Neuer Ärger zwischen Deutschland

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eröffnet am: 18.12.06 10:41 von: ottifant Anzahl Beiträge: 1
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Neuer Ärger zwischen Deutschland und Polen

Entschädigungsklage der ?Preußischen Treuhand? belastet das Verhältnis weiter

Berlin -­ Die Drohung der ?Preußischen Treuhand?, Polen auf Entschädigung für ehemals deutsche Besitztümer zu verklagen, war fast schon in Vergessenheit geraten. Doch jetzt, nach zweieinhalb Jahren, hat die Alteigentümerorganisation ihre Ankündigung wahr gemacht. Ob die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Erfolg haben wird, ist fraglich. Aber das schwierige deutsch-polnische Verhältnis ist abermals belastet. Die harschen Reaktionen aus Polen kamen prompt.

Die in Polen ohnehin nicht beliebte Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach bringt die Klage ohne eigene Schuld in Verlegenheit, auch wenn sie sich deutlich distanziert. Den Aufsichtsratschef der Treuhand und Vorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Rudi Pawelka, hält sie schon lange für nicht satisfaktionsfähig. Aber an die Kandare legen kann sie ihn nicht. Die ?Preußische Treuhand? ist eine juristisch unabhängige Gesellschaft, und die Landsmannschaften sind innerhalb des Bundes der Vertriebenen (BdV) autonome Organisationen und nicht weisungsgebunden.

Die Aktivitäten der Treuhand konterkarieren das Bemühen des BdV um Ausgleich. Jene Vertriebenen, die ihr verlorenes Eigentum reklamieren und von den östlichen Nachbarn nur als ?Vertreiberstaaten? sprechen, bestätigen die Ängste und Vorurteile vieler Menschen in Polen und anderswo.

Deutlich abgekühlt hat sich das Verhältnis, seit in Polen Nationalkonservative den Ton angeben. Der Dialog gestaltet sich schwierig. Als Bundespräsident Horst Köhler im September erstmals beim ?Tag der Heimat? vor den Vertriebenen sprach, kamen aus Polen schon kritische Einwürfe, noch bevor man den Inhalt der um Ausgleich bemühten Rede überhaupt kannte.


 

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