Polit-Kasper als Bundespräsident?

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neuester Beitrag: 04.01.12 12:50
eröffnet am: 03.01.12 17:26 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 16
neuester Beitrag: 04.01.12 12:50 von: Tiger Leser gesamt: 448
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

03.01.12 17:26
3

43767 Postings, 4627 Tage RubensrembrandtPolit-Kasper als Bundespräsident?

Wie lange kann die Bundesrepublik das aushalten?

Würde ein Normalbürger der Bild-Zeitung drohen, so würde man als spinnert abtun.
Nun muss man bei Politikern einige Abstriche machen wegen Realitätsferne, haben
ja hauptsächlich miteinander zu tun und kennen die Probleme der Bevölkerung
immer weniger. Dies gilt noch mehr für Bundespräsidenten, deren Freunde haupt-
sächlich Multimillionäre sind, die den Präsidenten auch noch aushalten (hinsicht-
lich Urlaub usw.).

Nach Guttenberg haben wir mit Wulff also einen zweiten "Spitzenpolitiker" mit
ganz erheblichen Wahrnehmungsstörungen. Ein Bundespräsident, der laufend
das Hohelied der Pressefreiheit singt, in der Realität aber Journalisten mit
Strafanzeige droht. Das ist wahrlich kein Hüter der Verfassung, sondern eher
jemand, der die Bundesrepublik als seinen Bananenstaat ansieht, in dem man
unliebsame Berichterstattung durch Anrufe an den Vorgesetzten unterdrücken
kann. Gerade erschreckend ist, was Wulff als Spitzenpolitiker zu bieten hat:
mangelnde Souveränität, Unbeherrschtheit, Kleinkariertheit. Man kann nur
hoffen, dass er nicht noch einmal den Zerknirschtheits-Kasper spielen und dann
wieder weiter machen kann wie bisher. Wulff ist eine totale Fehlbesetzung
für das Amt des Bundespräsidenten und Wulff ist Wiederholungstäter. Wulff
muss einem auch bei einem Rücktritt nicht unbedingt Leid tun, denn das Gehalt
erhält bis an sein Lebensende. Nur auf das Schloss muss er wohl verzichten.  

03.01.12 17:30

44542 Postings, 7248 Tage Slaterdaaanke, für diesen guuuten Morgen

daaaanke für jeden neuen Thread

 

03.01.12 17:32
1

49400 Postings, 3617 Tage boersalinoPolitiker- und Herrscherverschleiß 2011/12

wann hat es sowas zuletzt gegeben?

Schaut Talisker hier wohl rein?  

03.01.12 17:33
2

6 Postings, 3199 Tage blumdenDas sehe ich ganz ähnlich.

Vor allem muss man sich doch in Deutschland darüber bewusst sein, wie die BILD arbeitet. Das ist ja kein Geheimnis, dass die "Zeitung" alles und jeden durch den Sumpf zieht und mit den Anrufen hat Wulff ihnen sogar noch den Knochen hingeworfen. Hatte Wulff tatsächlich angenommen, die Bild verschweige diese Anrufe, wenn sie denn tatsächlich gemacht wurden (noch habe ich keinen Oton gehört). Hinzu kommt, dass Wulff immer noch nicht den Mund aufgemacht hat und mit seinem Schweigen alles nur noch schlimmer macht. Einfach aussitzen ist hier die falsche Taktik, definitiv! Ich glaube es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sein Stuhl wackelt, denn an dem wird bereits gesägt...

 

03.01.12 17:38
3

43767 Postings, 4627 Tage RubensrembrandtHybris

http://www.ftd.de/politik/deutschland/...es-herrn-wulff/60149091.html

Der Emporkömmling aus Osnabrück hält sich für mächtig, weil er es in Merkels Machtapparat zum Staatsoberhaupt gebracht hat. Wulff glaubt tatsächlich, so mächtig zu sein, dass er es mit dem Springer-Konzern aufnehmen und "Bild"-Chef Diekmann drohen kann. Das grenzt an Realitätsverlust. Hybris ist Ausdruck einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit. Wulff schuf sich seine eigene Welt: Aus dem Motto der "Bild"-Zeutung "Bild dir deine Meinung!" machte er "Bild dir meine Meinung!" Das ist ein Mix aus Selbstüberschätzung, Dreistigkeit, Naivität und nicht zuletzt auch Dummheit. Denn es ist dumm, dem Chefredakteur der "Bild"-Zeitung wüste Drohungen auf der Mailbox zu hinterlassen.  

03.01.12 17:40

33967 Postings, 5593 Tage Jutoin der bild-zentale ist feierlaune

das darf man nicht übel nehmen.
dieses arsch von diekmann
hat den ab bestimmt schon 258 mal abgehört.  

03.01.12 17:41
2

43767 Postings, 4627 Tage RubensrembrandtWulff wird zur Lachnummer

http://www.ftd.de/politik/deutschland/...zur-lachnummer/60149107.html  

03.01.12 17:48
6

43767 Postings, 4627 Tage RubensrembrandtDas Erschreckende ist, dass ein so

armseliger Charakter wie Wulff als Spitzenpolitiker angesehen wurde. Hoffentlich
sind die übrigen deutschen Spitzen-Politiker nicht so ähnlich schlicht gestrickt.  

03.01.12 17:49
3

33967 Postings, 5593 Tage Jutoich befürchte es aber.

03.01.12 17:54

6 Postings, 3199 Tage blumdenDiekmann's schönste Wochen

Die Bild feiert und Wulff kann sich gleich selber vor Gericht vertreten...obwohl vielleicht auch nicht

 

03.01.12 18:07

15373 Postings, 4486 Tage king charlesPolit-Kasper

trifft auf Journalisten-Kasper


Gott sei Dank hat Deutschland keine anderen Probleme

ich könnte
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Grüsse King-charles
Angehängte Grafik:
kotzen-.gif
kotzen-.gif

03.01.12 20:02

43767 Postings, 4627 Tage RubensrembrandtDoch Deutschland hat noch andere Probleme,

aber Wulff macht zusätzliche Probleme. Im übrigen ist es so, dass die verheerendsten
Probleme erst durch die Politiker entstehen (z. B. Euro durch Einführung dieser
politischen Währung), während sie selbst sich als Retter verkaufen.  

04.01.12 10:32

15373 Postings, 4486 Tage king charlesDoch Deutschland hat noch andere Probleme,

kommt mir nicht so vor

Top-Meldung in jedem Medium seit Wochen das Wulff-Gebrabbel

Ob ARD, ZDF, RTL, SAT etc. erste Meldung Wulff

während Millionen von Menschen verhungern, Kriege herschen, Ahmadinejad an Atombomben bastelt,  ist Wulff das größte Problem

wo sind wir gelandet, traurig

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Grüsse King-charles

04.01.12 10:37

129861 Postings, 6161 Tage kiiwiiDeutschland hat keine Probleme,ausser diesen

http://www.zerohedge.com/news/...ssue-culture-clausewitz-and-clausius
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nemo me impune lacessit

04.01.12 12:33

12930 Postings, 7516 Tage TimchenDeutschland hat kein Probleme

Deutschland hat Spass mit einer Witzfigur
und ist geschlossen einer Meinung, okay fast
Aber ein paar Deppe gibt es immer
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Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven.

04.01.12 12:50

11673 Postings, 6911 Tage Tiger"Präsident von Merkels Gnaden“

Mittwoch, 04.01.2012, 12:36


APN Bundespräsident Christian Wulff (CDU)    Christian Wulff hat den Bezug zu seinem Amt verloren. Ein folgenschwerer Fehler. Politikberater unterstellen dem Bundespräsidenten destruktives und selbstzerstörerisches Verhalten. Sie glauben, dass Wulffs Macht längst verloren ist.

Um das Verhältnis zwischen Christian Wulff und den Medien war es lange Zeit bestens bestellt. Wulff rühmte die Pressefreiheit als „hohes Gut“, gelobte, bei der Affäre um den Kredit für sein Eigenheim „Transparenz herzustellen“. An diesen Worten muss er sich nun messen lassen – und das Urteil ist vernichtend.

Seitdem bekannt wurde, dass Wulff mit mehreren Medien telefonierte, um unerwünschte Artikel über sich oder seine Familie zu verhindern, und auf der Mailbox des „Bild“-Chefredakteurs Kai Diekmann sogar mit „Krieg“ drohte, findet sich kaum noch einer, der ihm den Rücken stärkt. Im Gegenteil: Der Wutanruf hat sich zur Staatskrise ausgeweitet. Wulffs Verhalten zeigt sein krasses Missverständnis seines Amtes – darin sind sich viele Politikberater einig.

„Wulff hat sein Amt missbraucht“

Die Politikberaterin Gertrud Höhler glaubt, dass Christian Wulff „in besonderer Weise am Unverwundbarkeitssyndrom“ leide. Im „heute-journal“ sagte sie: „Er hat sich das Amt wie eine Beute zu Eigen gemacht.“ Der Bundespräsident habe sein Amt missbraucht und seine eigene Macht überschätzt. Das zeige der Anruf bei Diekmann. „Wenn man glaubt, mit Drohungen etwas zu erreichen, statt mit Versprechen, die man auch erfüllt, dann ist man eigentlich schon verloren“, so die Publizistin Höhler.

Ihrer Meinung nach kann man diese Selbstüberschätzung Wulffs schon seit seiner äußerst knappen Wahl zum Präsidenten beobachten. Der Grund: „Wenn man in dieser Weise an die Macht kommt, ist es etwas, was die Bevölkerung nicht vergisst, und auch man selbst nicht vergisst“, sagte Höhler im „heute-journal“. Wulff überschätze sein Amt, von dem er insgeheim selbst gewusst habe: Das steht mir nicht zu.

Doch nicht nur Wulff sei sich dessen bewusst. Höhler glaubt, dass auch die Politiker, die ihn ins Amt gehoben haben, bald merken müssen, welche Fehleinschätzungen Wulff unterlaufen sind.

„Zu stolz, um die Wahrheit zu sagen“

Rettung für Wulff ist deswegen nicht in Sicht. Dafür hat Wulff zu lange gezögert, sich zu lange der „Salami-Taktik“ verschrieben. Als Wulff sich zunächst nur wegen seines Privatkredits rechtfertigen musste, hätte es noch einen Ausweg gegeben. Doch Wulff sei nicht in der Lage gewesen, sich zu retten, weil er „zu stolz und zu eitel war, um die Wahrheit auf den Tisch zu bringen“, glaubt Höhler. Er hätte damals als „reuiger Sünder“ um Verzeihung bitten müssen. „Das mögen die Deutschen.“

Diese Chance hat Wulff vertan. Durch seine panischen Drohanrufe habe er sich sogar noch mehr geschadet als zuvor mit seinem zinsgünstigen Privatdarlehen bei der BW-Bank. In einem Interview mit dem „Deutschlandradio“ sagt Höhler sogar: „Das war eine destruktive, eine selbstzerstörerische Handlung.“

„Präsident von Merkels Gnaden“

Der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter unterstellt Wulff „staatsoberhäuptliche Unprofessionalität“. In der „Süddeutschen Zeitung“ fordert er den Bundespräsidenten auf, sich schnell zu erklären. Das sei seine einzige Chance für einen Befreiungsschlag. Auch er bezweifelt allerdings, dass Wulff noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Das hänge davon ab, ob die Öffentlichkeit eine Buße ihres Staatsoberhauptes akzeptiere.


Dass Christian Wulff als Bundespräsident seine Macht verloren hat, glaubt auch der Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth. Er sieht Wulff mittlerweile als Bundespräsident von Merkels Gnaden. „Wenn er Bundespräsident bleibt, dann bleibt er es vor allem, weil Angela Merkel es so will“, sagte Langguth der „Passauer Neuen Presse“. Die Anrufe bei den Medien nannte Langguth „töricht“. Einen Hoffnungsschimmer sieht Langguth allerdings: Für ihn sind die Anrufe „nicht schwerwiegend genug, als dass sich daraus die Notwendigkeit eines Rücktritts ergeben würde“.  

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