Mona hält Flughafen in Atem

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eröffnet am: 06.12.06 10:20 von: ottifant Anzahl Beiträge: 1
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Mieze Mona hält Flughafen in Atem
Katze flüchtet bei Sicherheitskontrolle - Herrchen storniert verzweifelt Heimflug

Mona, wo bist du nur? Christian G. (49) ist völlig fertig: Er hat eine Nacht nicht geschlafen, zwei Tage fast nichts gegessen ? und seit Montagfrüh sucht er auf dem Flughafen nach seiner süßen Mieze! Und nicht nur er: Im Einsatz waren und sind Flughafenmitarbeiter, Sicherheitsleute, mehrere Beamte von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr. Mehr noch: Umbauarbeiten am Airport wurden gestoppt, eine High-Tech-Wärmebildkamera eingesetzt, zuletzt musste sogar Polizeihund Tyson ran an die Mieze? vergeblich!


Mona ist verschollen. ?Die Katze tut mit so leid?, sagt der tierliebe Geschäftsmann. Montag, 7.10 Uhr, Terminal 1 im Münchner Flughafen, Bereich C: Christian G. will zurück in die ägyptische Haupststadt Kairo fliegen. Dort lebt der Geschäftsmann. Zwei Wochen war er mit ägyptischen Partnern in München auf Geschäftsreise ? mit im Gepäck seine Katzen Mona (1) und Lisa (1 3/4). Er wollte sie halt nicht ganz allein daheim lassen. Die beiden sitzen in einer Reisetransporttasche mit zwei Kammern. Vorn Lisa und hinten hockt die schüchterne Mona. Christian G. und seine Geschäftsfreunde checken ein.

An der Sicherheitskontrolle will die Beamtin die Tasche öffnen. Das Herrchen warnt noch: ?Aber Mona und Lisa könnten sich erschrecken!? Egal, die Tasche wird aufgemacht! Ein Satz und die Katze ist weg! Mona fetzt davon, völlig verängstigt, ab in Richtung der nahen Baustelle im Bereich C. Dort werden die Check-in-Schalter umgebaut mit vielen kleinen Schächten und Nischen ? ein Paradies für eine Katze auf der Flucht. Die Geschäftspartner verbschieden sich und fliegen planmäßig ab. Christian G. bleibt, denn eines ist ihm sofort klar: nicht ohne meine Mona!

Die Suche beginnt. Der Geschäftsmann meldet sie beim Flughafen als vermisst. Geschäfte, Taxler und Polizei werden alarmiert. Die Feuerwehr ist ab dem frühen Abend mit vier Mann durch die Nacht im Einsatz, zwei Streifenbeamte kommen hinzu. Schälchen mit Sheba werden aufgestellt ? Monas Lieblingsfutter. ?Der Hunger muss sie raustreiben?, sagt Christian G. Stimmt: Am Morgen werden leere Schalen entdeckt ? Mona aber nicht. In der Nacht macht das Herrchen kein Auge zu und sucht und sucht und sucht. Am Morgen werden ganz schwere Geschütze aufgefahren: Die Feuerwehr kommt mit einer Wärmebildkamera.

Die wird sonst nur eingesetzt, wenn die Retter Menschen aus dem Rauch bergen. Nichts. Plötzlich: ?Da ist sie!? Christian G. hat Mona gesehen. Aber sie lässt sich nicht aus ihrem Versteck locken. Letztes Mittel: Hund Tyson! ?Der Name klingt gefährlich?, sagt Hundeführerin Sabine Bauer von der Bundespolizei. ?Aber Tyson ist ein großer Katzenliebhaber! Deswegen haben wir ihn für diesen Einsatz ausgewählt.? Jetzt wird?s tierisch!

Doch Mona bleibt verzweifelt gesucht. Sollte ein Passagier Mona sichten, sofort den Terminaldienst unter Tel. 97 52 13 65 alarmieren. Monas Rücken, Nacken und Gesicht sind schwarz. Im Gesicht hat sie aber einen weißen Fleck. Weiß sind auch Hals und Bauch. Christian G. will auch diese Nacht wegen Mona durchmachen. Und wenn er sie nicht gefunden hat, dann sucht er sie noch heute.
 

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