Metabox-Idee soll wieder aufleben

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Metabox-Idee soll wieder aufleben


"ITV-Media"-Vorstand Arne Weber geht mit eigener Multimedia-Box in den Markt

(ha) Einst gehörte die Firma Metabox zu den Stars am Neuen Markt. Börsenkurse, Mitarbeiterzahlen und Umsatzerwartungen stiegen steil nach oben, doch dann ging es genau so schnell wieder ab in den Keller. Im September machten im Daimlerring die letzten Mitarbeiter endgültig das Licht aus. An die Produktidee aber glaubt der ehemalige Metabox-Mann Arne Weber noch immer: "Die war nicht schlecht", sagt der 24-Jährige auch heute noch im Brustton der Überzeugung - und wagt nun auf eigene Faust die Markteinführung einer eigenen Settop-Box.

In der "Citypassage" hat er vor kurzem ein Geschäft eröffnet: Dort steht zwar nicht die Wunderbox der Metabox - "deren Hard- und Software lief sowieso mit nichts anderem" -, sondern eine neu konzipierte Multimediabox von Webers eigener Firma "ITV-Media AG". Die ITV-Media sei 1999 von Metabox für Auslandsgeschäfte gegründet, aber nie mit Leben erfüllt worden. Am 14. Oktober hat Weber die stillgelegte Tochter übernommen, um als Vorstand der "voll handlungsfähigen AG" den alten Metabox-Traum doch noch wahr werden zu lassen. Firmensitz ist die Almsstraße 9/10, das Kapital speist sich aus 33 000 Aktien zum Stückpreis von 3,60 Euro.

Mit einer Hand voll anderer Idealisten glaubt Arne Weber nun, ein marktfähiges Produkt entwickelt zu haben. Das "ITV-Center" bietet Fernsehen von hoher Digitalqualität, Internet-Zugang, CD- und DVD-Laufwerk, einen elektronischen Programmführer. Time-Shift zeichnet laufende Sendungen auf Knopfdruck jederzeit wieder abrufbar auf, das Codierverfahren "MPEG 4" soll interaktives Fernsehen ermöglichen. Der Knüller aber ist für Arne Weber die Festplatte, auf der 50 bis 60 Filme archiviert werden können.

"Jetzt müssen wir möglichst schnell an die Endkunden herankommen und die Realität zeigen", sagt Weber. Den Standort Hildesheim versteht er als "Testmarkt", darüber hinaus will er an Fachhändler in anderen Großstädten herantreten, die die neue Box an "Points of Sale" in ihren Geschäften in eigens angefertigten Terminals vorführen sollen. "Ich glaube ganz sicher, dass das Gerät eine Nachfrage haben wird", sagt Weber, der für seine Geschäftsidee seit Wochen rund um die Uhr im Einsatz ist. "Aus dem Kapital von 100 000 Euro will ich etwas machen, dafür stehe ich."

Für ein halbes Jahr, sagt der Vorstand, reiche die Kapitaldecke. Fehler, wie er sie im Management der Metabox AG erkannt haben will, sollen ihm nicht unterlaufen. "Da waren Phantasten am Werk, die 50 Millionen Euro zum Fenster hinausgeschmissen haben", sagt der Diplom-Betriebswirt, der erste Berufserfahrungen bei einer großen deutschen Geschäftsbank gesammelt hat.

Noch in diesem Jahr will Arne Weber die ersten Boxen verkaufen, 20 000 Stück sollen es im kommenden Jahr werden. Produziert wird das Gerät in einem Werk in den neuen Bundesländern. Zumindest die dortigen Entscheidungsträger konnte Weber schon überzeugen, dass die rund 1000 Euro teure Box Marktchancen hat. Die Produktion ist zunächst auf 2000 Stück ausgerichtet.

(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung

http://www.haz.hildesheim.com/

http://www.itvmedia.de

Gruss
Esram  

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