Milde Strafe

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eröffnet am: 08.07.04 14:21 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 2
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08.07.04 14:21

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Bewährungsstrafe für früheren Metabox-Chef

Hildesheim (dpa) - Das Hildesheimer Landgericht hat den früheren Metabox-Chef Stefan Domeyer wegen Kursmanipulationen zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Der 42-Jährige hat nach Ansicht der Richter im April 2000 mit falschen Angaben in einer Ad-hoc-Mitteilung den Kurs der damals am Neuen Markt notierten Metabox-Aktie in die Höhe getrieben. Das Gericht ordnete am Donnerstag außerdem die Zahlung von 10 000 Euro an.

Die Hildesheimer Metabox AG wollte den Internet-Empfang mit Hilfe so genannter Set-Top-Boxen über das Fernsehgerät ermöglichen. In der Pflichtmitteilung kündigte das Unternehmen den Verkauf von 50 000 Set-Top-Boxen durch ein nicht näher benanntes Unternehmen an. Nach Erkenntnis der Richter gab es zu diesem Zeitpunkt jedoch nur einen unverbindlichen Vorvertrag mit einem israelischen Unternehmen. Das Geschäft wurde nie abgewickelt. Metabox ging später in Konkurs. «Der Angeklagte hat die Ad-hoc-Mitteilung zielgerichtet am Vorabend der Bilanzpressekonferenz veröffentlicht, um von den negativen Meldungen des Vorjahres abzulenken», erklärte das Gericht.

Nach der Ad-hoc-Meldung stieg der Kurs von Metabox auf mehr als das Doppelte an. Die Wirtschaftsstrafkammer zeigte sich überzeugt, dass der sprunghafte Kursanstieg durch die Mitteilung über den vermeintlichen Großauftrag ausgelöst worden war.

Domeyer nahm die Urteilsbegründung mit Missfallen auf: Er tippte sich während der Ausführungen Moellers mehrfach mit dem Finger auf die Stirn. Der 42-Jährige hatte die Vorwürfe immer wieder bestritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Verteidigerin Claudia Riedel kündigte an, Revision einzulegen. Der frühere Vorstandsvorsitzende jobbt nach dem Zusammenbruch seiner Firma auf der Kart-Bahn eines Freundes in Braunschweig und lebt außerdem von seinen Ersparnissen.

erschienen am 08.07.2004 um 14:07 Uhr
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08.07.04 14:25

2718 Postings, 6176 Tage IDTEwieso ersparnisse?

hätte man gleich wegnehmen müssen! wie übrigens bei allen betrügern like haffa und co.
würde die staatskasse erheblich entlasten.  

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