MERKwürdig !

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neuester Beitrag: 04.07.04 13:48
eröffnet am: 04.07.04 12:07 von: lancerevo7 Anzahl Beiträge: 7
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04.07.04 12:07

3186 Postings, 6180 Tage lancerevo7MERKwürdig !

Merk-würdigkeiten um den Final-Schiri
 
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Griechen im Reisefieber
«Rehakles» oder Scolari: Wer schafft die Premiere?
Ist Markus Merk der richtige Schiri für diesen Final?
FOTO: AP
LISSABON ? Zieht Schiri Markus Merk den Portugiesen im Final die Zähne? Ganz Portugal fragt sich, wie objektiv Otto Rehhagels Zahnarzt sein wird.
 
Wie unbefangen ist Schiri Markus Merk? Das ist die Frage, die zur Zeit ganz Portugal bewegt. Dass der in den Königsstatus erhobene Griechen-Trainer Otto Rehhagel mit dem Final-Schiedsrichter die Staatsbürgerschaft teilt, ist für einen Portugiesen gerade noch zu verkraften.

Dass sich die beiden jedoch so gut kennen, dass der eine dem andern im Mund rumfummeln darf, erhitzt nun aber die Gemüter. Schiri Markus Merk ist der Zahnarzt der Familie Rehhagel und «Kumpane seit langer Zeit», wie eine portugiesische Sportzeitung monierte.

«Der Schiedsrichter des Finales ist der Freund des griechischen Trainers», schrieb das Blatt reisserisch. Auf einer ganzen Seite mit der Überschrift «Die Freunde aus Kaiserslautern» beschäftigt sich die Zeitung mit dem «Fall der Kumpanei».

Der Bundesliga-Rekordschiedsrichter (243 Spiele) will sich seine Vorfreude auf das grösste Spiel der Laufbahn nicht nehmen lassen. Genauso wenig wie Rehhagel, der über den Verdacht landsmannschaftlicher Kungeleien nur den Kopf schütteln kann: «Ich kenne Markus Merk als ehrlichen Menschen und absolut korrekten Schiedsrichter.»

Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari kommentierte derartige «Merk-würdigkeiten mit einem Schmunzeln: «Ich hätte auch gern einen Freund als Schiedsrichter.»

 

04.07.04 12:33

5698 Postings, 6767 Tage bilanzHabe das auch gelesen Merk-Würdig?

aus:

www.blick.ch

denke aber, der Merk macht das schon richtig.

Mein Tipp 3:1 für Portugal.  

04.07.04 12:43

3186 Postings, 6180 Tage lancerevo7@bilanz

ich habe auch keine zweifel an schiri merk.

denke, dass dies nur ein möglicher vorwand für eine portugal-niederlage wäre.


Ich drück' den Griechen die Daumen !  

04.07.04 12:55

5698 Postings, 6767 Tage bilanzMeier im Abseits?

 
Ein Pfeifenmann in der Abseitsfalle
 
Er lächelt von der Titelseite der «Coop-Zeitung» dem Betrachter entgegen. Nein, er lächelt nicht, er strahlt. Er ist in Motorradkluft gekleidet, die Sonnenbrille an der Stirn und das rote Foulard in symmetrischer Harmonie zum blonden Ziegenbärtchen gefaltet. Er verkauft Haushaltswaren, er schätzt an der Schweiz, dass sie «schön, ruhig und sauber» ist, und sagte einmal in einem Interview: «Die Gesellschaft braucht solche Leute wie mich, die den Mut haben, sich zu exponieren.»

Nebenbei pfeift er. Mit Leidenschaft bläst er in sein Instrument, welches immer farblich zum Hemd assortiert wird. Schrill, bestimmt und manchmal auch falsch. So kürzlich in Lissabon, als er Sol Campbells wuchtigen Kopfstoss ins Netz der Portugiesen in der neunzigsten Minute des EM-Viertelfinals nicht als Tor anerkannte und dadurch den Hass der englischen Fussballseele zu spüren bekam. Diese entlud sich tags darauf in poetisch- kraftvoller Sprache auf den nationalen Titelblättern. Zurück in der Schweiz verschwand er, Urs Meier, drittbester Fussballschiedsrichter der Welt, beleidigt und belästigt, verfolgt und bedroht, an einen unbekannten Ort.

Seither herrscht «Telefonkrieg zwischen England und der Schweiz», wie «20 Minuten» meldete, und die Polizei verzeichnet gemäss «Blick» «Morddrohungen gegen Ref Meier». Bei der britischen «Sun» gibt man sich hingegen bereits wieder gelassen. «Wir brauchten eine Schlagzeile nach dem Frust, doch das Thema ist hier längst vergessen», versichert deren Sprecherin Lorna Carmichael.

Trotzdem, kein schöner Job. Läge wenigstens, während ganz England den Schweizer für ein paar Tage ins Pfefferland wünscht, ganz Portugal ihm zu Füssen. So liessen sich denn die Schläge mit Streicheleinheiten kompensieren. Immerhin hielt Meiers Foulpfiff die Portugiesen im Rennen und ermöglicht ihnen heute Abend gegen Griechenland, dem Heimturnier gleich selber die Krone aufzusetzen. Doch weit gefehlt. Während der Tscheche Baros, der Portugiese Maniche und Englands Rooney von der Welt geliebt, den Medien hofiert und vom Geschäft vergoldet werden, geben sich Fussballschiedsrichter selbstlos und leben, nebst immerhin anständigen Entschädigungen, im besten Fall von einem anerkennenden Schulterklopfen des inspizierenden Funktionärs. Wen wundert's also, wenn es die Alphatiere der Branche nach noch mehr guten Taten und öffentlicher Aufmerksamkeit dürstet. Der Schwede Anders Frisk ist nebenbei IKRK-Botschafter für Afrika, der Deutsche Markus Merk leitet in Südindien ein Kinderdorf, und der Italiener Pierluigi Collina, glatzköpfige Galionsfigur des Klubs der schwarzen Männer, publizierte nach der WM vor zwei Jahren seine Schiedsrichtererfahrung in Buchform. Im richtigen Leben sind die Herren Versicherungsfachmann, Zahnarzt und Finanzberater.

Urs Meier versucht es auf seine Weise. Der Haushaltswarenhändler gründete seinen eigenen Fanklub und moderiert nebenbei auf einem Zürcher Lokalfernsehsender Sporttalks. Dass er sich aus Publicity-Gründen in die Fifa-Schiedsrichterin Nicole Petignat verliebte und mit ihr vor kurzem zusammenzog, will man ihm nicht unterstellen - in die People-Magazine brachte es ihn allemal. Dort schwärmt er vom Höhepunkt seiner Karriere - dem historischen Gruppenfoto vor dem Spiel USA - Iran an der WM 94 - und bemängelt die Fifa-Regel, die ihn altershalber Ende Jahr zum Rücktritt zwingt. Denn in Form wäre er noch lange, und gleichsam im Duett mit Pierluigi Collina in seinem Buch «Meine Regeln des Spiels» weist Meier darauf hin, dass die Fifa doch nicht auf ihre besten Pferde im Stall verzichten möge.

Irgendwie verständlich. Schliesslich haben sich die beiden in über 20 Jahren von der untersten Juniorenliga in ihrem Land bis in den Olymp des Fussballs gepfiffen, steckten Schläge von erzürnten Vätern ein oder verbrachten die Nacht nach dem Spiel auf dem geschützten Polizeiposten im Dorf einer Provinzmannschaft. Und das alles, um sich später dann und wann vom Glanz der sportlichen Weltbühnen bescheinen zu lassen. Das grösste der Gefühle für einen Schiedsrichter sind denn auch kleine Dinge: Für Meier war es, das Leibchen von Zidane aus dessen Händen entgegennehmen zu dürfen, und für Collina der Händedruck und die Gratulation von Sepp Blatter nach dem WM-Final 2002.

Vielleicht war Meiers Entscheid gegen England ja auch richtig. «Der Goalie kam nicht hoch, da wusste ich, etwas stimmt nicht», lässt der derzeit Abgetauchte via Radio verlauten und kündigt an, dass er unter diesen Umständen sicher nicht mit Pfeifen aufhören werde. Der Rummel hält den selbsternannten «Gerechtigkeitsfanatiker» im Gespräch - und vielleicht lässt sich dereinst im Herbst die Fifa ja noch umstimmen.

NZZ am Sonntag

 
   
 


 
 
 

04.07.04 13:02

5698 Postings, 6767 Tage bilanzGriechenland fehlen wichtige Spieler!

 
Ohne Stürmer Demis Nikolaidis muss Griechenland am Sonntag den EM-Final gegen Gastgeber Portugal bestreiten. Der 54-fache Internationale konnte am Samstag wegen Rückenschmerzen nicht am Abschlusstraining teilnehmen.

Im Weiteren ist bei den Hellenen auch der Einsatz von Innenverteidiger Michalis Kapsis fraglich. Der 30-Jährige beendete die Übungseinheit wegen Knieproblemen vorzeitig. Ausser Nikolaidis fehlt Rehhagel im Final auch Mittelfeldspieler Georgios Karagounis von Inter Mailand. Der 27-Jährige ist nach zwei Gelben Karten für das Endspiel gesperrt

 
   
 


 
 
 

04.07.04 13:08

10957 Postings, 6652 Tage Cashmasterxxda kann man nur hoffen,

daß merk keine engen entscheidungen zu gunsten
von griechenland gibt, sonst lassen sie kein gutes
haar an ihm.  

04.07.04 13:48

3186 Postings, 6180 Tage lancerevo7sonst gibts das selbe drama wie bei meier...

...das hab ich heut gefunden:

irgendwie noch witztig ;-) meier mit nem blindenhund !  
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