Nieten im Nadelstreifen. Hochbezahlt...

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neuester Beitrag: 27.02.03 10:30
eröffnet am: 27.02.03 10:05 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 27.02.03 10:30 von: Glasnost Leser gesamt: 558
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27.02.03 10:05

21799 Postings, 7606 Tage Karlchen_INieten im Nadelstreifen. Hochbezahlt...

und inkompetent. Immer wird über unsere Politiker gewünscht, aber wer kümmert sich schon um die Manager?


Fall 1: Hypovereinsbank



                   Dieter Rampl hat es vom Lehrling zum Chef der HypoVereinsbank gebracht.
                   Jetzt muss der neue Boss aufräumen. Ganz unschuldig an der Misere des
                   Geldhauses ist er allerdings nicht
                                                                               
                                                                      Euro am Sonntag
                                                                         Heike Müller
                                                                       7. Januar 2003
                   

                   Als andere zur Demo zogen, ging er zur
                   Bank. Als andere Protest schrieen,
                   unterschrieb er seinen Ausbildungsvertrag.
                   1968 fing Dieter Rampl als Lehrling bei der
                   Bayerischen Vereinsbank an. Heute, eine
                   Generation später, ist der Arbeitgeber
                   derselbe und Rampl immer noch
                   Bankkaufmann. Nur eines hat sich
                   geändert: Er ist nicht mehr Lehrling,
                   sondern Chef. Seit Neujahr 2003 heißt der
                   Vorstandssprecher der jetzigen
                   HypoVereinsbank (HVB) Dieter Rampl.
                   Als ?konservative Lösung? galt seine
                   Ernennung. Als Macher gilt er. Jetzt muss
                   der 55-Jährige das Haus auf Sparkurs
                   bringen.

                   Im vergangenen Jahr war die HVB schwer
                   ins Schlingern geraten. Ein
                   Vorsteuerverlust von 447 Millionen Euro
                   verschmutzte die Bilanz im dritten Quartal.
                   Chef Albrecht Schmidt wartete auf die
                   Ablösung, war handlungsunfähig. Ein
                   Nachfolger sollte her. Und zwar schnell.
                   Rampls Konkurrenten um den Posten
                   waren beide jung und erfolgreich - er
                   erfahrener, das war entscheidend. Stefan Jentzsch (41) und Stephan Bub (44)
                   landeten in der zweiten Reihe. Wenn Deutschlands zweitgrößte Bank einen neuen
                   Kurs sucht, muss ein Kapitän her, der das Schiff kennt. Und Rampl weiß um jede
                   Nische.

                   Der Wechsel kam dennoch schneller als geplant. Statt zum 1. Mai startete Rampl
                   schon am 2. Januar. In weniger stürmischen Zeiten wäre der Umschwung wohl anders
                   verlaufen und der neue Macher ein Jüngerer, schätzen Beobachter. Doch die HVB
                   fährt von den deutschen Großbanken die konservativste Linie. Die beiden jungen
                   Manager sollen Rampl unterstützen und könnten ihn später beerben. Rampl ist ein
                   Teamplayer, kein Kontroll-Freak. Er wird Aufgaben abgeben - geteiltes Leid. Und
                   Rampl gilt gerade in schwierigen Zeiten als sichere Bank.

                   Nur unterbrochen von einem elfjährigen Abstecher zur BHF-Bank stieg Dieter Rampl
                   Stufe für Stufe bei der HVB auf. Sammelte Erfahrung in Frankfurt, London und New
                   York, spezialisierte sich auf das Firmenkundengeschäft. Sein Vorgänger Albrecht
                   Schmidt holte ihn 1994 von der BHF zur Vereinsbank zurück. Der weitere Aufstieg
                   ging schnell. 1995 trat Rampl in den Vorstand ein. Nach der Fusion mit der Hypobank
                   stieß er 1997 auch dort zur Führungsmannschaft. Als Kreditchef räumte er in seinem
                   Bereich auf. In drei Jahren sollte eigentlich Schluss sein. Florida war das Ziel,
                   Altersruhesitz. Doch es kam anders. Man habe Rampl zu seiner jetzigen Aufgabe
                   überreden müssen, heißt es. Er wollte eigentlich nicht mehr aufräumen. Verständlich.
                   Seine Dankesrede nach der Ernennung war denn auch recht kurz.

                   Dennoch: Rampl gilt als Arbeitstier. Lieber sich durch Akten lesen und in Ruhe
                   entscheiden, als mit Reden auf die Bühne zu stürmen - ein Gehabe wie das seines
                   Vorgängers Schmidt ist seine Sache nicht. Im Scheinwerferlicht hielt sich der Vater
                   eines Sohnes bislang zurück. Am Schreibtisch und am Verhandlungstisch hält er es
                   besser aus. Der schlanke 55-Jährige gilt als offen und umgänglich. Investmentbanker
                   und Betriebsräte schätzen ihn. ?Er kann zuhören?, sagen sie über den gebürtigen
                   Münchner mit österreichischem Pass und bayerischem Tonfall. Er sei ein ?Dealmaker
                   durch und durch?, so sein Ruf. Einer, der auch für unbequeme Entscheidungen
                   Unterstützung findet. Der Mitarbeiter motivieren kann. Ein Konsenssucher. Einer, der
                   auch für Überraschungen gut ist.

                   Einer war auf jeden Fall von ihm überrascht: Edmund Stoiber. Dem bot Rampl die
                   Stirn. Immer wieder hatte der bayerische Ministerpräsident ihn anrufen lassen und auf
                   mehr Kredite für Leo Kirch gedrängt. Doch Rampl spielte nicht mehr mit. Schließlich
                   gab die Bayerische Landesbank das Geld. Und Kirch ging Pleite. Der Verlust für die
                   HypoVereinsbank wäre ohne Rampls Starrsinn noch größer gewesen.

                   Trotzdem: Auch Rampl bekam in den vergangenen Jahren einige Beulen ab. Dass die
                   HVB derzeit so schlecht dasteht, geht zum Teil auch auf seine Kappe. Als
                   Firmenkunden-Vorstand war Rampl bei fast jeder der spektakulären Pleiten der
                   jüngsten Zeit dabei. Von Leo Kirch über Holzmann bis zum Flugzeugbauer Fairchild
                   Dornier - überall mischte die HypoVereinsbank als Geldgeber mit. Mit rund 450
                   Milliarden Euro trägt sie das höchste Kreditvolumen aller deutschen Geldinstitute, so
                   viel wie Dresdner und Commerzbank zusammen. Die vielen Firmenpleiten treffen die
                   HVB bis ins Mark. Innerhalb von zwölf Monaten fiel der Wert der Aktie um die Hälfte.
                   Auch das Rating sinkt. Und die stillen Reserven sind aufgezehrt.

                   Jetzt soll Dieter Rampl die Scherben bei der HypoVereinsbank zusammenkehren.
                   ?Wir müssen konsolidieren?, kündigte er gleich nach dem Dank für seinen neuen
                   Posten an. Personalabbau und Konzentration aufs Kerngeschäft stehen an. Auch ein
                   Zusammenschluss mit der Commerzbank ist wieder im Gespräch. Rampls
                   Verhandlungsgeschick wird bei dem Sparkurs der HVB gefragt sein. Florida wäre mit
                   Sicherheit schöner gewesen.  

27.02.03 10:09

9123 Postings, 7301 Tage ReilaOh, meine Augen sind defekt.

Einen Teil des Textes sehe ich immer versetzt. Kennt jemand einen guten Arzt?

R.  

27.02.03 10:12

21799 Postings, 7606 Tage Karlchen_IAriva taugt eben in dieser Hinsicht nix.

Was hilft es, eine Vorschau-Funktion zu haben, wenn es hinterher ganz anders raus kommt. Aber vielleicht ist der Überraschungseffekt ja der Sinn der Vorschau.  

27.02.03 10:13

6045 Postings, 7198 Tage jack303@reila, bei mir is alles ok




















uf wiederluagn

jackyjack

 

27.02.03 10:21

722 Postings, 7233 Tage GlasnostTip: vorher mit Word bearbeiten

Fall 1: Hypovereinsbank

Dieter Rampl hat es vom Lehrling zum Chef der HypoVereinsbank gebracht.
Jetzt muss der neue Boss aufräumen. Ganz unschuldig an der Misere des
Geldhauses ist er allerdings nicht

Euro am Sonntag
Heike Müller
7. Januar 2003

Als andere zur Demo zogen, ging er zur Bank. Als andere Protest schrieen, unterschrieb er seinen Ausbildungsvertrag. 1968 fing Dieter Rampl als Lehrling bei der Bayerischen Vereinsbank an. Heute, eine Generation später, ist der Arbeitgeber derselbe und Rampl immer noch Bankkaufmann. Nur eines hat sich geändert: Er ist nicht mehr Lehrling, sondern Chef. Seit Neujahr 2003 heißt der Vorstandssprecher der jetzigen HypoVereinsbank (HVB) Dieter Rampl. Als ?konservative Lösung? galt seine Ernennung. Als Macher gilt er. Jetzt muss der 55-Jährige das Haus auf Sparkurs bringen.

Im vergangenen Jahr war die HVB schwer ins Schlingern geraten. Ein Vorsteuerverlust von 447 Millionen Euro verschmutzte die Bilanz im dritten Quartal. Chef Albrecht Schmidt wartete auf die Ablösung, war handlungsunfähig. Ein Nachfolger sollte her. Und zwar schnell. Rampls Konkurrenten um den Posten waren beide jung und erfolgreich - er erfahrener, das war entscheidend. Stefan Jentzsch (41) und Stephan Bub (44) landeten in der zweiten Reihe. Wenn Deutschlands zweitgrößte Bank einen neuen Kurs sucht, muss ein Kapitän her, der das Schiff kennt. Und Rampl weiß um jede Nische.

Der Wechsel kam dennoch schneller als geplant. Statt zum 1. Mai startete Rampl schon am 2. Januar. In weniger stürmischen Zeiten wäre der Umschwung wohl anders verlaufen und der neue Macher ein Jüngerer, schätzen Beobachter. Doch die HVB fährt von den deutschen Großbanken die konservativste Linie. Die beiden jungen Manager sollen Rampl unterstützen und könnten ihn später beerben. Rampl ist ein Teamplayer, kein Kontroll-Freak. Er wird Aufgaben abgeben - geteiltes Leid. Und Rampl gilt gerade in schwierigen Zeiten als sichere Bank.

Nur unterbrochen von einem elfjährigen Abstecher zur BHF-Bank stieg Dieter Rampl Stufe für Stufe bei der HVB auf. Sammelte Erfahrung in Frankfurt, London und New York, spezialisierte sich auf das Firmenkundengeschäft. Sein Vorgänger Albrecht Schmidt holte ihn 1994 von der BHF zur Vereinsbank zurück. Der weitere Aufstieg ging schnell. 1995 trat Rampl in den Vorstand ein. Nach der Fusion mit der Hypobank stieß er 1997 auch dort zur Führungsmannschaft. Als Kreditchef räumte er in seinem Bereich auf. In drei Jahren sollte eigentlich Schluss sein. Florida war das Ziel, Altersruhesitz. Doch es kam anders. Man habe Rampl zu seiner jetzigen Aufgabe überreden müssen, heißt es. Er wollte eigentlich nicht mehr aufräumen. Verständlich. Seine Dankesrede nach der Ernennung war denn auch recht kurz.

Dennoch: Rampl gilt als Arbeitstier. Lieber sich durch Akten lesen und in Ruhe entscheiden, als mit Reden auf die Bühne zu stürmen - ein Gehabe wie das seines Vorgängers Schmidt ist seine Sache nicht. Im Scheinwerferlicht hielt sich der Vater eines Sohnes bislang zurück. Am Schreibtisch und am Verhandlungstisch hält er es besser aus. Der schlanke 55-Jährige gilt als offen und umgänglich. Investmentbanker und Betriebsräte schätzen ihn. ?Er kann zuhören?, sagen sie über den gebürtigen Münchner mit österreichischem Pass und bayerischem Tonfall. Er sei ein ?Dealmaker durch und durch?, so sein Ruf. Einer, der auch für unbequeme Entscheidungen Unterstützung findet. Der Mitarbeiter motivieren kann. Ein Konsenssucher. Einer, der auch für Überraschungen gut ist.   Einer war auf jeden Fall von ihm überrascht: Edmund Stoiber. Dem bot Rampl die Stirn. Immer wieder hatte der bayerische Ministerpräsident ihn anrufen lassen und auf mehr Kredite für Leo Kirch gedrängt. Doch Rampl spielte nicht mehr mit. Schließlich gab die Bayerische Landesbank das Geld. Und Kirch ging Pleite. Der Verlust für die HypoVereinsbank wäre ohne Rampls Starrsinn noch größer gewesen.   Trotzdem: Auch Rampl bekam in den vergangenen Jahren einige Beulen ab. Dass die HVB derzeit so schlecht dasteht, geht zum Teil auch auf seine Kappe. Als Firmenkunden-Vorstand war Rampl bei fast jeder der spektakulären Pleiten der jüngsten Zeit dabei. Von Leo Kirch über Holzmann bis zum Flugzeugbauer Fairchild Dornier - überall mischte die HypoVereinsbank als Geldgeber mit. Mit rund 450 Milliarden Euro trägt sie das höchste Kreditvolumen aller deutschen Geldinstitute, so viel wie Dresdner und Commerzbank zusammen. Die vielen Firmenpleiten treffen die HVB bis ins Mark. Innerhalb von zwölf Monaten fiel der Wert der Aktie um die Hälfte. Auch das Rating sinkt. Und die stillen Reserven sind aufgezehrt.   Jetzt soll Dieter Rampl die Scherben bei der HypoVereinsbank zusammenkehren. ?Wir müssen konsolidieren?, kündigte er gleich nach dem Dank für seinen neuen Posten an. Personalabbau und Konzentration aufs Kerngeschäft stehen an. Auch ein Zusammenschluss mit der Commerzbank ist wieder im Gespräch. Rampls Verhandlungsgeschick wird bei dem Sparkurs der HVB gefragt sein. Florida wäre mit Sicherheit schöner gewesen.
 

27.02.03 10:24

9123 Postings, 7301 Tage Reilaglasnost, du machst Deinem Namen Ehre,

                       
                        und
schaffst



                                       hier

                  Klarheit.

Danke.


                                                                 R.  

27.02.03 10:30

722 Postings, 7233 Tage GlasnostdANke ReiLA

                                             gebe MIR

die ALLERgrößte

                                  Mühe

 

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