Pabst bricht größtes Tabu

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neuester Beitrag: 07.03.03 08:36
eröffnet am: 06.03.03 15:54 von: Nassie Anzahl Beiträge: 8
neuester Beitrag: 07.03.03 08:36 von: Pius XIII. Leser gesamt: 561
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06.03.03 15:54

15990 Postings, 6880 Tage NassiePabst bricht größtes Tabu

Papst bricht größtes Tabu des Vatikans

Rom (dpa) - Es gibt ein Thema, über das im Vatikan unter keinen Umständen gesprochen werden darf - die Verwegensten tun es höchstens hinter vorgehaltener Hand: der Tod des Papstes. Dieses größte aller Tabus hat der schwer kranke, 82-jährige Johannes Paul II. jetzt selbst gebrochen. In einem am Donnerstag veröffentlichten dreiteiligen Werk mit dem Titel «Römisches Triptychon», schreibt er, dass «nach meinem Tod» die nächste Papstwahl stattfinden wird.

Mit dieser Formulierung schließt er, und das macht die Brisanz aus, einen Rücktritt als Oberhaupt von weltweit mehr als einer Milliarde Katholiken aus - eine Möglichkeit, die das Kirchenrecht bietet und über die in Rom immer wieder gern spekuliert wird. Wörtlich schreibt der Papst über das Konklave, die Papstwahl in der Sixtinischen Kapelle: «Menschen, denen man aus Sorge um das Erbe die Schlüssel anvertraut hat, versammeln sich hier, und lassen sich beeindrucken vor der Malerei der Sixtina, einer Vision, die Michelangelo uns zurückgelassen hat - So war es im August, und so war es dann im Oktober des denkwürdigen Jahres zweier Konklave. Und so wird es wieder sein, wenn es erforderlich wird, nach meinem Tode.»

Vor bald 25 Jahren, am 16. Oktober 1978, war der damals 58-jährige Krakauer Kardinal Karol Wojtyla zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden. Sein Vorgänger Johannes Paul I., der wiederum Paul VI. beerbt hatte, war nach nur 33 Tagen im Amt gestorben. Daher gab es den seltenen Fall zweier Konklave im selben Jahr. Johannes Paul II. ist mittlerweile einer der am längsten dienenden Päpste. Bisher sind erst zwei seiner Vorgänger mehr als 25 Jahre auf dem Stuhl Petri gesessen.

Über den Tod schreibt der seit Jahren an der Parkinson-Krankheit leidende Johannes Paul II. auch an einer anderen Stelle des teils in Prosa, teils in Versform verfassten Textes. «Das, was wohlgeformt war, wird unförmig. Das, was lebendig war - ist jetzt leblos. Das, was schön war - ist jetzt hässliche Verwüstung. Doch ich sterbe nicht ganz, denn das, was in mir ist, dauert fort als unzerstörbar», heißt es.

Doch auch die Erschaffung des Menschen durch Gott und die Sexualität nimmt breiten Raum ein. «Als Mann und Frau schuf er sie», zitiert der Papst aus dem Buch Genesis. «Und wenn sie "ein Fleisch" werden - eine wundersame Vereinigung - dann wird an ihrem Horizont Vaterschaft und Mutterschaft offenbar. Sie greifen dann nach den Quellen des Lebens, die in ihnen sind», fügt er dichtend hinzu.

Das Werk besteht aus drei Meditationen («Bergbach», «Über das Buch Genesis an der Schwelle zur Sixtinischen Kapelle» und «Berg im Lande Moria»). «Es handelt sich um einen schönen und berührenden Text, aber er ist nicht leicht lesbar und verständlich», befand der italienische Literaturwissenschaftler Giovanni Reale bei dessen Vorstellung. Dass ausgerechnet der ranghöchste Kurienkardinal und Präfekt der Glaubenskongregation, der Deutsche Joseph Ratzinger, das «Triptychon» der Weltpresse präsentiert hat, dürfte kein Zufall gewesen sein. «Es unterstreicht die Bedeutung des Textes», meinte ein Vatikan-Experte.

Johannes Paul II., der bei der Präsentation selber nicht dabei war, hat das Werk in seiner polnischen Muttersprache verfasst. Wie normalerweise alle wichtigen vatikanischen Dokumente wurde der nur elf DIN A 4-Seiten lange Text in fünf Sprachen (Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch) übersetzt. Der Herder Verlag (Freiburg) will den Text in diesem Jahr auf Deutsch publizieren.

In welchem Zeitraum der Papst ihn geschrieben hat, ist nicht bekannt. Doch die letzte der drei Meditationen hat auch einen höchst aktuellen Bezug. Darin meditiert er über das antike Ur, der im heutigen Irak gelegenen Heimatstadt Abrahams. Die derzeitige Kriegsgefahr wird jedoch nicht erwähnt.

Die Literatur ist immer eine Leidenschaft des jetzigen Papstes gewesen. Schon als Student, während der Nazi-Besetzung Polens, brachte er in Gedichten seine Sorgen zu Papier. Sein größter literarischer Erfolg war jedoch das in den 50er Jahren geschriebene Bühnenstück «Der Laden des Goldschmieds». Als Papst hat er die autobiografischen Werke «Geschenk und Geheimnis» und «Die Schwelle der Hoffnung überschreiten» verfasst.

 

06.03.03 16:04

9123 Postings, 7297 Tage ReilaAch, und ich dachte an Sodomie! o. T.

06.03.03 16:08

5937 Postings, 6692 Tage BRAD PITLaßt das bloß nicht den gläubigen George W. sehen,

sonst macht Bush sich das zum Vorbild und dankt nie mehr ab, bzw. er schafft die Wahlen ab.  

06.03.03 16:27
1

4020 Postings, 6478 Tage Dope4youPapst will Selbstmord machen!!

Stellungnahme des Vatikan:
Ja mei wenn man sich Beruflich verbessern kann!! sollte man das machen.

Dope4all  

06.03.03 16:28

2919 Postings, 6414 Tage SpukDope - lol o. T.

06.03.03 16:42

15990 Postings, 6880 Tage NassiePius

wo bleibt der berufene Kommentar aus deinem Munde ?  

06.03.03 18:03

122 Postings, 6432 Tage Pius XIII.In welchem Job gibt es sonst noch eine solche

soziale Arbeitsplatzabsicherung?
Oder habt Ihr schon mal was von einem arbeitslosen Papst läuten hören?
Der Rentenkasse ist auch noch keiner von uns zur Last gefallen.
Kann mir den Kollegen Paule auch gar nicht als Frührentner vorstellen. Der ruht nicht, bevor der letzte Pole vom Acker weg seliggesprochen ist.
Wir arbeiten nicht nur bis zum Umfallen, sondern geben erst den heiligen Löffel ab, wenn BigBoss das Licht ausknipst.

 

07.03.03 08:36

122 Postings, 6432 Tage Pius XIII.Kann ganz schön zäh sein,

so`n Krakauer.  

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