Neues Bombenattentat: Nachschub für d. Todesreigen

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eröffnet am: 05.03.03 16:19 von: BRAD PIT Anzahl Beiträge: 1
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Selbstmordattentat in Haifa

"Das Herz Israels getroffen"

Ein Bild des Grauens: Verstümmelte Leichen auf der Straße, ein total zerstörter Bus und Dutzende von Verletzten. In Israel hat erneut ein Selbstmordattentäter zugeschlagen - diesmal in einem vollbesetzten Linienbus in der nordisraelischen Hafenstadt Haifa. Traurige Bilanz: mindestens 16 Tote.

 
AFP/DPA

Der zerstörte Bus in Haifa


Haifa - Der Tatort in einem wohlhabenden Stadtteil auf dem Berg Karmel bot nach der Explosion des nach Schätzungen bis zu 60 Kilogramm schweren Sprengsatzes einen schrecklichen Anblick. Es war zunächst nicht klar, wer hinter dem Anschlag steckte. Es war der folgenschwerste Anschlag mutmaßlich palästinensischer Extremisten seit zwei Monaten.

Der palästinensische Kabinettminister Sajeb Erakat sagte, die Autonomiebehörde sei gegen alle Angriffe, die sich gegen Zivilpersonen richteten. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums, Mark Sofer, sagte: "Wieder einmal hat die bestialische Hand des palästinensischen Terrorismus das Herz Israels getroffen." Nach seinen Angaben gelang es israelischen Sicherheitskräften in den vergangenen zwei Monaten, 100 Anschläge zu verhindern.

Der Anschlag wurde wenige Tage nach Amtsantritt der neuen, rechtsgerichteten Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon und inmitten einer zweiwöchigen Offensive der israelischen Streitkräfte gegen die Organisation Hamas im Gazastreifen verübt. Zur Tatzeit war der Bus vermutlich vollbesetzt mit Studenten, die zur Universität fahren wollten, verlautete aus Polizeikreisen.

Ein Busfahrer, der direkt hinter dem Fahrzeug fuhr, war als einer der ersten Helfer bei den Verwundeten. "Ich stieg aus und lief zum Bus", berichtete Ovadia Saar. "Es war ein schrecklicher Anblick. Es lagen ein paar Leichen in der Straßen. Wir holten die aus dem Bus, die noch atmeten." Ein Sprecher des Rettungsdienstes, Avi Sohar, sagte, es habe Dutzende von Verletzten gegeben. Mindestens 24 Insassen hätten schwerste Verletzungen erlitten.

Ein Sprecher der militanten Hamas-Bewegung, Abdel Asis Rantissi, zeigte sich erfreut über den Anschlag. Die Hamas übernehme aber keine Verantwortung für das Attentat. "Wir werden unseren Widerstand nicht beenden", sagte er.

Der Anschlag ereignete sich auf den Tag genau zwei Monate nach dem Selbstmordanschlag von Tel Aviv, bei dem zwei palästinensische Attentäter 23 Menschen mit sich in den Tod gerissen hatten. In den vergangenen Wochen hatte die israelische Armee bei zahlreichen Operationen vor allem im Gazastreifen 95 Palästinenser getötet. Palästinensische Extremisten hatten daraufhin Vergeltung angekündigt.


 

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