Mysteriöse DNA: Genetische Telepathie

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13393 Postings, 6175 Tage danjelshakeMysteriöse DNA: Genetische Telepathie

Mittwoch, 30. Januar 2008

Mysteriöse DNA: Genetische Telepathie

 

Archiv: Wundersame Dopplehelix | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

London/ England - Forscher am Imperial College in London haben festgestellt, dass Gene die Fähigkeit besitzen, gleichartige Gene auch aus der Entfernung zu erkennen, ohne dass Proteine oder andere biologische Moleküle dieses Prozess unterstützen. Diese Fähigkeit könnte erklären, wie es dazu kommt, dass sich gleichartige Gene wie von Geisterhand finden und anordnen, um so evolutionäre Schlüsselprozesse durchzuführen.
Die Studie, die in der kommenden Ausgabe des "Journal of Physical Chemistry B" veröffentlicht wird, kommt zu dem Schluss, dass die Gene als Teil der Doppelhelix-DNA, mit ihrem ganz eigenen Muster chemischer Basenpaare, andere gleichartige Basen erkennen - und das auch aus der Ferne. Dadurch könne der Prozess der homologen Rekombination erklärt werden. Hierbei finden sich die gleiche Nucleotidsequenzen der Doppelhelix DNA so, dass sie auf gleicher Höhe liegen, tauschen Teile der DNA-Moleküle aus, verknüpfen sich aufs Neue und verbinden sich schlussendlich wieder so, dass kein Nucleotid verloren geht oder dazukommt. Somit spielt die homologe Rekombination eine wichtige evolutionäre Rolle bei der natürlichen Auslese aber auch bei der Reparatur beschädigter DNA. Bislang standen jedoch selbst Wissenschaftler vor einem Rätsel, wenn es darum ging, die Mechanismen hinter diesem Phänomen zu verstehen.

Anhand einer Reihe von Experimenten konnte das Team vom Imperial College um Geoff S. Baldwin, Sergey Leikin, John M. Seddon, und Alexei A. Kornyshev ihre Theorie belegen, dass sich die jeweils gleichen Gene anhand aufeinander abgestimmter Muster elektrischer Ladung und somit auch ohne direkten physischen Kontakt gegenseitig erkennen. Zuvor glaubten Genforscher, dass kurze Proteine zwischen den DNA-Strängen für den mysteriösen Informationsaustausch verantwortlich seien.

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Jetzt erhoffen sich die Wissenschaftler ein neues Verständnis der homologen Rekombination mit dem zukünftig rekombinatorische Fehler verhindert werden könnten. Diese gelten unter anderem als Mitursache für zahlreiche auch genetischübertragbare Krankheiten wie bestimmte Krebsarten und Formen von Alzheimer - aber auch als Schlüsselprozess des Alterns. Zudem eröffnen sich die Forscher wohlmöglich völlig neue Möglichkeiten für Biotechnologien und zukünftige Gentherapien.

Derzeit arbeitet das Team um Professor Kornyshev daran, noch genauer zu erforschen, wie der Fern-Informationsaustausch genau funktioniert und hofft seine Theorien dann auch anhand von Vorherberechnungen weiterführend bestätigen zu können. Zudem wurde die "genetische Telepathie" lediglich anhand von Reagenzproben nachgewiesen - jetzt muss sich zeigen, ob dies auch im komplexen System lebender Zellen passiert.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / imperial.ac.uk / pubs.acs.org

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mfg ds

Ich kann nix dafür, ich bin so!

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