Peer Steinbrück ist ein dickköpfiger Mensch

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 30.01.08 19:48
eröffnet am: 30.01.08 19:48 von: moya Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 30.01.08 19:48 von: moya Leser gesamt: 186
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

30.01.08 19:48

905892 Postings, 6108 Tage moyaPeer Steinbrück ist ein dickköpfiger Mensch

Peer Steinbrück ist ein dickköpfiger Mensch. In bester Kohl-Manier sitzt er Probleme aus und ignoriert dabei selbst Gerichtsurteile.

Obwohl sich schon seit längerem abzeichnet, dass seine Rechtsauffassung bezüglich der Pendlerpauschale nur von wenigen Experten geteilt wird, schaltet er auf stur - und riskiert dabei nicht nur eine dicke Blamage vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG), sondern auch den Unmut aller Berufspendler, die sich schon jetzt von Steinbrücks Blockadepolitik verschaukelt fühlen. Nun hat auch der Bundesfinanzhof in einem zwar nicht bindenden, nichtsdestotrotz wichtigen Urteil festgestellt, dass die willkürliche Festlegung der steuerrelevanten Entfernung zum Arbeitsplatz auf mindestens 21 Kilometer nicht nur ungerecht, sondern auch verfassungswidrig ist. Steinbrück reagiert auf seine Weise: Kippt das BVerfG Ende des Jahres die neue Regelung, wird an anderer Stelle gespart - eine generelle Streichung der Pauschale nicht ausgeschlossen. Eine Perspektive, die manche Steuerexperten für gar nicht mal so schlecht halten, führt die Subventionierung umgekehrt auch zu einigen negativen Effekten wie der Tendenz zu urbaner Zersiedelung, zu Speckgürteln und zusätzlichem Verkehrsaufkommen.

Ohne Pauschale würden viele Bürger nach einer arbeitsnahen Stadtwohnung suchen. Die Bereitschaft, lange Wege in Kauf zu nehmen, würde allein durch das Gehalt und die Attraktivität des Arbeitsplatzes bestimmt.

Dennoch rät der Bund der Steuerzahler (BdSt), sich erst einmal den vollen Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen zu lassen, um auch im laufenden Jahr seine Steuerlast zu minimieren. Für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass das BVerfG Steinbrück bestätigen sollte, wäre dann bei der nächsten Steuererklärung zwar eine Rückzahlung nebst Zinsen fällig. Die wären jedoch so niedrig, dass sich ein Versuch immerhin lohnen würde, frei nach dem Motto: Was man hat, das hat man. Als Einschränkung gilt jedoch, dass die Finanzämter nur dann einen Freibetrag eintragen, wenn die absetzbaren Aufwendungen neben dem Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro zusätzlich 600 Euro im Jahr überschreiten. Das könnten neben Werbungskosten auch Sonderausgaben sein. Und schon bei einer einfachen Entfernung von 24 Kilometern zur Arbeit werde die Grenze ohne Probleme überschritten, so die Experten vom BdSt.
-----------
Gruss Moya

   Antwort einfügen - nach oben