Pflegeversicherung soll aufgelöst werden

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 02.03.03 16:31
eröffnet am: 02.03.03 14:52 von: Nassie Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 02.03.03 16:31 von: SchwarzerLo. Leser gesamt: 244
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

02.03.03 14:52

15990 Postings, 6876 Tage NassiePflegeversicherung soll aufgelöst werden

Wer im Alter kompetent gepflegt werden will, muss sich künftig wohl privat versichern: In der Rürup-Kommission gibt es breite Unterstützung dafür, die Pflegeversicherung abzuschaffen - eine der Säulen des Sozialsystems.

Berlin - Erst 1995 wurde sie eingeführt, nun droht ihr das Aus: Die gesetzliche Pflegeversicherung, vom damaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) geschaffen, ist inzwischen Existenzbasis für Tausende Pflegedienste landauf, landab.

Die Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme aber ist nach einem Bericht des "Handelsblatts" besorgt darüber, dass die Versicherung die Lohnnebenkosten hochtreibt. Derzeit fließen 1,7 Prozent des Bruttogehaltes in die Pflegekassen, diesen Beitrag möchte die Kommission offenbar ersatzlos einsparen. Dies sehe ein Konzept der früheren hessischen Sozialministerin Barbara Stolterfoht (SPD) vor, die in der Kommission für den Bereich Pflege verantwortlich ist. Der Plan finde in dem Gremium breite Unterstützung, will das Blatt aus Teilnehmerkreisen erfahren haben.


Weniger Kosten für Firmen, mehr für die Versicherten?

Vor allem Kommissionschef Bert Rürup und arbeitgebernahe Mitglieder unterstützten das Stolterfoht-Konzept, so der Bericht. Die Union prüfe diese Variante "ergebnisoffen", sagte CDU-Sozialexperte Andreas Storm der Zeitung. Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) wollte dagegen dazu keine Stellungnahme abgeben, bevor die Regierungskommission ihre Ergebnisse vorgelegt habe.

Nach Angaben des Sozialministeriums erhalten knapp zwei Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen steigt aber von Jahr zu Jahr. Anstelle der Pflegeversicherung soll nach den Plänen Stolterfohts künftig grundsätzlich private Vorsorge treten. Pflegeleistungen aus öffentlichen Kassen soll es nur noch für Bedürftige geben. Möglich ist, dass die Kommission die Einführung einer kapitalgedeckten, privaten Pflichtversicherung vorschlägt und so Kosten von den Arbeitgebern auf die Versicherten überträgt.



 

02.03.03 15:30

7993 Postings, 7215 Tage maxperformancewar wirklich eine Totgeburt

die PV - der grösste Fehlgriff von Nobby Blüm
als junger Arbeitnehmer würd ich der
PV nicht nachtrauern. Meine private PV
kostet 17? im Monat.
entspräche 1,7 % vom brutto bei 1.000 ? Monatsverdienst
d.h. alle die arbeiten zahlen wie immer drauf.

Die Sozialkosten müssen von allen getragen werden
nicht nur von den Arbeitern und Angestellten  

02.03.03 16:31

13475 Postings, 7745 Tage SchwarzerLordWie immer mein Vorschlag.

Private Vorsorge und den Bürger nicht mit gesetzlichen Gängeleien belasten. Die PV in ihrer heutigen Form ist einer der Tiefpunkte der bürgerlichen Regierung der 90er Jahre gewesen.  

   Antwort einfügen - nach oben