Mineralölwirtschaftsverband

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eröffnet am: 08.09.05 12:38 von: KTM 950 Anzahl Beiträge: 16
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08.09.05 12:38
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8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Mineralölwirtschaftsverband

07.09.2005, 12:03 Uhr

Teueres Benzin durch Beimischung von Ethanol?


Hamburg - Nach Ansicht des Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) führt die Beimischung von Biokraftstoffen nicht zur Senkung der Benzinpreise. " Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, die Forderung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), angesichts der hohen Kraftstoffpreise den Einsatz von Biokraftstoffen voranzutreiben.

"Eine Beimischung von 10 % Ethanol, wie sie derzeit anscheinend vom VDA geprüft wird, kann den Benzinpreis nicht senken. Denn der vergleichbare Preis für Ethanol ist dann fast doppelt so hoch wie der von Benzin. Die Wettbewerbsfähigkeit über die Steuerbefreiung zu erreichen, ist eine Milchmädchenrechnung. Die Mittel, die man zur Subventionierung von Ethanol einsetzt, könnte man auch direkt zur Senkung der Mineralölsteuer verwenden. Dann hätte man wirklich niedrigere Tankstellenpreise," sagte Picard.

Picard betonte weiter, dass sich die Mineralölindustrie dem Ziel verpflichtet fühlt, bis 2010 einen Anteil von 5,75 % Biokraftstoffen im deutschen Markt zu erreichen. Zurzeit würden Wege gesucht, im Interesse des Kunden möglichst kosteneffizient zu diesem Ziel zu gelangen. Die Verwendung von Ethanol in ETBE und der Einsatz von Biodiesel stehen dabei im Vordergrund, so Picard.  

08.09.05 12:47

4871 Postings, 7640 Tage n1608Biodiesel Alternative?

Wer kennt sich mit Biodiesel aus? Kann man bei modernen Dieselfahrzeugen nicht bei jeder Tankfüllung 25-30% Biodiesel zuführen oder versaut man sich damit seinen Motor?  

08.09.05 12:50

1889 Postings, 6121 Tage gamblelvBiodiesel ist an vielen Tankstellen

ausverkauft. Der Tankwart erklärte mir der Markt ist einfach leer, er könne zur Zeit keine neue Ware ordern.

mfg  

08.09.05 13:08

1673 Postings, 5765 Tage onestoneVom Tanken mit Biodiesel wird allgemein

abgeraten. Bosch wollte demnach sogar Lieferungen an VW stoppen, wenn die weiterhin ihre Autos zum Betanken mit Biodiesel freigeben. Bosch befürchtete Imageschaden wegen häufiger Ausfälle ihrer Einspritzanlagen.

Bei Opel gab es verstärkt Beschwerden über Rostfraß an Blechen rings um den Einfüllstutzen, wenn Biodiesel "verkleckert" wurde beim Betanken.

Insgesamt werden neuerdings dem Normaldiesel bis zu 3% Biodiesel zugemischt. Allein diese Menge ist so enorm, dass man sich nicht wundern muß, dass der Tankpächter kein Biodiesel mehr bekommt.  

08.09.05 13:12

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Hinweise/technische Probleme

Hinweise/technische Probleme mit Biodiesel in Autos (PKW):

1. Diese Angaben sind Herstellerangaben. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben kann seitens des IWR nicht übernommen werden. Bitte beachten Sie unbedingt die jeweils angegebenen Restriktionen bzw. halten Sie Rücksprache mit Ihrer Fachwerkstatt. Falls in Ihrem Fahrzeug nachträglich eine Standheizung eingebaut worden ist, informieren Sie sich beim Hersteller des Gerätes über die Verträglichkeit mit Biodiesel.

2. VW hat für die meisten älteren Dieselfahrzeug-Modelle der Marken VW, Seat, Audi, Skoda explizit eine Freigabefür Biodieselerteilt. Trotzdem treten technsiche Probleme auf, die weder Motoren, Zuleitungen, etc. betreffen, sondern bisher fast ausschließlich die Bosch-Einspritzpumpen. Bosch scheint das Dichtungsproblem nicht in den Griff zu bekommen, selbst wenn normgerechter Biodiesel getankt wird.
Der von den Geschädigten beschriebene Schadensverlauf: 1. Tanken des Biodiesels und Fahrzeugbetrieb zunächst ohne Probleme, 2. Kurzzeitig oder häufiger Wechsel bzw. Mischung mit normalen Diesel: Einspritzpumpe leckt und wird undicht. Das Problem tritt am häufigsten zwischen 70.000 und 100.000 km Fahrleistung auf. Die Qualität des Biodiesels selbst scheint nicht die Ursache zu sein, denn die Einspritzpumpen können auch dann undicht werden, wenn wie vorgeschrieben ausschließlich normgerechter Biodiesel (DIN-Norm) getankt wird. Wenn Sie von dem Problem betroffen sind und nachweislich normgerechten Biodiesel getankt haben, schreiben Sie uns eine E-mail: info@iwr.de. Weitere Infos unter Leserbriefeund IWR-Pressemitteilungen zum Thema Biodieselverträglichkeitin Fahrzeugen.

http://www.iwr.de/biodiesel/auto.html  

08.09.05 13:15

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Biodiesel-Infos

Biodiesel wird in Zeiten hoher Benzin- und Dieselpreise immer beliebter. Herkömmlicher Biodiesel an der Tankstelle wird aus gepresstem Raps hergestellt und chemisch verestert, damit das Rapsöl im Winter nicht einfriert. Dieser Diesel wird Raps-Methyl-Ester genannt, kurz RME-Biodiesel. Obwohl es keine Preisbindung an den Diesel-Preis gibt, war der RME-Biodiesel an den Tankstellen in den letzten Jahren relativ konstant 10 - 12 cent günstiger als normaler Diesel. Seit Juni 2005 steigt die Differenz nach dem IWR®-Biodieselpreis-Index (Start: 1999) auf aktuell über 18 cent pro Liter (Stand: August 2005).
Sundiesel befindet sich noch in der Entwicklung und ist ein synthetischer Kraftstoff. Im Unterschied zu RME ist man bei Sundiesel nicht nur auf Raps angewiesen, sondern kann jegliche Biomasse (Pflanzen, Holz) verwenden. Die Biomasse wird vergast und das Synthesegas für die Herstellung von Sundiesel verwendet.
Will man ein Fahrzeug mit reinem Pflanzenöl fahren, ist eine Umrüstung des Fahrzeugs erforderlich. Reines Pflanzenöl ist im Unterschied zu RME nicht verestert und muss im Auto kontinuierlich erwärmt werden.  

08.09.05 13:20

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950 Biodieselproduktionskapazitäten in Deutschland


http://www.iwr.de/biodiesel/kapazitaeten.htm  

08.09.05 13:24

1673 Postings, 5765 Tage onestoneGute Recherche ktm

Man sieht die haben Probleme die 3% Beimischung hinzukriegen. Vom Fahren mit Biodiesel für eine große Zahl von Diesel Fahrern ganz zu schweigen.

Fahrt Erdgas, da gibts die nächsten 15 Jahre keine Probleme, in Beschaffungs- und steuerlicher Hinsicht.  

08.09.05 13:33

4871 Postings, 7640 Tage n1608Vielen Dank für die Info`s

da mein Leasingvertrag in 2Monaten ausläuft, werde ich mal die Augen offen halten, ob es bei meinen "Stammtankstellen" Biodiesel gibt. Das Risiko erscheint mir durchaus überschaubar. Kleckern tu ich nie :-)und das mir innerhalb der nächsten 8 Wochen die Einspritzpumpe um die Ohren fliegt - unwahrscheinlich. Hätte allerdings nicht gedacht, dass das Zeug so agressiv ist - ist doch Bio!

PS: Mit Erdgas habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, da die meisten Tankstellen nur Autogas führen und es außerhalb von D fast unbekannt ist. Dadurch wurde eine Kroatienreise (mit Freunden aus Umweltschutzgründen Erdgas-PKW gemietet) zum Tankstellenhopping. Aber wer kann schon von sich behaupten, zwischen dem Rheinland und Istrien 35 Tankstellen zu kennen. :-)  

08.09.05 14:07

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950@ n1608

Meine alte Karre hat letzten Monat keinen TÜV mehr bekommen und nun brauch wieder einen fahrbaren Untersatz. Ist nicht so dringend, hab ja noch ein Mopped.

Ich bin aber am überlegen ein Erdgasfahrzeug zu kaufen, gebraucht natürlich. So wie ich mich bis jetzt informiert habe kommt aber nur der Multipla von FIAT in Frage, ich weiss schon, wie kann man sowas fahren. Aber als Bipower kommt man mit beiden Kraftstoffarten jeweils 400 km weit, also sollte mal keine Erdgastanke kommen, auch kein Problem. Die schlechtere Alternative, der Saphira von Opel kommt mit gas nur 350 km und mit dem Benzin 140 km, was für mich Murks ist.
Das Tankstellennetz wird kontinuirlich in Europa ausgebaut. Mein Arbeitskollege hat so ne Spagettischüssel und ist ohne umschalten und umwege fahren mit Erdgas bis nach Rom gekommen. Auf dieser Page kannst de dich gut über das Tankennetz informieren.
http://www.erdgasfahrzeuge.de/appFrameset.html

Mit Erdgas fährt man einfach kongurenzlos günstig. Momentan kostet umgerechnet auf einen Liter Benzin das Erdgas knapp 0,80 ?.

KTM 950
 

08.09.05 14:28

4871 Postings, 7640 Tage n1608@KTM 950

jetzt darfst Du zweimal raten, welche Kiste wir uns für Kroatien gemietet hatten. Wollten ja schön zu fünft mit ausreichend Platz zusammenfahren. Kleiner Tipp: Wir haben sogar 170 km mit einer Benzinfüllung geschafft. :-)

Erdgas ist zwar deutlich günstiger, dass ist richtig. Aber für Vielfahrer aus meiner Sicht noch keine Alternative. Vor allem ins Ausland sollte man sich nicht bewegen.  

08.09.05 14:37

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Ein Opel?

Das muss ja ne Scheisse gewesen sein, permanent tanken gehen.
Aber in Kroation und den anderen EX-Jugoslawienstaaten musst du dir eh keine Gedanken machen um den Spritpreis machen. Als ich im Juni, Juli mit dem Moped in die Türkei gekarrt bin, habe ich im Kosovo für Super 0,90 ? bezahlt, in Griechenland ca. 1,00 ? und in der Türkei zwischen 1,60 und 1,65 ?, das hat rein gehauen.  

08.09.05 14:45

4871 Postings, 7640 Tage n1608Genau!

Wir haben es nur noch mit Galgenhumor genommen und festgestellt, dass wir absolut die richtige Entscheidung getroffen hatten. Denn eines hatten wir nicht: Stress mit unerwünschten Pinkelpausen!  

08.09.05 17:59

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Weltweit gibt es 4 Mill. Erdgasautos

Rieder: Investieren in Erdgas als Kraftstoff
Utl.: Wien Energie und OMV: Vier neue Erdgastankstellen in Wien 2004 errichtet, 2,5 Mill. Euro bis 2007 in 10 weitere Tankstellen

Wien (RK). "Mit dem Ausbau des Erdgastankstellennetzes und dem verstärkten Einsatz von Erdgasautos im Fuhrpark der WIENENERGIE GASNETZ legen wir den Grundstein für einen in Zukunft möglichst breiten Einsatz von Erdgasautos im Wiener Raum", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der OMV-Erdgas-Tankstelle in der Brünner Straße 172 im 21. Bezirk. Rieder nahm die Eröffnung gemeinsam mit Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima, Prof. Dr. Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergartens Schönbrunn, DI Dr. Werner Auli, Vorsitzender der Geschäftsführung der OMV Gas, und Wien Energie Geschäftsführer Mag. Helmut Miksits vor.

Die Erdgastankstelle an der Brünnerstraße ist mittlerweile die fünfte in Wien. Drei weitere Tankstellen wurden im Jahr 2004 an den OMV-Standorten Adalbert Stifter Straße 67 (20. Bezirk), Brunner Straße 77 - 79 (23. Bezirk) sowie in der Hirschstettner Straße 34 (22. Bezirk) errichtet. Dazu kommt noch die Erdgastankstelle der OMV in der Haidequerstraße in Simmering.****

Zwtl.: Weiterer Ausbau des Tankstellennetzes - Unterstützung für Flottenbetreiber

"Das Erdgastankstellen-Netz wird auch in den kommenden Jahren konsequent ausgebaut. Bis 2007 investiert WIENENERGIE GASNETZ 2,5 Millionen Euro in zehn weitere Erdgastankstellen, die mit der OMV und anderen Partnern realisiert werden. Außerdem wird die Anzahl der Erdgasfahrzeuge im Fuhrpark der WIENENERGIE noch heuer von 27 auf 100 Erdgasfahrzeuge gesteigert. Damit erschließt WIENENERGIE GASNETZ ein zusätzliches Geschäftsfeld mit hohem Potenzial. Denn laut EU-Weißbuch zur Verkehrspolitik sollen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Kraftstoffbedarfs in der Union mit Erdgas gedeckt werden. Das würde eine zusätzliche Absatzmenge von 110 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr bedeuten, das sind 12 Prozent des derzeitigen Gesamtabsatzes", so Rieder.

Fuhrpark- und Flottenbetreiber unterstützt Wien Energie beim Umstieg auf Erdgasautos mit einem Contracting-Modell zur Realisierung der betriebseigenen Erdgastankstelle. Wien Energie plant und baut die Anlage, schließt diese ans Gasnetz an und betreibt sie. Für den Partner entstehen keine zusätzlichen Investitionskosten. Die Investitionen werden über einen vereinbarten Zeitraum als Anteil am Erdgaspreis abgegolten.

Zwtl.: Sima: Erdgasautos senken Luftschadstoffe

Die Erdgasoffensive ist auch für Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima ein Schritt in die richtige Richtung. "Erdgas wird in Zukunft angesichts der Einhaltung der anspruchsvollen EU-Luftqualitätsziele eine wichtige Bedeutung als Treibstoff zukommen. Insbesondere betrifft das die Grenzwerte für Feinstaub und ab 2010 auch für Stickstoffoxide". Ein Erdgasauto verursacht rund 85 Prozent weniger Partikelemissionen als ein Dieselfahrzeug ohne Partikelfilter, zirka 80 Prozent weniger Stickstoffoxide, die zur Ozonbildung führen, und bis zu 25 Prozent weniger klimarelevantes Kohlendioxid.

Die Autofahrer selbst sparen jede Menge Geld: Auf Basis derzeitiger durchschnittlicher Treibstoffkosten ist Erdgas um bis zu 25 Prozent günstiger gegenüber Diesel. Benzin-Fahrer sparen sogar bis zu 50 Prozent an Treibstoffkosten. Der günstige Erdgas- Treibstoffpreis bietet auch eine Chance für den Wirtschaftsstandort Wien, lokale Logistikdienste kostengünstiger anzubieten.
Zwtl.: 10 weitere Erdgastankstellen bis 2007

Wien Energie hat sich zur Aufgabe gemacht, die flächendeckende Versorgung im Großraum Wien mit dem alternativen Kraftstoff zu gewährleisten. Das Unternehmen sieht dafür in den nächsten beiden Jahren Investitionen in der Höhe von 2,5 Millionen Euro vor. Wien Energie Geschäftsführer Mag. Helmut Miksits: "Die Eröffnung heute ist ein erster Schritt. Wien Energie plant bis Ende 2007 in Partnerschaft mit der OMV und anderen Tankstellenunternehmen, zehn weitere öffentliche Standorte mit einer Erdgastankanlage ausrüsten." Der Ausbau entspricht auch der EU- Zielsetzung, wonach Erdgas bis zum Jahr 2020 10 Prozent des gesamten Kraftstoffbedarfs decken soll. Umgelegt auf Wien hieße das 60.000 Erdgasautos und eine Absatzmenge von 110 Mio. Kubikmetern Erdgas jährlich. Dadurch ist ein Einsparungspotential von insgesamt 18 Mio. Euro bei den Kraftstoffkosten auf heutiger Basis verglichen mit Dieselfahrzeugen erzielbar.

Zwtl.: 4 Millionen Erdgasautos sind weltweit unterwegs

Weltweit sind bereits mehr als 4 Millionen Erdgasautos im Einsatz. In Europa fahren derzeit mehr als 430.000 Erdgasautos, allein davon 400.000 in Italien. Italien ist bereits mit 500 Tankstellen erschlossen. Im Gegensatz dazu sind in Deutschland nur etwa 15.400 Erdgas-Pkws angemeldet, allerdings mit stark steigender Tendenz. Etwa 500 Erdgasautos gibt es in Österreich. Die mit Abstand meisten Erdgasautos hat Südamerika mit rund 2 Millionen. Zum Beispiel werden in Argentinien und Brasilien monatlich rund 30.000 neue Fahrzeuge zugelassen.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/  

08.09.05 18:02

8001 Postings, 5586 Tage KTM 950Gasgeben rechnet sich

Erdgasauto

Gasgeben rechnet sich

Gasgeben rechnet sich

Der Kauf eines Erdgasautos lohnt sich langsam. Das ergab ein aktueller ADAC-Kostenvergleichs.

(5. März 2005) - Erdgasautos hätten sich im Vergleich zu herkömmlichen Benzin- und Dieselfahrzeugen zu einer echten Alternative entwickelt, so der Automobilclub. Neun der insgesamt 13 lieferbaren Modelle hätten bei einer Laufleistung von weniger als 10 000 km pro Jahr die geringsten Kilometerkosten. Problematisch sei allerdings das mit rund 550 Zapfstationen noch dünne Tankstellennetz für Erdgas.

Der Vergleich berücksichtigte neben Verbrauch und Steuern auch Anschaffungspreis, Wertverlust sowie Kraftstoff- und Werkstattkosten. Am günstigsten von allen 13 verfügbaren Gasmodellen schnitt der Fiat Punto 1,2 8V Natural Power ab, mit dem Autofahrer laut ADAC bei 15 000 km jährlicher Laufleistung rund 450 Euro sparen können.

Noch rentabler werde Gas, wenn lokale Gasversorger einen einmaligen Zuschuss beim Kauf des Neuwagens gewährten. Je nach Modell bewege sich dieser zwischen einigen Hundert und 2500 Euro. Nur zwei vergleichbare Standardmodelle schnitten günstiger ab als das Gasauto: die Diesel- und Benzinvarianten des Opel Astra Caravan sowie des Golf Variant 1.9 TDI.

Erdgasautos seien aber nur dann kostengünstiger als Benziner und Diesel, wenn sie im reinen Gasbetrieb fahren, betont der ADAC. Der Vorteil schmelze, wenn das Erdgasauto mangels Zapfstation im Mischbetrieb fahren müsse. Werde der Bi-Fuel-Wagen nur mit Benzin gefahren, sei ein Gasauto von allen Alternativen die teuerste.

Autogas oder Erdgas?

Gasbetriebene Autos tanken Sprit zum halben Preis. Kaum bekannt ist in der Öffentlichkeit, dass es zwei unterschiedliche Varianten gasbetriebener Fahrzeuge gibt: Autogas und Flüssiggas.

(6. Juni 2004) - Deutschlands Verbraucher stehen den Gasautos trotz Betriebskostenersparnis skeptisch gegenüber. Ungeachtet gewaltiger Subventionen und Werbeaktionen fahren in Deutschland knapp so viele Erdgasautos wie bei VW insgesamt in einer Viertelstunde vom Band laufen.

LPG und CNG

Autogas ist Flüssiggas (engl. LPG = Liquified Petroleum Gas), also ein Gemisch aus Propan (5 Prozent) und Butan (95 Prozent). Erdgas (engl. CNG = Compressed Natural Gas) dagegen ist ganz überwiegend gasförmiges Methan, das je nach Zusammensetzung einen höheren (H-Gas bis 11,1 kWh/m3) oder geringeren (L-Gas bis 8,9 kWh/m3) HEIZWERT hat. Bereits bei geringem Druck verflüssigt sich das gasförmige Flüssiggas. Es schrumpft auf einen Bruchteil seines Volumens (1:260) und lässt sich dadurch leicht transportieren. Erdgas verflüssigt sich nur bei extrem niedrigen Temperaturen (-160°C). Ein Autogastank hat einen Betriebsdruck von sechs bis acht bar. Ein Erdgastank steht unter 200 bar.

Sicherheitsprobleme sind nicht bekannt. Weltweit gibt es circa sieben Millionen Autogasfahrzeuge und zwei Millionen Erdgasfahrzeuge. In Deutschland fahren etwa 15.000 Erdgasfahrzeuge und ebensoviele Autogasfahrzeuge. Allein in den Niederlanden gibt es zwanzigmal mehr Autogasfahrzeuge als in der Bundesrepublik. In Argentinien fahren 740.000 Erdgasautos, in Italien 400.000. Zum Vergleich: Mit Biodiesel fahren in Deutschland circa 200.000 Fahrzeuge, mit Pflanzenöl etwa 15.000. Und die Gesamtzahl der PKW in Deutschland beträgt 54 Millionen, die der jährlichen Neuzulassungen 3,2 Millionen. Obwohl die absoluten Zahlen, die das Kraftfahrtbundesamt (KBA) für Gasautos angibt, relativ gering erscheinen, nimmt das Interesse der Verbraucher an gasbetriebenen PKW offensichtlich stetig zu; das zeigen die langen Wartezeiten beim Umrüsten. Zudem gewinnt das Thema angesichts der Benzinpreisentwicklung für viele Autofahrer immer mehr an Bedeutung.

Erdgas tanken mit 200 bar. Von Verbrauchern nicht akzeptiert. Foto: Ford-Werke AG.

Tankstellen

In Deutschland gibt es etwa 436 Erdgastankstellen und 525 Autogastankstellen (Stand März 2004). Der Bau einer Autogastankstelle kostet ab 25.000 Euro, einer Erdgastankstelle ab 100.000 Euro.

Neukauf und Umrüstung

Beim Autoneukauf bieten die Autofirmen in Deutschland nur Erdgasfahrzeuge und keine Autogasfahrzeuge an (Ausnahme: Volvo Deutschland, allerdings werden die Autogas-Volvos S40 und V40 bifuel seit Mitte - Herbst 2003 nicht mehr gefertigt, ein Nachfolger kommt vermutlich erst 2005). Als Reimporte mit voller Werksgarantie sind Autogasfahrzeuge auch in Deutschland zu haben. Der Aufpreis für einen Volvo S/V40 beträgt zum Beispiel 2.100 Euro. Erdgasfahrzeuge werden in Deutschland von fast allen Herstellern angeboten. Aufpreis für Opel Zafira: 2.600 Euro. Die Umrüstung erfolgt durch zusätzlichen Einbau eines LPG- oder CNG-Tanks mit Zubehör. Dadurch kann man selbst während der Fahrt zwischen Benzin und Gas umschalten. Die Umrüstkosten für LPG liegen zwischen 1.500 und 2.300 Euro. Wegen des erheblich höheren Gasdrucks ist die Umrüstung auf CNG deutlich teurer: 3.000 bis 5.000 Euro.

Förderung

Die Umrüstung auf Erdgas wird massiv gefördert: Die Erdgasanbieter finanzieren den Bau von Tankstellen. Einige Bundesländer fördern die Umrüstung von Autos. Vielfach bieten auch die örtlichen Energieversorger finanzielle Anreize. Für Autogas ist die Reduzierung des Mineralölsteuersatzes auf 58 Prozent bis 2009 festgeschrieben, für Erdgas gilt die Steuervergünstigung bis 2020. Im Ergebnis kosten beide Kraftstoffe heute etwa die Hälfte von Benzin.

Reichweite

Beide Gasantriebe brauchen bis zu 20 Prozent mehr Energie als ein vergleichbares Benzinauto. Die Reichweite bei gleichem Volumen flüssigen Kraftstoffs ist bei Autogas mehr als doppelt so hoch als bei Erdgas. Bezüglich der Umweltbelastung unterscheiden sich die beiden Gastechniken nicht. Die Emissionen sind deutlich geringer als bei Benzin- oder Dieselautos.

Komfort

Gasfahrzeuge sind deutlich leiser als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Das Platzangebot in Gasautos ist durch die Drucktanks geringer. Dabei schneidet Autogas deutlich günstiger ab, weil der Tank in die Reserveradmulde hineinpasst.

Links:

   * www.autogas-forum.de
     Autogas- und Erdgas-Fahrzeug-Forum mit vielen Infos rund um das Thema Fahren mit Erd- und Autogas.

Fahren mit Erdgas - ökologisch keine wirkliche Alternative!
                    §
Umstritten: Erdgasautos
Die Gaswirtschaft setzt derzeit verstärkt auf das Erdgasauto. Trotz der vom Staat geschenkten Steuervorteile kommen Erdgasautos nur für Vielfahrer in den Bereich der Wirtschaftlichkeit.
Zwar haben die Erdgasautos geringere Emissionen. Bezüglich des Ressourcenverbrauchs ergibt der Wechsel von Öl auf Gas jedoch keine Verbesserung.
Im Gegenteil: Die Energieausnutzung ist bei den Erdgasfahrzeugen deutlich geringer.

Das dünne Tankstellennetz und das eingeschränkte Platzangebot im Erdgasauto führen dazu, dass sich in Deutschland die Käufer zurückhalten. Auch für Busse ist der Erdgasantrieb nicht geeignet.
Bei gleichniedrigen Emissionen hat der Diesel einen deutlichen Kostenvorsprung vor dem Erdgasantrieb, rechnet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen vor.

www.vdv.de
 

08.09.05 18:48

9046 Postings, 7311 Tage taosKauft Südzucker,

die bauen zur Zeit Ethanol Anlagen. Die Kosten sind schon abgeschrieben und für die Zukunft winken dicke Gewinne.

Taos
 

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