Prozess: "Kam" Minister Yang Ho bei Frau Kim?

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neuester Beitrag: 05.03.03 12:41
eröffnet am: 05.03.03 12:37 von: BRAD PIT Anzahl Beiträge: 3
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05.03.03 12:37

5937 Postings, 6698 Tage BRAD PITProzess: "Kam" Minister Yang Ho bei Frau Kim?

Rüstungsschmiede Lockheed

Sex-Skandal mit Nachspiel vor Gericht

Dem Militärkonzern Lockheed Martin blüht in den USA ein peinliches Verfahren: Eine attraktive Bedienstete soll sich an den südkoreanischen Verteidigungsminister herangemacht haben, um einen 225-Millionen-Dollar-Vertrag zu ergattern. Die Konkurrenz ist mächtig eifersüchtig.

 
Auch ein schönes Modell, wenn man's mag: Der Raytheon Hawker, den das südkoreanische Militär einsetzt. Diese Jets wurden mit den Radaranlagen Lockheed Martins ausgerüstet, angeblich verließ sich der Konzern dabei nicht nur auf rein technische Reize  


Los Angeles/Seoul - Das höchste Gericht Kaliforniens hat am Montag eine Klage des südkoreanischen Unternehmens Korea Supply Company (KSC) zugelassen. KSC hat nun das Recht, in den USA weiter juristisch gegen Lockheed vorzugehen.

Das koreanische Unternehmen wirft dem US-Konzern vor, er habe das frühere Model Linda Kim, 52, beauftragt, zwei südkoreanische Militärangehörige zu bestechen. Zudem soll Kim im Auftrag der koreanischen Lockheed-Tochter Loral eine Affäre mit dem Verteidigungsminister des Landes, Lee Yang Ho, begonnen haben.

Die Anwälte von KSC behaupten, dass Lockheed Martin nur auf Grund dieser Bestechungen einen 225-Millionen-Dollar-Auftrag zum Bau von Radaranlagen für Militärjets erhalten habe. Eine kanadische Firma, die von KSC vertreten wurde, ging bei der Ausschreibung leer aus, KSC entging deshalb eine Kommissionszahlung in Höhe von 30 Millionen Dollar.

Der Lockheed-Martin-Konzern bestreitet vehement, dass er auf irgendeine illegitime Weise Einfluss auf die Entscheidung genommen habe. Eine Sprecherin sagte, sie erwarte, dass KSCs Klage in der nächsten Instanz abgeschmettert werde. Indes hat Lee Hang Yo öffentlich zugegeben, ein "unangemessenes Verhältnis" mit Linda Kim unterhalten zu haben. Dies habe seine Entscheidung für Lockheed aber in keiner Weise beeinflusst.

Frau Kim wiederum, die mittlerweile in Los Angeles wohnt, beteuert ebenfalls, sie habe nicht im Auftrage Lockheeds gehandelt. Die Liebesbriefe, die Kim an den Minister schrieb, waren in der südkoreanischen Presse veröffentlicht worden und hatten große Aufregung ausgelöst - zumal Lee Hang Yo zuvor schon in Verbindung mit einem anderen Bestechungsfall gebracht worden war. Frau Kim hat nach Anfaben der "Los Angeles Times" in Südkorea bereits eine kurze Gefängnisstrafe auf Grund von Bestechungsvergehen in anderen Fällen abgesessen.

Obwohl die Klage zugelassen wurde, hat KSC vor dem Gericht in Los Angeles auch eine Schlappe hinnehmen müssen. Die Richter befanden nämlich, dass Lockheed nicht verpflichtet ist, die Gewinne aus dem südkoreanischen Deal an KSC zu transferieren - selbst, wenn sich die Vorwürfe im weiteren Verlauf des Verfahrens erhärten ließen. Gleichwohl wird der Fortgang des Streits von US-Konzernen sehr aufmerksam verfolgt, weil bedeutende Präzedenzfälle geschaffen werden könnten.




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05.03.03 12:39

3051 Postings, 7617 Tage ruhrpottSex sells

Viele Grüße



aus dem Ruhrpott  

05.03.03 12:41

5937 Postings, 6698 Tage BRAD PITHast Recht Ruhrpott. Ist aber lustig, wenn man es

testet.



Gruß  

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