Öl-Preis und Merck belasten Wall Street

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eröffnet am: 23.08.05 07:11 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24466 Postings, 5844 Tage EinsamerSamariterÖl-Preis und Merck belasten Wall Street

US-Börsen gewinnen leicht

Öl-Preis und Merck belasten Wall Street

Übernahmen in unterschiedlichen Branchen haben der Wall Street am Montag zu geringen Kursgewinnen verholfen. Ein erneut gestiegener Öl-Preis sowie Nachwirkungen des Merck-Urteils drückten die Stimmung am Markt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss mit 10.570 Zählern 0,10 Prozent fester als am Freitag. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,16 Prozent auf 1222 Punkte zu, während der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,27 Prozent auf 2141 Stellen stieg.

Zu den größten Gewinnern zählten die in New York gehandelten Titel der kanadischen Öl-Firma PetroKazakhstan, die 18,39 Prozent auf 53,75 Dollar zulegten. Zuvor hatte der staatliche chinesische Öl-Konzern CNPC angekündigt, das Unternehmen kaufen zu wollen. Sollte die Kartellbehörde zustimmen, wäre dies die erste Übernahme einer börsennotierten ausländischen Öl-Gesellschaft durch eine chinesische Firma.

Maytag verliert

Auch Papiere des Pharmaherstellers Eyetech Pharmaceuticals waren gefragt und verteuerten sich um 29,59 Prozent auf 18,13 Dollar. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Konzern von OSI Pharmaceuticals gekauft wird. Papiere vom US-Haushaltsgerätehersteller Maytag gaben 0,11 Prozent auf 18,69 Dollar nach. Whirlpool hatte nach einem längeren Bieterwettstreit mitgeteilt, Maytag zu übernehmen.

Im Blickpunkt standen zudem Aktien des Konsumgüterriesen Procter&Gamble, die 1,14 Prozent auf 55,16 Dollar stiegen. In der jüngsten Ausgabe des Anlegermagazins Barron's hatte ein Investment-Experte erklärt, die Titel von P&G seien deutlich unterbewertet.

Einen deutlichen Dämpfer erhielt der Markt, weil der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl zeitweise erneut über 66 Dollar stieg. Die anhaltende politische Krise im Öl-Förderland Ecuador näherte offenbar erneut Spekulationen über einen Versorgungsengpass. Der Öl-Preis wird an der Wall Street stets besonders aufmerksam verfolgt, schmälert er doch Gewinne der Konzerne und dämpft die Konsumfreude der Verbraucher.

Titel des US-Pharmakonzerns Merck & Co gaben 0,61 Prozent auf 27,89 Dollar nach. Ein texanisches Gericht hatte dem Unternehmen am Freitag in einem richtungweisenden Urteil eine Mitschuld am Tod eines Mannes gegeben, der das Arthritis-Mittel Vioxx eingenommen hatte. Das Merck-Urteil werde sich noch lange auf den Markt auswirken, sagte Analyst Stephen Massocca von Pacific Growth Equities. Auch andere Pharma-Konzerne würden die negative Stimmung zu spüren bekommen.

Aktien der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines verbilligten sich um acht Prozent auf 1,41 Dollar. Der angeschlagene Konzern hatte seine Piloten gewarnt, die Rücklagen seien unter ein bestimmtes Niveau gesunken, das eventuell mehr Zugeständnisse von der Pilotengewerkschaft erfordere.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,22 Milliarden Aktien den Besitzer. 2095 Werte legten zu, 1214 gaben nach und 176 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,39 Milliarden Aktien 1772 im Plus, 1267 im Minus und 176 unverändert.

Quelle: HANDELSBLATT, Montag, 22. August 2005, 22:52 Uhr

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