Lufthansa: Indikatoren zeigen nach unten

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neuester Beitrag: 01.10.04 16:39
eröffnet am: 23.08.03 10:54 von: printx Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 01.10.04 16:39 von: bauwi Leser gesamt: 4130
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23.08.03 10:54

1 Posting, 6065 Tage printxLufthansa: Indikatoren zeigen nach unten

HI,

habe mir gerade die Indikatoren von Lufthansa angesehen. Bis auf Momentum, sieht es nach fallenden Kursen aus. Wie ist die Einschätzung? Meine Einschätzung technisch: Verkaufen, bei kurzfristiger Gewinnmitnahme

Momentum: halten
RSI: verkaufen
OBV: verkaufen
WILLI R: verkaufen
MFI: verkaufen
MacD: verkaufen
PVT: verkaufen
CCI: verkaufen

Andreas  

28.09.04 16:26
1

7359 Postings, 7457 Tage bauwiNun aber klare Indikatoren nach oben - warum:

Die Papiere der Deutschen Lufthansa AG seien seit dem 20.09. unter Abgabedruck. Dieser Abgabedruck habe sich am letzten Donnerstag mit dem Ausfall des Buchungssystems noch einmal verstärkt. Damit hätten die Aktien innerhalb von 6 Handelstagen ca. 10 Prozent an Wert eingebüßt. Unter der Voraussetzung, dass die Lufthansa AG dieses Jahr 90 Prozent und in 2005 50 Prozent ihres Treibstoffverbrauches abgesichert habe, stehe die Fluggesellschaft im Vergleich zu den sonst führenden Linien weiterhin ausgesprochen gut da.

Angeblich habe ein Software-Update der US-Firma Unisys den Systemausfall am Donnerstag letzter Woche verursacht. Das gesamte Check-in-System von Lufthansa sei bis zum Mittag für ca. 5 Stunden ausgefallen. Die Lufthansa habe 60 Flüge mit etwa 6.000 gebuchten Passagieren innerhalb Deutschlands und Europas streichen und auf andere Flüge umbuchen müssen. Weltweit sei es dadurch zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden gekommen. Nun müsse geklärt werden, in wie weit Passagiere tatsächlich entstandene Schäden glaubhaft machen könnten und ob dafür Versicherungen der Lufthansa AG aufkämen.

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Maximal könne ein Passagier eine Summe von 5.000 Euro geltend machen. Dies bedeute, bei einer Durchsetzbarkeit von ca. 10 Prozent der Ansprüche, dass die maximale Forderung, die auf die Lufthansa bei 6.000 Passagieren zukommen könne, bei ca. 3 Mio. Euro liege. Hinzu kämen Kosten für andere Beförderungsarten wie z.B. Bahnkarten oder Bußfahrkarten für Passagiere, die auf ein andres Beförderungsmittel hätten ausweichen wollen. Insgesamt sei zu erwarten, dass der Schaden nicht höher als maximal 5 Mio. Euro an diesem Tag gewesen sein sollte. Weiterhin sei offen, ob die Lufthansa Regressansprüche gegen Unisys bzw. Versicherungsschutz geltend machen könne.

Aufgrund des ausgesprochen guten Frachtgeschäfts habe sich die Gesamtauslastung der Lufthansa-Maschinen im August um 1,9 Prozentpunkte auf 71,2% erhöhen können. Im September habe die Deutsche Lufthansa trotz der Einführung eines zusätzlichen Service-Aufpreises für den Ticketverkauf in Deutschland einer Sprecherin zufolge bisher keine Einbußen. Die Lufthansa habe zum 1. September den Reisebüros die Provisionen gestrichen, die Verkaufspreise aber unverändert gelassen. In Anbetracht der im Moment noch zur Verhandlung stehenden Lohkosten, sei hier mit weiteren positiven Nachrichten zu rechnen.

Unter technischen Gesichtspunkten finde die Aktie bei 9,15 Euro aktuell Unterstützung. Die kurzfristig orientierte Stochastik sei gerade im Begriff ein Kaufsignal auszubilden.

Eine Erholung bis ca. 10 Euro erscheint gegeben, so die Analysten der MWB Wertpapierhandelshaus AG bezüglich der Lufthansa-Aktie.


MfG bauwi

PS: Wobei , wie heute auch zu sehen ist, das Papier sich immer noch stark am Ölpreis orientiert. Ein Verfall des Ölpreises wird deshalb der Kranichlinie im Kurs zu einem überproportionalen Anstieg verhelfen können. Die operative Entwicklung steht auf soliden Beinen.  

28.09.04 16:48

50055 Postings, 5972 Tage SAKUJa watt denn nun??

s. TTT-Einzelwerte...  

29.09.04 00:02

7359 Postings, 7457 Tage bauwiIndikatoren gelten oft nur kurzfristig, deshalb

Mußte Dir 'ne eigene Meinung bilden.

Ich meine, dass die LHA optimal aufgestellt ist, und sich nun endlích offensiv um die Kostenreduktion, speziell Personalkosten kümmert, so dass verdi einlenken muß.
Strategisch äußerst raffiniert, nun auch mit der Auslagerung von Flügen an Kooperationspartner zu drohen. Ich denke , die machen das auch.
Die Call-center sind nun auch überwiegend im Ausland (Türkei etc.) zu finden. Mit der LHA als international operierendem Unternehmen werden die Gewerkschaften nun nicht mehr so gut beikommen. Nun geht es um die Glaubwürdigkeit - das weiß auch Herr Mayrhuber.
Deshalb wird er die Einsparpolitik dynamisch weiter betreiben, zumal die Chefetage im Zeitplan etwas hinterher hinkt. Die nächsten Monate werden spannend!

MfG bauwi
 

29.09.04 11:08

50055 Postings, 5972 Tage SAKUDanke @ bauwi..

..Im aktuellen mm ist ein Interview mit Mayrhuber... zur Info  

29.09.04 11:50

7981 Postings, 6055 Tage hotte39Sorry, SAKU, du kennst den Artikel ...

bereits. Er ist es m. E. wert, auch hier eingestellt zu werden.
Für Bauwi u. a.

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Die Aktie der Lufthansa steht am Scheideweg
Technik-Tipp
von Martin Siegert

Stuttgart  -  Vergleicht man die im Deutschen Aktienindex gelisteten Werte wird deutlich, dass die Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa eindeutig zu den Verlierern im bisherigen Jahresverlauf zählen. Mit einem Minus von knapp 29 Prozent belegt die Aktie den vorletzten Tabellenplatz. Einzig der Wolfsburger Automobilkonzern VW weist eine noch schlechtere Performance auf.


Diese Entwicklung wundert umso mehr, als rund 70 Prozent der befragten Analysten die Lufthansa-Aktie derzeit mit "Kaufen" bewerten. Aus markttechnischer Sicht befindet sich die Lufthansa-Aktie am Scheideweg. Nach der Ausbildung eines Kurshochs im Juli 1998 im Bereich der Marke von 28,08 Euro erfolgte der Übergang in eine Seitwärtsbewegung, welche im März 2001 mit Bruch der Trendunterstützungslinie im Bereich der 21,80 Euro in eine Abwärtsbewegung mündete.


Die Tiefbildung erfolgte 24 Monate später im Bereich der 6,63 Euro-Marke und wurde sowohl durch ein Wochenreversal-Signal als auch durch die Ausbildung einer "bullischen Divergenz" im RSI-Indikator bestätigt. Nachfolgend avancierte die Lufthansa-Aktie zum Überflieger und bildete im Januar dieses Jahres ein "Doppeltop" im Bereich der 14,90 Euro aus. Damit wurde exakt die 38,2-prozentige Korrekturmarke der gesamten Abwärtsbewegung erreicht und zugleich ein wichtiger Trendwiderstand gebildet.


Mit Bruch der Trendunterstützungslinie (TS1) im Bereich der 12,65 Euro ist Lufthansa wieder in den Abwärtsstrudel geraten. Eine wichtige Unterstützung bildet hierbei zunächst das Tief der vergangenen Woche bei 9,10 Euro gefolgt vom August-Tief bei 8,42 Euro. Ein Bruch dieser Unterstützungszone würde nochmals einen deutlichen Abschwung und einen minimalen Test der Zone um 7,50/7,00 Euro-Marke erwarten lassen. Auf der Oberseite bildet die kurzfristige Trendwiderstandslinie (TR3) einen deutlichen Widerstand und hält somit die Abwärtsbewegung in Gang.


Fazit: Die nächsten Wochen werden für die Lufthansa-Aktie sehr wichtig sein. Denn ein Bruch der Unterstützung bei 9,10 Euro ließe einen erneuten Test der 8,42 Euro beziehungsweise im Weiteren eine weitere Abschwächung in den kommenden Monaten erwarten.


Martin Siegert ist Direktor für Markttechnische Analyse bei der Landesbank Baden-Württemberg


Artikel erschienen am Mi, 29. September 2004 in  "Die Welt"


Gruß Hotte  

30.09.04 21:47

7359 Postings, 7457 Tage bauwiFein ! Danke @hotte - Das Managment setzt sich

nun erfolgreich durch! Die Fundamentaldaten werden um diese guten News gestützt.
Siehe:
http://de.biz.yahoo.com/040930/341/489p1.html

Wer das liest, kommt zu der Überzeugung, dass die Einsparpotentiale der Gewinnsituation künftig sehr nützen werden. Verdi muß zufrieden sein, wenn Arbeitsplätze gehalten werden können.

MfG bauwiariva.de  

30.09.04 21:51

7359 Postings, 7457 Tage bauwiHier doch noch der Text, da Hyperlink nicht funzt:

Lufthansa und Betriebsrat einig über Sparmaßnahmen für Kassel
Donnerstag 30. September 2004, 20:28 Uhr


KASSEL/BERLIN (Dow Jones-VWD)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, hat sich mit dem Betriebsrat und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf Sparmaßnahmen für das Call Center Kassel verständigt. In zwei Schreiben an die Beschäftigten, die Dow Jones Newswires vorliegen, ist von einem Maßnahmenkatalog mit Einsparungen zwischen 27% und 29% die Rede. Im Gegenzug werde das Unternehmen für die nächsten fünf Jahre die Beschäftigung garantieren, allerdings soll dies bereits nach drei Jahren
überprüft werden.
Damit scheint die Arbeitnehmerseite die Forderungen des Managements nahezu vollständig erfüllt zu haben. Lufthansa hatte ursprünglich Kostensenkungen von 40%, zuletzt aber von 30% gefordert. Gewerkschaft und Betriebsrat haben laut Schreiben für den 5. Oktober eine Betriebsversammlung einberufen, die über das Paket entscheiden soll. Auch die Verhandlungskommission muss den Punkten noch zustimmen. Bis zum 7. Oktober müssten die Verhandlungsparteien entscheiden, ob sie eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen.
Mitarbeitern, die darauf nicht eingehen wollen, bietet die Lufthansa eine Abfindung an. Laut ver.di ist der Lufthansa-Vorstand entschlossen, die Schließung des Call Centers durchzusetzen, wenn das Maßnahmenpaket nicht akzeptiert wird. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, der Wegfall von Überstundenzuschlägen und die Senkung von Sonn- und Feiertagszuschlägen um 50% bis 75%.
Beibehalten werden soll unter anderem eine eventuelle Gewinnbeteiligung. Ausdrücklich offen sei noch die Frage des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, bei der die Parteien noch weit auseinander lägen. Die Lufthansa fordere für die Dauer des Paktes eine Senkung auf 40% des aktuellen Niveaus. Die Lufthansa war am Abend kurzfristig für eine Stellungnahme nicht erreichbar. -Von Eduard Holetic, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 9130 3912, eduard.holetic@dowjones.com (ENDE) Dow Jones Newswires/30.9./2004/eh/rio

"Ich finde , dass Herr Mayrhuber und seine Crew eine wirklich guten Job machen."

MfG bauwiariva.de

 

01.10.04 16:39

7359 Postings, 7457 Tage bauwiHeute Dax-Gewinner - Kerosinpreis der Grund?

So stands heute zu lesen:
"Lufthansa gewinnen mit der Abhängigkeit vom Kerosin-Preis 1,5% auf 9,51 EUR und sind bisher Tagesgewinner."

So ein Quatsch! Wenn die Analysen so betrieben werden, dann sind diese sehr oberflächlich. Die Anhäufung vieler guter Nachrichten lässt den Wert explodieren.
Und besonders die Durchsetzung gegenüber verdi ist ein Meilenstein der jüngsten Probleme mit der Arbeitnehmervertretung. Zudem ist das Einsparpotential bisher schon relativ gut gepflegt und erreicht worden.

Charttechnisch könnte das Papier nun das "Niemandsland" verlassen. Ein Zeichen auf das viele Anleger gewartet haben. Neben der VW-Aktie hat die Lufthansa den DAX massiv underperformed, wobei die Probleme bei VW wiederum in einer anderen Größenordnung angesiedelt sind. Im Gegensatz zu VW hat die LHA keine operativen Schwierigkeiten. Das Unternehmen ist mit seiner Allianz weltweit führend aufgestellt!

Kursziel bis Jahresende: Korridor 13,50 bis 14,00 Euro. Mindestens!

MfG bauwi
 

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