Lebt eigentlich Jürgen Rüttgers noch?

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neuester Beitrag: 14.09.05 23:58
eröffnet am: 14.09.05 23:17 von: Happy End Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 14.09.05 23:58 von: kiiwii Leser gesamt: 526
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14.09.05 23:17

95440 Postings, 7267 Tage Happy EndLebt eigentlich Jürgen Rüttgers noch?

Zumindestens sein Finanzminister:


Bis zu 100 neue Posten für "Sanierungsmannschaft"

Sieht so ein eiserner Sparkurs aus? NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) sucht seine "Sanierungsmannschaft" zusammen. Und plant, den Regierungsapparat erst einmal um bis zu 100 Posten aufzustocken.

Linssen verteidigte am Dienstag (13.09.05) seine offensive Personalpolitik: "Ich brauche eine Sanierungsmannschaft. Wenn Sie nach 39 Jahren die Landesregierung übernehmen, müssen Sie vieles verändern, was sonst als Trott weitergegangen wäre." Der Haushalts- und Finanzausschuss soll die Personalverstärkung für die schwarz-gelbe Regierung - darunter neue Redenschreiber - am Donnerstag (15.09.05) absegnen. Doch wie verträgt sich die Personal-Aufstockung um bis zu 100 Posten mit dem angekündigten Sparkurs von Schwarz-Gelb? Konkrete Angaben dazu blieb der Finanzminister schuldig.

Quelle: http://www.wdr.de/themen/politik/nrw01/...jhtml?rubrikenstyle=politik  

14.09.05 23:43

59073 Postings, 7307 Tage zombi17Na klar, CDU geht gegen Windenergie vor

CDU geht gegen Windenergie vor
Ein neuer Erlaß macht der Energieteam-Gruppe in NRW das Leben schwer
Günter Benik ist schwer zu erreichen. Der Geschäftsführer der Energieteam-Unternehmensgruppe, einer Planungs- und Projektgesellschaft in Lichtenau, reist durch die Welt, um Windtechnologie aus NRW zu verkaufen. Mit dem Bürgermeister von Porto hat er gesprochen. Das Stadtoberhaupt erhofft sich durch den Bau von Windparks neue Arbeitsplätze. Kürzlich traf sich Benik mit einer Delegation aus Kasachstan. Das Land, acht Mal so groß wie Deutschland, setzt verstärkt auf Windkraft als Energieversorger, mit Technologie aus NRW. Benik soll eine Studie erstellen.


Windkrafttechnologie aus NRW ist gefragt. Der Anteil der deutschen Windenergieanlagen-Hersteller und Zulieferer an allen weltweit im Jahr 2004 produzierten Anlagen lag mit 3,15 Milliarden Euro bei über 50 Prozent. Ein Großteil der deutschen Firmen ist in NRW angesiedelt. Rund 10 000 Menschen verdienen in NRW ihr Geld mit dem Bau von Windkrafttechnik. Was Innovationen in der Branche angeht, ist NRW weltweit führend.


Doch die neue Landesregierung will der Branche das Leben schwer machen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sprach davon, daß Windräder die deutschen Landschaften ärger verschandelt hätten als die industrielle Revolution, was grober Unfug ist. Jetzt läßt Rüttgers Taten folgen. Für September kündigt dessen Bauminister Oliver Wittke, CDU, eine Änderung des Windenergie-Erlasses an.


So soll es etwa zwischen Windrädern und Wohnhäusern einen Mindestabstand von 1500 Metern geben. Kommunen sollen größeres Mitspracherecht bekommen. Wirtschaftsministerin Christa Thoben will die Subvention von Windenergie stoppen. Nach Auskunft ihres Ministeriums sind zwischen 1995 und 2000 276 Anlagen mit insgesamt 20 Millionen Euro gefördert worden.


"Wir werden wie Spinner hingestellt, die zum Spaß Windrädchen bauen, dabei sind wir hochproduktiv", erzürnt sich Benik. Keine seiner Anlagen werde ohne Abstimmung mit Bürgern oder Kommunen gebaut. Vor fünf Jahren hatte seine Firma 15 Mitarbeiter, heute sind es 180, die 85 Millionen Euro umsetzen. Die Hälfte davon wird schon im Ausland gemacht. Im nächsten Jahr werden es wahrscheinlich 70 Prozent sein.


Denn die Bedingungen in Deutschland und vor allem in NRW seien allein durch die Ankündigungen der NRW-Regierung schlechter geworden, sagt Benik. Verwaltungen seien unsicher und warteten ab, Banken zögen sich zurück, Investoren gäben kein Geld mehr. Am Mittwoch stoppte Benik darum mehrere Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 30 Millionen Euro. Neueinstellungen gibt es nicht.


Am 26. August wird Benik in Lichtenau ein neues Technologiezentrum einweihen. 5,4 Millionen Euro hat es gekostet. Finanziert wurde es jeweils zur Hälfte durch Beniks Firma und durch die Stadt. Hoher Besuch hat sich an diesem Tag angesagt: die EU-Parlamentarier Mechthild Rothe (SPD) und Elmar Brok (CDU) sowie Außenminister Joschka Fischer.


Der kommt weniger wegen seiner grünen Gesinnung, sondern weil sich viele hochrangige ausländische Gäste angekündigt haben. Schon jetzt steht vertraglich fest, daß Technologiezentren nach NRW-Vorbild auch in der Schweiz, in Frankreich, Portugal, Tschechien und Rußland gebaut werden. In diesen Ländern sind die Windverhältnisse im übrigen zum Teil viel schlechter als in NRW.

- Nächste Woche: Weniger Bürokratie durch weniger Regierungspräsidenten - am Beispiel der Detmolder Bezirksregierung. Bisher erschienen: "Ausbau der B 67n", "Die RWTH Aachen, "Die Private Kindergruppe Haan, "Das Paderborner Autohaus Thiel".

Alle Folgen der Serie im Internet: Wolfgang Pott




Artikel erschienen am 14. August 2005
 

14.09.05 23:58

129861 Postings, 6222 Tage kiiwiiin NRW gibt's zuwenig Wind für Windenergierzeugung

...kann man sogar riechen...


MfG
kiiwii  

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