Neureichen und menschenverachtenden Banker

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eröffnet am: 02.03.06 08:30 von: ottifant Anzahl Beiträge: 3
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21368 Postings, 7035 Tage ottifantNeureichen und menschenverachtenden Banker

Neureiche am Abgrund

VON MARIO CORTESI
02.03.2006 | 01:16:27

Eine Grillparty am Zürichsee, ein Au-pair-Mädchen zerstört die Karriere zweier Banker.

Der Investmentbanker HP lebt in einer Luxusvilla an der Goldküste mit Frau, Sohn und Au-pair-Mädchen. Er lädt seinen Chef Philip und dessen Frau zu einer Grillparty ein. Alles scheint freundschaftlich und friedlich. Doch unter der Oberfläche brodelts.

HP hat sich mit Börsentransfers in ein Schuldenloch geritten, muss seine Villa verkaufen. Philip hat ein Verhältnis mit HPs Au-pair-Mädchen aus Dänemark, das ihn erpresst. Wenn HP seine Haut in der Bank retten will, muss er für seinen Chef das aufsässige Au-pair-Mädchen zum Schweigen bringen, wie immer die Dreckarbeit für den Vorgesetzten erledigen.

Die heile Welt gerät im Laufe des Abends total aus den Fugen. Da sind nämlich auch noch HPs alkoholisierte Frau Karin und ein schmieriger Bank-Praktikant, der hinter ihr her ist. HPs dicker Junge, der das Geschehen versteckt über Videokamera verfolgt. Und schliesslich Philips pummelige Ehefrau, deren Vater der grosse Bankmanitu ist und die Philips Seitensprünge übersehen möchte, um die Familie zu retten.

Stina Werenfels (42), eine der interessantesten Schweizer Filmemacherinnen, legt nach dem ausgezeichneten TV-Movie «Meier Marilyn» (2003) erneut eine beeindruckende Arbeit vor. Glänzend, wie sie die Banker einführt, deren Leben aus Spekulieren, Pokern und Spionieren besteht. Sie fühlen sich als die unbezwingbaren Meister des Geld-Universums.

Werenfels zeigt in ihrem entlarvenden Psychodrama leere Figuren der Upperclass, kaputte Banker, die plötzlich verloren sind, wenn sie auf den Boden harter Tatsachen zurückgeholt werden. Parabelhaft beginnt der Film bei schönstem Sonnenschein, die Tragödie gleitet ins Abendrot und endet bitter in die Dunkelheit der Nacht.

Schade, dass Werenfels doch noch zu einer Art versöhnlichem, eher banalem Ende für diese neureichen und menschenverachtenden Bank-Schurken findet.


 

02.03.06 09:00

10873 Postings, 7427 Tage DeathBullhe, das Posting gehört Quantas, so geht das nicht

02.03.06 09:04

50458 Postings, 6154 Tage SAKUHmmm...das Drehbuch

Ist doch von nem Marienhof-Drehbuchautor, oder?



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