnd was sagt uns das?

Dass in BaWü die Wirtschaftsleistung überdurchschnittlich ist, dort gibt es relativ wenige Arbeitslose und auch reletiv wenige Arme.

Was jeder weiß - dafür brauchen wir keinen Primus.  

15.12.06 21:10

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiHier der Link zur Studie

.http://www.spiegel.de/pdf/0,5534,14282,00.html



btw: Karlchen - "berlinpolis" kennst Du ?

MfG
kiiwii

"Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

15.12.06 22:25

12175 Postings, 7153 Tage Karlchen_IINie gehört.

Ist auch Schmodder- wenn ich schon so was lese:

Quelle: Arbeitskreis ?Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder? (2006b).
1) Das verfügbare Einkommen (Durchschnitt) der privaten Haushalte (Ausgabenkonzept) ergibt sich
dadurch, dass dem Primäreinkommen einerseits die Sozialleistungen und sonstigen laufenden Transfers
hinzugefügt werden, die die privaten Haushalte überwiegend seitens des Staates empfangen; abgezogen
werden dagegen Einkommen- und Vermögenssteuern, Sozialbeiträge und sonstige laufende Transfers,
die von den privaten Haushalten zu leisten sind. Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte
entspricht damit den Einkommen, die den privaten Haushalten letztendlich zufließen und die sie für
Konsum- und Sparzwecke verwenden können.

-> Gibt keine Angaben über Haushalte.


Oder sowas:

1) Quote der arbeitslosen Personen mit Migrationshintergrund relativ zur Arbeitslosenquote insgesamt.
Ein Wert von 2,0 bedeutet beispielsweise, dass die Arbeitslosenquote bei Ausländern in diesem
Bundesland doppelt so hoch ist wie die generelle Arbeitslosequote. Als Personen mit
Migrationshintergrund werden alle Befragten definiert, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen
oder die neben der deutschen eine weitere Staatsbürgerschaft haben. Zu beachten ist, dass damit nicht
alle deutschen Staatsbürger mit Migrationshintergrund erfasst werden, was aufgrund der Datenlage
nicht möglich war. Personen, die sich zum Erhebungszeitpunkt noch in einer Ausbildung befanden oder
gerade Wehr- oder Zivildienst leisteten, wurden nicht in die Berechnungen einbezogen.

-> Gibt keine Angaben über Migrationshintergrund. Hier wird lediglich die Arbeitslosigkeit der registrierten Auslaänder gemessen.

 

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