Landreform in Südafrika:"Das riecht nach Zimbabwe"

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eröffnet am: 29.07.08 10:20 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 6
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29.07.08 10:20
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129861 Postings, 6270 Tage kiiwiiLandreform in Südafrika:"Das riecht nach Zimbabwe"

Landreform in Südafrika

?Das riecht nach Zimbabwe?


Von Thomas Scheen, Johannesburg


29. Juli 2008 Thandios Mashile ist nervös. Er wird demnächst in Geld schwimmen und hat keine Ahnung, wie er den neuen Reichtum verwalten soll. Mashile ist Vorsitzender der Moletele-Community in Hoedspruit, einer Stadt in der Provinz Limpopo am Rande des Krüger-Nationalparks. Die Moletele-Gemeinschaft ist eine mehrere tausend Menschen zählende Gruppe ehedem aus ihren Siedlungsgebieten vertriebener Schwarzer, die auf die Rückgabe ihres Landes geklagt hatte. 28 der insgesamt mehr als 500 von der Klage betroffenen weißen Farmer haben auf ein kostspieliges Gerichtsverfahren verzichtet und der Regierung ihre Farmen zu einem fairen Preis verkauft. Seither besitzt die Moletele-Gemeinschaft 1050 Hektar hochprofitabler Zitrus- und Mangoplantagen. Nahezu aus dem Stand ist sie zu einem der größten Unternehmer der Region aufgestiegen.

?New Dawn? (neue Dämmerung) heißt diese neue Farm, und sie ist das unbestrittene Vorzeigemodell der südafrikanischen Landreform. Die neuen Landbesitzer haben darauf verzichtet, auf den Farmen zu siedeln und die Plantagen somit unweigerlich zu ruinieren. Außerdem haben sie eingesehen, dass sie nicht das Fachwissen haben, um solch anspruchsvolle Märkte wie Europa und Japan zu bedienen. Und schließlich haben sie mit Mike Scott einen weißen Farmer gefunden, der die Landreform unbedingt zu einem Erfolg führen will.

Ein kompliziertes Konstrukt

?Wir wollten, dass er bleibt?, sagt Thandios Mashile über Mike Scott, der zu den 28 Farmern gehört, die ihr Land freiwillig verkauften. Seither ist Scott der ?strategische Partner? der Moletele-Gemeinschaft und als solcher gehalten, seine Erfahrung als kommerzieller Farmer an die neuen Besitzer weiterzugeben. Das Konstrukt hinter dieser Partnerschaft ist kompliziert: ?New Dawn? ist eine Agrarfirma, an der Scott und ein Partner 48 Prozent halten und die Moletele-Gemeinschaft 52 Prozent. ?New Dawn? mietet das Land von der Gemeinschaft. Daneben gibt es eine Exportfirma namens ?Lions Fruit?, an der die Gemeinschaft 15 Prozent und Scott mit seinem Partner den Rest halten. 100 Festangestellte hat ?New Dawn?, hinzu kommen bis zu 250 Landarbeiter in der Hauptsaison, wenn die Mangos geerntet werden. Der Umsatz der Farm beläuft sich nach Schätzungen auf zwölf Millionen Rand (eine Million Euro), sobald die ersten Ernten auf dem Markt sind.

Scott wird ?New Dawn? in den kommenden zehn Jahren führen. Danach, so die Vorgabe der Regierung, muss die schwarze Gemeinschaft in der Lage sein, die Farm eigenverantwortlich zu führen. ?Unser Modell funktioniert, weil alle Beteiligten wollen, dass es funktioniert?, sagt Scott. Doch viele neue Dämmerungen gibt es sonst nicht in Südafrika.

Die Marktwirtschaft holt ihn ein

Vierzehn Jahre nach Ende der Apartheid ist die Bilanz des mit Abstand ehrgeizigsten Reformvorhabens der schwarzen Regierung Südafrikas ernüchternd. Immer noch befinden sich rund 80 Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Landes am Kap in weißem Besitz. Nicht einmal fünf Prozent wurden seit 1994 nach einem Bericht des Landwirtschaftsministeriums auf Schwarze übertragen. Dabei liegt die politische Vorgabe bei 30 Prozent Land in schwarzem Besitz bis 2014. Doch die Zahl der ehedem weißen Farmen, die von der Regierung gekauft und an Schwarze verteilt wurden, ist in den vier Jahren seit 2004 nur um einen halben Prozentpunkt gestiegen. Die Konsequenz ist, dass nicht einmal fünf Prozent der Produkte, die gegenwärtig in den Supermärkten des Landes angeboten werden, von schwarzen Agrarbetrieben stammen.

Eine Farm profitabel zu betreiben sei ein schwieriges Geschäft, sagt Bheki Kubheka und seufzt. Kubheka ist Chef des ?Charlestown Trust?, einer Gruppe ebenfalls ehedem Vertriebener, die an den Hängen des Amajuba-Berges in der Provinz KwaZulu-Natal 8000 Hektar zurückerstattetes Land bewirtschaften. Auf 500.000 Rand (40.000 Euro) beziffert Kubheka den jährlichen Umsatz der Farm. Das ist ein Drittel dessen, was ein landwirtschaftlicher Betrieb dieser Größe mit Rinderzucht und Forstwirtschaft erwirtschaften müsste. ?Uns ging es zunächst nur um die Schaffung von Arbeitsplätzen?, erklärt Kubheka. Jetzt aber hat ihn die Marktwirtschaft eingeholt. Um zehn Prozent muss sein Umsatz jährlich wachsen, wenn er einen kleinen Gewinn erwirtschaften will. Die Voraussetzung für Wachstum aber sind Investitionen und dafür der Zugang zu Krediten. Genau das aber sei das Problem, sagt Kubheka. Die von der Regierung diktierten Statuten seiner Gesellschaft verbieten ihm, das Land zu beleihen. ?Es war unmöglich, an Geld zu kommen?, erinnert sich Kubheka.

Viele Farmen von Schwarzen produzieren nichts mehr

Der Charlestown Trust hatte Glück und fand einen ?strategischen Partner?, der auf 100 Hektar der 8000 Hektar großen Farm Himbeeren für Großbritannien und den Mittleren Osten züchten wird. Auf 25 Millionen Rand schätzt Tiaan Steyl, der (weiße) Himbeerenzüchter, den Umsatz der noch im Aufbau befindlichen ?Amajuba Berries Farm?. Eine Erfolgsgeschichte? Wohl eher eine Rettung in letzter Minute. Denn ohne diese Partnerschaft und ihr Fachwissen, das schließlich das Anfangskapital sicherte, hätte der Charlestown Trust vermutlich bald aufgeben müssen.

Selbst das Landwirtschaftsministerium gibt inzwischen zu, dass bis zu 50 Prozent der Farmen, die an Schwarze vergeben wurden, nichts mehr produzieren. Die weißen Farmer sprechen von bis zu 80 Prozent. Es gibt mehr als genug Beispiele von hochprofitablen Mango- und Zitrusplantagen, auf denen die neuen Besitzer die Bäume fällten, um sie als Brennholz zu verkaufen. In einigen Regionen Südafrikas hat die Umverteilung von Land bereits zu dramatischen Produktionsausfällen geführt. Dabei ist die Landreform längst zu einer politischen Zeitbombe geworden. 79.696 Forderungen auf Rückerstattung waren zwischen 1994 und 1998 eingegangen. Im September 2007 meldete die Regierung, 74.500 dieser sogenannten Claims seien geregelt, wobei 4,6 Milliarden Rand (377 Millionen Euro) für Kompensationszahlungen und 6,5 Milliarden Rand (530 Millionen Euro) für alternative Landaufkäufe aufgewendet wurden. Doch dabei ging es in erster Linie um urbanisiertes Land. In den ländlichen Gebieten hingegen kommt die Landreform kaum voran und sorgt für stetig wachsenden Frust sowohl bei den Klägern als auch den weißen Bauern.

Ein typischer Fall der Landreform

Doek Rothmans ist das, was man einen dicken Bauern nennt. Nahe der Stadt Brits in der Provinz North West gehören ihm 650 Hektar Land, auf denen er Gemüse anpflanzt. 450 Hektar dieses Landes werden vom Stamm der Bakwena beansprucht, der seit Urzeiten zwischen Sun City und Pretoria siedelt. Grundlage für die Rückerstattungsforderung der Bakwena wie für alle anderen Forderungen auch ist der berüchtigte ?Natives Land Act? von 1913, der nahezu 80 Prozent des Landes für Weiße reservierte, die damals bestenfalls 20 Prozent der Bevölkerung stellten. Schätzungsweise sechs Millionen Schwarze wurden in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gezwungen, ihr Land zu verlassen und in Homelands zu leben. Die Bakwenas alleine fordern 90.000 Hektar. Doek Rothmans sagt, die Forderungen der Bakwena seien Unfug. Zwar sei der Stamm in den zwanziger Jahren umgesiedelt worden, als in der Region ein großer Staudamm gebaut wurde. Doch hätten die Bakwena damals Ersatzland bekommen, was sie für eine Entschädigungsforderung disqualifiziere. ?Das haben wir schriftlich, vom damaligen König der Bakwena?, sagt Rothmans. Er wird klagen.

Der Fall Rothmans ist in zweierlei Hinsicht typisch für den gegenwärtigen Zustand der Landreform: Ein Bauer, der sein Land nicht hergeben will, steht einer schwarzen Gemeinschaft gegenüber, die das Land zwar beansprucht, aber keine Pläne dafür hat. Vermeintlich sture Farmer wie Doek Rothmans dienen dem Landwirtschaftsministerium dabei als Grundlage für die Behauptung, das bislang verfolgte Prinzip des willigen Käufers und willigen Verkäufers sei ursächlich für die langsame Transformation. Dahinter steckt der Vorwurf, die weißen Farmer trieben die Preise für ihr Land hoch. Das aber ist nachweislich falsch. Zwar fluktuieren die Preise, je nachdem was auf der Farm angepflanzt wird. Gleichwohl sind die Preise pro Hektar in der Zeit von 2003 bis 2006 inflationsbereinigt lediglich um 1,1 Prozent gestiegen. Genau genommen stand noch nie so viel Land zum Verkauf wie heute.

?Mann, da würde ich glatt verhungern?

Was Geschichten wie die des Rothmans-Hofes indes so dramatisch machen, ist die Tatsache, dass rund um Brits die Lebensmittel für die Großstädte Pretoria und Johannesburg produziert werden. Die Bakwena aber lassen das Land, das sie bereits zurückerhalten haben, verfallen. Auf den Farmen wächst Unkraut statt Tomaten und Salat. Es ist bewässertes Land darunter, doch die Bewässerungsmaschinen sind gefleddert. Die neuen Landbesitzer haben die Wellblechdächer der Farmhäuser abmontiert und sich daraus Hütten gebaut, in denen sie jetzt leben. ?Wenn die Leute das Land wenigstens bearbeiten würden?, sagt Rothmans und bemüht seinen Vorarbeiter als Kronzeugen. Der sagt, er sei Angehöriger des Bakwena-Stammes, aber für den Stamm arbeiten wolle er auf keinen Fall. ?Mann, da würde ich glatt verhungern?, sagt er. Alleine rund um Brits geht der landwirtschaftliche Ausfall inzwischen in die Milliarden Rand. So wie in Brits ist es mittlerweile überall.

Trotzdem sucht die Regierung nun ihr Heil in der Flucht nach vorn. Sie arbeitet an einem Gesetzentwurf, der als ?Expropriation Bill? für erhebliche Unruhe sorgt. Im Kern sieht dieses Gesetz vor, dass der Staat Land unter dem aktuellen Marktpreis und gegen den Willen des Besitzers kaufen kann und diesem bei gleicher Gelegenheit untersagt wird, gerichtlich dagegen vorzugehen. ?Das riecht nach Zimbabwe?, sagt Doek Rothmans, und diese Meinung teilen viele seiner Kollegen.

?Nooitgedacht? wird eine Armensiedlung

Einige hundert Kilometer östlich von Brits malt sich Jonas Malinda seine Zukunft aus. Jonas trägt einen zerrissenen Armeemantel und löchrige Schuhe. Er ist der lokale Führer des Wenda-Stammes, der in der Region der Stadt Louis Trichard nahe der Grenze zu Zimbabwe etliche zehntausend Hektar Farmland beansprucht. Die Besitzer der Farm ?Nooitgedacht? haben der Regierung ihr Land verkauft: 51 Hektar, auf denen Rinder gezüchtet wurden. Auf ?Nooitgedacht? gab es eine Molkerei und eine Kartoffelzucht. Jonas will sich auf Rinderzucht und Milchproduktion stürzen, denn er liebt Milch, wie er sagt. Stolz zeigt er auf den Stall, in dem die Arbeiter des Vorbesitzers gerade dabei sind, die Melkanlagen zu demontieren. ?Dort wird bald wieder gemolken?, gibt er sich zuversichtlich. Wann er damit anfangen will? ?Ende des Jahres, hoffe ich.? Warum so spät? ?Na ja, ein Kalb kostet 3000 Rand (240 Euro), die habe ich nicht.?

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass Jonas alsbald Hunger leiden wird. Alleine die Anfangsinvestitionen für einen Hektar Kartoffeln beziffern weiße Farmer auf 110.000 Rand (knapp 9000 Euro). So viel Geld hat Jonas noch nie in seinem Leben gesehen. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit dem An- und Verkauf von Maismehl in der nahe gelegenen Stadt. Jonas Malinda weiß nicht, wie man eine Farm betreibt, weil er nie auf einem Bauernhof gelebt hat. Er weiß nicht, dass man zur Lagerung von Milch kostspielige Tanks benötigt. Und er weiß auch nicht, was ein Tierarzt kostet, der ihm die Maul- und Klauenseuche vom Hof halten muss. ?Nooitgedacht?, das ist schon jetzt abzusehen, wird eine Armensiedlung .

Erfahrene Arbeiter werden nicht berücksichtigt

?Land wird immer an die falschen Leute verteilt?, sagt Mangaliso Kubheka. Mangaliso ist der Präsident des ?Landless People's Movement?, das sich um die großen Verlierer der Landreform kümmert: die auf den Farmen lebenden schwarzen Arbeiter. Land wird überwiegend an ehedem Vertriebene zurückerstattet, die aber aufgrund ihres Vertriebenenstatus meistens aus den Städten kommen. Die auf den Farmen lebenden Schwarzen hingegen, die über Erfahrung im Umgang mit Rindern und im Pflügen verfügen, werden nicht berücksichtigt. Sie werden sogar noch vertrieben, von den weißen Farmern ebenso wie von den neuen schwarzen Farmern. Das South African Human Sciences Research Council befürchtet, dass in den kommenden 15 Jahren bis zu 300.000 landwirtschaftliche Arbeitsplätze verlorengehen könnten - nahezu die Hälfte der existierenden Arbeitsstellen.

Auch auf New Dawn, dem Vorzeigemodell am Rande der Drakensberge, ist der anfängliche Elan längst Ernüchterung gewichen. ?Wenn ich alles gewusst hätte, hätte ich nie damit angefangen?, sagt Mike Scott. Was er meint, ist nicht die Moletele-Gemeinschaft, mit der er als Partner zu tun hat, auch wenn das ?ein Kapitel für sich? sei. Was er meint, und da pflichtet ihm Thandios Mashile uneingeschränkt bei, ist die unendliche Langsamkeit der Regierung. Seit fast zwei Jahren wartet ?New Dawn? auf die elf Millionen Rand (rund 900.000 Euro) staatlicher Zuschüsse, die dem neuen Betrieb von Gesetzes wegen zustehen und als Startkapital dienen sollen. ?Es ist zum Verrücktwerden?, schildert Scott seinen kafkaesken Kampf um die Ausbezahlung dieses Geldes. ?Wir haben eine exzellente Verfassung und ein exzellentes Gesetz zur Landreform. Nur haben wir in der Regierung weder das Fachwissen noch die Erfahrung für dessen Umsetzung?, sagt etwa Theo de Jager von der Vereinigung kommerzieller Farmer, Agri SA. Ganze 300 Mitarbeiter beschäftigen sich im Landwirtschaftsministerium mit der Landreform, jede dritte Planstelle ist unbesetzt. Und wie überall in der vom Rassenproporz dominierten Verwaltung ist das Bildungsniveau auch im Landwirtschaftsministerium erschreckend niedrig. ?Manchmal habe ich mich gefragt, ob die eigentlich wissen, worüber wir gerade reden?, erinnert sich Scott an komplizierten Verhandlungen, die der Gründung von ?New Dawn? vorangegangen waren.

Viel Geld und neue Begehrlichkeiten

Doch Früchte kennen keine Wartefristen. Also schultert der Weiße die laufenden Kosten der neuen Farm. Ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. ?Was passiert eigentlich, wenn sich die Moletele-Gemeinschaft über das viele Geld in die Wolle gerät und zerbricht??, fragt Mike Scott. Dann wäre er nicht nur seinen Geschäftspartner, sondern auch sein investiertes Kapital los. Immerhin wird die Moletele-Gemeinschaft in wenigen Monaten der größte Unternehmer in Hoedspruit sein und aus allen ihren Beteiligungen bis zu 100 Millionen Rand (810.000 Euro) im Jahr einnehmen.

Viel Geld, das viele Begehrlichkeiten wecken wird, zumal ein Kontrollmechanismus einfach nicht existiert. Die Moletele-Gemeinschaft verfügt nicht einmal über ein Sekretariat, geschweige denn über einen Geschäftsführer, der die Einnahmen nicht nur verwalten, sondern auch vor gierigen Fingern schützen könnte. ?Ja, einen Manager brauchen wir wirklich?, sagt Thandios Mashile: ?Aber ehrlich gesagt: Wir wissen nicht einmal, wie man eine Stellenausschreibung macht.?



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa, F.A.Z.


http://www.faz.net/s/...C285A56C6C7DE3EF2C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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MfG
kiiwiipedia

No Pizzass please.

"...und wo ist Beeeheck? "

29.07.08 10:21

42128 Postings, 7848 Tage satyrLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 29.07.08 14:16
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Off-Topic

 

 

29.07.08 10:24

129861 Postings, 6270 Tage kiiwiiSatir, das gehört nicht hier rein.

Habs natürlich sofort gemeldet
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MfG
kiiwiipedia

No Pizzass please.

"...und wo ist Beeeheck? "

29.07.08 10:51
5

63288 Postings, 6446 Tage Don Rumataschade, aber es war zu erwarten, dass es so

kommt; als erstes hätte ein straffe Bildungsinitiative kommen müssen, um einen wesentlich größeren Teil der Farbigen fit zu machen, damit diese am Ende auch qualifiziert Verantwortung übernehmen zu können.
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Es ist dem Untertan untersagt,
den Maßstab seiner beschränkten Einsicht
an die Handlung der Obrigkeit
anzulegen !

Kurfürst Friedrich - Wilhelm von Brandenburg

29.07.08 16:13

129861 Postings, 6270 Tage kiiwiinochmal Südafrika: 40 % der Schüler vergewaltigt??

SÜDAFRIKA

Fast jeder zweite Schüler berichtet von Vergewaltigungen


Sexuelle Gewalt als Massenphänomen: Bei einer Befragung gaben 40 Prozent der Schüler in Südafrika an, schon einmal vergewaltigt worden zu sein. Seit Jahren bekommt die Regierung das Problem nicht in den Griff.

Johannesburg - Es ist eine bedrückende Statistik, die Neil Andersson und Ari Ho-Foster von der Nicht-Regierungsorganisation CIET Trust vorlegen. Demnach sind in Südafrika 40 Prozent aller Schüler unter 18 Jahren mindestens einmal vergewaltigt worden. Die beiden Forscher hatten 1200 Jugendliche an südafrikanischen Schulen befragt. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler auf der Website des "International Journal for Equity in Health" veröffentlicht.

Protest gegen sexuelle Gewalt in Johannesburg: Im Schnitt 131 angezeigte Fälle pro Tag

In 20 Prozent aller Fälle gaben die Opfer an, der Täter sei ein Lehrer gewesen. Weitere 28 Prozent wurden von Mitschülern gezwungen, 18 Prozent von einem erwachsenen Familienmitglied und weitere 28 Prozent von Tätern, die weder zur Familie noch zum Lehrpersonal zählten.

Bereits kurz vor der Jahrtausendwende hatten CIET-Mitarbeiter mit einer ähnlichen Statistik für Furore gesorgt. Damals hatten sie 4000 Frauen befragt, von denen jede Dritte von einer Vergewaltigung zu berichten wusste. Ein Drittel der 1500 männlichen Befragten hatte hingegen erklärt, Massenvergewaltigungen seien eine "lustige Sache". Wenige Jahre später hatte die Südafrikanerin Sonette Ehlers eine Vorrichtung ("Rapex") erfunden, mit der sich Frauen vor potentiellen Vergewaltigern schützen können sollten. Getragen wie ein Tampon sollte sich das Femidom mit Widerhaken im Penis eines Angreifers verfangen - und nur von Medizinern wieder entfernt werden können.

Eine skurrile und gleichzeitig martialische Lösung, die am Kern der Sache wohl vorbeigeht. Südafrika hat ein Gewaltproblem - bei einer Befragung berichteten 18 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer von häuslicher Gewalt, außerdem ein Aids-Problem - und gleichzeitig eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt. Im Jahr 2006 wurden mehr als 52.000 Fälle angezeigt. Die Dunkelziffer gilt als weit höher.

Erzwungener Sex mit männlichen Jugendlichen galt bis zu einer Gesetzesänderung im Jahr 2007 in Südafrika nicht als Vergewaltigung, sondern wurde höchstens als unzüchtiges Verhalten geahndet. Für das vergangene Jahr veröffentlichte die Polizei wegen der Gesetzesänderung nur die Anzeigen von April bis Dezember 2007, die bei 36.190 Fällen oder im Schnitt 131 Fällen pro Tag lag. Mit einer Verurteilung müssen nach Medienberichten nur fünf Prozent der Täter rechnen.

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, selbst lange Zeit durch Relativierungen des Aids-Problems in seinem Land aufgefallen, hat am Wochenende eine Kampagne gegen Armut und Gewalt im Land angekündigt. Die Kriminalitätsrate solle bis zu den Wahlen im kommenden Jahr um zehn Prozent sinken, Vergewaltigungen sind dabei ausdrücklich miteinbezogen. Wie wirkungsvoll solche Ankündigungen sein werden, muss sich zeigen.

Im Vorfeld der Fußball-WM im Jahr 2010, so viel ist sicher, hat Südafrika gute Presse mehr als nötig.

chs/dpa

URL:

   * http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568606,00.html
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MfG
kiiwiipedia

No Pizzass please.

"...und wo ist Beeeheck? "

29.07.08 16:24

13451 Postings, 7419 Tage daxbunnydas hat mir sehr gut gefallen ;-)

.......Wenige Jahre später hatte die Südafrikanerin Sonette Ehlers eine Vorrichtung ("Rapex") erfunden, mit der sich Frauen vor potentiellen Vergewaltigern schützen können sollten. Getragen wie ein Tampon sollte sich das Femidom mit Widerhaken im Penis eines Angreifers verfangen - und nur von Medizinern wieder entfernt werden können......

Respekt!! Am besten sofort den Schwanz ab!!! Fördert auch die Eindämmung der Aidsübertragung!
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Gruß DB

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