Online-Medien: Verzagter Beutezug

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eröffnet am: 26.04.09 21:11 von: Parocorp Anzahl Beiträge: 4
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13786 Postings, 7729 Tage ParocorpOnline-Medien: Verzagter Beutezug

Online-Medien
Verzagter Beutezug
von Astrid Dörner

Medienunternehmen wollen endlich auch online Geld verdienen. Die Konzerne holen dafür alte Pläne aus der Schublade. Auch Startups wittern nun ihre Chance.

Donnerstag, Hauptgebäude von Thomson Reuters, New York: 25 Verleger kommen zum Treffen in das gläserne Hochhaus am belebten New Yorker Times Square. Streng vertraulich, die Verlagsleute wollen unter sich bleiben. Geladen hat ein Startup aus Kalifornien namens Attributor, das eine Initiative gegen Web-Piraterie gegründet hat. Die Idee: Wenn etwa ein Blogger unerlaubterweise einen Artikel auf seine Seite stellt und auf dieser Seite Werbung schaltet, dann sollen die Verlage am Umsatz mitverdienen.

Dazu will das "Fair Syndication Consortium" an die Branchenführer herantreten, die Onlinewerbung vermitteln: Google, Yahoo, Microsoft. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und Reuters haben sich bereits angeschlossen, ebenso das Internetmagazin Politico und ein US-Zeitschriftenverband.

Die in der Wirtschaftskrise weggebrochenen Umsätze zwingen die Verleger zum Handeln. Ideen gab es schon viele, Erlöse aus dem Internet zu generieren: sei es an der unerlaubten Verbreitung ihrer Inhalte mitzuverdienen oder für die Inhalte auf der eigenen Website Geld zu verlangen. In den USA wird fast jede Woche eine Zeitung eingestellt oder nur noch auf ihr Internetangebot reduziert.

Bis zu 51 Mio. $ Umsatz machen Web-Piraten jedes Jahr mit gestohlenen Texten, hat Attributor errechnet - und das allein mit Inhalten von 24 großen Titeln. Davon wollen dpa, Reuters und andere nun ihren Anteil. "Gefordert werden 50 Prozent oder mehr", sagt Attributors Marketingchef Rich Pearson. Er spricht von "ermutigenden Diskussionen" mit den großen Werbevermarktern, eine Zusage gibt es aber noch nicht.

Bislang müssen Medienunternehmen bei Verstößen gegen das Urheberrecht einzeln gegen die Seiten vorgehen. Durch eine Kooperation mit Google und anderen könnten die Abläufe gebündelt werden. Doch wirklich große Umsätze, mahnen Branchenkenner, werden sie auf diese Weise nicht generieren können.

Manche Verlage lassen eine lange verpönte Idee wieder aufleben: Nutzer sollen für Internetangebote von Printmedien zahlen. Die "New York Times" hat das mehrmals erfolglos versucht, will nun erneut einen Anlauf wagen. Auch die Spiegel-Gruppe denkt offen über eine Abkehr vom Gratisangebot nach.

"Viele Verlage haben sich selbst eine Generation von Lesern herangezogen, für die kostenlose Onlineangebote selbstverständlich sind. Jetzt haben fast alle erkannt, dass es so nicht weitergehen kann", sagt der frühere Herausgeber des "Wall Street Journal" (WSJ), Gordon Crovitz. Er hat mit zwei anderen Größen der Medienbranche ein Unternehmen gegründet, das Verlagen das Geldverdienen mit ihren Onlinearchiven erleichtern soll. "Journalism Online" will eine passwortgeschützte Seite entwickeln, mit der Leser Tages-, Wochen- oder Monatszugänge von mehreren Medien kaufen können. Vorbild ist dabei das "Wall Street Journal", das mit kostenpflichtigen Angeboten rund 100 Mio. $ Umsatz im Jahr macht.

http://www.ftd.de/technik/medien_internet/...ter-Beutezug/505603.html
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Most psychiatrists or analysts are a waste of time

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26.04.09 21:13
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11570 Postings, 6194 Tage polyethylenzur Not würde ich noch Kühe erfinden

die man melken kann.
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http://ariva-city.myminicity.com

Fleiß kann man vortäuschen,
faul muss man schon sein.

Je älter wir werden,
desto besser waren wir früher.

26.04.09 21:15

17846 Postings, 4642 Tage Terrorschweingibts schon

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Terri -  the smell of freedom

26.04.09 21:51

11570 Postings, 6194 Tage polyethylenjohhh

die Bänker haben es erfunden!
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http://ariva-city.myminicity.com

Fleiß kann man vortäuschen,
faul muss man schon sein.

Je älter wir werden,
desto besser waren wir früher.

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