Marktausblick Dax & Co

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eröffnet am: 03.02.05 07:21 von: bammie Anzahl Beiträge: 1
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8970 Postings, 6096 Tage bammieMarktausblick Dax & Co

Kurz vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch bei geringen Umsätzen gut behauptet. Angetrieben von Versorger- und Finanztiteln schloss der Leitindex DAX mit 0,38 Prozent auf 4.296 Punkte im Plus. Heute steht in Frankfurt vor allem die Deutsche Bank im Mittelpunkt und Josef Ackermann im Blitzgewitter der Journalisten. Die Deutsche Bank lädt zur Jahres-Bilanz-Pressekonferenz nach Frankfurt.

Nach DAX-Schluss hat gestern die US-Notenbank die Leitzinsen wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent erhöht. Das Zinsniveau werde weiterhin in einem ?maßvollen Tempo" - allerdings zum sechsten Mal in Folge - angehoben. Überraschend gute Quartalsergebnisse der Börsenschwergewichte Google und Boeing haben der Börse in New York am dritten Handelstag in Folge zu Kursgewinnen verholfen. Nach der Schlussglocke knickte die Amazon-Aktie regelrecht ein (-15%), nachdem der weltgrößte Online-Händler trotz Rekordumsätze hinter den Erwartungen der Anleger zurückgeblieben war.

Heute wird die EZB über mögliche Zinsschritte entscheiden. Einhellig wird allerdings erwartet, dass der Leitzins im europäischen Raum unverändert gelassen wird.

Zahlen gibt es von der Deutsche Bank (514000) sowie von Epcos (512800), die dem Mark mit der Gewinnwarnung allerdings schon alle Hoffnungen genommen haben. Der Deutsche-Bank-Chef wird voraussichtlich verkünden, daß bis 2006 wohl rund 4500 der 65 000 Arbeitsplätze weltweit gestrichen werden - einschließlich der bereits bekannten 1920 Stellen in Deutschland. Analysten sind neugierig, wie die Bank künftig ihre Profitabilität steigern will. Ziel ist es, eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern zu erwirtschaften. Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwarten Analysten den höchsten Gewinn seit vier Jahren.

Ob es BNP Paribas (887771) besser gemacht hat als der deutsche Bankenprimus erfahren Anleger ebenfalls am heutigen Tag.

Näheres - und traditionell Schlimmeres? - erfahren auch die Aktionäre des angeschlagenen Software-Unternehmens LION Bioscience (504350) über die Geschäfte des abgelaufenen Quartals.

An der Wall Street öffnen u.a. Biotech-Unternehmen Medimmune, Brausespezialist PepsiCo, Whirlpool, The Gillette Company und Vivendi Universal ihre Bücher.


+++ Japan hat Banken-Stress

Die Aktien von Sumitomo Mitsui Banking (856847) fallen deutlich, nachdem die Zeitung Asahi darüber berichtet, dass das Bankhaus wegen hoher Kosten bei der Bewältigung der faulen Kredite seine Gewinne deutlich reduzieren muss. Das Sumitomo-Papier verliert 2,5 % auf 700.000 Yen. Im Sog von Sumitomo gibt UFJ Holdings (632757) 2,5 % auf 593.000 Yen ab und Sumitomo Trust & Banking (859968) 1,9 % auf 682 Yen.

Wachsende Stahlnachfrage aus China schraubt die Stahlwerte nach oben. Daido Steel, Japans größter Spezialstahl-Hersteller, gewinnt 0,3 % auf 373 Yen. Die Post geht ab bei Südkoreas größten Stahlhersteller Posco. Die Aktie gewinnt 3 % auf 188.000 Won.

Internetinvestor Softbank (891624) verliert 0,8 % auf 4.850 Yen, Tochter Softbank Techn. (924324) 0,5 % aif 1.960 Yen und Softbank Investment (885538) 0,3 % auf 40.500 Yen.

+++ Bisher eine sehr erfolgreiche Woche!
+ Der DAX legte 0,38 % auf 4.296 Pt zu
+ Der TecDAX verbesserte sich um 0,37 % auf 532 Pt.

+ Der Dow gewann 0,43 % auf 10.596 Pt
+ Die Nasdaq legte 0,31 % auf 2.075 Pt zu
- Der NASDAQ 100 After Hours Indicator verlor 0,14% auf 1.522 Pt

- Der Nikkei gibt 0,24 % auf 11.379 Pt ab
+ In Seoul erholt sich der KOSPI um 0,74 % auf 928 Pt.


+++ SCHLUSS mit RUSS auch bei VW

Nach harscher Kritik von Umweltschutzverbänden geht Volkswagen beim Einbau von Rußfiltern in die Offensive. Ab Frühsommer wird der Golf auf Wunsch mit Rußfilter ausgerüstet. Außerdem will VW auch für alte Modelle die Möglichkeit zur Nachrüstung schaffen. Diese sollen rund 500 Euro pro Fahrzeug kosten.


+++ WINDRAD-GIGANT aus Deutschen Landen

Die Bundesrepublik profiliert sich einmal mehr als Vorreiter in Sachen Windenergie: Das weltweit größte Windrad hat am Mittwoch im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel den Betrieb aufgenommen. Kolosse dieser Art sollen später auf hoher See Strom erzeugen.Der Generator soll pro Jahr 17 Gigawattstunden Windenergie erzeugen. Die Hamburger Firma Repower Systems hatte die Windenergieanlage für den Offshore-Betrieb entwickelt. Für den 183 Meter hohen Turm wurden rund 1300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl verbaut. Die drei Rotorflügel mit einem Gewicht von jeweils 18 Tonnen sind jeweils 61,5 Meter lang.


+++ SCHLIMMER wars NIMMER

Noch klingen die Erfolgsmeldungen in den Ohren, doch es waren wohl nur Durchahlteparolen. Denn Geiz ist offenbar doch weiterhin geil. Das Weihnachtsgeschäft ist jedenfalls sehr viel schlechter gelaufen als bislang gemeldet wurde, - geradezu ein Desaster. Im Jahresvergleich sank der Umsatz des deutschen Einzelhandels im Dezember um real 2,7 Prozent. Im Monatsvergleich lag das Minus bei 0,3 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt war das Umsatzergebnis in den letzten zehn Jahren noch nie so niedrig. Und das, obwohl es im Dezember 2004 einen Werktag mehr gab als im Vorjahr.


+++ SPRINGER ja, MURDOCH nein

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch hat ein Interesse an der Übernahme des Fernsehsenders ProSiebenSAT1 Media (777117) kategorisch ausgeschlossen. Zuvor hieß es, Murdoch könnte Anteile von Großaktionär Haim Saban übernehmen. Der Axel-Springer-Verlag hingegen scheint tatsächlich Interesse daran zu haben, bei ProSiebenSat.1 die Mehrheit zu übernehmen - und könnte sogar Chancen haben.  

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