Kokain und Amphetamine machen Gehirn träge

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eröffnet am: 27.08.03 20:52 von: PRAWDA Anzahl Beiträge: 4
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27.08.03 20:52

3286 Postings, 6673 Tage PRAWDAKokain und Amphetamine machen Gehirn träge

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Kokain und Amphetamine machen Gehirn träge

LETHBRIDGE/KANADA. Kokain und Amphetamine werden von Drogenkonsumenten unter anderem geschätzt, weil sie wach halten und die Aufmerksamkeit schärfen. Langfristig tritt jedoch der gegenteilige Effekt auf, wie Tierversuche in der Onlineausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences zeigen.

Es ist seit langem bekannt, dass ein Käfig mit zahlreichen Spielmöglichkeiten wie Tunnel, Brücken, Kletterrädern und Spielzeugen aller Art das Hirnwachstum von Ratten fördert. Vor allem im Nucleus accumbens und in den Pyramidalzellen des parietalen Cortex sprießen die Dendriten, über welche die einzelnen Nervenzellen Kontakt zu anderen Nervenzellen aufnehmen.

Der Nucleus accumbens spielt für Motivation und Belohnungen eine Rolle, der parietale Cortex ist für sensomotorische Aufgaben zuständig. Die neuen Verbindungen im Gehirn gelten als Zeichen, dass die Tiere sich neuen Situationen anpassen und lernfähig sind.

Bryan Kolb von der Lethbridge Universität in Alberta, Kanada, und Mitarbeiter haben untersucht, welchen Einfluss Kokain und Amphetamine auf dieses Dendritenwachstum haben. Sie sperrten die Tiere in einen normalen „anregungsarmen“ Käfig und behandelten sie dort über 20 Tage mit Kokain, Amphetaminen oder einer Kochsalzlösung. Danach entließen sie die Tiere für drei bis 3,5 Monate in den Abenteuerkäfig. Später wurden die Tiere getötet, um die Gehirne zu untersuchen.

Die histologische Untersuchung in den beiden Hirnregionen offenbarte die langfristigen Folgen des Kokain- oder Amphetaminkonsums. Das Dendritenwachstum war deutlich geringer ausgeprägt als in der Kontrollgruppe mit Kochsalzinjektionen. Für Kolb erklären die Befunde die langfristigen Verhaltensveränderungen und kognitiven Defekte, die bei Drogenabhängigen mit neuropsychologischen Tests nachweisbar sind. Die Abhängigen seien zunehmend weniger in der Lage, sich auf veränderte Lebensbedingungen einzustellen. /rme (27.08.2003)
http://www.deutsches-aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=13674
 

27.08.03 20:56

176446 Postings, 6759 Tage GrinchJetzt erstmal langsam...

Freundchen. Wen interessiert das jetzt wieder? Den Drogendealer von nebenan? Ich werde ihn anweisen dass er bitte auf die Gefahren hinweist.  

27.08.03 21:00

95440 Postings, 7027 Tage Happy EndJetzt wird mir so einiges klar, PRAWDA

27.08.03 21:01

3286 Postings, 6673 Tage PRAWDAVerständlich,

Andre H. *g*  

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