Legende von Weihnachtsmann zerstört

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neuester Beitrag: 21.12.06 11:22
eröffnet am: 21.12.06 11:20 von: Heckte Anzahl Beiträge: 2
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21.12.06 11:20

1259 Postings, 6979 Tage HeckteLegende von Weihnachtsmann zerstört

Text von Richard Waller

Man braucht nur einen Physiker um die Legende vom Weihnachtsmann zu zerstören

1) Keine bekannte Art von Rentieren kann fliegen. Da es jedoch noch etwa dreihunderttausend Spezies lebender Organismen gibt, die noch darauf warten, klassifiziert zu werden; und obwohl die meisten dieser Spezies Insekten oder Keime sind, schließt das nicht vollständig aus, dass es fliegende Rentiere gibt, die dann bisher aber nur der Weihnachtsmann kennen gelernt hätte.

2) Auf der Erde gibt es knapp zwei Milliarden Kinder (gezählt werden Menschen unter 18). Da der Weihnachtsmann sich aber nicht um muslimische, hinduistische, jüdische und buddhistische Kinder kümmert, reduziert dies sein Arbeitspensum auf 15% der Gesamtsumme - also 378 Millionen Kinder. Bei einer statistisch durchschnittlichen Anzahl von 3,5 Kindern pro Haushalt macht das 91,8 Millionen Haushalte. Wir wollen für die weiteren Berechnungen einmal annehmen, dass in jedem Haus zumindest ein braves Kind zu finden ist und dass der Weihnachtsmann eigentlich jedem Kind etwas schenkt, auch wenn es nicht das ganze Jahr über brav gewesen ist.

3) Der Weihnachtsmann hat zu Weihnachten 31 Stunden Zeit für seine Arbeit, dank der verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation. Davon ausgehend muss der Weihnachtsmann 822,6 Häuser pro Sekunde besuchen. Dadurch erhalten wir nun wiederum die Angabe, dass der Weihnachtsmann etwas mehr als eine Eintausendstel Sekunde Zeit hat, um in einem christlichen Haushalt mit einem braven Kind anzuhalten, von seinem Schlitten abzusteigen, durch den Schornstein ins Haus zu klettern, die Socken oder Stiefel zu füllen, die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen, wieder durch den Kamin ins Freie zu klettern, auf dem Schlitten aufzusitzen und zum nächsten Haus zu reisen.
Gehen wir davon aus, dass alle zu besuchenden 91,8 Millionen Haushalte gleich weit voneinander entfernt sind (was - wie wir wissen - natürlich falsch ist; aber wir wollen es für diese Rechnung einfach einmal annehmen), und legen die durchschnittliche Entfernung auf knapp 1,25 Kilometer fest (auf die Fläche der besuchten Länder angerechnet), so ergibt sich eine Reisestrecke von rund 120 Millionen Kilometer.
Das bedeutet nun wiederum, dass sich der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1.046 Kilometer pro Sekunde fortbewegt, was etwa der dreitausendfachen Geschwindigkeit des Schalls entspricht.

4) Das Gesamtgewicht des Schlittens ist ein weiteres interessantes Element in unserer Betrachtung. Gehen wir davon aus, dass jedes Kind nicht mehr bekommt als ein durchschnittliches Lego-Bauset von etwa 900 Gramm Gewicht, so muss der Schlitten etwa dreihundertvierzigtausend zweihundert Tonnen Belastung aushalten, nicht eingerechnet den Weihnachtsmann selbst, der ja immer wieder als stark übergewichtig beschrieben wird.
Auf dem Land kann ein normales Rentier nicht mehr als 135 Kilogramm ziehen. Selbst wenn wir unterstellen, dass ein ?fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das zehnfache der herkömmlichen Belastung aushielte, bräuchten wir so in etwa zweihundertzweiundfünfzig tausend fliegende Rentiere. Das erhöht aber das Gesamtgewicht auf rund dreihundertvierundsiebzig tausend zweihundertzwanzig Tonnen.

5) Bewegen sich dreihundertvierundsiebzig tausend zweihundertzwanzig Tonnen mit einer Geschwindigkeit von eintausendsechsundvierzig Kilometern pro Sekunde, so erzeugt dies einen enormen Luftwiderstand. Dieser würde die Rentiere auf die gleiche Art und Weise aufheizen, wie dies bei einem Raumschiff geschieht, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das erste Rentierpaar am Schlitten absorbierte jeweils etwa 14,3 Quintillionen Joule Energie pro Sekunde. Innerhalb kürzester Zeit würden sie in Flammen aufgehen und explodieren, das nachfolgende Tierpaar der gleichen Belastung aussetzend, und einen ohrenbetäubenden Überschallknall zurücklassend. Das gesamte Rentier-Gespann wäre innerhalb 4,26 tausendstel Sekunden verdampft. Währenddessen wäre der Weihnachtsmann Zentrifugalkräften ausgesetzt, die rund 17.500 Mal höher wären als die normale Erdanziehungskraft. Ein 135 Kilogramm schwerer Weihnachtsmann (was lächerlich dünn wäre) würde mit einer Kraft von ca. einer Million neunhundertsiebenundfünfzigtausend zweihundertneunzig Kilogramm auf den Boden seines Schlittens gedrückt werden.

Als Ergebnis kann man sagen: Sollte der Weihnachtsmann jemals am Weihnachtsabend Geschenke verteilt haben, ist er nun tot.

gruß heckte

 

21.12.06 11:22

1259 Postings, 6979 Tage HeckteLegende wieder hergestellt

Gegendarstellung

Man braucht nur einen Physiker um die Existenz des Weihnachtsmanns zu beweisen.


Alle Jahre wieder ist es so weit. Irgendwelche Besserwisser beweisen einem "wissenschaftlich", dass es den Weihnachtsmann gar nicht geben kann: Der Schlitten zu schwer, der Heiligabend zu kurz, die Zahl der braven Kinder zu groß, etc.
Endlich kann man diesen Weihnachtsmuffeln wissenschaftlich fundierte Fakten entgegenhalten. Zusammengetragen hat sie der Aeronautiker Prof. Dr. Larry Silverberg von der North Carolina State University. Nach seiner Theorie benötigt der Weihnachtsmann für seine Arbeit lediglich fundierte Kenntnisse über elektromagnetische Wellen, Nanotechnologie, Genmanipulation, Informatik und das Raum-Zeit-Kontinuum.

Dann ist alles ganz einfach: Der Weihnachtsmann und seine kleinen Helfer werten im Laufe des Jahres die Gehirnwellen der Kinder elektroenzephalisch nach Wünschen und Wohlverhalten aus und speichern die Ergebnisse in einer Datenbank. Zum Heiligabend werden alle Informationen dann in das Navigationssystem des Schlittens übertragen und die genetisch verbesserten fliegenden Rentiere angespannt.

Geschenke braucht der Weihnachtsmann nicht mitzubringen - die werden auf atomarer Ebene per Nanotechnik vor Ort produziert. Umgekehrt werden dargereichte Speisen für den Weihnachtsmann und seine Rentiere im Dehydrator des Schlittens auf Minimalmaß reduziert und zum zukünftigen Verzehr eingepackt.

Bleibt noch das Zeitproblem. Hier hilft Einsteins Relativitätstheorie: Durch das geschickte Ausnutzen von Rissen im Raum-Zeit-Kontinuum kann der Weihnachtsmann den Heiligabend genügend strecken, um alle Kinder zu bescheren. Gleichzeitig ermöglichen es ihm Wurmlöcher, den unbequemen Weg durch den Schornstein zu umgehen. Zugegeben: Das ist ganz schön anstrengend. Aber dafür hat der Weihnachtsmann ja die anderen 364 Tage frei.

gruß heckte

 

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