Nix mit Bärenschinken

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neuester Beitrag: 26.06.06 21:23
eröffnet am: 26.06.06 16:39 von: Eichi Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 26.06.06 21:23 von: Scontovaluta Leser gesamt: 1018
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26.06.06 16:39

12570 Postings, 6133 Tage EichiNix mit Bärenschinken

Der erschossene Bär Bruno soll "ausgestopft" und im Museum ausgestellt werden.  

26.06.06 16:41

40521 Postings, 6497 Tage rotgrünRichtig Eichi, ausgestopft

also muss der ganze Inhalt erstmal raus!
Greetz  

26.06.06 16:42
1

29689 Postings, 5639 Tage ScontovalutaDazu wird er "etwas" vergrößert, damit man nicht

mehr sieht, wie klein der in Wirklichkeit war.  

26.06.06 16:43

24466 Postings, 5838 Tage EinsamerSamariterKlar! Und er bekommt nen anderen Namen

sodass man nochmehr Angst vor ihm bekommt: HANNIBAL ;-)

Euch,

   Einsamer Samariter

 

26.06.06 16:43

40521 Postings, 6497 Tage rotgrünSconty,,lol o. T.

26.06.06 16:46

29689 Postings, 5639 Tage ScontovalutaOder : "Bruno brutalo!" o. T.

26.06.06 16:48

12570 Postings, 6133 Tage Eichi"Ausgestopft"

habe ich extra in "Gänsefüsschen" gesetzt @rotgrün.

Es hiess, er wird präpariert bzw. repariert.

Im übrigen gibt es nun Morddrohungen gegen den bayerischen Umweltminister Schnappauf.  

26.06.06 16:55

40521 Postings, 6497 Tage rotgrünEchi Gänsefüsschen?

Was haben die in einem Talkforum verloren :-)  

26.06.06 16:57
1

24466 Postings, 5838 Tage EinsamerSamariterErstes Bild von Bruno *g*



Euch,

   Einsamer Samariter

 

26.06.06 16:58
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29689 Postings, 5639 Tage ScontovalutaSchnappi bedroht!

Jäger suchten und erschossen «Bruno» gezielt

Polizei von Rotwandhaus-Bewohnern alarmiert - Ein tödlicher Schuss aus 150 Metern - Morddrohungen gegen Minister

AP26.06.2006 14:38

Der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf, aufgenommen am 28. Feb. 2006 in München. Nach dem Abschuss von Braunbär "Bruno" hat die bayerische SPD den Rücktritt Schnappaufs gefordert. Der "politisch verantwortliche Bärentöter" habe als Umweltminister versagt und solle seinen Hut nehmen, erklärte der Umweltsprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ludwig Wörner, am Montag, 26. Juni 2006. (AP Photo/Christof Stache)

Schliersee - Bär «Bruno» ist von drei Jägern in Absprache mit dem bayerischen Umweltministerium gezielt erlegt worden. Der Bär habe sich am Sonntagabend dem Rotwandhaus genähert, und die Bewohner hätten die Polizei alarmiert, sagte Manfred Betz, Leiter der Jagdbehörde Miesbach am Montag bei einer Pressekonferenz in Schliersee. Darauf sei ein Team von drei Jägern «hochgegangen und hat um 04.50 Uhr den Bären erlegt», sagte Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard. Der Bär sei aus 150 Meter Entfernung mit einem einzigen Schuss schmerzlos erlegt worden.

Die Abschussverfügung sei bereits am Samstag veröffentlicht worden und in Kraft getreten. «Aus Sicht des Artenschutzes war das außerordentlich bedauerlich.» Aber nach zwei Wochen intensivster Fangbemühungen der finnischen Experten habe es aus Sicherheitsgründen keine Alternative mehr gegeben, sagten Bernhard und der Tiroler Landesrat Anton Steixner übereinstimmend. Der Expertenrat des österreichsichen Bärenmanagements, der sich um die 20 bis 30 frei lebenden Bären in Österreich kümmere, «ist ganz eindeutig zu dem Ergebnis gekommen, dass der Abschuss dieses Bären die einzige richtige Lösung ist», sagte Steixner. «Das war ein Sonderling, für den es keine andere Lösung gegeben hat.» Der bayerische Bärenbeauftragte Manfred Wölfl sagte, Bruno sei mindestens elf Mal in Siedlungen eingedrungen, habe keine Scheu vor Menschen gezeigt und habe in wenigen Wochen 35 Schafe gerissen.

Gegen den bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf gingen Morddrohungen ein, wie sein Naturschutzleiter Christoph Himmighofen sagte. Auch der östereichische Landesrat Steixner berichtete von Zuschriften fanatischer Tierschützer, die ihm «die Kügel in den Hals» angedroht hätten. Die Identität der drei Jäger und der genaue Ablauf der Aktion werde deshalb nicht mitgeteilt, sagten alle Beteiligten.

Der Braunbär wurde am Montagnachmittag von Tiermedizinern in München seziert und soll präpariert nach ersten Plänen später im Münchner «Museum Mensch und Natur» ausgestellt werden.

Schlierseer Bürgermeister empört

Der Schlierseer Bürgermeister Toni Scherer äußerte sich empört über den Abschuss. «Die Todesstrafe ist abgeschafft. Dieser Bär hat nichts schlimmes angestellt», sagte Scherer. «Für mich ist es absolut unnötig, dass er in freier Wildbahn abgeschossen worden ist.» Außerdem forderte er, dass er später im Bauernhofmuseum in Schliersee ausgestellt werde.

Bernhard sagte, die sehr nahen Begegnungen mit Mountainbikern und Wanderern am Samstagabend in dieser Region zeigten das Risiko eines tödlichen Unfalls, «Er läuft Wanderern nach, Wanderer laufen ihm nach - das ist äußerst gefährlich und nicht akzeptabel.» Naturschutzchef Himmighofen sagte: «Zu einem natürlichen Verhältnis zu Wildtieren gehört auch, dass wir sie nicht als Kuscheltiere ansehen.» Steixner sagte, die Tierschützer sollten daran denken, dass «dieser Bär aus Lust am Töten, nicht aus Hunger Schafe, Ziegen und Hasen getötet hat».

 

(AP)

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26.06.06 19:00

12570 Postings, 6133 Tage EichiSteixner hat Unrecht!

Bären sind Allesfresser.

Die bayerischen Schafe schmeckten Bruno besonders gut, deshalb war er hinter diesen her. Bruno war halt kein Kostverächter.  

26.06.06 21:23

29689 Postings, 5639 Tage ScontovalutaSZ von morgen: Wie Bruno sein Ende fand

Wie Bruno sein Ende fand

Zwei Schüsse auf der Alm

Bayern und Tirol wollten ursprünglich unbedingt verhindern, dass der Braunbär abgeschossen wird. Doch Bruno entwischte eins ums andere Mal, selbst finnische Jäger konnten ihn nicht betäuben. Jetzt ging alles ganz schnell.
Von Christian Sebald und Heiner Effern

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Am Sonntag hat ihn ein Motorradfahrer noch fotografiert - wenige Stunden später war Bruno tot.
Foto: ddp

 

Für den tödlichen Schuss brauchte der Jäger nicht einmal drei Schritte vor die Haustüre zu machen. Als er am Montagmorgen gegen fünf Uhr mit zwei Kollegen aus einer Hütte auf der Kümpflalm heraustrat, stand der Bär etwa 150 Meter oberhalb in der Nähe des Hüttenbachs.

Der Schütze, dessen Name wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird, bewies eine ruhige Hand: Er legte an, zielte und traf mit dem ersten Schuss. Ein zweiter folgte, die drei Männer gingen hinauf zum Kadaver des Braunbären und zogen ihn zur Hütte hinunter.

?Der hat echt super geschossen?, sagt Sennerin Doris, die den drei Waidmännern in ihrer Hütte Unterschlupf für die Nacht gewährt hatte. ?Und schreib? noch dazu: Ich bin froh, dass sie ihn geschossen haben.?

Schon am Abend zuvor hatte sie den Bären mit offiziellem Namen JJ1 persönlich kennen gelernt. ?Ich bin gegen 21 Uhr raus, um Holz zu holen. Da hat sich was bewegt.? Es war Bruno, der gerade ein Schaf gerissen hatte und mit seiner Beute den Bergrücken vom Rotwandhaus, oberhalb des Spitzingsees (Kreis Miesbach) gelegen, hinabstieg.

"Mir ist schon komisch geworden"

?Dann hat er zwei andere Schafe gesehen, ein Lamm mit seiner Mutter. Da hat er das tote Schaf liegen gelassen und die beiden gejagt.? Die zwei Schafe sind zur Hütte hinuntergerannt, und gleichzeitig hat sich Sennerin Doris von ihrem Tribünenplatz vor der Alm in die Hütte verzogen. ?Mir ist schon komisch geworden.?

Irgendwann trollte der Bär sich wieder den Bach hinauf. Bis zur Dämmerung konnten die Sennerin und zwei Jäger, die inzwischen gekommen waren, den Bären auf den offenen Almwiesen sehen. Die Jäger verließen die Alm gegen 22. 30 Uhr, eineinhalb Stunden später klopften aber die nächsten drei, die Bruno schließlich zur Strecke brachten.


 
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Gut vier Wochen lang war der zweijährige Braunbär aus dem Trentino durch das bayerische-tirolerische Grenzgebiet gestreift. Und schon zwei Tage nachdem er im Graswangtal erstmals Schafe gerissen hatte, senkte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf das erste Mal den Daumen über ihn. ?JJ1 ist ein Risikobär?, lautete die Einschätzung der Bärenexperten Manfred Wölfl, Felix Knauer und Georg Rauer, die den Minister berieten.

Nicht weil er Schafe riss und an Bienenstöcke ging, sondern weil er seine natürliche Scheu vor menschlichen Siedlungen verloren hatte.

Er suchte sie sogar gezielt auf, weil er gelernt hatte, dass er dort am einfachsten Beute machen kann. ?Und das war es, was ihn zum unkalkulierbaren Risiko machte?, sagt Manfred Wölfl. ?Deshalb musste er abgeschossen werden ? so bedauerlich das aus artenschützerischer Sicht ist.?

Zumal Bayern und Tirol diesen Abschuss ursprünglich unbedingt verhindern wollten. Die beiden Regierungen hatten eigens finnische Bärenjäger mit ihren Elchhunden einfliegen lassen. Sie sollten JJ1 auf seinen Streifzügen quer durchs Gebirge nachspüren und ihm so nahe kommen, dass der Wiener Tierarzt Chris Walzer einen Betäubungsschuss hätte setzen können.

Doch so sehr sich die Finnen auch anstrengten, sie kamen in den zwei Wochen ihrer Jagdtätigkeit kein einziges Mal nahe genug an JJ1 heran, dass Walzer auch nur den Hauch einer Chance hatte. So reisten sie am Freitag wieder ab. Im Umweltministerium war da schon klar, dass jetzt nur noch der Abschuss bleibt. Nur dass es so schnell gehen würde, war überraschend.

Bereits am Samstag war Bruno im Rotwandgebiet herumgeturnt. Am Soinsee begegnete er drei Mountainbikern. Er wich ihnen aber sofort aus und schwamm durch den tiefgrünen Bergsee in Richtung Großtiefental-Alm. Dort riss er ein Schaf und ließ sich nicht einmal von fotografierenden Wanderern stören, als er es verzehrte.

"Die Behörden haben sich ganz schön angestellt"

Am Sonntag dürfte im Landratsamt und im Umweltministerium klar gewesen sein, dass sich Bruno so etwas nicht ein zweites Mal leisten darf. Die Rufbereitschaft für die Jäger stand bereits. In den frühen Stunden des Montags waren Brunos Streifzüge also endgültig beendet.

Ein paar Stunden nach dem Abschuss saß Nikolaus Schreyer, der Almbauer, am Rand des Ziehwegs, mit beiden Händen presste er zwei Lämmer an den Bauch. ?Die Mutter hat sich der Bär geholt, die beiden müssen wir jetzt mit der Flasche aufziehen.?

Wenig Verständnis zeigt er aber für das Vorgehen der Behörden. ?Die haben sich ganz schön angestellt. Den hätte man gestern den ganzen Tag betäuben können.?

(SZ vom 27.6.2006)

 

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