Merz helfen, um Merkel zu schaden

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eröffnet am: 13.09.05 22:54 von: .Juergen Anzahl Beiträge: 11
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13.09.05 22:54
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12168 Postings, 6266 Tage .JuergenMerz helfen, um Merkel zu schaden

Merz helfen, um Merkel zu schaden

Die Kanzlerkandidatin will trotz aller Kritik an ihrem Finanzexperten Paul Kirchhof festhalten. Dass ausgerechnet jetzt mehrere CDU-Promis Merkels Erzfeind Friedrich Merz ins Gespräch bringen, wird in Merkels Umfeld als "grob unsolidarisch" eingestu

Weniger hervorragend ist die Stimmung bei den Gefolgsleuten von Kanzlerkandidatin Angela Merkel, die um den vor kurzem noch sicher geglaubten Sieg bangen. Die offenbar erfolgreichen Angriffe von Bundeskanzler Gerhard Schröder gegen Merkels Finanzexperten Paul Kirchhof haben Spuren hinterlassen. Am meisten ärgert man sich im Merkel-Lager aber über Querschüsse aus den eigenen Reihen. Hinter den Kulissen wird mächtig Dampf abgelassen: Es sei "schon ein starkes Stück", dass mehrere CDU-Länderfürsten ausgerechnet jetzt den Namen Friedrich Merz wieder ins Gespräch brächten und jenen Finanzexperten in höchsten Tönen lobten, der einst im Streit mit Merkel zurückgetreten sei. "Grob unsolidarisch" habe sich vor allem der niedersächsische Ministerpräsident und CDU-Vize Christian Wulff verhalten, heißt es.

Wulff nämlich hatte als erster Unions-Promi verkündet, Merz stehe für Spitzenämter in Deutschland zur Verfügung und werde dafür auch gebraucht. Dies nimmt man ihm übel, weil auch Wulff genau wisse, dass Merkel so kurz vor der Wahl gar nichts anderes übrig bleibe, als an ihrem umstrittenen Kompetenzmann für die Finanzpolitik, Paul Kirchhof, festzuhalten. "Das ist so entschieden", hieß es aus Merkels Umfeld. Merkel wolle "keine Schwäche zeigen", also Kirchhof nicht fallen lassen. Deshalb hält sie auch an dem heutigen Termin in der CDU-Zentrale fest: Am Vormittag will sich die Kanzlerkandidatin mit ihrem gesamten Kompetenzteam treffen, um das Wahlkampffinale zu planen.

Ungeachtet aller Kritik soll auch Kirchhof mit dabei sein. Alles andere, weiß man in Merkels Beraterstab, würde den rot-grünen Spott über die Absetzbewegungen der Union von Kirchhof nur beflügeln. So hatte Außenminister Joschka Fischer in der Fernseh-Elefantenrunde gelästert, Merkel wolle Kirchhof "im Heizungskeller verstecken".

Vor diesem Hintergrund wecken die betont freundlichen Worte von Wulff und Roland Koch für Merkels Intimfeind Merz, die in konservativen Zeitungen breiten Widerhall fanden, neues Misstrauen bei Merkel-Getreuen in der Bundestagsfraktion. Sie sehen darin "den Versuch, Merz so zu positionieren, dass Merkel nach der Wahl nicht an ihm vorbei kann".

Merz selbst erklärte, Kirchhof werde zu Unrecht angegriffen. Dieser sagte, er halte Merz nicht für einen Konkurrenten: "Ideal wäre eine Tandemlösung."

 

13.09.05 22:58
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12168 Postings, 6266 Tage .JuergenDer innerparteil. Druck auf Angela Merkel nimmt zu

Landespolitiker fordern Merz-Comeback
Der innerparteiliche Druck auf Angela Merkel nimmt zu. Immer mehr CDU-Politiker fordern, den geschassten Finanzexperten Friedrich Merz in eine verantwortungsvolle Position zurückzuholen - und Merkels Steuerexperten im Wahlkampfteam, Paul Kirchhof, den Laufpass zu geben.

DDPFriedrich Merz (Archiv): Laute Rufe nach einem Comeback
Düsseldorf - Auch in einflussreichen Landesverbänden der Union wächst laut der "Rheinischen Post" jetzt der Druck auf die Berliner Partei- und Fraktionsspitze, Merz in eine verantwortungsvolle Position zurückzuholen. "Wir müssen noch deutlicher machen, dass nur eine Regierung aus CDU/CSU und FDP für eine fortschrittliche Wirtschaftspolitik aus einem Guss steht. Wir brauchen Friedrich Merz, an welcher Stelle auch immer, es gibt nicht viele Leute mit solchem Format", sagte der CDU-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, David McAllister. Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, in der Zeitung. Die CDU müsse jetzt polarisieren. Die Junge Union unterstütze aus voller Überzeugung die Forderung aus der Partei, Merz wieder in die erste Reihe zurückzuholen, sagte Mißfelder.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) betonte im "Handelsblatt": "Ich wünsche mir, dass Friedrich Merz maßgeblichen Einfluss auf die Reformarbeit in der Steuer-, Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik bekommt, weil er eine klare ordnungspolitische Position mitbringt." Zuvor hatten unter anderem die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Hessen, Christian Wulff und Roland Koch (beide CDU), sowie CSU-Chef Edmund Stoiber eine Führungsrolle für Merz in der Union gefordert.

Das Verhältnis des Westfalen zu Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel gilt seit Jahren als schwierig - Merz hatte sich daher zuletzt aus der ersten Reihe der Union zurückgezogen.

Merkel stärkte indes gestern Abend in einer ARD-Debatte dem wegen seiner Steuerpläne umstrittenen Kirchhof erneut demonstrativ den Rücken. Der frühere Verfassungsrichter werde Bundesfinanzminister, "wenn es die Wähler erlauben", sagte die CDU-Vorsitzende.

Der frühere Wahlkampfmanager der Union, Michael Spreng, fragte gestern im "RTL-Nachtjournal": "Wieso ist Merz nicht im Kompetenzteam? Eine Woche vor der Wahl ist von Paul Kirchhof kaum noch die Rede, stattdessen kommt Friedrich Merz wieder ins Gespräch. Dann hätte man den auch vor vier Wochen für das Amt des Finanzministers nominieren können." In derselben Sendung sagte der frühere SPD-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig: "In der Tat, die Not ist groß in der Union. Deswegen muss Merkel ihren Intimfeind zurückholen."

Thüringens Regierungschef Dieter Althaus lehnt hingegen eine Rückkehr von Merz in Spitzenpositionen ab. "Ich halte die Debatte, die da derzeit stattfindet, für überflüssig", sagte Althaus im Deutschlandfunk. "Friedrich Merz macht ganz aktiv Wahlkampf, er ist letztlich der Autor unseres Steuerrechts, was wir jetzt umsetzen wollen und insofern vermisse ich ihn nicht", erklärte Althaus, der im Wahlkampfteam von Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel für den Aufbau Ost zuständig ist. Merz habe für sich entschieden, nicht mehr in der ersten Reihe der Union tätig zu sein. Deshalb sei es von Merkel nur konsequent gewesen, Kirchhof als Finanzexperten ins Wahlkampfteam zu berufen.

 

13.09.05 23:04

29840 Postings, 5701 Tage ScontovalutaBingo, hab gerade keine Grünen. o. T.

13.09.05 23:06
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6836 Postings, 7533 Tage Egozentriker☠ Es ist wirklich grotesk, wie...

...einige hinter Angela Merkels Rücken jetzt wieder die Messer wetzen und scheinbar nur darauf warten, dass sie stolpert.
Das wird noch sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich diesen Haufen aus Eigenbrödlern auf Linie zu halten.  

13.09.05 23:16
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2683 Postings, 6274 Tage Müder JoeIch seh das alles

innovativ, produktiv, kompromiv, oder sogar verkehrstechnisch tankaktiv.

Um mit den Argumenten der FDP zu reden.

Jetzt frage ich mich: wir müssen für Wasser, Gas, Öl und Strom zahlen. Wann werden wir für die Luft zahlen?

Wählt CDU/FDP, da kann es nicht mehr lange dauern.  

13.09.05 23:17

12168 Postings, 6266 Tage .Juergenmachtkämpfe

sind doch an für sich bei der cdu nichts ausßergewöhnliches.
ich sehe es auch als sehr schwierig für frau merkel an,
bei nicht erreichen der regierungsmehrheit (mit der fdp),
ihre position zu halten.


#3, danke ! @Scontovaluta

 

13.09.05 23:25
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59073 Postings, 7303 Tage zombi17Naja, MJ

Wenn man durch die Praxis des nichtwählens irgendetwas verhindern oder aufhalten könnte, würde meine Wahl nicht schwerfallen. Aber jetzt geht es erstmal ums verhindern.
Alle Geldsäcke wollen die Union, meine Lebenserfahrung sagt mir: Das ist nicht gut für mich und meine Kumpels! Also gilt es das irgendwie aufzuhalten. Wenns nicht reicht ok, aber ich habe es versucht..  

13.09.05 23:40

2505 Postings, 7427 Tage copparadu bist nicht alleine, zombi17 !

 

Jeder Tag ohne Merkel ist ein guter Tag für Deutschland.

 

13.09.05 23:59
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9046 Postings, 7304 Tage taosNur die CDU / CSU möcht Frau Merkel schlachten.

Für die SPD ist die Frau so unwichtig, wie irgendwas.

Taos
 

19.09.05 00:21

9046 Postings, 7304 Tage taosSo Frau Merkel

und was ist nun nach der Wahl?

Taos
 

19.09.05 00:28

12168 Postings, 6266 Tage .Juergenes gab in den letzten stunden gerüchte

das frau merkel erwägt zurück zutreten da sie stark mit
rechnet das dies innerparteilich bald von ihr gefordert wird.

und das dann MERZ vizekanzler unter schröder werden könnte!

 

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