Miete wird teurer..

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eröffnet am: 14.12.06 23:39 von: sacrifice Anzahl Beiträge: 1
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Höhere Abrechnungen
Mehrwertsteuer treibt Mieten
Die Mehrwertsteuerhöhung wird auch das Wohnen verteuern. Der Deutsche Mieterbund erwartet durchschnittlich bis zu 48 Euro Mehrkosten pro Jahr für ein mittelgroßes Quartier. Allein 2005 kletterten die Betriebskosten um ein Achtel, wodurch Mieter im Schnitt 288 Euro mehr zahlten.

Zweite Miete
+ Zweite Miete (FR-Infografik)
Berlin - Angesichts oft stagnierender oder sinkender Nettoeinkommen werden Miete und Nebenkosten für viele Verbraucher zu einer immer größeren Belastung. Allein voriges Jahr kletterten die Betriebskosten im Schnitt um 12,3 Prozent auf 2,74 Euro pro Quadratmeter im Monat. Damit sei die "zweite Miete" für eine 80 Quadratmeter große Bleibe um durchschnittlich 288 Euro im Jahr gestiegen, erklärte Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips in Berlin. Rund ein Drittel der Wohnkosten entfallen laut Rips auf die Betriebskosten, also Heizung, Wasser, Hausmeister oder Abfallgebühren (siehe Grafik). Auch die Abrechnungen für 2006 werden für viele Bewohner unerfreulich ausfallen. Der Mieterbund rechnet mit Mehrkosten von rund neun Prozent.

Hohe Energiepreise

Als Grund werden vor allem die gestiegenen Energiekosten genannt, die bis zu 40 Prozent der "zweiten Miete" ausmachen. Im Jahresdurchschnitt sei Heizöl um ein Sechstel teurer geworden, Gas sogar um fast ein Fünftel, so der Verband. Zwar fiel der Energieverbrauch wegen milder Temperaturen zuletzt geringer aus. Dafür aber liefen die Heizungen zu Jahresbeginn wegen des harten und langen Winters auf Hochtouren. Unterm Strich sei daher mit rund zehn Prozent höheren Heizkosten zu rechnen, so Rips.

Strom habe sich im laufenden Jahr um knapp vier Prozent verteuert. Wasser kostete im Schnitt 1,5 Prozent mehr, Abwasser rund ein Prozent. Die kommunalen Gebühren liegen um gut fünf Prozent höher.

Im nächsten Jahr werden nach Einschätzung des Mieterbunds zwar sinkende Gaspreise für Entlastung sorgen. Die von 16 auf 19 Prozent erhöhte Mehrwertsteuer aber werde viele Betriebskosten erhöhen, darunter Heizung, Versicherung und Aufzug. Im Schnitt erwartet der Mieterbund durch die höhere Steuer Mehrkosten von vier bis fünf Cent pro Quadratmeter und Monat. Damit zahle der Mieter einer 80 Quadratmeter großen Wohnung 38 bis 48 Euro im Jahr mehr.

Der neue Betriebskostenspiegel 2006, den der Mieterbund kostenlos bereitstellt (www.mieterbund.de), soll Verbrauchern eine Übersicht geben, ob ihre Nebenkosten stark von den Durchschnittswerten abweichen. Bei Unterschieden von mehr als zehn Prozent rät der Verband zur genauen Nachfrage bei der Hausverwaltung oder dem Vermieter.

Hausbesitzer hegen Zweifel

Der zum zweiten Mal erstellte bundesweite Betriebskostenspiegel stößt bei Haus & Grund weiter auf wenig Gegenliebe. Es sei "ein untaugliches Instrument, um die Betriebskosten des Wohnens vergleichbar darzustellen", kritisiert der Präsident des Hausbesitzerverbands, Rüdiger Dorn. Weder für Mieter noch Vermieter werde dadurch mehr Transparenz geschaffen, da mehr als die Hälfte der Betriebskosten direkt vom Verhalten des Mieters abhingen. Nur bei wenigen Kosten wie Gebäudereinigung und Aufzug habe der Vermieter überhaupt Gestaltungsspielraum.

Auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) kritisiert den Kostenspiegel. Nach einer eigenen repräsentativen Erhebung seien die gesamten Nebenkosten bei den meist kommunalen GdW-Wohnungsunternehmen nur um 2,2 Prozent auf 1,84 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Aussagekraft der Mieterbund-Auswertung wird daher massiv bezweifelt. Thomas Wüpper  

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